Weihnachtsgeschichte Episode 5

Der Chef dachte kurz nach und meinte dann:“ Nun gut, dann haben wir schon zwei, die wir trotz unserer ganzen Arbeit wieder  auf den rechten Weg bringen können, als Dank sollen sie uns helfen, die Geschenke rechtzeitig  einzusammeln . Erkläre Heinrich seine Aufgabe, denn ich habe bis Weihnachten genug zu tun.“

Rofibald-Geruwim fiel ein Stein vom Herzen, nun konnte er Heinrich helfen und gleichzeitig die Weihnachtsgeschenke der Kinder sichern. Nun mußte er Heinrich erklären, was zusammen mit Altum seine Aufgabe wäre. Sie setzten sich auf  zwei Baumstämme, der Zwerg holte ein Stück Brot und etwas Käse aus seiner Tasche, teilte es in gleiche Teile und reichte Heinrich eine Hälfte. Dankbar und hunrig biß der in sein Brot und den Käse, noch nie hatte es ihm so gut geschmeckt.

Nun erzählte Rofibald-Geruwim von seiner Arbeit, gemeinsam mit den anderen Zwergen, um das Weihnachtsfest der Kinder zu retten. Er sprach:“ Manche Menschen werden immer gieriger, sie wollen immer mehr und da sie auch vor Raub und Diebstahl nicht zurück schrecken, müssen wir die Geschenke bewachen.  Pussili , Lente, ich  und noch ein paar andere Zwerge holen die Geschenke ab, aus Himmelstadt, Himmelsthür, Engelskirchen und Himmelspfort, um sie dem Weihnachtsmann und Frau Christkind zu übergeben. Doch die Wege sind weit und unsere Füße klein und so müssen wir mit unseren Geschenkesäcken immer mal eine Pause machen. Und da sind dann die Gierhälse, die den Hals nie voll genug bekommen und sich auch noch an den Geschenken für die Kinder bereichern wollen“.

Heinrich hatte nun Tränen in den Augen, er wollte nicht für einen Gierhals gehalten werden, der Geschenke der Kinder klaute, er wollte doch nur seinen großen Hunger stillen und von daher war die Versuchung mit dem Sack so groß gewesen. Wieder entschuldigte er sich bei Rofibald-Geruwim und fragte ihn, wie er helfen könnte, damit jeder sein Geschenk bekam.

Rofibald sagte:“ Du kannst uns helfen! Sicher kennst Du Josef aus Deinem Dorf, bei uns heißt er Altum“. „Ja“ sprach Heinrich, „Josef kenne ich gut, er war mal mein Freund, er hatte große Probleme und wollte meine Hilfe nicht und als er mir Geld stahl, habe ich ihn aus meinem Haus geworfen. Seitdem habe ich ihn nicht mehr gesehen und heute tut mir mein Verhalten leid.“ Da sprach der Zwerg:“ Wir haben Altum geholfen sich von seiner Spielsucht zu befreien, denn um seine Sucht zu finanzieren, wollte er sich an den Geschenken vergreifen. Wir haben ihm eine zweite Chance gegeben und er hat in einem anderen Dorf, mit unserer Hilfe, wieder ein Zuhause gefunden und als Dank hilft er uns.“

Wieder war Heinrich den Tränen nahe, das Schicksal seines Freundes hatte ihn bewegt. Nun wußte er, seinem alten Freund ging es gut und seine Achtung vor den Zwergen stieg immer mehr. Nicht nur, dass sie die Geschenke der Kinder bewachten, nein sie halfen auch den Menschen, die bereuten und bereit waren, Hilfe anzunehmen.

