Fragen der Woche

Da habe ich jetzt lange überlegt, ob ich diese Frage tatsächlich stellen sollte. Ich glaube, dass man solche Themen hier nicht so gerne diskutiert. Aber dann dachte ich mir, gehe einfach einen Kompromiss ein und stelle die Frage und die, die ich eigentlich stellen wollte und dann kann jeder die Frage beantworten, die ihm mehr interessiert oder über die er lieber schreiben möchte.

So nun habe ich eine lange Einleitung verfasst und deshalb schnell zur ersten Frage. In Berlin gab es in diesen Wochen wieder Prozesse um Lehrerinnen, die im Schulunterricht ein Kopftuch tragen möchten. Nun also meine Frage 1

Würdet ihr es akzeptabel finden, wenn Lehrerinnen an Schulen ein Kopftuch tragen würden?

 

So und hier wäre meine ursprüngliche Frage gewesen.

Wie oft hört man es und vielleicht denkt man es auch manchmal selbst. Wie ist der/die denn wieder angezogen. Wie sagte doch ein Onkel einstmals zu mir, wenn er im Lotto gewinnen würde, so würde er erst einmal nach Mailand zu Giorgio Armani fliegen und sich dort einkleiden.

Armanis Mode finde ich auch ganz schick und stand vor ca. 30 Jahren auch mal vor einem Schaufenster in Venedig mit tollen Sommerklamotten für Herren. Die Preise waren mir dann aber doch zu nett. 😀

Nun komme ich zu meiner Frage 2. Findet ihr der Ausspruch

Kleider machen Leute

hat heute noch seine Berechtigung? Oder ist es mittlerweile etwas legerer geworden in der Mode?

So das wären meine Fragen. Und nun könnt ihr auf eure Tastaturen einhacken. 😀

Und für die nächste Frage der Woche schreibe ich mal, FREIWILLIGE vor!!!

33 Gedanken zu “Fragen der Woche

  1. Hihi, niemand antwortet, du könntest also mit deiner Vermutung recht haben.
    Ich persönlich hätte mit kopftuchtragenden Lehrerinnen kein Problem. Es müsste natürlich gewährleistet sein, dass sie sich ansonsten “neutral“ verhält. Ich hatte Mathe bei einer Nonne und ich kann mich nicht erinnern, dass Religion da je Thema gewesen wäre.

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  2. @Sternenkratzer, gerade mal 3 Stunden steht die Frage der Woche fest und ich denke, es werden noch Kommentare folgen.
    Verwunderlich ist es schon, da wird schon lange um das Tragen von Kopftüchern gestritten, doch die Kreuze waren schnell aus Gerichten und Schulen verschwunden. Diese Klagen der Frauen, ob sie in öffentlichen Berufen ein Kopftuch tragen dürfen, verschlechtert auch die Stimmung gegenüber unseren ausländischen Mitbürgern, finde ich. Und ich möchte nur mal daran erinnern, soweit ich weiß, war bis Erdogan kam, in der Türkei nicht nur für die Lehrer, sondern auch für Schülerinnen und Studentinnen das Kopftuchtragen an Schulen und Universitäten seit 70 Jahren verboten.
    In vielen Berufen gibt es Kleidervorschriften, warum soll das nicht auch für Berufe des öffentlichen Dienstes gelten. Ich finde das tragen des Kopftuch zeigt ein radikal religiöses und auch politisches Glaubensbekenntnis und bin gegen ein tragen in öffentlichen Einrichtungen.

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    • Gilt das auch für Kreuzanhänger an Ketten, Kippas und anderen religiösen Zeichen? Es ist doch nur ein Kleidungsstück… Ich verstehe wirklich die Aufregung nicht.

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        • Naja, wenn man „radikal“ und „politisch“ im selben Satz nennt dann muss man mit etwas Gegenargumentation rechnen, wobei ich mich hier wohl entschuldigen muss, wenn du dich persönlich angegriffen gefühlt hast. Mit „Aufregung“ meinte ich eher die allgemeine Aufregung zu diesem Thema und nicht dich.

