Was mich richtig nervt….

….sind Leute die sich selbst permanent in den Focus rücken.

Egal was andere erlebten – sie haben es mit Sicherheit „auch schon erlebt „.

Die Blogwelt ist ein pulsierender Organismus in dem großen Biotop des Internet’s. Viele Menschen berichten hier öffentlich, oft anonym, von Dingen über die sie sonst nur mit Freunden (oder gerade mit denen nicht) sprechen würden. Egal ob es um Beziehungsstress geht, um Erziehungsfragen, um schlimme Schicksalsschläge und/oder freudige Erlebnisse. Nichts, wirklich nichts trifft einen allein. Man findet immer den einen oder anderen, der dies auch schon erlebt, durchlebt, durchgemacht hat. Das ist gut so, denn man will sich ja austauschen, eventuell Erfahrungen anderer zu eigen machen oder einfach mal Meinungen anderer Leute in die eigenene Überlegungen mit einbeziehen. Manchmal möchte man auch einfach nur seine Freude teilen.

Aber: muss es immer ein und dieselbe Person sein die angibt, sich in sämtlichen Lebenslagen, Situationen, Erlebnissen und Ereignissen am besten auszukennen? Die die Einstellung besitzt, nichts und niemand könne ihr das Wasser reichen? Die überzeugt ist, in allem die allwissende Erfahrung in menschlicher Form zu sein?

Jemand schreibt zum Thema Handarbeit – batsch! Meldet sich der „Spezi“ zu Wort: „hab ich auch gemacht“.

Thema Haustier – platsch! „Bei meinem war es ebenso“ oder eben „nein, meines hat so etwas nie gemacht“.

Thema Nachbarschaftshilfe – peng! „also meine Nachbarschaft ist einmalig, alle kennen und lieben sich“

Es ist zum Kopfschütteln, es gibt nichts(!) was diese Person nicht schon erledigt, erlebt, getan, kreiert, hergestellt und angestellt hat.

Immer in den Vordergrund schieben, oftmals alle anderen für unfähig halten und durch neunmalkluge Kommentare auch noch als Dummhansens darstellen.

Solche Personen halten sich für einzigartig auf ALLEN Gebieten. Doch wenn man nur mal ein klein wenig recherchiert, etwas tiefer gräbt, stellt man fest, dass fast alles ausgedacht, oberflächlich und oft einfach gelogen ist.

Solche destruktiven, rücksichtslosen egoistischen „Geschichtenerzähler“ mag ich nicht. Ich sortiere sie aus. Aber in einem kann man sich nach so einem „Hausputz“ sicher sein: Einsicht ist nicht! Solche Leute haben niemals den Bogen überspannt, niemals eine Grenze überschritten, niemals andere als dumm hingestellt. Schuld haben immer „die anderen“.

Sie verstehen nicht,  dass nicht der Tropfen der das Fass zum überlaufen brachte, der eigentliche Grund für’s „aussortieren“ ist – sondern die unzähligen Tropfen vorher…

 

 

28 Gedanken zu “Was mich richtig nervt….

  1. So was nennt man:“ Sich mit fremden Federn schmücken. “ Wie klein muss eine Welt sein , um andere Beispiele und Erlebnisse als sein Eigen auszugeben. Alles genau so oder ähnlich schon erlebt. Solche Menschen meinen bei allem mitreden zu können und halten sich für sehr schlau. Sind sie aber nicht. Eher bemitleidenswert.

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    • Richtig. Nur nicht klein beigeben, alles schon mit- und durchgemacht haben.
      Ich meine, wenn es um außergewöhnliche Erlebnisse geht, warum schreibt derjenige dann nicht selbst in seinem Blog darüber?
      Schätze mal: wenig Selbstwertgefühl, darum immer auftrumpfen. Traurig, aber wahr.

