Frage der Woche ab 03.02.

Naaaa ihr?!

Ich bin wieder mit der Frage der Woche dran und habe mir überlegt, was mich persönlich mal interessieren würde. Einige von euch folgen mir ja schon seit blog.de -Zeiten und wissen vielleicht, dass ich keinen Geruchssinn habe. Ich hatte noch nie einen Geruchssinn, gehöre also zu den wenigen Fällen, in denen das tatsächlich von Geburt an so ist. Anosmie schimpft sich das und ich bin erst vor wenigen Jahren darauf gestoßen, dass das wirklich ein „Krankheitsbild“ ist – ich habe ja nie irgendwas vermisst und mir deshalb bis ins Erwachsenenalter keine großen Gedanken dazu gemacht.

Meine Frage lautet daher:

Wie wäre es für dich, wenn von heute auf morgen plötzlich dein Geruchssinn verschwunden wäre?

Schreibt vielleicht, was ihr besonders vermissen würdet oder in welchen Situationen ihr auf alle Fälle gut auf das Riechen verzichten könntet, wie ihr Alltagssituationen lösen würdet, in denen die Nase durchaus hilfreich ist usw … 🙂 Ich bin sehr gespannt!

Ich weiß wihiirklich nicht, wen ich nominieren soll – daher bitte FREIWILLIGE VOR – der erste, der „Hier“ schreit, ist der Nominierte für die nächste Frage der Woche!

13 Gedanken zu “Frage der Woche ab 03.02.

  1. Wie gut, dass du nichts vermissen kannst.
    Also, wenn ich mir vorstelle, dass ich plötzlich den wunderbaren Duft nicht mehr wahrnehmen könnte, der beim Backen eines Kuchens entsteht oder beim Kochen von einigen Gerichten, wenn man schon vom Geruch voll den Appetit bekommt, würde ich auf jeden Fall viel vermissen. Auch die verschiedenen Gerüche an einem Stand mit Gewürzen; dem Glühweinstand; von Wein; frisch gemähten Rasen; die Düfte der Blumen; der Geruch, wenn man durch einen Wald geht; die Luft an der Nordsee, wenn man das Salzwasser riecht; den Duft des Rasierwassers oder Parfüms auf der Haut meines Mannes (wobei ich auch den Geruch von natürlicher Haut mag), ein Parfüm, das mir gefällt; der frische Duft vom frisch bezogenen Bett, in das ich mich dann besonders gerne einkuschel – würde mir alles sehr fehlen. Auch diesen Geruch von Baby´s – dabei denke ich gerade besonders an meine eigenen Kinder – etwas Besonderes eben.
    Ein frisch geputztes Bad, kann übrigens auch einen sehr

    Ich habe andererseits zum Glück aber auch keine überempfindliche Nase. Es gibt da ja Menschen, bei denen der Geruchssinn besonders gut ausgeprägt ist. Das kann eine Bereicherung sein, aber auch der Horror.

    Zum Beispiel würde ich mich nicht freuen, einige Dinge noch intensiver zu riechen, wie z.B. frisch gedüngte Felder (das kann teilweise so schon sehr abartig sein); Mundgeruch kann sehr übel rüberkommen; Schweißfüße (kann man ja nicht unbedingt etwas dafür, aber es gibt tatsächlich Leute, deren Zimmer sowas von danach riecht, dass einem übel werden kann, weil es sie selbst einfach nicht stört); die Masse, wenn sich jemand übergeben musste – echt übel!; alles was mit „Kacke“ (sorry 😀 ) zu tun hat, muss man nicht haben!

