Musik verbindet

Ich finde, dieser Titel beschreibt unsere jetzige Situation. Mich berührt er sehr.

Mein Dank geht an alle, die jetzt schuften gegen den Tod.

Zitat Silbermond:

„Achso: Sollte dieses Lied Kohle einspielen, wird die gespendet. Das versteht sich von selbst. Die Erlöse gehen an die Tafel Deutschland. https://www.tafel.de

Ist das moderne Sklaverei?

Momentan finden einige Berufszweige (zu Recht) mehr Beachtung, als im bisher normalen Alltag. Alle verdienen diese Beachtung. Sie verdienen, dass endlich einmal öffentlich und laut über die Zustände, die Bezahlung, die Wertschätzung, den Arbeitsschutz u. a. diskutiert wird. Es gibt aus meiner Sicht keinen Berufszweig, der der wichtigste ist. Das mag die/der eine oder andere eventuell anders sehen…
Aber, mal ehrlich, was ist zur Zeit eigentlich noch schlimmer, als Fernfahrer auf Europas Straßen zu sein? 

  • Arbeitszeiten, die jenseits von Gut und Böse sind
  • Stress, Stress, Stress
  • Wertschätzung nahe Null
  • Bezahlung unterirdisch
  • sanitäre Bedingungen unzumutbar
  • Verpflegungsmöglichkeiten katastrophal
  • Vergehen gegen die Straßenverkehrsordnung oftmals unvermeidbar
  • Parkplatzsuche gleicht nicht selten einem Glücksspiel mit zu vielen Nieten
  • soziale Vereinsamung in der Fahrerkabine

Ich bin sicher, ich habe noch einige relevante Punkte vergessen.

Übertreibe ich? Ich denke nicht. Ich finde, jeder sollte mal in Ruhe darüber nachdenken. Ohne diese Männer und Frauen wäre die allgemeine Situation noch viel düsterer, um nicht zu sagen: Die Katastrophe wäre schon voll über uns herein gebrochen.

 

Auf dem Donnerbalken

🧻 🧻🧻🧻🧻🧻🧻🧻🧻🧻

Auf dem Donnerbalken saßen 2 Gestalten, und sie schrien nach Klopapier, Klopapier!

Und dann kam der dritte, setzt sich in die Mitte, und sie schrien nach Klopapier, Klopapier!

Und dann kam der vierte, der sich gleich beschmierte, und sie schrien nach Klopapier, Klopapier!

Und dann kam der fünfte, der die Nase rümpfte, und sie schrien nach Klopapier, Klopapier!

Und dann kam der sechste, der sich gleich bekleckste, und sie schrien nach Klopapier, Klopapier!

Und dann kam der siebte, als der Balken wippte, und sie schrien nach Klopapier, Klopapier!

Und dann kam der achte, als der Balken krachte, und sie schrien nach Klopapier, Klopapier!

Und dann kam der neunte, als die Scheiße schäumte, und sie schrien nach Klopapier, Klopapier!

Und dann kam der zehnte, brachte das ersehnte, Klo – pa – pier !!!

Klopapiersong

Wir lassen uns nicht den Humor nehmen 😁

Austreten?

Hi ihr Lieben,

es ist still um mich geworden, nicht nur hier sondern auch in meinem eigenen Blog. Es ist noch nicht einmal so, dass ich die Lust verloren habe, aber es wird ja auch insgesamt immer ruhiger, auch wenn einige hartgesottene sich hier wacker halten – das ist toll, macht weiter so! Ich persönlich, ganz für mich, erlebte aber nun den Zusammenbruch meiner alten Community, die es so wie früher nicht mehr gibt und das macht einfach keinen richtigen Spaß mehr. Ganz so bunt und vielschichtig wie früher ist es hier aber auch nicht mehr. Ich möchte deshalb wordpresstechnisch ein bisschen „aufräumen und abspecken“ und suche gerade eine Möglichkeit, offiziell als Autor aus diesem Blog auszutreten. Kann mir einer sagen, wo ich die entsprechende Funktion finde oder muss das jemand von euch machen? Dann darf das hiermit gerne getan werden. Im Anschluss an diesen Text schaue ich noch mal weiter, ob ich es nicht doch finde.

