Frage der Woche

Wir leben heute in einer Zeit, in der viele unserer Mitmenschen (und vielleicht auch wir selbst) fast ständig online sind. Aus den verschiedensten Gründen. Unter anderem vielleicht, weil wir irgend welche Online-Spiele spielen.
Unsere Gesellschaft verkommt meiner Ansicht nach mehr und mehr, was die zwischenmenschliche Kommunikation und Interaktion angeht. Das ist traurig und besorgniserregend, finde ich. Und leider ist es ja oftmals schon in der kleinsten Zelle der Gesellschaft, der Familie, so, dass jeder stundenlang „seins“ macht. Eigene Computer, Handys, Surfplatten, Fernseher u. s. w., noch dazu in getrennten Räumen, unterstützen diese Isolierung. Großfamilien, wie früher die Regel, sind heutzutage sowieso die Ausnahme. Gemeinsame Freizeitgestaltung in geschlossenen Räumen geht oftmals über Sex nicht mehr groß hinaus. Und selbst da… Aber gut – lassen wir das! 😆

Von diesem „Vorgeplänkel“ nun der fließende Übergang zu meiner Frage der Woche an euch:

Spielt ihr mit Freunden oder Verwandten noch herkömmliche Gesellschafts- oder Kartenspiele? Wenn ja, welche erfreuen sich bei euch besonderer Beliebtheit?

Für die Erstellung der nächsten Frage der Woche nominiere ich Eulencamperin.
Liebe Rika, würdest du diese verantwortungsvolle Aufgabe gern übernehmen?

30 Gedanken zu “Frage der Woche

  1. Ja, das tun wir. Mein Mann und ich spielen ab und an MauMau oder Mühle. Wenn unser Sohn da ist, spiele ich mit ihm schon mal Rommée.
    Online oder auf dem Computer spiele ich gar nicht. Allerdings hab ich das früher gemacht…Solitaire fand ich immer klasse. 😉

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    • Mit dem Spielen am Computer verhält es sich bei mir nahezu genau so, wie bei dir, liebe Carola. 😀
      Ich will heutzutage gar nicht erst irgend welche Spiele „testen“, denn ich will bewußt keiner Online-Spielsucht zum Opfer fallen.
      Wir spielen auch gern mal Karten zu dritt – eine Spezialform von Rommé…

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  2. Liebe Berta, gerne nehme ich die Aufgabe an. Die nächste Frage der Woche stelle also ich. 🙂

    Wow! Eine Frage nach meinem Geschmack.
    Ich schätze das Familienleben sehr. Dazu gehört auch der Klönschnack und selbstverständlich die Spielenachmittage und -abende.
    Meine Familie besteht aus drei Personen (sprich: mein Haushalt).
    Mein Sohn wohnt bei uns, ich selbst nenne uns immer eine „Mehrgenerationen Wohngemeinschaft“ Wir bilden zusammen eine gute Symbiose 🙂 : Sohnemann erledigt die handwerklichen Dinge, trägt den Müll raus, schleppt für Mutter die schwersen Taschen nach dem Einkaufen von der Haustür in die Küche (bis zur Haustür hab ich ja meinen Rollator), räumt nach meinen Vorgaben dann die Einkäufe in die Schränke.
    Mutter wäscht dafür seine Wäsche mit und gibt sie ihm zusammengelegt wieder. Entweder er ißt mit oder er kocht sich selbst etwas. So ist alles gut aufgeteilt.
    Wir Drei sind alle mehr oder weniger digitalisiert und vernetzt. Mein Mann hat sein Tablet, mein Sohn sein Smartphone und seine Konsolen sowie seinen PC und ich, auch immer noch „old school“, nutze den guten, alten PC. Ich habe auch ein Handy, aber das ist wirklich nur zum telefonieren.
    Unsere Küche ist schön groß, somit auch Treffpunkt für die ganze Familie. Dort sitzen wir auch wenn Besuch kommt… irgendwie schweife ich ab – aber gutes Zusammenleben einer Familie bürgt für Harmonie und gemeinsamen Spaß. Und da bin ich wieder beim Thema.
    Spielen tun wir in unserer guten Stube, schön am Tisch, Kaffee, Limo oder Saft greifbar, PC und TV AUS!
    Am liebsten spielen wir Romme als Kartenspiel und Monopoly als Brettspiel wenn wir denn zu Dritt spielen. Manchmal spielen nur zwei von uns, da ist dann bei meinen Männern „Abalone“, „Mastermind“ und Schach angesagt. Spiele ich mit meinem Mann so handelt es sich um „Sequence“ oder Halma. Manchmal kommt mein Mann aus gesundheitlichen Gründen nicht aus dem Bett, dann spielen wir ein visuelles Brettspiel an der alten Wii: „Straßen den Glücks“.
    Ich möchte diese Spielereien nicht missen, weil man abschalten kann, Spaß hat, sich gegenseitig auch mal ein bisschen foppen kann um darüber gemeinsam zu lachen. Es ist Entspannung pur und nichts blinkert, klingelt oder lärmt zwischendurch.
    Wenn meine Schwester mich besucht, spielen wir allerdings in der Küche am großen Tisch – und zwar „Boggle“. Mein Mann nutzt diese Zeit um an seinem Lego Modellen zu bauen – oder mit Sohnemann eben auch ein Spielchen zu machen. 🙂