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      • Derjenige schreibt wohl deswegen nicht darüber, weil ihm erst beim Lesen „eingefallen“ ist, dass ihm das auch passiert ist! Ein Schelm, wer Böses dabei denkt… 😎
        Ich kenne solche Leute aber auch „in echt“ und finde es grausam, wenn man denen aus irgendwelchen Gründen manchmal einfach nicht aus dem Weg gehen kann und das ertragen muss, da werde ich dann irgendwann gereizt. Komischerweise poltern die so durch ihr Leben und kommen oft auch durch mit ihren Geschichten… 🙄

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  2. Siehste – und ausgerechnet der Beitrag von Dir ist es, der mich auf Dein Blog aufmerksam macht und mich zu einem Kommentar „verleitet“.
    Ich schreibe bei meinen Blogfreunden ganz gerne Kommentare – und wenn es zum Beitrag paßt auch über eigene Erfahrungen in einer vergleichbaren Situation.
    Vor allem, wenn der Beitrag quasi „Fragen aufwirft“ – weil ich immer dachte, daß Erfahrungen anderer einem dann zu einer Lösung helfen können.

    Weil ich bis dato dachte, ein Blog ist dann auch eine Frage. Und ein Erfahrungswert eine Antwort.

    Ich bin eher nicht so diejenige, die nur auf „like“ drückt. Oder nen Dreiwortsatz „finde ich auch“. Das wäre für mich „geredet, nur damit die Luft wackelt“.

    Nun mag es sein, daß ich alt genug bin, daß mir im Leben diverse Situationen schon begegnet sind – ich folgedessen zu ner Menge Dinge was sagen oder schreiben kann.

    Vielleicht bin ich also so eine lästige Kommentiererin. Wenn ich was schreibe, habe ich auch zu dem Beitrag was zu sagen – und versuche es ausführlich zu formulieren, denn wenn man nicht spricht, sondern schreibt, geht gerne die Intention verloren, weil einem ja die Gestik fehlt und die Tonlage – sonst würde ich einfach nichts kommentieren. Wie soll man kommentieren, wenn man nichts zum Thema zu sagen hat? Also kommt die Summe der Kommentare doch so rüber, als ob man immer seinen Senf dazugibt?!

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    • Hallo Wendy,
      nein. Es sind die wenigen Ausnahmen die mich nerven.
      Stell Dir mal vor Du schreibst über ein Thema, zB. dass Du eine nicht alltägliche, gute Tat vollbracht hast. Du möchtest andere damit doch in erster Linie motivieren, auch mal etwas ähnliches zu tun.
      Aber dann kommt eben solche „Ausnahme“, die just promt und ausgerechnet an dem Tag auch jemandem Gutes tat. Nächsten Tag schreibst Du, dass Du ein schönes Erlebnis mit einem Tier hattest. Und promt schreibt die selbe Person, dass sie just am Tag vorher ebensolches Erlebnis, wenn nicht gar ein noch spektaktuläreres hatte. Einen Tag später liest Du in einem anderen Blog, dass jemand sehr kreativ war, alle bewundern das Ergebnis – und wer hat’s ebenfalls schon mal gebastelt oder gearbeitet? Genau! Jene Person die alles immer zeitgleich, zeitnah oder zumindest irgendwann mal so erlebt, getan, gehändelt hat. DAS nervt! Zumal wenn man sie bittet, doch dann auch mal ein Foto desselben einzustellen. Das wird nix.
      Wie gesagt, mir ist ein Austausch sehr wichtig und ich freue mich, wenn meine Blogbeiträge gelesen werden und zum diskutieren, bzw. zum kommentieren einladen. Und es stört mich auch nicht, wenn andere ein gleiches oder ähnliches Erlebnis hatten. Nur es muss (kann!) nicht immer die selbe Person sein.

      LG

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  3. Nicht aufregen, liebe Eulencamperin, nur wundern.
    Sehr wahrscheinlich ist dieses Verhalten krankhaft. Es gibt die pathologischen Lügner, die Erinnerungsverfälscher und sicher noch andere psychologische Eingliederungen. Leider habe auch ich (im Berufsleben) mit mindestens einer solchen Person zu tun (deshalb weiß ich das…). Es ist wahrlich nicht leicht, diese Lügen und diesen Größenwahn immer wieder zu schlucken. Bleibt einem aber nicht viel anderes übrig. Ich für meinen Teil lege mich nicht mit dieser Person an. Am Ende werde ich noch des Mobbens bezichtigt. Nein, danke. Ich gehe ihr aus dem Weg, wo es irgendwie möglich ist.
    So unheimlich schwer mir das fällt: Manchmal ermahne ich mich selbst, nicht zu vergessen, dass die Person ja krank ist.
    Hier im Blogland gibt es ja aber glücklicherweise noch jede Menge toller Blogger. Halten wir uns an die und haben gemeinsam Spaß.
    Liebe Grüße, Berta 🙂

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    • Liebe Berta,
      nein, nun rege ich mich auch nicht mehr auf. Ich gehe solchen Personen aus dem Weg und habe meine Ruhe.

