Frage der Woche: Wasser im Restaurant

Letzte Woche bei einem Restaurantbesuch bestellten wir eine Flasche Mineralwasser und für die 0,75 Liter Flasche, wurde uns 6,60 Euro in Rechnung gestellt. Wie ist das nun wenn ich in ein Restaurant gehe, Speisen bestelle und um Leitungswasser bitte? Ist das eine Selbstverständlichkeit oder ernte ich entrüstete Blicke, auch das Leitungswasser kann mir in Rechnung gestellt werden. Wer Leitungswasser verlangt, bekommt oft das Gefühl, einen Sonderwunsch zu äußern, der Bedienung auf die Nerven zu gehen, etwas geschenkt zu bekommen, das man ihm nur ungern zugesteht. Restaurantbesitzer sind in Deutschland nicht dazu verpflichtet, Getränke kostenlos anzubieten, erklärt der Deutsche Anwaltsverein.

 

In anderen Ländern, zum Beispiel Frankreich ist der Wirt verpflichtet, zu jeder Mahlzeit einen Krug Gänsewein kostenlos auf den Tisch zu stellen.

Die EU-Kommission will das ändern, als Teil ihrer neuen Trinkwasser Richtlinie.

Ein wichtiger Teil des Plans: Restaurants und Kantinen sollen Leitungswasser kostenlos anbieten.

Hier nun meine Frage:

Was haltet Ihr davon, Leitungswasser in Restaurants kostenlos anzubieten bzw eine Karaffe wie selbstverständlich mit auf den Tisch zu stellen?

Wer hat nächste Woche Lust, eine Wochenfrage zu stellen?

28 Gedanken zu “Frage der Woche: Wasser im Restaurant

  1. Den Preis von 6,60 Euro finde ich ziemlich happig!
    Wenn man in einem Restaurant etwas zu sich nimmt, sollte Wasser erschwinglich sein. Wir haben in einem Cafe zum Kaffe kostenlos eine kleine Karaffe Wasser bekommen mit dem Hinweis, dass es sich um Leitungswasser handelt. (Manche Leute stellen sich ja echt pissig an bei Leitungswasser) Ich fand das toll.
    Wäre wahrscheinlich ein guter Service – wenn denn auch etwas konsumiert wird und nicht nur das Wasser getrunken und dann wieder gegangen wird. 😊
    Aber selbst wenn man aus irgendeinem Grund in ein Restaurant oder Geschäft geht und darum bittet, sollte ein Glas Wasser immer drin sein. Höflichkeit und Hilfsbereitschaft sollten Vorrang vor der Kosten-/Nutzen-Rechnung haben.
    Bei 6,60 Euro für 750ml hätte ich als erstes die Inhaltsstoffe studiert. Mit flüssigem Blattgold wäre der Preis wahrscheinlich noch gerechtfertigt. Falls nicht – bei der Bedienung reklamieren „schmeckt nicht“ und neu auftischen lassen, aufwendig nach einem Haltbarkeitsdatum schauen 😅 und dann ein anderes Mineralwasser bestellen 🤣
    Nach dem Motto: wer mich mit solchen Preisen ärgern will, den kann ich auch gut nerven. 😂

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    • Ich setze schon voraus, dass man im Restaurant auch etwas verzehrt und man dann von dem kostenlosen Leitungswasser trinken kann, egal ob man sich ein bezahltes Getränk bestellt oder nicht. Nur trinken und gehen finde ich nicht in Ordnung. Wie Du schon schreibst, in sehr guten Restaurants bekommt man zum Kaffee ein Glas Wasser gereicht, in Wien zum Beispiel üblich. Dann kann der Gast selbst entscheiden ob er davon trinken möchte. So wäre ein Restaurantbesuch für Familien mit Kindern bestimmt auch erschwinglicher, denn Durst haben die oftmals mehr als Hunger und es bleibt dann nicht bei einem Gehtränk und das geht ins Geld.

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      • Na klar zum Trinken, die Füße wird man sich wohl kaum waschen im Restaurant. 😀

        Aber ich habe das noch nie erlebt, auch nicht im Ausland. Selbst in Restaurants der gehobenen Klasse.

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    • Ja zum Trinken, hat Brati ja schon geschrieben und jeder Gast kann entscheiden ob er zum Essen sich ein bezahltes Getränk bestellt, dann wenn er immer noch Durst hat vielleicht noch etwas von dem Wasser trinken möchte, das kostenlos auf dem Tisch steht. Ist doch auch für Familien mit Kindern eine gute Alternative.

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        • Die falschen Restaurants besucht?
          „Noch nie untergekommen“ ist ja auch nicht ganz richtig, wie man Deinem Kommi weiter unten entnehmen kann – wobei ich das jetzt nicht verstehe – warum sollte es NUR bei Espresso nichts außergewöhnliches sein? Ist ein Glas Wasser sonst etwas so außergewöhnliches?