Ich möchte mich nun als Mitautor dieses Blogs verabschieden. Ich werde blog.de und seine Community nie vergessen und bestimmt auch weiterhin immer mal wieder rein lesen. Lasst es euch gut gehen und haltet die Ohren steif!

Liebe Grüße

Eure Nougatcornflake

Solange keiner in der Firma erkrankt,…

heißt es vorerst fleißig weiter arbeiten. Für den Partyservice der Firma gibt es zwar im Moment nicht so viel zu tun, dafür brauchen alle Filialen viele Fleischwaren für ihre Theken.

Morgen nehme ich auf jeden Fall meine „Arbeitsbescheinigung“ mit, die ich am Samstag bekommen habe – für den Fall der Fälle.

Nach meinem Feierabend am Samstag, haben wir das restliche Wochenende zuhause verbracht. Über Langeweile kann ich nicht klagen, ich habe genug zu tun. Der Umbau ist so gut wie fertig. Nur die Heizungen haben es noch nicht geschafft, frisch lackiert zu werden und die neuen Steckdosen sind noch nicht angekommen. Das ist aber erstmal  auch nicht so wichtig. Wird eben verschoben bis wieder mehr möglich ist und die Steckdosen trudeln vielleicht noch die Tage ein.

Ich freue mich darüber, dass ich heute eine Menge geschafft habe und wir evtl. morgen endlich wieder auch die untere Etage wieder „bewohnen“ zu können. Zwischendurch habe ich mich informiert, wie es Familie und Freunden geht. Dank Internet & Co ist Kontakt halten zum Glück in unserer Zeit recht einfach.

Die Gefühle sind gemischt, was das Virus angeht und wegen allem, was sich aus dessen Anwesenheit entwickelt. Ich schreibe täglich mit meinen Jungs, um zu schauen, wie es denen geht. In Stuttgart scheint es extrem zu sein. Bei uns hier läuft dagegen alles relativ sittsam ab, soweit ich das beurteilen kann.

Die Leute halten Abstand und gehen einem eher aus dem Wege, als dass sie drängeln. Allerdings höre ich immer wieder von den Verkäuferinnen, dass viele Kunden im Moment ungeduldig seien und leicht reizbar. Die Situation zerrt an den Nerven der Leute.

Meine Devise: Freundlich bleiben, Ruhe bewahren, Anweisungen befolgen, dann ist nicht nur die Sicherheit etwas größer, sondern auch das innere Gleichgewicht bleibt erhalten.

Ich wünsche ich euch allen viel Geduld, Durchhaltevermögen und …helft euch einander, soweit möglich.

Ich wünsche euch, dass ihr diese Zeit alle angemessen verbringen könnt.

…und… helft einander, so gut wie es möglich ist.

Passt alle gut auf euch und eure Gesundheit auf und auch auf die der älteren Generation und den Risikofällen. Auch wenn wir es nicht merken, könnten wir Überträger sein. Immer schön Abstand halten. Falls es doch einen von euch trifft, wünsche ich dass schon bald wieder Besserung eintritt.

Jetzt wünsche ich noch eine gute Nacht (halb fünf klingelt mein Wecker) und kommt gut in den bzw. durch den Tag.

Herzliche Grüße …

Urlaub, wenn alle zuhause sind

Um mich selbst mache ich mir eigentlich keine großen Sorgen. Obwohl ich glaube, wenn es jemanden erwischt, dann die Kassierer unseres Landes. Mein letzter Arbeitstag, bevor ich für eine Woche in den Urlaub verschwand, war ein Samstag, und es war ohne jeden Zweifel viel, viel voller als sonst – und das in einem Baumarkt. Ich meine, ich kann noch verstehen, dass jemand denkt, ohne Klopapier und Nudeln sei er aufgeschmissen, aber ohne Klickparkett und senfgelbe Wandfarbe? Und die Sache mit dem „in den Ellenbogen husten“ hatte wirklich niemand drauf. Da wurde gedrängelt und geschubst und es wurde einem ungeniert ins Gesicht gehustet. Meine Kollegin erzählte mir vorhin, dass Montag und Dienstag wohl noch schlimmer waren. Offenbar kamen ganze Familien in den Baumarkt, um sich ein wenig zu beschäftigen (und senfgelbe Wandfarbe zu kaufen) und alle waren ungeniert am Husten und Niesen. Mitten in Gesichter anderer Leute.
Ganz schlimm.