      Falls sie mir irgendwo doch über den Weg oder Desktop laufen gibt’s allenfalls noch ein *guten Tag, guten Weg* und das wars.

      LG

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  4. Och, so Leute nerven mich nicht so, denn die meisten denkenden Menschen bekommen ja mit, wenn jemand immer alles weiß und wie albern das ist. Vor allem sind die, die immer alles schon erlebt haben und Bescheid wissen meistens die, die noch bei Mutti wohnen und die Freizeit mit Counterstrike verbringen. So Leuten würde ich immer gern LSD in den Kaffee tun. Damit sie EINMAL was erleben. Hihi. Nur Spaß. Fast.

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  5. Ich glaube die Person zu kennen, auf die Du Dich beziehst, und ich hatte auch im Real Life mal so jemand. Irgendwann hab ich angefangen sie jedes Mal ueber ihre „Erlebnisse“ (oder die Buecher die sie empfahl und wo sich dann raus stellte, dass sie sie selber nie gelesen hatte, sondern nur die Rezension) auszufragen. Es half nicht.

    Abgesehen davon, dass es nervt, fand ich es auch zunehmend schlecht fuers eigene Selbstwertgefuehl. So eine Person weiss immer alles besser, der kann man nichts mehr beibringen oder argumentieren, alles was Du machst und sagst ist falsch, denn selbst wenn Du richtig viel Erfahrung mit was hat, dann hat sie richtig, RICHTIG viel und weiss es wieder besser. Der Aspekt hat mir echt zugesetzt. Beide raus aus meinem Leben, und mir gehts gut…

    PS: Im Englischen gibt es dafuer ein spezielles Wort, das heisst oneupmanship. Egal was Du hast, der andere ist immer one up

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  6. Hey Culbia, 🙂
    Besserwisserei nervt mich auch. Da könnte ich Bücher drüber schreiben…
    Hier gehts mir allerdings nur darum, dass sich einzelne Personen permanent in den Vordergrund drängen müssen.
    Egal was man macht, egal was man bewerkstelligt: diese eine Person hat ALLES schon mal erlebt oder getan. Würdest Du in Deinem Blog erzählen, dass Du einen Käfer hast furzen hören – sie würde schreiben: „das hab ich auch schon mal gehört“ Wenn Du anderen davon berichtest, Du hättest einer Fliege beigebracht die Wand rückwärts herunter zu laufen – sei Dir sicher mit dem Erfolg wärest Du nicht allein. Denn bei dieser Person laufen dann sogar zwei Fliegen parallel in entgegengesetzter Richtung und! tanzen sogar Walzer im 3/4 Takt an der Wand.

    Das traurige ist, dass man selbst ja weiß das solche Geschichten nicht stimmen, aber die betreffende Person merkt nicht, dass alle es bereits durchschaut haben.

    LG

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  7. Komplett nervig, solche Leute. Im Blogland ist mir das noch nicht passiert, aber ich habe so jemanden in meinem Büro sitzen: Als ob das Leben ein Wettbewerb wäre, alles kennt sie schon oder weiß es besser. Wenn ich darauf eingehe, führt das zu schier endlosen fruchtlosen Diskussionen. Inzwischen erzähle ich einfach kaum noch was, aber dann fragt sie irgendwas, und wenn ich antworte, weiß sie natürlich wieder alles besser. Und wenn ich ihr aus Verzweiflung zustimme, allein, um meine Ruhe zu haben, behauptet sie einfach das Gegenteil von dem, was sie gerade erst gesagt hat. Zum Haareausraufen! Krank!

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  8. 🙂 …
    Beim Lesen, habe ich ähnlich wie Wendy, daran gedacht, dass man oft ja auch schon viel erlebt hat und im Kommentar ja etwas beitragen möchte, aber auch, dass es eben solche Leute gibt, wie du sie bei deiner Antwort auf Wendy´s Kommentar beschrieben hast.
    Aber die sind doch eher zu bemitleiden.

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    • Hmmmpf….. ok, ja…. aber wenn du mit solchen Leuten auch noch real zu tun hast – wer bemitleidet dann Dich?

