Frage der Woche 

Der rechtmäßige Frager der Woche möge im Falle des Beleidigtseins gerne vortreten und protestieren.

Ansonsten lautet meine Frage der Woche (läuft die dann jetzt bis Freitag den 2. Juni?):

Was wäre anders an deinem jetzigen Leben, wenn niemals jemand das Internet erfunden hätte?

36 Gedanken zu “Frage der Woche 

  1. Dann waere halt alles noch, wie bei meinen Eltern frueher – ging auch, aber deren Welt waere mir heute zu klein. Aber wir kannten es halt nicht anders, da war ein Einkaufsbummel in die naechste groessere Stadt schon ein Abenteuer. Das Internet und seine Moeglichkeiten machen uns gierig, glaube ich – nicht nur nach Dingen, sondern auch nach Erlebnissen. Es ist einfacher, sich nicht aus den Augen zu verlieren (natuerlich rede ich von Facebook) aber auch, insbesondere fuer junge Leute, schwieriger, sich weniger auf Aeusserlichkeiten zu konzentrieren.

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  2. Lexikon, Kochbuch, Atlas, Duden und die Bibliothek würden eine große Rolle in meinem Leben spielen – nicht Wikipedia, Google, Youtube und Co. Ich würde Briefe schreiben und bekommen. Ich würde Reisen im Reisebüro buchen. Ich würde mit Vergnügen Kaufhauskataloge wälzen. Ich würde viel mehr telefonieren, als heute. Wir hätten noch immer ein Faxgerät zuhause. Ich würde viel mehr Zeitung lesen und Nachrichten hören bzw. schauen. Ich könnte meinen Horizont nicht im gleichen Tempo und mit den gleichen Möglichkeiten erweitern. Die Steuererklärung würde ich auf dem Papier ausfüllen und in einen Briefkasten einwerfen müssen, von denen es dann mit Sicherheit noch sehr viele gäbe. Ich würde mich öfter „in echt“ mit Leuten treffen und unterhalten. Ich würde mehr fernsehen, Musik hören, noch mehr Bücher lesen und mehr Karten mit meinen Lieben spielen. Ich würde öfter ins Kino gehen. Kurz und gut: Sehr vieles wäre anders in meinem Leben. Und im Leben anderer auch…

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    • Man könnte bei deinen Beispielen meinen, dass ohne Internet mehr Bäume für Papier sterben würden. Folglich müsste das Internet das Bäumesterben reduzieren… warum ist das nicht so?

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  3. Beleidigt bin ich nicht, nur überrascht. 😉 Wollte gerade meine Frage einstellen, aber kann damit auch leben, dass nun schon eine neue Frage gestellt wurde. 🙂 Ich dachte, die neue „Handhabe“ wäre, dass der nächste seine Frage, nicht unbedingt am Freitag einstellen muss, sollte nur den Kommentierenden mindestens eine Woche Zeit lassen, für die zuletzt gestellte Frage? Und würde gegebenenfalls nochmal erinnert werden, falls es zu lange dauert.

    Wenn es allen recht ist, verschiebe ich meine Frage der Woche nun auf den 2. Juni. 😀

    Nun zu deiner Frage: Ich hätte meinen jetzigen Ehemann wahrscheinlich niemals kennengelernt, wenn es das Internet nicht geben würde. Dieses Jahr feiern wir bereits unseren 13. Hochzeitstag und seit 15 Jahren sind wir nun schon zusammen.

    Zu einigen Menschen aus meiner „Vergangenheit“ hätte ich wohl kaum wieder Kontakt aufgenommen, weil ich sie im Internet „wiedergefunden“ habe.

    Ich habe sehr viele Freunde, Verwandte, Bekannte, die weit weg wohnen und mit denen ich sicherlich über Post- und Telefonweg auch Kontakt hätte, aber bei dem ein oder anderen sicherlich weniger.

    Durch das Internet haben sich auch einige reale, inzwischen teilweise längjährige Freundschaften entwickelt. Diesen jetzigen Freunden (und ich meine damit wirklich Freunde, nicht einfach irgendwelche Bekanntschaften), wäre ich ohne Internet wahrscheinlich auch niemals begegnet.
    Ich hatte auch schon vorher einen guten Freundeskreis – das war nun eine weitere Bereicherung.