Der Urlaub jetzt war schon anders als die Urlaube in den letzten Jahren. Ich bin ziemlich schlecht im wochenlangen Vorausplanen – tatsächlich bin ich es dank meiner vielen Kinder eher gewohnt, alle Viertelstunde zum Einkaufen zu fahren, weil die, wenn ich gerade Vollkornbrot mit Käse gekauft habe, sich entschieden, nur noch Zwieback mit Nutella und Sauerkraut zu essen. In dieser Woche jetzt habe ich versucht, ein wenig zu planen, aber irgendwie klappte das nicht besonders gut. Irgendwas fehlte doch immer. Montag fehlte alles (war ja Urlaub, also musste ich erstmal für einen Grundstock an Vorräten sorgen). Dienstag fehlte das, was ich am Montag vergessen hatte, zu kaufen (ich vergesse immer irgendwas!). Am Mittwoch war die Schokolade alle (dabei dachte ich, die würde eine Woche lang reichen. Aber wenn die da so rumliegt, dann reicht sie eben doch nicht). Am Donnerstag überkam mich die Angst, dass der beste Freund von allen „jeden Tag Nudeln“ vielleicht doof findet, und ich kaufte schnell frische Bratwurst – mit Mindestabstand natürlich, mit Kartenzahlung und mit schlechtem Gewissen, aber trotzdem irgendwie hungrig, und das trotz aller Nudelvorräte hier im Haus. Am Freitag hatte ich Appetit auf Waffeln. Aber so richtig. Zuhause habe ich immer Mehl (genauso, übrigens, wie Schokolade und Nudeln und Bratwurst!), aber hier im Urlaub? Leider nein. Ich fuhr also los, um Mehl zu kaufen, aber es gab keins. In fünf Geschäften, in welche ich mich beschämt schlich, immer auf Abstand von allen Menschen bedacht, gab es kein Mehl. Und mehr Mehl-Geschäfte gibt es hier auch nicht. Irgendwie hat mich das total frustriert. Von 20 Leuten, die ich kenne, gibt es vielleicht zwei, die gut und gerne backen – oder überhaupt backen. Was um Himmels Willen fängt der Rest mit soviel Mehl an? Wenn man Mehl über schwarze Katzen stäubt, sehen die witzig aus. Wenn man Mehl auf Schnee schippt, rutscht man vielleicht nicht mehr aus. Und wenn man Mehl auf dem Dachboden verteilt, bekommt man anhand der Fußspuren heraus, WELCHES Mistvieh einen die ganze Nacht wach hält. Aber das ist auch schon alles, was mir dazu einfällt. Kein Grund, mir mein Mehl vorzuenthalten (dafür gab es dann noch mehr Schokolade). Ich war, ich muss es zugeben, ob meiner ungewollten Mehllosigkeit kurz vorm Heulen. Ich wette, in zwei Jahren, wenn das Haltbarkeitsdatum all dieser Mehlpackungen abläuft und sie unbenutzt im Müll landen und ich das zufällig sehe, bin ich WIEDER kurz vorm Heulen. Oder vielleicht heule ich ja. Mal gucken.

Ach so, und heute dachte ich dann, ich bleibe jetzt aber wirklich zuhause, ganz ordentlich, treffe niemanden und stecke niemanden an und bin dann gesund und so… aber leider schleppe ich seit Tagen einen sehr schmerzhaften Harnwegsinfekt mit mir herum und hatte plötzlich das Gefühl, ohne eine lindernde Wärmflasche nicht mehr leben zu können. Im Gegensatz zu Mehl gibt es hier Wärmflaschen zu kaufen. Ich hielt brav von allen Menschen Abstand, kaufte meine Wärmflasche (und sicherheitshalber noch ein bisschen Schokolade) und liege seitdem wohl gewärmt einfach nur so herum und genieße meinen letzten Urlaubstag.