      Unsere Generation hat noch Höflichkeit gelernt- und die Meinungsfreiheit erlernt. Ergo ist man erst einmal höflich, wenn einem nach einigen bis diversen Gesprächen auffiel, dass man „nix allein“ erleben kann, ohne dass jene Person, bevor man selbst das Erlebnis bis zum Ende erzählt hat, dazwischen kräht: „ja…das hatte ich auch schon..“ oder “ genau wie bei mir…“.
      Stell Dir mal vor Du hättest eine violette Margerite gezüchtet und erzählst davon. Nach ca. zwei Sätzen wirst Du unterbrochen :“das hab ich schon mit Sonnenblumen hinbekommen“. Dann fragst Du nach: „ist ja toll! Hast Du Bilder davon?“ Im besten Fall wird Dir ein Bild versprochen, welches aber erst herausgesucht werden muss, weil ja alles in Kartons im Keller oder Dachboden gelagert ist. Erhalten wirst Du das Bild allerdings nie! Frag mal nach, dann wird sich herausgeredet „ach, hatte ich vergessen“ oder „hab noch nicht in der Kiste gesucht“, „mein Keller stand unter Wasser, ist alles nass geworden und ich habs weggeworfen“
      Frag mal nach wie denn die Person die Sonnenblume gezüchtet hat – meinst Du, Du erhältst eine auch nur Ahnungs-Ansatzfähige Antwort? Aber dummquatschen – bei ALLEM was Du selbst erzählst.
      Ganz ehrlich, kein Mensch erlebt irgendetwas für sich ganz alleine, Millionen anderer haben es genauso oder ähnlich erlebt. Aber Zigmillionen eben auch nicht. Aber eine einzige Person hat alles, wirklich alles!! angeblich schon erlebt und durchlebt – und diese eine Person hast Du permanent an der Pelle sitzen. DAS nervt!
      Und wenn Dir irgendwann mal die Höflichkeit abhanden, dafür die Meinungsfreiheit in den Sinn kommt und Du stößt jene Person auf ihre Widersprüche – dann bist Du noch das A….ch.

      LG

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        • okay liebe leute, ich bekomme den eindruck, dass wir hier über ein sehr komplexes problem diskutieren. ich war mir zunächst auch nicht ganz sicher, ob ich mit einsteigen soll – zumal ich noch kein fertiges bild im kopf habe. da ich aber andererseits im laufe des lebens den eindruck gewonnen habe, dass es letztlich keine fertigen bilder gibt und sich die gesamte existenz im rahmenvon widersprüchen bewegt, wage ich es, jetzt doch ein paar meiner gedanken zu äußern

          wir leben in einer zeit, wo vieles im beruflichen wie privaten leben standardisiert ist. nicht nur, dass wir die gleichen geräte benutzen und ähnliche kleidung tragen, die gleichen filme, theaterstücke und sportveranstaltungen sehen, die gleiche musik hören und in die gleichen urlaubsgebiete fahren, sondern damit verbunden auch einer fortschreitenden standardisierung der erlebnisse unterliegen. selbst das abenteuer ist schon weitgehend standardisiert und findet nicht mehr als ganz persönliches einmaliges erlebnis statt. aufgrund dieser allgemeinen stadardisierung – die ich oben mit sehr knappen worten sicherlich nur unzureichend skizziert habe – entsteht auch eine standardisierung der gespräche und des erfahrungsaustausches.

          ein kleines beispiel:

          wir testen oft software ausgehend von der frage, ob sie für blinde und sehbehinderte menschen einen mehrwert bietet um anschließend darüber zu schreiben. nun kann ich mich an zeiten erinnern, da brachte man mit solchen tests was wirklich neues in die zeitung. heute hingegen hat man bisweilen den eindruck, dass die leser das alles schon wissen weil sie als user die gleiche software bereits ausprobiert haben und dea in kommentaren bzw. in unseren speziellen stammtischrunden auch kundtun. da hat man als journalist schon den eindruck, keine news mehr geliefert zu haben sondern einen alten hut und man könnte glatt am eigenen beruf verzweifeln. bei näherer betrachtung zeigt sich aber, dass man zwar nicht mehr die ganz dicke sensation präsentieren konnte, dafür aber eine produktive diskussion in gang gesetzt hat, denn trotz aller standardisierung der technik sind die damit verbundenen erfahrungen der einzelnen user zwar ähnlich – allerdings verbunden mit einem eventuell für alle wertvollen quäntchen individuller erfahrung. natürlich sind dann in solchen runden formulierungen wie: „das hab ich mit der app aipoly auch schon so erlebt“ zu höre. vielleicht sollte insbesondere diese standardisierung der einstiegsformulierung mal überdacht werden denn meistens servieren diese leute auch ihr besonderes i-tüpfelchen, dass dann natürlich wieder zum allgemeingut der anderen user wird – also zum neuen standard.