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    • Deine Antwort gefällt mir, liebe Rika. 🙂
      Eine Gemeinschaft, in der man mehr, als nur das Lebensnotwendige miteinander teilt. In der man Zeit miteinander verbringt, sich gegenseitig zuhört, hilft und vor allem so viel und oft, wie möglich miteinander Spaß hat. Ich finde es fast schon sträflich, wie viele Eltern ihren Kindern das heutzutage vorenthalten, also gar nicht erst beibringen.
      Gesellschaftsspiele machen ja nicht nur viel Spaß. Sie bilden auch in vielerlei Hinsicht und sie sind ein perfekter Bestandteil der Erziehung unserer Kinder.
      Wir spielen (nicht übermäßig oft) auch Karten miteinander, oder wir würfeln mal. Aber wir machen auch noch ein paar andere Spiele. Ich denke, ich werde entweder selbst noch einen langen Kommentar dazu schreiben, oder vielleicht gleich einen Post dazu erstellen.
      Ich wünsche dir und deinen Lieben einen schönen Abend. ♥

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    • Vielleicht wird das mit den Spieleabenden ja wieder möglich, wenn die Kids etwas älter sind?! 🙂
      Sind es die „ganz normalen“ Brettspiele, wie z. Halma, Dame, Mesch ärgere dich nicht, die dir besonders Spaß machen, oder eher Strategiespiele, Wissenspiele oder eine andere Richtung?

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  3. Doch immer mal spielen wir zusammen, Kniffeln oder Karten spielen wie UNO zum Beispiel. Nicht so oft, denn wenn die Kinder kommen hat man sich meistens was zu erzählen, ißt zusammen und daher ist die Zeit ja auch begrenzt.

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    • Ja, so ist das bei uns auch. Sobald wir aber mal etwas mehr Zeit miteinander verbringen, dann spielen wir auch gern mal ein Spielchen.
      Liverpool-Rommé spielen wir sehr gern. Jeder taktiert und meist geht ein Spiel damit aus, dass einer von uns dreien ein Handrommé macht. Kommt jemand schon eher mit seinen Karten runter, dann wird er schon gern mal als Weichei bezeichnet. 😆 Das ist natürlich nur Geplänkel. Wir sind alle drei keinen schlechten Verlierer und haben Spaß am Spiel.

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    • Yatzee haben wir mit der Tante meines Mannes immer bis zum Umfallen gespielt. Ihr ist das niemals zuviel geworden. Kartenspiele sind bei uns auch beliebt und Scrabble auch.
      Es gibt viele unterhaltsame Spiele, man kennt sie nur lange nicht alle. Muss man ja aber auch nicht. 🙂

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    • Das finde ich schön. Man hat Spaß am Spielen, es ist lehrreich und gleichzeitig entspannend. Und gerade Kinder lernen unheimlich viel bei Gesellschaftsspielen. 🙂