Am Montag muss ich wieder zur Arbeit.
Um wen ich mir da wirklich Sorgen mache, sind einige meiner älteren Kolleginnen, die mit dem Aushilfsjob ihre Rente aufbessern – und die viel zu höflich sind, um zu sagen, dass sie lieber doch nicht kämen (weil ja immerhin auch alle alleinerziehenden Mütter und Väter nicht kommen. Und das sind einige!). Allerdings hat mir meine Kollegin vorhin via WhatsApp mitgeteilt, dass wir jetzt alle Handschuhe an den Kassen haben, dass nicht mehr zu viele Menschen gleichzeitig den Laden betreten dürfen, dass die Gartenkasse – Weh und Ach! – geschlossen ist und dass wir jetzt Plexiglasscheiben vor den Kassen haben. Und dass ALLE Waren auf das Laufband müssen. Auch die schweren.

Immerhin.

schwarze Katze (Bild: Reddit und Facebook und Boredpanda und lachschon und so weiter. Wer die schwarze Katze KENNT, die sich da mit Mehl vergnügt und im Internet ausgebreitet hat, kann mir gerne einen Tipp geben!)

Wie erlebe ich die jetzige Situation

Seit Montag bin ich zu Hause, freigestellt von der Arbeit. Draußen prägt sich jeden Tag ein neues Bild und im Moment ist es wirklich so, dass die Menschen hier in unserem größeren Dorf mit knapp über 6000 Einwohnern nur für die nötigsten Gänge das Haus verlassen. Man sieht kaum Menschen auf den Gehwegen und dann achtet man auf Abstand, auch in den Geschäften. Ich muß nicht jeden Tag zum Einkauf, die Regale sind gut gefüllt, es ist vielleicht nicht jedes Produkt verfügbar, aber es gibt genügend Alternativen. Ich beschränke meinen Einkauf auf einen großen Supermarkt, da bekomme ich auch Frischfleisch an einer sehr gut sortierten Theke und ich gehe nicht noch in andere Läden, weil da der Joghurt vielleicht ein paar Cent günstiger ist. So halte ich für mich das Risiko auch gering. In meiner Jackentasche habe ich ein kleines Fläschchen Desinfektionsmittel und nach verstauen des Einkaufs, reibe ich mir die Hände damit ein. Ob es übertrieben ist? Ich weiß es nicht! Zu Hause wasche ich mir dann natürlich gründlich die Hände.

Gestern schickte uns unsere Tochter einen Link. Ab dem 23.03. gibt es einen gemeinsamen Lieferservice der Gemeinde und E…a, Bürgerinnen und Bürger die unter Quarantäne stehen oder zur Risikogruppe gehören, können im E…a Markt anrufen und beim Bauhof der Gemeinde und ihre Lebensmittelbestellung aufgeben, von Montag bis Freitag werden die Bestellungen dann von Mitarbeitern des Bauhofs zu den Betroffenen geliefert. Eine sehr gute Sache finde ich.

Ob es eine Ausgangssperre geben wird, wird sich in den nächsten Tagen entscheiden, es liegt an jedem Einzelnen selbst, ob er sich an die Vorgaben hält und einfach im Haus bleibt. Noch mache ich meine Hunderunden, einmal am Tag treffe ich mich mit meiner Freundin und wir gehen eine große Runde im Wald, ohne uns zu berühren und mit Abstand, mal sehen wie lange das noch möglich ist.

Es ist eine schwere Zeit und mir tun die Familien leid, die keinen Garten oder Balkon haben und jetzt sehen müssen, wie sie ihre Kinder beschäftigen und dabei vielleicht noch von zu Hause arbeiten müssen. Letztens habe ich mit meiner Freundin zusammen geweint, sie darf ihre Enkel ja auch nicht besuchen und es kam ein Paket für Oma und Opa mit selbstgebackenen Keksen, sogar Nelly war in Keksform gebacken, ein kleiner Hund mit Zuckerstreuseln. Wie rührend- Auch wir halten Abstand zu unseren Kindern, es ist nicht immer einfach, man möchte sich einfach mal in den Arm nehmen und gegenseitig trösten.

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Bleibt gesund.