          wie gesagt, die allgemeine stadardisierung bring standardisierte erlebnisse hervor über die wir alle verfügen und über die wir alle ähnlich diskutieren. doch es gibt in diesen runden auch immer mal typisch des „spezi“ wie er hier diskutiert wird. beim berliner stammtisch ist einer, der kenn alle apps, hat alle ausprobiert und hat immer noch erfahrungen parat, die andere user anfangs verblüfften. hätte ja auch sein können, dass da was unbekanntes im spiel war. doch allmählich setzte sich der eindruck durch, dass da jemand ständig seine eigene show durchzog zumal die meisten seiner angeblichen erfahrungen von keinem der informatiker bestätigt werden konnten. und einmal passierte dann etwas, was man als ungewollte entlarvung betrachten kann, was wir als höfliche und freundliche menschen den spezi aber nicht spüren ließen. jemand in der runde wollte sich lustig machen über das, was apps so alles können. er erzählte von einem ganz geheimen apple produkt, mit dessen hilfe das gesamte gehirn mit allen ebenen und inhalten und sämtlichen informationen über struktur und gewebe abgescannt und auf neuartigen specherelementen von quantencomputern abgelegt werden können um daraus anschließend per 3d druck ein identisches gehirn entstehen zu lassen. okay, ihr werdet es ahnen: unser spezi war nicht nur längst darüber informiert, sondern war auch von apple auserwählt worden als user am entstehungsprozess mitzuwirken und rechnete sich chancen aus, dass sein gehirn als erstes gescannt werden würde. gut, wir haben nicht gelästert, wir waren irgendwie sprachlos und wußten nicht so recht, wie wir wieder in einen geselligen modus umschalten sollten.

          stellt sich die frage, warum leute so was machen. ist es eventuell die forschreitende standardisierung aller lebensbereiche, aus der sie auf diese weise ausbrechen wollen? und leiden wir nicht alle auch ein bisschen unter dieser standardisierung, die uns allmählich auch zu standardisierten menschen mit genormter persönlichkeit macht?

          so weit erst mal – obwohl man zu diesem problem wohl eine ganze bücherserie schreiben könnte…

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          • Ein sehr interessanter Kommentar.
            Ich denke dass solche Leute im Wesentlichen ihr Selbstbewusstsein aufmöbeln möchten.
            Derjenige, der beim „Berliner Stammtisch“ über das “ geheime apple produkt“ sprach, erhielt von den anderen in der Runde in dem Moment ungeteilte Aufmerksamkeit. Dem angeblichen „Apple-Probanden“ imponierte das und er versuchte das Ganze noch zu toppen (salopp ausgedrückt) um ebenfalls Aufmerksamkeit zu erregen und sich, seine Person in den Focus zu rücken.
            Hätte man ihn über diese Ente aufgeklärt hätte er nach meiner Erfahrung eine von zwei (üblichen) Alternativen genutzt. Entweder er wäre beleidigt abgerauscht, wobei sich später die Peinlichkeit sogar bis zur (ungerechten) Wut steigern kann oder er hätte seinen Faden weiter gesponnen. Sinngemäß: „nein, nein, das ist kein Scherz, diese Versuche gibt es tatsächlich.“ Beweise? Gäbe es nicht, weil ja eigentlich alles „geheim“ ist und Diskretion angesagt ist.
            Kann ja auch sein dass ich absolut daneben liege, nobody is perfect. Aber so hat es mich meine Erfahrung gelehrt.

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          • Ich musste jetzt richtig schmunzeln über diese „Entlarvung“. Da sieht man mal wieder, dass solche Leute sich teilweise selbst nichts Gutes mit ihrem „Ich-weiß-und kenne-alles-Eifer“ tun. Ich bin eigentlich kein schadenfroher Mensch, aber in dem Fall hätte ich evtl. doch laut lachen müssen oder aber ich wäre ebenso sprachlos gewesen.

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