Fünf auf einen Streich

Neue Deutsche Welle

Diese Musik hat mich ein Stück meiner  Jugendzeit begleitet, es war eine schrille und bunte Musik, ganz was neues halt. Teilweise war es eine seichte Musik  mit banalen Texten.  Doch Nena („99 Luftballons“) und Falco („Rock me Amadeus“), gelang sogar der Sprung in die USA . Die NDW war eine kurzlebige Musikrichtung, es wurde meistens deutsch gesungen. Doch man war von der Musik schnell übersättigt und mitte der 80.er Jahre war der Spuk wieder vorbei. Um die meisten Stars dieser Zeit ist es ruhig geworden, Hubert Kah und Peter Schilling schafften um die Jahrtausendwende ein Comeback und Nena ist immer noch im Geschäft.

Der erste Kuß

Ich muß so zehn Jahre alt gewesen sein, bei meinen Großeltern im Haus wohnte ein Junge, Frank, ein Jahr älter als ich. Wir haben zusammen gespielt wenn ich bei den Großeltern war und ich glaube, ich war damals in ihn verliebt, oder was man so in diesem Alter für Verliebtheit hält.( Hat nicht so was ähnliches Prinz Charles gesagt?) Und dort gab es meinen erster Kuß den ich bekam, auf den Mund und natürlich ohne Zunge, einfach einen Schmatz aufgedrückt. Nicht viel später sind wir weit weg gezogen, waren nur noch in den Ferien bei den Großeltern und auch Frank war mit seinen Eltern ausgezogen und wir haben uns nie wieder gesehen.

Geschwisterliebe

Meine Eltern haben in unserer Kindheit immer gesagt, mein Bruder und ich sind wie Hund und Katze. Vielleicht lag es daran, dass ich schon früh für meinen 3 Jahre jüngeren Bruder Verantwortung übernehmen mußte, unsere Eltern beide Beruftstätig, mein Vater Schichtarbeiter, da waren wir oftmals alleine, wir hatten Schlüssel und schon damals mußte ich auf ihn aufpassen. Das war nicht immer einfach, denn ich war ja auch ein Kind und hatte dazu nicht immer Lust. Doch je älter wir wurden um so mehr legten sich unsere Streitigkeiten und wir haben ein gutes Verhältnis zueinander. So oft sehen wir uns nicht, wir wohnen auseinander und in der Regel sehen wir uns nur zu Geburtstagen und Familienfeiern, halten aber immer Kontakt.

Nachbarn

Da wir ein Haus haben, wohnen wir nicht mit Nachbarn direkt zusammen. Man sieht sich draußen, guten Tag und guten Weg, ein paar Worte sprechen, als bei den einen Nachbarn die Kinder noch klein waren, habe ich dann mal ab und zu auf sie aufgepasst. Man achtet auf das Haus, wenn man weiß, sie sind im Urlaub, man hilft sich gegenseitig, nimmt Pakete an und ansonsten geht jeder seiner Wege. So dicke Nachbarschaft, dass man sich gegenseitig in die Töpfe guckt, möchte ich auch nicht.

Schlüsselnotdienst

Mußten wir zum Glück noch nie in Anspruch nehmen, ein Schlüssel ist bei einer Freundin, die, wenn sie gebraucht, wird auch mal mit dem Hund Gassi geht und im Urlaub den Briefkasten leert und die Blumen gießt und ein Schlüssel bei den direkten Nachbarn, wenn man sich dann doch mal aussperrt weil bei Durchzug die Tür zu knallt und man vor verschlossener Tür steht. Das mußten wir schon ein paar Mal in Anspruch nehmen.

 

4 Gedanken zu “Fünf auf einen Streich

  1. Von der NDW habe ich irgendwie nicht allzu viel mitbekommen, da ich ja im Osten aufgewachsen bin. Es gibt den einen oder anderen Titel, den ich heute ganz gern mal höre, aber das war´s für mich schon zu diesem Thema.
    Dass wir beide mit 10 Jahren einem Frank unseren ersten Kuß gegeben haben, das hat mich für einen Moment ein wenig beunruhigt. Aber dann fiel mir gleich ein, dass es ja auf keinen Fall ein und der selbe Frank gewesen sein kann. Von wegen Mauer und so… 🤣
    Geschwisterliebe ist für mich ein etwas schwieriges Kapitel, das ich nicht mit ein, zwei Sätzen abtun kann. Ich liebe aber meine beiden Geschwister nach wie vor. Daran wird sich nie etwas ändern. Blut ist definitiv dicker, als Wasser.
    Mit den Nachbarn halten wir es so, wie du (ihr). Wir haben sehr liebe Nachbarn, die uns viel bedeuten, und mit denen wir auch gern einmal Zeit verbringen, aber „Budenkriecherei“ geht uns ab. Es ist, wie mit allem: allzuviel ist ungesund…
    Und zu guter letzt die Schlüsselfrage: 😄 Wir halten es mit dem Reserveschlüssel auch so. Außerdem haben wir für uns selbst noch einen auf dem Grundstück versteckt. Viel Spaß beim Suchen, wenn man nicht weiß, wo der zu finden ist.😆

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    • Du hast als Antwort ja eigentlich schon einen Post geschrieben und könntest ihn gleich so ein setzen, alle Themen beatwortet. Danke für Deine ausführliche Antwort. Es gibt mehrere Franks auf dieser Welt, erstaunlich aber trotzdem diese Ähnlichkeiten im Erleben.

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  2. Meinen ersten Kuß gab es nicht mit 10 und auch nicht mit einem Frank. Aber ein „Frank“, war ein guter Freund. Er wohnte gegenüber von meinem Elternhaus und hatte eine Schwester. Mit beiden habe ich sehr oft gespielt und sie waren eine zeitlang meine einzigen Geburtstagsgäste und ich war auch bei ihnen eine zeitlang immer eingeladen.
    Die Schwester habe ich vor ein paar Jahren durchs Internet wiedergefunden und seither wieder Kontakt. Ihre Mutter lebt immernoch gegenüber meines Elternhauses. Frank war wohl zu der Zeit ein häufer Name. 😀

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    • Was das Netz so alles möglich macht, so kann man Freunde aus Kindertagen wieder aufstöbern. Damals hat man viel draußen gespielt, man traf immer jemanden, wir wohnten damals in einer großen Neubausiedlung, teilweise noch Baustellen und das war recht abenteuerlich.

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