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          • Viele tausende, sehr mutige muslimische Frauen, die vor der Unterdrückung in ihren erzkonservativ bis radikal islamischen Ländern geflohen sind und zu Recht in Deutschland Schutz gesucht haben und diesen auch erhalten haben, zeigen täglich, dass zur Ausübung ihrer Religion ein Kopftuch nicht erforderlich ist. Aus diesem Grund sind die Entscheidungen der Gerichte rechtens. Mit dem Kopftuch soll die Religion in die Schule geholt werden und dort hat sie im öffentlichen Dienst nichts zu suchen.

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            • Biene schrieb von „radikal religiöser“ UND „politischer Gesinnung“. Das ergibt für mich einen anderen Sinn als „radikal politisch“. Das mal so angemerkt.
              Vielleicht kann mir mal jemand erklären wofür das Kopftuch steht, warum es vielen so wichtig erscheint, dass sie deswegen die Gerichte bemühen und ob es tatsächlich ein religiöses Zeichen setzt? Weiß das jemand?
              Würde mich über eine informative Antwort freuen.

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    • Ich hab auch nix gegen Kreuze im Klassenzimmer. Solange alle einander tolerieren, warum nicht? Ich finde auch nicht, dass ein Kopftuch per se ein Zeichen einer radikalen Gesinnung ist (kann es natürlich sein, aber Leute die in irgendeiner Art und Weise radikal sind, haben im Schuldienst nix verloren).
      Wenn die Entscheidung gegen das Kopftuch fällt, kann ich damit auch leben. Mir isses im Grunde genommen egal.

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      • Die Religion ist Privatsache. Ein Beruf in öffentlichen Einrichtungen ist das nicht. Wer als Lehrer arbeitet, Pässe ausstellt, im Meldeamt arbeitet usw der steht in der Öffentlichkeit und sollte entsprechend neutral auftreten. Und ein Glaubenssymbol, ganz gleich welcher Art, würde diesem Neutralitätsgebot widersprechen.
        Pädagogen können großen Einfluss haben. Lehrerinnen mit Kopftuch setzen ein Zeichen.

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        • Es wird ja auch nicht kontrolliert, ob ein Lehrer beispielsweise eine Kette mit Kreuzanhänger trägt. Wäre ja auch ein religiöses Symbol.
          Aber wie gesagt – ich kann der Argumentation folgen, es hat ja auch was für sich. Aber ich kann doch trotzdem sagen, dass ich damit kein Problem hätte?

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  3. Die Worte kann man nie genug aussprechen: Toleranz und Akzeptanz.
    Mir wäre es egal, wer dann da vorne steht. Und wenn da jemand im Taucheranzug und Taucherbrille unterrichtet. 😂
    Ja, ich denke, auch heute noch machen Kleider Leute. Denn das was man anzieht, strahlt man auch aus. Wenn ich mir all die Menschen mit ihren Klamotten ansehe, und mir diese dann nackt vorstelle, gäbe es ein komplett anderes Bild ab. Wir wären dann alle gleich. Mit all unseren Makeln und Fehlern, die sonst von Kleidern kaschiert werden.

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  4. Und wenn jetzt eine Lehrerin ein Kopftuch tragen möchte weil sie es einfach schön findet? 😀 was immer alle mit diesen Kopftüchern haben. Es ist ein Tuch. Das ist doch das selbe wie ein Hut oder ne Mütze… Wenn die Menschen abends duschen gehen, sind sie alle gleich. Also echt, manchmal könnt ich nur den Kopf schütteln. Die Kopfbedeckung sagt rein gar nichts über die Kompetenz aus. Ich hätte für mein Kind lieber eine Lehrerin mit Kopftuch, die ihm etwas bei bringt als irgendein inkompetentes Arschloch wie mein damaliger Sachkundelehrer, der mit seinem Schlüsselbund nach den Schülern geworfen hat. Solche Diskussionen sollten in unserer Gesellschaft echt keine Rolle spielen. Kinder brauchen keine „religiös neutral wirkenden“ Personen vor sich, sondern empathische, aufmerksame und gut ausgebildete Kräfte und diese Eigenschaften haben absolut nichts mit den religiösen Interessen zu tun.

