Frage der Woche vom 15. September

Umweltverschmutzung und -schädigung, Bildungsnotstand, Wohnungsnot, Mietpreiswucher, politische Unruhen, Kriege an vielen Orten der Welt, permanente Reizüberflutung, seelische Verarmung, Vollautomatisierung des Alltags, die Macht des Geldes, Manipulation unserer Lebensmittel… Die Aufzählung der beängstigenden Tatsachen unserer heutigen Zeit könnte man noch weiter führen. Ich lasse das mal lieber, denn nicht alle Menschen sind Optimisten, die an positive Veränderungen glauben oder sich selbst dafür einsetzen.
Die Zukunftsaussichten sind, zumindest aus meiner Sicher, alles andere, als rosig. Gern würde ich meine Sicht auf die Welt zum Guten hin korrigieren. Da es mich sehr interessiert, wie ihr darüber denkt, meine Frage an euch:

Werden die Kinder von heute eine glückliche Zukunft haben?

Natürlich sind alle Antworten reine Spekulation, denn ich denke nicht, dass irgendwer mit einer Glaskugel auf dem Schoß dasitzt und diese Frage mit Sicherheit beantworten kann.


Für die nächste Frage der Woche würde ich gern dich, liebe Rika (Eulencamperin), nominieren. Hast du Lust zu übernehmen?

13 Gedanken zu “Frage der Woche vom 15. September

  1. Mit Sicherheit kann man die Zukunft unserer Kinder nicht vorhersehen. Auf alle Fälle haben wir zur Zeit keine rosigen Zeiten. Vielleicht sprechen sie in unserem Alter, wenn sie die zukünftigen Höhen und Tiefen auf der Welt überlebt haben auch von einer „guten alten Zeit, die sie wieder zurücksehnen“.

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  2. Naja, wenn ich mal einige Jahre zurück schaue, so 100 Jahre vielleicht oder noch weiter, 200 oder 500 Jahre… wenn ich die Zeiten von damals mit heute vergleiche, oder das dunkle, finstere Mittelalter, also da kann man über die heutige Zeit eigentlich froh sein. Früher mussten Kinder von klein auf an mitarbeiten. Natürlich, die kannten es nicht anders. Da wurden die Kinder geschlagen, da durfte man das noch. Bildung gab es nicht oder kaum. In der Steinzeit haben die Erwachsenen zuerst gegessen, dann erst die Kinder. 😅
    In welche Epoche unserer Zeit waren die Kinder eigentlich überhaupt am glücklichsten? Ich denke immer, meine Zeit damals war wohl die „Beste“. Wir lebten ohne Zeitdruck, Schule stellte noch keine hohen Anforderungen. Nachmittags konnte man Kind sein wie man wollte. Man konnte so sein, wie man war, ob still oder laut. Kriege tobten schon immer irgendwo rum. Damals achtete man noch nicht drauf, ob Lebensmittel „vergiftet“ waren. Da wurde gegessen, was auf dem Tisch kam.
    Heute haben wir eine viel zu stressige Zeit, mit vielen Anforderungen, Bedingungen, es wurde eine Schablone Kind geformt, in die sie hinein passen müssen, wenn nicht, bist du anders und passt nicht in die Norm rein, die therapeutisch behandeln werden musst.
    Die Reizüberflutungen, Handy, Medien, die ganze Technik. Es wird ja auch mit in den Unterricht eingebaut, Hausaufgaben, die am Pc im Internet gemacht werden müssen. Wieder Kriege, die um uns toben. Jeden Tag laufen Nachrichten, was ständig passiert, Mord und Totschlag, was man früher nicht sofort erfuhr. Die Welt ist zu einem kleinen Viereck auf einer Mattscheibe geschrumpft.
    Kinder, die heutzutage viel zu früh schon auf die Ernährung achten, was man überhaupt noch essen kann. Die Klimaveränderungen, was ist, wenn es schlimmer wird, was müssen unsere Kinder noch ertragen, wenn es immer heißer wird auf unseren Planeten?
    Wie hoch werden die Anforderungen an sie noch hochgeschraubt?
    Eigentlich leben wir, zumindest hier in Deutschland, ganz gut, man hat ein Dach über die Kopf, verhungern muss niemand, im Vergleich zu anderen armen Ländern. Dort geht es den Kindern richtig schlecht.
    Ich weiß nicht, meine Glaskugel zeigt mir nix an, und ich neige eher dazu, pessimistisch zu denken, dass es eines Tages zu einem großen Knall kommt. Irgendwann spitzt es sich alles zu. Ich hoffe einfach, dass es sich alles anders herum wendet. Das die Kinder von heute, unsere Welt zum Guten ändern, denn wir leben es Ihnen ja vor, und müssen ihnen zeigen, es geht auch anders. Dahin streben, was wir für unsere Kinder wollen, wir Erwachsene dürfen nicht vergessen, dass wir auch Kinder waren und uns dahin zurück erinnern, um es auf die heutige Zeit zu reflektieren, was besser war, und besser machen könnte.
    …So! Ich hab jetzt einfach mal so dahin gedacht, und drauf los geschrieben. 😅