    Ein Moment, in dem ich dem tierischen Geruchssinn gefühlsmäßig einen Orden verliehen hätte war, als ich etwas vergessen hatte.
    Es war tiefster Winter auf der Alb, ein Haufen Schnee lag im Garten, der Boden war tiefgefroren. Ausgerechnet in disen Tagen, musste einer meiner Hamster leider das Zeitliche segnen. Ich nahm einen Schuhkarton, wickelte den Hamster in Küchenrolle ein und legte ihn in den Karton. Weil wir den Hamster (auch wegen der Kinder) unbedingt ehrenvoll im Garten begraben wollten, musste diese Beerdigung etwas aufgeschoben werden. Ich glaube, es war schon Abend, dunkel und saukalt draußen, weshalb ich den Karton erstmal auf meinen Wohnzimmerschrank stellte, der ziemlich hoch war, um ihn dann am nächsten Morgen gleich draußen irgendwo zu deponieren, wo keine andere Tiere ihn evtl. aus der Kiste holten konnten und er solange dort verweilen könnte, bis es wieder möglich gewesen wäre, ein Loch in den Gartenboden buddeln zu können.
    Tja, irgendwie geriet der Karton da oben in Vergessenheit. Der Schnee war getaut und der Boden wieder bearbeitbar, als ein paar Tage später unser Hund wie verrückt im Wohnzimmer rumlief und schnüffelte und schnüffelt und nochmal schnüffelte, bis ich mich ihm anschloss und die Richtung verfolgte, wo er besonders schnüffelte. Erst dachte ich an einer Maus hinterm Sofa oder ähnliches, bis bei mir endlich der Groschen fiel, als er immer wieder in Schranknähe verweilte.
    Ich mag mir gar nicht ausmalen, wie es gekommen wäre, wenn unser Hund nicht solch eine gute Nase gehabt hätte. ^^
    Mit dieser Geschichte verdiene ich keine Lorbeeren. 😀 ^^ Ehrlich – die Situation war mir schon ziemlich peinlich.

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  2. Ich glaube das wäre ein Problem für mich und Einbuße von Lebensqualität. Ich merke ja schon wenn ich stark erkältet bin und nichts rieche und schmecke, wie eingeschränkt man dann schon ist. ichbinsg hat es gut beschrieben, nicht riechen wie gut es riecht, wenn man gekocht oder gebacken hat und einem schon das Wasser im Mund zusammen läuft.
    Auf einige Gerüche könnte man verzichten, denn nicht alles riecht gut, doch auch diese Gerüche signalsieren uns was. Ich denke da an Brandgeruch, Gas, stechende Dämpfe usw, signalisieren sie uns doch Gefahr.
    Du kennst es nicht anders und ich denke, was man nicht kennt, vermißt man auch nicht, doch für mich wäre es ein Einschnitt ins Leben.

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    • Vieles lernt man sicherlich auch zu kompensieren. Bei mir ist es natürlich lebenslange Übung aber ob nebenan gekocht oder gebacken wird kann ich an der Luft unterscheiden. Für mich verändert sich die Luft nicht nur nach dem Regenschauer sondern auch davor und währenddessen. Ich bin total für Luftfeuchtigkeit und Temperaturachwankungen sensibilisiert und nehme Sachen wahr, die andere nicht wahr nehmen, weil sie ja schon ihre Nase haben. Etwa so wie ein blinder Mensch lernt, mit Schall zu arbeiten.