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    • Eine Lehrerin oder ein Lehrer wird auch im Unterricht keinen Hut oder eine Mütze tragen. Das habe ich jedenfalls noch nicht gesehen. Wenn eine Lehrerin ein Kopftuch tragen möchte weil es das schön findet, so kann sie das außerhalb der Schule doch jederzeit. Weshalb im Unterricht? Vielleicht findet es eine andere Lehrerin schön an besonders warmen Tagen im Bikini zu unterrichten? Oder Lehrer in kurzen Hosen. Das würde ebensowenig akzeptiert werden.

      Natürlich kann man etwas privat sehr schön finden und dennoch hat es im beruflichen Alltag nichts verloren.

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  5. Btw bin ich so offen erzogen worden dass ich es auch ok finden würde wenn ein schwuler Moslem mit Kopftuch die Kinder unterrichtet 🙂 so what?! Also ehrlich… Was lernen die Kinder denn wenn man ihnen immer nur den Einheitsbrei als Respektsperson vorsetzt? Dass Frauen mit Kopftuch keinen Respekt verdienen? Dass religiöses Interesse nur zu Hause, nicht aber in der Öffentlichkeit ausgelebt werden darf? Dass es jemandem schadet, seine Interessen zu zeigen?
    So. Ich bin fertig.

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  6. Zum Thema Kopftuch
    Ich bin der Meinung, dass religiöse Zeichen im Unterricht nichts zu suchen haben. Das Arbeitsgericht in Berlin hat das auch in zwei Instanzen bestätigt und die Lehrerinnen haben den Prozess verloren. In Berlin gilt zudem noch das Neutralitätsgesetz an den Schulen.

    Im gesamten Bundesgebiet gilt die Trennung von Staat und Kirche. Ja ich weiß die Kirchensteuer wird vom Staat eingetrieben. Doch im Öffentlichen Dienst gilt diese Trennung nun mal. Und jede Frau mit muslimischen Glauben weiß das vorher. Mir ist diese prozessiererei deshalb unverständlich. Und es steckt für mich auch Methode dahinter.

    Wer in seiner Freizeit ein Kopftuch tragen möchte bitte, nichts dagegen einzuwenden. Im Öffentlichen Dienst jedoch hat es nichts zu suchen.

    Zum Thema Kleidung
    Ich bin schon der Meinung, dass die Kleidung ein wesentliches Merkmal desjenigen ist, der sie trägt. Wobei ich manchmal denke, dass es für manche Menschen z. B. im Bankgeschäft vielleicht besser wäre eine Jeans mit Hemd und Krawatte zu tragen als einen abgetragenen Anzug. Nur wäre das wahrscheinlich gegen die Kleiderordnung. Obwohl ich das unsinnig finde in der heutigen Zeit.

    Ich kann nur von mir sprechen und ich bevorzuge legere Kleidung. War jedoch, und das ist wahrscheinlich erstaunlich, in meinen jungen Jahren eher ein Anzugträger. Anzüge jedoch trage ich heute keine mehr. Außer zu traurigen Anlässen.

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    • Ich finde es eher schade, dass alles legerer wird. Für mich gehört in manchen Berufen der Mann im Anzug oder die Frau im Kostüm einfach zum Job. Eine Kleiderordnung sollte man da durchaus beibehalten, ich persönlich möchte jetzt den Bänker nicht unbedingt in Shorts und Hawaii Hemd sehen… Davon abgesehen mag ich Männer im Anzug 😊

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      • Na ja leger heißt ja nicht gleich schlampig, um es übertrieben zu formulieren. Bei uns im Büro waren Jeans der gehobenen Klasse durchaus gerne gesehen. Allerdings kämpften wir lange Zeit darum, Krawatten nur bei Kundenbesuch tragen zu müssen. Bis unser Chef dann ein Einsehen hatte.

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  7. Ich mag schicke Kleidung, wenn man sich darin wohl fühlt.
    Frauen in Kleidern, Hüte. Dort schaue ich gern hin. Adrett gekleidete Herren sind auch angenehm.

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  8. Mir ist es schlichtweg egal, ob die Lehrerin oder die Angestellte in einer Behörde ein Kopftuch trägt. Wichtig ist, dass ich der Person z. B. in der Meldestelle hinter dem Schreibtisch oder dem Tresen ins Gesicht schauen kann und dass ich sie akustisch gut verstehe. Solange sie nicht komplett verhüllt dort sitzt, kann sie meinetwegen tragen, wonach ihr der Sinn steht.