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  4. Ein Brettspiel haben wir zuletzt mit Freunden im Urlaub im letzten Oktober gespielt, war langweilig. Lag aber am Spiel und an den „Freunden“.
    Früher haben wir viel Monopoly, Risiko und Trivial Pursuit gespielt, das ist eingeschlafen, weil wir unsere Zeit mit Freunden nutzen um „aufzuholen“, will heißen: man sieht sich selten, weil alle berufstätig, teilweise auch selbständig sind und wenn man es dann mal schafft sich zu treffen, daten wir uns up über das, was so im Leben vorgegangen ist in den letzten Wochen und das möchten wir konzentriert tun, ohne nebenher zu spielen. Das alles hat bei uns mit viel online sein nichts zu tun. Auch achten wir bei unseren Treffen sehr darauf, die Handys in der Tasche zu lassen.
    Die Zeiten ändern sich halt, Die Kiddies hängen am Handy oder PC statt draußen zu spielen, ist halt so. Über uns hat man als Teenies auch gemeckert, weil wir den Walkman nicht von den Ohren bekommen oder am Tamagotchi rumfrickelt haben.

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    • Es kommt definitiv sehr darauf an, mit wem man was spielt. Ich habe ein einziges Mal ein Strategiespiel mit einer mir nicht sympathischen Person gespielt (und mit ein paar anderen). Nie wieder.
      Natürlich spielen wir auch nicht, wenn wir mit Freunden und Verwandten zusammen sind, die wir nicht so häufig treffen. Da sind andere Dinge wichtiger. Wenn man aber zum Beispiel mehrere Tage miteinander verbringt, dann ist das schon wieder was anderes.
      Mir geht es nicht darum, dass man nicht am Handy oder PC-Spiel rummacht, wenn man mit anderen Zeit verbringt. Das ist für mich selbstverständlich. Und ich meckere auch absolut nicht über die Kinder. Die sind in meinen Augen nur Opfer. Ich stelle fest, dass die Erwachsenen, vor allem die Eltern, heutzutage sehr oft „wichtigeres“ zu tun haben, als sich intensiv um ihre Kinder zu kümmern und mit ihnen gemeinsam Spiele zu spielen. Den Kindern wird häufig schon ein Handy oder Ipad in die Hand gedrückt, da sind die noch keine zwei Jahre. Die können eher mit so einem Ding umgehen, als drei Sätze sprechen. Die Eltern sind regelrecht in einer anderen Welt, wenn sie derweil auf ihre Handys oder Pads starren. Das ist wirklich übel. Egal, ob sich die Zeiten ändern.

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  5. Das stimmt !

    Ich spiele mit meinem Vater oft mit Karten, nennt sich hier „Jassen“. Da hocken wir dann ein paar Stunden zusammen und die Welt ausserhalb des Jasstisches ist wie ausgeschaltet. Es geht dabei nicht so sehr um’s gewinnen, eher ist es spannend, wenn sich interessante Spielabläufe ergeben oder wenn man mit schlechten Karten noch etwas gutes draus macht.

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    • Dieses „Jassen“ habe ich schon mal kurz gegoogelt, denn was du schreibst, klingt für mich spannend.
      Ich bin auch so ein Spielertyp, dem es nicht vorrangig um´s Gewinnen geht. Natürlich gewinne ich gern – das machen wir wohl alle gern – aber mir sind die Unterhaltung, der Spaß an der Sache und die Spannung ebenso wichtig. Und nicht minder das gemeinsame Zeitverbringen mit meiner Familie oder Freunden.

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  6. Wir spielen – nicht oft, aber doch hin und wieder sehr gern – Karten miteinander. Unser liebstes Kartenspiel ist Liverpool-Rommé, das wir vor 30 Jahren von der Tante meines Mannes gelernt haben. Wenn wir mal etwas mehr Zeit und Muse haben, dann spielen wir (meist zu dritt) gern Wissenspiele, wie z. B. 20 Questions oder Trivial Persuit. Mit unserem Sohn spiele ich manchmal Backgammon. Und mit unseren Freunden aus Deutschland haben wir schon sehr lustige Runden Kategorum gespielt. Dieses Spiel ist vom Prnizip her eine „gehobene Version“ von Name, Stadt, Land. Ein wirklich sehr unterhaltsames, fantasieförderndes und kurzweiliges Spiel, das ich wärmstens empfehlen kann, auch wenn es das schon lange nicht mehr als neues Spiel zu kaufen gibt. Man kann es aber ohne großen Aufwand selbst „zusammenbasteln“. 😀

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