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  3. Es ist für mich nicht vorstellbar. Genau so wenig, wie ich mir vorstellen kann, plötzlich taub zu sein oder zu erblinden. Der Verlust eines Sinnes ist mit Sicherheit ein sehr gravierender Einschnitt im Leben und ein großer Verlust an Lebensqualität. Von daher ist es fast als glücklicher Umstand zu bezeichnen, dass du nie einen Geruchssinn hattest. Ich hoffe, ich trete dir mit diesem Satz nicht zu nahe.
    Es kommt noch sehr erschwerend hinzu, dass Geruchs- und Geschmackssinn stark miteinander verbunden sind. Ich weiß, dass man testen kann, ob jemand seinen Geruchssinn verloren hat, indem man ihn (sie) mit zugehaltener Nase Zimt essen läßt. Zimt schmeckt meines Wissens nach nichts, wenn man ihn nicht riechen kann.
    Das läßt mich zu meiner Gegenfrage kommen, die du vermutlich auch nicht wirklich erschöpfend beantworten kannst, da du nicht wirklich weißt, was dir entgeht: Hast du Lieblingsgerichte? Dinge, die du liebend gern ißt, weil sie dir besonders gut schmecken? Schmecken Lebensmittel überhaupt für dich sehr unterschiedlich?
    Wir „Riechenden“ wissen ja nur, dass, wenn wir stark erkältet sind, „das Essen nach nichts schmeckt“.
    Ich kann mir aber nicht vorstellen, wie das für dich ist.
    Ich möchte um nichts in der Welt den Duft der Natur nach einem Regenguss, den Duft des Waldes, den Duft von frisch gemahlenem Kaffee, von Gewürzen, von frisch gemähtem Gras, von frischen Erdbeeren, Sellerie und Liebstöckel missen. Auf gar keinen Fall kann ich mir einen Weihnachtsmarkt ohne seine Düfte vorstellen.
    Früher, zu DDR-Zeiten, haben die „Westpakete“, wenn man sie geöffnet hat, auch immer unglaublich gut geduftet. Und wir haben eine Katze, die – wir wissen nicht, warum – unglaublich gut riecht, wenn man die Nase in ihrem Fell vergräbt. Sie duftet fast, als käme sie frisch aus dem Bad. Keine Ahnung, wie sie das macht. Unsere andere Katze duftet nicht so. Andere Leute haben Duftkerzen – wir haben eine Duftkatze… 🐈 😀
    Es gibt sicher noch eine ganze Menge anderer Dinge, die mir momentan nicht einfallen.
    Ich könnte natürlich auch auf viele Gerüche verzichten, das ist klar. Widerum ist es gut, wenn der Geruchssinn Warnsignale geben kann – zum Beispiel, wenn ein Elektrokabel anfängt, zu schmoren, oder wenn das Essen anbrennt…

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    • Essen ist mir schon ganz oft verbrannt 😀
      Ich schmecke das dann auch nicht so… 😉
      Tatsächlich ist es so, dass ich die Grundgeschmäcker verstärkt wahr nehme und auch raus filtere. Deshalb mag ich zum Beispiel keinen Tee oder Kaffee – zu bitter! Auch scharfes Essen mag ich nicht, ich bin schon bei zu viel Pfeffer empfindlich. Sachen, die süß sind, esse ich dafür sehr gerne, bei unserem Inder gibt es zb ein Mangocurry, das ich total liebe. Wenn man mir Fleisch blind in den Mund steckt dann kann ich höchstens an der Konsistenz festmachen, was ich gerade esse. Wir waren mal in einem Dunkelrestaurant essen und ich habe bis auf die Schokolade zum Dessert wirklich absolut nicht erkannt, was ich esse. Nichts. Nicht mal Paprika. Das war schon sehr erschreckend, zu erkennen, wie sehr ich doch mit den Augen esse.

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  4. …Gerüche bergen Erinnerungen, die ich manchmal erst hinterher mit Bildern und Geräuschen füllen kann…außerdem geben sie Auskunft über die Erde, über die ich laufe, über die Luft, die ich atme und ergänzen so meine Wahrnehmung, aber natürlich auch all die Gerüche, die mit Essen verbunden sind, mit Holzmachen, Wäschewaschen…und schon als junges Kind mochte ich den Geruch von Buntstiften, denn sie waren mein Arbeitsmaterial…doch ich mag auch den Geruch von Mist auf dem Bauernhof, dort, wo Tiere noch Partner der Bauern waren, den Geruch von Öl, wenn jemand sein Auto auf dem Hof repariert…

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  5. Am ersten Januar, 2010 erkrankte ich schwer. Bekam schwere Medikament. Ich bemerkte es nicht, dass ich nichts mehr riechen konnte. Als meine Freundin mich besuchte und mit Kochen begann, vermisste ich den Geruch vom Duft Reis. Das war echt schlimm. Heilfroh war ich als die Pillen später reduziert wurden, Der Geruchssinn kehrte wieder.
    Das wünsche ich keinem. Eine schlimme Erfahrung Riechen und schmecken, ganz wichtige Sinne.
    L.G.erice

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