    Niemals würde ich darauf bestehen, dass sie ihr Kopftuch abnimmt. Genauso wenig würde ich von einem Juden verlangen, dass er seine Kippa abnimmt oder seine Schläfenlocken abschneidet.

    Im günstigsten Falle würde ich die Kopftuchträgerin etwas bemitleiden, im Hochsommer bei 30 Grad und mehr mit einem Kopftuch dasitzen zu müssen. Im ungünstigsten Fall würde ich ihren Aufzug belächeln, da Kopftücher nunmal bescheuert aussehen.

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  9. Im ungünstigsten Fall würde ich ihren Aufzug belächeln, da Kopftücher nunmal bescheuert aussehen.

    Das würde ich so nicht bestätigen. Viele junge Muslima tragen ihre Kopftücher sehr schick. Da sind sie schon fast ein modisches Accessoire.

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  10. Ich finde es nicht anstößig, wenn eine Lehrerin ein Kopftuch trägt; es ist ja keine komplette Verschleierung. Solange sie den Unterricht so gestaltet, dass es unseren deutschen Verhältnissen gerecht wird, sehe ich darin kein Problem.
    Ist es nicht wichtig, dass die Kinder lernen, auch andere Lebensarten zu respektieren? Wenn sich eine Lehrerin in, ich sag mal, „Hippie Kleidung mit luftigem Kleid und Kränzchen auf dem Kopf“ hinstellen würde und ihren Unterricht gut macht, würde sich doch auch niemand aufregen bzw. könnte man das doch auch nicht einfach verbieten.

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  11. Und zu „Kleider machen Leute“ denke ich… Es ist lockerer geworden. Auf Hochzeiten werden schon mal auch Jeans getragen, die man mit schicken Oberteil auch edel „pimpen“ kann; auf Beerdigungen muss es nicht mehr die Anzughose sein, da geht auch z.B. eine schwarze Jeans und im Büro muss man auch nicht mehr hochgeschlossen sitzen.

    Und trotzdem… zu einer Hochzeit würde ich niemals in Jogginghose gehen. 😉 Und in den verschiedenen Berufszweigen sollte ja auch ein Vertrauensverhältnis entstehen, wo der „Kunde“ das Gefühl hat, gut aufgehoben zu sein. Egal, ob es im Handwerk ist oder in einer gehobenen Büroposition. Ich finde, man sollte schon seinem Beruf entsprechend angezogen sein. Einen Bauarbeiter im Anzug würde ich komisch finden und einen Anwalt mit „Comic-T-Shirt“ auch.

    Ansonsten, im privaten Bereich, könnte ich mir gut einen Anwalt in jemanden vorstellen, der in Jogginghose rumläuft. Ich denke aber, dass viele Leute einen Menschen nach Begutachtung der Kleidung, immernoch in eine Schublade stecken.

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  12. Mir ist das schlichtweg wurscht, ob jemand ein Kopftuch trägt oder nicht. Erlebe das durchaus mal bei Arzthelferinnen. Das verstehe ich darunter, auch andere Ansichten/Lebensweisen zu akzeptieren. Ein Kleidungsstück macht einen in seinem Beruf weder besser noch schlechter.

    Und ob Kleider Leute machen? Hmmm. in bestimmten Bereichen sicherlich immer noch Aber ich denke, es ist allgemein ein wenig lockerer geworden.

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  13. Mir wäre es total egal ob meine Lehrerin ein Kopftuch trägt, wenn sie mir ihr Fach kompetent näher bringt und sie ihre Religion nicht „in den Vordergrund drückt“. Schlussendlich wäre sie auch nur ein Mensch! Wenn sie eine gute Lehrerin ist, why not. 🤷🏽‍♀️

    Kleider machen aufjedenfall Leute! Ich sehe das vorallem seit dem ich im Office arbeite und von mir erwartet wird das ich mich dementsprechend anziehe. Es wirkt beim Job einfach VIEL professioneller. Privat achte ich ebenfalls darauf was ich anziehe, aber manchmal bin auch ich leger. Mir ist es aber völlig egal was andere machen, sie müssen glücklich damit sein. 💆🏽‍♀️

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