    Durch die vielseitigen Möglichkeiten, wurde einiges erleichtert. Ob es sich nun um eine Telefonnummer; eine Bestellung; Urlaubsbuchungen; eine Frage (für die man sonst Bücher hätte wälzen müssen bzw. ersteinmal solche Bücher finden müsste; ein Wort, für das man den Duden oder das Lexikon immer auf dem neuesten Stand halten müsste, um jedes zu finden – ich würde mir bei einigen Sachen, wohl eher dann die Mühe nicht machen, außer sie interessieren mich wirklich so sehr, dass ich unbedingt eine „Antwort“ wollte.
    Ob privat oder geschäftlich, die Vielseitigkeit der Möglichkeiten, macht alles zusätzlich leichter.

    Ich hätte in meinem Leben sicher auch nicht so viel geschrieben, wenn es das Internet nicht geben würde. Einiges mache ich zwar auch handschriftlich, aber lange nicht so viel, wie übers Internet.

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  4. Ohne Internet würde ich euch alle gar nicht kennen. Gäbe es kein Geblogge und du hättest nie diese Frage gestellt. 😂
    Der Fernseher würde wohl öfter an sein, wie würden viel mehr Spiele spielen und ich hätte noch mehr gebasteltes von den Kids und mein Bücherregal würde aus allen Nähten platzen. 😂
    Statt hier rum zu lesen, hätte ich vielleicht ein Buch in der Hand oder würde staubsaugen oder einfach nur auf dem Balkon in der Sonne sitzen. Aber da ist es zu heiss, bin grad faul , daher lunse ich derzeit hier rein und gucke , was so los ist. 😁

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  5. Da hätte ich ja gar nicht so viel zum Lesen….Und finden würd ich ja auch nix und wissen noch viel weniger. Das wär‘ schon was doof.Und wo bekäm‘ ich all die Rezepte her? Wie Omma? Über 400 Kochbücher? Wer soll die wann denn alle lesen…

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    • Ich frage mich immer, ob man tatsächlich insgesamt mehr weiß, nur weil man alles online nachlesen kann. Verführt nicht gerade der permanente Zugang zu Informationen dazu, dass man sich viel weniger merkt und verinnerlicht, eben weil man ja jeder Zeit wieder nachlesen kann und isch nichts merken muss?

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      • Für Telefonnummern trifft das zu. AAAAAber, bei ganz vielen anderen Dingen ist das nicht so. Sternchen hat zum Beipiel grad eine Website beschrieben, die es in den USA gibt, auf der können sich Alleinerziehende finden, um ihr Leben gemeinsam zu führen. Das ist nur eines von den Dingen, die ich niemals ohne Internet gewußt hätte.

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  6. Was man nicht kennt, vermisst man nicht, denke ich. Man hätte so weiter gelebt wie bisher, Briefe geschrieben, telefoniert, Fernseh geschaut, Zeitung gelesen, vielleicht sogar mehr gesprochen miteinander und die Umwelt bewußter erlebt, ohne ständig auf sein Handy zu starren.
    Handy ist meiner Meinung nach, Segen und Fluch zugleich, es gibt Leute die können ohne garnicht mehr leben und merken noch nicht mal wenn ihr Kind im Kinderwagen ihnen was zeigt oder auf dem Spielplatz mit ihnen spielen will. Da wird nur aufs Handy geglotzt, ich finde das nicht gut. So hat alles sein Vor-und Nachteile.
    Natürlich erleichtert das Internet vieles und es ist gut so wie es ist.

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    • Mit deinem ersten Satz bringst du es schon auf den Punkt, liebe Biene. Deine Meinung, was das Handy angeht, teile ich voll und ganz. Natürlich ist es toll, dass wir diese „Errungenschaft“ haben. Aber auch Handys sind Fluch und Segen zugleich. Dieses ständige Geglotze auf dieses kleine Viereck, dieses „sich dumpf bespassen lassen, wann immer es geht“ geht mir voll auf den Keks. Auf Arbeit in der Pause ist das manchmal ganz krass.

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  7. Ohne Internet wäre es sehr viel schwieriger, den Kontakt zu einigen Freunden aufrecht zu erhalten. Ich habe etliche Freunde auf der anderen Seite des Globus – und Briefe dauern halt doch lange. Da hilft das Internet sehr. Auch Skype ist da sehr toll – denn ich erinnere mich noch an Zeiten, in denen ein Auslandstelefonat unglaublich teuer war – da hat man sich dann bei den wenigen teuren Gesprächen auf das absolut Allernötigste beschränkt. Ein Anruf außerhalb der Reihe konnte nur eine Katastrophe bedeuten.
    Heute kostet die Minute nur wenige Cent, wenn überhaupt. So telefonieren wir auch mal lang und ausgiebig – eher ein plauschen. Über Alltäglichkeiten. Und manches tiefschürfende Gespräch braucht vielleicht auch erstmal eine „Einleitung“ – bevor man zu den schweren Themen übergeht. Das geht leichter, wenn nicht die Stopuhr tickt.