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  3. Da denke ich an meine Kindheit zurück, Anfang der 60 Jahre geboren, Eltern Kriegskinder, die eigentlich durch den Krieg und danach die schlechte Zeit, als es nichts gab, groß geworden sind. Sie hatten keine Kindheit. Und ich als Kind? Was die Eltern sagte, wurde getan, lange Widerrede gab es nicht, wenn wir es zu bunt trieben, gab es was an die Ohren. Unser Spielplatz war draußen, dort traf man immer jemand zum spielen, Fernseh gucken war selten, es gab wenig Programme, Handy, technisches Spielzeug, PC und vieles mehr gab es nicht. Wir haben wirklich Verstecken, Ballspiele, Fangen, Gummitwist gespielt, später Rollschuh laufen, Fahrrad fahren. Alles spielte sich draußen ab und miteinander. Es war eine schöne Zeit. Wenn ich dann eine Generation weiter schaue, sieht es schon anders aus, ich sehe und sah es ja an unseren Kindern, die Technik kam immer mehr ins Leben, Telefon mit Flatrate, wo man stundenlang telefonieren konnte ohne auf den Preis zu achten, viele Fernsehprogramme direkt für Kinder, die ersten PCs und Handys. Wenn ich heute so manche Kinder erlebe, Schule, Hausaufgaben, Reiten, Sport, Ballettunterricht, Jugendfeuerwehr, Training, die haben einen voll ausgebuchten Tag und können es an der Stundenzahl mit einem Erwachsenen aufnehmen, manche überbehütet von ihren Eltern, die jeden Schritt in der Öffentlichkeit, als Gefahr sehen.
    Wo bleibt da manchmal noch das Kind? Zeit zum Spielen?
    Dann wieder die anderen Mütter, Kind im Kinderwagen oder Buggy, Zigarette in der Hand und unentwegt aufs Handy starren, dass Kind will sich bemerkbar machen, dass bekommen die nicht mit, Kippe und Handy sind wichtiger. Da sitzen sich Menschen gegenüber und haben sich nichts zu erzählen, weil jeder mit seinem Handy beschäftigt ist und auch bei Kindern ist das schon zu beobachten. Früher war alles besser sagt man ja, ich möchte auch nicht im Mittelalter gelebt haben, doch was man nicht kennt, vermisst man nicht, das wird auch zur damaligen Zeit so gewesen sein.
    Wohin das alles führt weiß man nicht, man kann nur selbst in der Familie darauf achten was man den Kindern und Enkeln an Wissen und Werten vermittelt und vorlebt. Vorlebt ist Wichtig

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  4. Ich schreibe nun trotzdem doch noch einen eigenen Kommentar 😉 …
    Es gibt vieles in diesem Zeitalter was bedenklich und beängstigend sein kann, aber das gab es in jedem Zeitalter – nur in anderer Form, wie ich finde. Das Leben ist immer irgendwie ein „Kampf“.

    Ich schätze mich als glücklich, zu meiner Generation zu gehören, weil wir doch sehr viele Möglichkeiten hatten und haben, unser Leben zu gestalten. Dazu mussten wir die Folgen der vorherigen Kriege nicht mehr so spüren, wir waren und sind eigentlich echt gut versorgt.

    Dadurch, dass immer alles immer wieder neu analysiert wird, werden Dinge wieder geändert oder eine andere Richtung eingeschlagen. Manchmal reicht die Zeit für die neu eingeschlagene Richtung nicht mehr aus, wie evtl. bei dem Klimawandel. Ich bin allerdings ein Optimist und hoffe einfach darauf, dass das Leben dann trotzdem auch für die nächste Generationen weitergeht – anders eben.

    Glücklich sein – das ist für jeden etwas anderes. Dazu gehört für mich auch, „das Beste“ draus machen und das Leben als positiv ansehen – neue Möglichkeiten suchen.

    Vielleicht führt unsere heutige „Überversorgung“ und der schlechte Umgang mit der Welt tatsächlich mal zu einem „Knall“ und die Menschen müssen sich wieder ganz anders organisieren und haben weniger als vorher. Da werden die Werte wieder eine andere Stellung bekommen.

    Schlimmstenfalls wird die Menschheit ausgelöscht. Dann haben die heutigen Kinder weder eine glückliche noch eine unglückliche, sondern gar keine Zukunft mehr.

    Bedenklich finde ich für die Zukunft der heutigen Kinder schon, dass viele die Werte nicht vermittelt bekommen oder nicht erkennen und in den Tag hinein leben, nur ihr „Vergnügen“ sehen und viele nicht in der Lage sind oder sein werden bzw. gar kein Interesse daran haben werden, ob ihr Verhalten, ihre Art zu leben, der Zukunft dient oder schadet.

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