Die Tageszeitung

Als Jünger Gutenbergs habe ich auch heute noch eine besondere Beziehung zur Tageszeitung. In meinem Berufsleben war ich zwar nie in einem Zeitungsverlag beschäftigt, doch hatte ich früher einige Tageszeitungen abonniert.

Das Studium der gedruckten Tageszeitungen gehörte für mich einfach zu meinem Tagesablauf. Das hat sich, seit ich Rentner bin zwar etwas gewandelt, aber eine gedruckte Tageszeitung muss ich auch heute noch täglich in meinen Händen halten. Bei anderen früher abonnierten lese ich heute eher online. Das hat allein einen praktischen Hintergrund. Ich möchte nicht so viel Papier im Hause haben.

Leider, und das wird @Berta so glaube ich ebenso wenig gefallen wie mir, hat die Qualität der Zeitungen sehr nachgelassen. Korrektur scheint man heute überhaupt nicht mehr zu lesen. So strotzen Zeitungen heute nur so von Fehlern. Früher wäre das nicht möglich gewesen. Doch der Kostendruck und die gnadenlose Konkurrenz gehen hier zulasten der Qualität.

Über die inhaltliche Qualität seiner Tageszeitung muss sich jeder Leser, jede Leserin seine eigene Meinung bilden. Hier gibt es ja vielfältige Möglichkeiten die Zeitung zu finden, die der eigenen Auffassung am nächsten kommt.

Ich persönlich hoffe natürlich, dass die gute alte gedruckte Tageszeitung noch lange Bestand haben mag und nicht durch die elektronischen Medien vollends verdrängt wird.

3 Gedanken zu “Die Tageszeitung

  1. Ja, Sigurd, du nennst das Kind beim Namen.
    Leider ist allein schon die orthographische Qualität der Zeitungen heute fast ein Grund zum Weinen. Unsere Berufsehre hätte es früher nicht zugelassen, dass Zeitungen mit derart vielen Fehlern und einer Worttrennung nach dem Zufallsprinzip die Druckerei verlassen. Das Korrekturlesen scheint mit den Jahren vollkommen aus der Mode gekommen zu sein. Es muß wohl am Kostendruck liegen, dass dies mittlerweile Normalität ist.
    Aber mich stört an Zeitungen außerdem gewaltig, dass die Optik meinem esthetischen Empfinden voll zuwider läuft. Auch das ist wohl zum großen Teil dem schnöden Mammon geschuldet. Man wird von den meisten Zeitungsseiten förmlich „angeschrien“. Man weiß nicht, wo man zuerst hinschauen soll. Es werden Schriftarten und Schriftgrößen wild durcheinander gewürfelt. Zeitungsartikel werden zerschossen und von Werbung zerrissen, die zudem manchmal zum inhaltlichen Kontext passt, wie Pfefferspray zur Kleinkindpflege. Es herrscht ein vorsätzlich geplantes Chaos, dass nahezu geeignet ist, Augenkrebs zu verursachen. 😉
    Was all das angeht, bin ich froh, dass ich mit dieser Branche nichts mehr zu tun habe.
    Dennoch will auch ich mir nicht vorstellen, dass (Tages-)Zeitungen eines Tages ganz aus unserem Alltag verschwunden sein werden. Eine printmedienlose Zukunft stelle ich mir sehr öde vor.

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