    Viel Recherche wäre nicht möglich – zu Preisen, Urlauben etc. Dinge sind für uns verfügbar geworden durch Onlineshopping, die es früher halt einfach nicht in meiner Stadt gab. Heute bestell ich das halt.

    Man muß als Kunde mehr umworben – denn früher mußten die meisten Kunden halt kaufen, weil sie ja keine Auswahl hatten – oder nur die, die lokal verfügbar war. Heute steht uns die ganze Welt offen – alles nur einen Klick entfernt. Da mußte der lokale Handel in Hinsicht Service aufrüsten.

    Viele Dinge sind durch die neue Konkurrenz günstiger geworden.

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  8. Also es wäre schon mal so, dass ich jetzt diese Frage nicht beantworten würde…8-)

    Ansonsten wären ziemlich viele Dinge anders, eigentlich das halbe (oder dreiviertel?) Leben.
    Meinen Job in der Form gäbe es nicht, ich würde noch ganz normal in einem stationären Reisebüro arbeiten, in dem die Kunden zu den normalen Öffnungszeiten ins Büro kommen würden. Unzählige Leute würde ich gar nicht kennen, genaugenommen nicht mal von deren Existenz wissen, ein gutes Beispiel ist unsere beste Freundin, die eigentlich total zu unserem Leben dazugehört, auch wenn sie 400km entfernt wohnt.

    Ohne Frage ist vieles bequemer, aber auch stressiger geworden, die Informationsflut muss man nämlich erst mal handeln und da ich ein ziemlich ehrgeiziger Mensch bin, kann ich es beispielsweise absolut nicht leiden, wenn meine Kunden mir Sachen erzählen, die ich eigentlich hätte wissen können, weil es irgendwo gestanden hat. Somit verbringe ich mindestens morgens und abends mindestens eine halbe Stunde damit, mir einen für mich relevanten Nachrichtenüberblick zu verschaffen. Auch die ständige Erreichbarkeit gäbe es nicht, allerdings bin ich da ja der Meinung, dass man das auch übertreiben kann. Meine Kunden können mich zwar auch abends und am Wochenende gern kontaktieren, allerdings schalte ich mein Handy aus, wenn ich ins Bett gehe, ins Schlafzimmer kommt mir kein Telefon. Mein Festnetz klingelt auch nachts nicht, das muss ich nicht haben.

    Unseren Freundeskreis hier im Ort und in der Umgebung hätten wir allerdings in genau der gleichen Form, mit denen kommunizieren wir auch selten über internetbasierte Kanäle. Das liegt einerseit daran, dass viele in Berufen arbeiten, die nicht so vom Internet beherrscht werden, andererseits pflegen wir da auch den persönlicheren Kontakt, auch wenn es manchmal „nur“ telefonisch ist.

    Verzichten möchte und kann ich absolut nicht mehr auf das Internet, und das ist auch gut so! 😉

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  9. Deine Antwort ist gut durchdacht und gut für meinen Geldbeutel… 😀
    Naja, wenn die Stunde 30 Kronen (ca. 3 Euro) kostet, dann kann so ein Blick aufs Handy schon mal ganz gut sein. Das macht er ja aber nachts ohnehin nicht. Aber er lädt das Handy halt jede Nacht am Bett – unter anderem deshalb, weil er sich von den Sch***ding ja auch wecken lässt. Ein Teufelskreis… 😕

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    • Hehe… 😉
      Ja okay, aber könnte er denn dann noch was machen, wenn er das abends oder nachts zu Hause bemerkt? Geht das irgendwie?

      Von dem Teufelskreis habe ich schon oft gehört und die meisten Leute waren völlig verblüfft, dass die meisten Handywecker auch dann wecken, wenn das Handy richtig ausgeschaltet ist. Muss man aber probieren, alle machen das leider nicht…

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      • Ja, das Parken kann man jederzeit beenden (ist eine Park-App). Die Mails kommen ab einer gewissen Parkzeit (als Erinnerung) aller drei Stunden – eben für den Fall, dass man das Beenden vergessen hat.
        Dass das Wecken auch bei ausgeschaltetem Handy funktioniert, das habe ich ihm schon vor Jahren erklärt. Aber das Handy jeden Morgen neu anschalten zu müssen ist wohl viel zu anstrengend, und man kann das leicht vergessen. Mein Mann ein ziemlicher Technikmuffel (Idiot will ich nicht sagen 😆 ).

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