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  2. Hier in Schweden gibt es das, glaube ich, immer. In der Mehrzahl der Restaurants ist sowieso Selbstbedienung angesagt. Da steht dann meist neben dem Kaffee ein Krug mit Wasser. Ich halte das hier für eine Form der Kompensierung des schlechten Service, der sehr populär ist. 😉
    Kostenloses Leitungswasser – zum Kaffee zum Beispiel – sollte die Norm sein. Jeder sollte wählen können, ob er „künstlich aufgepepptes“ Wasser käuflich erwirbt, oder Leitungswasser gratis trinkt. …In einem Land, in dem die Sch*** mit Trinkwasser im Klo runter gespült wird.

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    • Ich möchte behaupten, dass wir in Deutschland eine gute Qualität des Trinkwassers haben, dass vielleicht noch gesünder ist, als das Wasser, was man in Plastikflaschen kaufen kann. Für Familien mit Kindern ist es auch eine Möglichkeit ein Restaurant mal öfter zu besuchen, denn gerade bei Kindern bleibt es nicht bei einem Getränk und vom Zucker in Softgetränken ganz zu schweigen. So hätte man eine Alternative und jeder Gast könnte selbst entscheiden was er möchte.

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  3. Ich finde es da gut, wo es das gibt und würde es schon begrüßen, wenn das überall so wäre. Wobei ich zwar in manchen Ecken Deutschlands das Wasser aus der Leitung schon kaum zum Zähneputzen nehemn möchte, so stinkt das nach Chlor, aber das ist ja eine andere Sache.
    Berta hat recht, die Sche*** damit runterspülen kostet nix, aber das Trinken schon, das ist irgendwie ein wenig schräg hier. Aber in Deutschland ist das wohl irgendwie normal so und ich staune immer, wenn man tatsächlich zum Kaffee mal einfach ein Glas Wasser bekommt, weil man eigentlich damit nicht rechnet.

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  4. Ich trinke meist ja lieber sprudelndes Wasser, das ich mir beim Rotwein immer mit dazubestelle.
    In Spanien haben wir es erlebt, dass wir zum bestellten Rotwein, eine ganze Karaffe Leitungswasser mit dazu bekommen haben. Das war dort etwas ganz Normales.
    Ich kenne Leute, die nur Leitungswasser trinken, drum finde ich es angemessen, das auch anzubieten. Ich glaube nicht, dass die Gastwirte dadurch eine große Einbuße hätten.

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    • Das ist dann ja auch jedem Gast selbst überlassen, der eine mag lieber Sprudelwasser, der andere trinkt gerne stilles Wasser. So hat man aber die Möglichkeit einfach Leitungswasser zum Wein zu trinken. Deutsches Trinkwasser gehört zu den am besten kontrolliertesten Lebensmitteln hierzulande.
      In anderen Ländern geht es doch auch, eine Karaffe Leitungswasser auf den Tisch und wer möchte, kann sich davon bedienen

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  5. Um mal die andere Seite reinzubringen – ich glaube, es geht niemandem um die Kosten fürs Leitungswasser. Aber manche Gäste sind halt so drauf (lt befreundetem Gsstronom), dass sie dann nen Kinderteller essen und Leitungswasser trinken und sich dann freuen, dass sie schön günstig essen waren. Auch für das Glas Wasser läuft halt ne Bedienung und wird ein Glas schmutzig. Und Gewinne sind halt oftmals auch auf Getränke kalkuliert, am Essen ist meist nicht so viel verdient.

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    • Soweit ich weiß, bestimmt der Gastwirt selbst die Regeln seines Hauses , auch ob er Erwachsenen einen Kinderteller verkauft, der Gast muß sich danach richten. Doch es gibt ja auch Seniorenteller, die etwas günstiger im Preis sind. Der Gastronom hat Angst um seinen Umsatz, wobei ich denke, auch das Essen ist so kalkuliert, dass was für den Wirt übrig bleibt. In anderen Ländern geht es doch auch.

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      • Ich denke, es geht auch nicht darum, dass jemand ein Glas Wasser dazu möchte, sondern darum, ob jemand ausschließlich kostenloses Wasser trinkt.
        Vom Essen bleibt definitiv nicht viel hängen. Getränke werden oft für das 5 – 6 fache vom EK verkauft.

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        • Ich bin kein Gastronom, doch Schweinefleisch z.B. ist im Moment billig wie nie, teilweise unter 5 Euro das Kilo und wenn ich im Restaurant ein Schnitzel bestelle, kostet das zwischen 12-15 Euro, da kann mir keiner erzählen, dass der Wirt da nicht viel dran verdient. Und auch Wasser kostet kaum etwas und warum nicht etwas davon anbieten, aber da spielt dann sicher das Geld wieder eine Rolle.

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          • Bei besagtem Gastronom kostet Schnitzel unter 9 Euro mit Kartoffelsalat. Klar geht es um das Geld, aber ich kann schon verstehen, dass es denen lieber ist, man trinkt noch was zum Bezahlen als kostenloses Leitungswasser.
            Außerdem kostet ja das ganze Drumherum auch ne Menge – Miete, Koch, Bedienung, Strom, Wasser, Buchhaltung…

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