Rofibald hatte einen Plan, denn sie hatten noch einen zweiten Schlitten und gemeinsam mit Altum könnte Heinrich dafür sorgen, dass die Geschenke schneller eingesammelt wären und die Wege der Zwerge nicht so weit wären. So hätten die Gierhälse fast keine Chance den Zwergen aufzulauern. “ Komm mit“, sagte Rofibald, „wir holen den zweiten Schlitten!“

12 Gedanken zu “Weihnachtsgeschichte Episode 5

  1. Eine Geschichte, die zu Herzen geht. Die Zwerge sind wirklich supernett. Neben dem Weihnachtsstress helfen sie noch den Menschen aus ihren misslichen Lagen.
    Ich finde es schön, und bin richtig neugierig, wie es nun weitergeht. 😃
    Hast du schön geschrieben, Biene. 🙂

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    • Fein das Dir meine Fortsetzung gefällt. Jeder macht Fehler, doch diesen einzusehen und Hilfe anzunehmen ist ein großer Schritt und nötigt mir Respekt ab, nicht nur in dieser Geschichte, sondern auch im wahren Leben. Ist es doch viel einfacher, anderen die Schuld zuschieben , als selbst die Konsequenzen zu ziehen.

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  2. Oh die Geschichte steuert ist eine schöne Richtung…
    Sie ist so voller Hilfe und Nächstenliebe, das worauf an Weihnachten ja auch ankommen soll.

    Wie die Zwerge sich entwickeln, finde ich besonders schön und ich hoffe doch, dass Altum/Joesf und Heinrich sich aussöhnen.

    Das hast Du wirkich ganz toll geschrieben 🙂

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    • Auch über Deinen Kommentar freue ich mich und nicht nur zu Weihnachten sollte Hilfe und Nächstenliebe nicht nur ein Wort sein, sondern Taten folgen. Ich bin gespannt wie es nächste Woche weiter geht.

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  3. Heute hatte ich endlich Zeit mir die Weihnachtsgeschichte komplett durchzulesen. Und ich muss allen die bisher daran geschrieben haben, ein riesengroßes Kompliment machen.

    Das ist eine wunderbare Geschichte bisher, und sie liest sich flüssig und schön. Da darf man gespannt sein auf die Episoden 6 + 7 und wie die Geschichte ausgeht.

    Gefällt 4 Personen

    • Das ist ein großes Lob an uns alle, vielen Dank dafür. Hoffentlich haben wir Dein Interesse geweckt und das noch vieler anderer, die Spaß an dieser Geschichte haben und auch mal einen Kommentar hinterlassen, das wäre schön.

      Gefällt 3 Personen

  4. Ich finde es sehr schön, dass Altum und Heinrich jetzt sich auch noch als alte Freunde entpuppen und „eine zweite Chance“ dadurch noch besser zur Geltung kommt.
    Auch das mit den Dieben, passt wunderbar in die Geschichte. Diese „Gier“ erinnert mich nämlich gerade an die „Warmnachtsbäume“, die ja in manchen Städten in der Winterzeit stehen, wo für Bedürftige/Obdachlose Sachen rangehängt werden, die sie einfach abnehmen dürfen, wenn sie davon etwas brauchen. Leider vergreifen sich da auch Personen dran, die das nicht nötig hätten, sondern sich daran bereichern oder evtl. sogar noch Profit draus schlagen wollen.
    Ich glaube, es wird eine echt super warmherzige Geschichte, die auch hoffentlich andere Leute, die immer nur das Negative sehen, wenn es um Leute geht, die Fehler in ihrem Leben machen und dadurch evtl. in eine sehr ausweglos scheinende Situatuion kommen, zum Nachdenken anregen wird.

    Gefällt 1 Person

    • Nicht nur in der Weihnachtszeit wird die Gier mancher Menschen immer größer, da wird sogar genommen was den ätmsten Menschen zugedacht ist. Wir haben ja noch etwas Zeit an einem magischen Ende der Geschichte zu arbeiten und ich bin mir sicher…. es wird schön.

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  5. Ich finde diese schöne Weihnachtsgeschichte richtig spannend und auch sehr lehrreich. Deine Episode hat wieder neue Wendungen gebracht und es ist noch vieles offen. Du hast ganz wunderbar geschrieben, liebe Biene. 🙂

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    • Danke Berta und nun bin ich auf die Fortsetzung gespannt, es kann noch viel passieren. die Zeit bis Weihnachten vergeht schnell und die Zwerge zusammen mit Altum und Heinrich haben noch viel Arbeit.

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