Strandbar

…gibt es eine bei uns.

Neulich, als wir Besuch hatten, waren wir dort. Während Maxi und Estelle sich an den Hängematten vergnügten und wir zusahen, konnten wir Zeuge von einer – inzwischen ja gang und gäbe in der Öffentlichkeit – Jungesellenverabschiedung werden – zumindest von einem Teil davon, denn wir wollten uns nicht das ganze Programm antun und gingen nach einer Weile weiter. Wobei es sich hier, um die Braut drehte.

Ihr dazugehöriges Grüppchen, saß gemütlich bei kühlen Getränken an einem Tisch, direkt am „Strand“. Sie lasen eine Aufgabe nach der anderen vor, die die junge Braut nacheinander abarbeiten musste. Z.B. musste sie „Macarena“ tanzen und versuchte dazu verzweifelt Mitstreiter zu finden. Das war wohl noch die einfachere Übung. Sie musste nämlich, ich glaube 11, willige männliche Wesen finden, die sich von ihr ein Klamottenetikett von ihrer angezogenen Kleidung abschneiden ließen. Schnell fand sie ein paar aus T-Shirts und sogar eins aus einer kurzen Hose, aber irgendwann wurde es dann doch schwer. Sie wollte die Aufgabe aber unbedingt erfolgreich erledigen. So mussten schließlich zwei kleinere Jungen herhalten, deren Eltern auf Anfrage nichts dagegen hatten. Der eine der Jungen jedoch, fühlte sich in seiner Lage nicht sonderlich wohl, das konnte man ihm ohne Mühe ansehen. Er bekam ganz rote Wangen und war sichtlich erleichtert, als sie endlich (nach zwei Trophäen) von ihm ablies. Die Eltern dagegen schienen sich über den Mittelpunkt, in dem ihr Sohn kurz stand, zu freuen.       Er tat mir schon sehr leid.

Manchmal sind die Aktionen, die die jungen Leute sich für Braut oder Bräutigam ausdenken ganz nett und auch lustig, aber manchmal denke ich, dass es teilweise inzwischen doch sehr übertrieben wird.

Ansonsten mag ich diese Strandbar, obwohl ich „aktiv“ als „gammelnder“ Besucher noch nicht oft dort war. Dort zu sitzen, vielleicht in einem der Liegestühle, dabei etwas kühles oder einen Kaffee zu trinken und dabei aufs Wasser zu schauen, mit nackten Füßen im Sand, das hat schon was.

 

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