In den Knast…

… w├╝nschte ich meinen Mann vor Jahren schon mal aus vollem Herzen. Weggesperrt. Und mittellos, wenn er wieder da raus k├Ąme! Dieses skrupellose Kapitalistenschwein, das ohne jegliches Mitgef├╝hl, daf├╝r aber mit einem ├╝berlegenen Grinsen im Gesicht, andere mittellos dastehen l├Ą├čt und sich nicht die Bohne um deren Schicksal k├╝mmert.

MONOPOLY ist jetzt l├Ąngst aus unserer Brettspielesammlung verbannt.┬á ­čĄú­čĄú­čĄú

Dieses Sch***spiel birgt zu viel Konfliktpotential in sich, das bei uns den heimischen Frieden bedroht. Vor etlichen Jahren hatten wir es uns zugelegt. Allerdings haben wir es nicht sonderlich oft gespielt, ehe es bei uns rausflog.
Nun werden viele sofort denken, dass ich eine schlechte Verliererin bin und das Spielen von Gesellschaftsspielen vielleicht generell besser sein lassen sollte.
Nein, falsch! Ich spiele sehr gern, schummle niemals, gewinne gern, verliere weniger gern, habe aber absolut kein Problem damit. Es sind ja nur Spiele. Monopoly ist die Ausnahme von der Regel.
Ich vergesse irgendwie, dass es „nur“ ein Spiel ist, und dieses kapitalistische Verhalten ist f├╝r mich unertr├Ąglich. Ich brodele innerlich, wenn ich von einem gewissenlosen Menschen diese Ungerechtigkeit ertragen mu├č, von jetzt auf gleich enteignet zu werden. Keine Kooperation. Keine Verhandlungen. Kein Mitgef├╝hl. Die Gier ist das einzige, was z├Ąhlt. Sie ist erst befriedigt, wenn man mit Nichts dasteht. Dann bekommt man gef├╝hlt nur noch einen Tritt in den Hintern. „Was, du hast keine Kohle mehr? Dann geh woanders hin! Du hast es nicht geschafft! Du bist raus!“
Wir haben das Spiel irgendwann mal mit meiner Mutti gespielt. Da schlug dieser „Ha├č“ meinem Mann mit doppelter Kraft entgegen. Mutti konnte nicht ertragen, wie er mich im Spiel behandelt hat, und umgekehrt. Keine Sorge, es bestand zu keiner Zeit eine ernste Gefahr. Wir haben ihn damals nur vor├╝bergehend „ein wenig verachtet“, hatten ihn aber auch ganz schnell wieder sehr lieb. Mein Mann ist „im wahren Leben“ alles andere, als ein Kapitalistenschwein. Er hat ein sehr gutes Herz. Nur beim Monopoly ist er so „absto├čend gierig, selbsts├╝chtig und arrogant“. Und ich bin nur beim Monopoly so eine Idiotin. ­čśů

├ťbrigens : Ist es nicht irgendwie bezeichnend, dass (auch) in diesem Sch***spiel die Bank niemals pleite gehen kann?

Die Bank kann niemals pleitegehen. Ist in ihr kein Geld mehr enthalten, so besagen die Monopoly-Regeln, dass man Zettelchen mit dem entsprechenden Wert schreiben soll.

Quelle: Wikipedia

23 Gedanken zu “In den Knast…

  1. Wir haben Monopoly nie wirklich gemocht. Stattdessen haben wir zwei andere Spiele, die ├Ąhnlich, aber (f├╝r uns) lustiger sind. Das Eine ist „Spiel des Lebens“, und das andere… wie hie├č das noch? Genau das Gegenteil von Monopoly. Da geht es darum, soviel Geld wie m├Âglich zu verschleudern, und wer als erstes pleite ist, hat gewonnen. Es ist wirklich gar nicht so leicht, Geld loszuwerden, wie man denkt. Dauernd gewinnt man im Lotto oder irgendwer vererbt einem was. F├╝rchterlich!!! ­čśŤ

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    • Schei├če! Schon wieder im Lotto gewonnen. Das nervt! ­čść
      Das w├╝rde ich mal spielen wollen ÔÇô nur um das Gef├╝hl mal auszukosten.
      Vom Spiel des Lebens habe ich schon oft geh├Ârt, habe mich aber nie ernsthaft daf├╝r interessiert.
      Wir spielen oft Karten oder gern auch Wissensspiele.

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  2. Monopoly – eines meiner Lieblingsspiele *zugeb*
    Jetzt an Weihnachten werden wir es wohl mal wieder am Tisch spielen ­čÖé
    Sonst spielen mein Mann und ich solche „Brettspiele“ auch an der Wii.
    Da ist unser Favorit „Strassen des Gl├╝cks“ : man kauft L├Ąden, wenn es geht alle in einem Bezirk. Wer auf die L├Ąden kommt hat sozusagen eingekauft und muss zahlen. Zwischendurch kann man bei der Bank noch Aktien erwerben, die mit jeder Investition in die L├Ąden steigen. Es gilt ein zu erreichender Zielbetrag. Das spannende daran ist dass man auch gegen Wii-gesteuerte Figuren spielt. Die sind meist ziemlich ausgebufft. Aber es bereitet uns Riesenspa├č.
    Spiel des Lebens haben wir auch, auch wenn ich tw. Probleme habe die winzig kleinen Figuren in die Autos zu setzen. ­čśé
    Ansonsten spielen wir am Tisch auch Abalone, Sequenz und Siedler. Gerade in der Adventszeit und an den Weihnachtstagen gibt es f├╝r uns nichts sch├Âneres als zusammen zu sitzen und solche Spiele zu spielen.

    Gef├Ąllt 1 Person

    • Ein Spiel f├╝r die Wii, das kein Sportspiel ist, k├Ânnte ich uns eigentlich auch mal zulegen. Spielt man das von dir beschriebene Spiel nur als Einzelperson, oder auch im Team gegen die Wii-Figuren?

      Fr├╝her, als wir noch in Deutschland lebten, haben wir gern mit Freunden Tabu gespielt. Da waren wir als Team unschlagbar. Wir brauchten gegenseitig meist nur Andeutungen machen, schon wu├čte der jeweils Andere, was gemeint sein k├Ânnte. Hier in Schweden spielen wir das nun leider nicht mehr, da wir ja „nur noch“ zu dritt sind.
      Es muss sich beim Monopoly nicht jeder so bekloppt auff├╝hren wie ich. Aber wie ein Kapitalistenschwein eben auch nicht. Aber das ist eben die Ideologie dieses Spiels. Nichts f├╝r mich… ­čść

      Gef├Ąllt 1 Person

  3. Im Spiel kann man so richtig die Sau raus lassen.
    Das richtige Leben gestattet es uns nicht.
    Es sei denn, man hat die Gewissenlosigkeit in die Wiege gelegt bekommen.
    Das scheint Deinen Mann erspart geblieben worden sein.

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    • Ach, das richtige Leben gestattet es schon, man kann sich nur eben Ehrlichkeit, Menschlichkeit und ein reines Gewissen nicht leisten. Aber man kann ja eh nicht alles haben – irgendwas ist immer… ­čść
      Mein Mann kam beim Monopoly dem Charakterschwein so nah, dass bei mir die Sicherungen fast durchbrannten. Aber nur fast. ­čśü

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  4. Ich habe Monopoly als Kind geliebt. Wir haben es manchmal wochenlang fast t├Ąglich gespielt. Irgendwann gab es dann mal eine Pause, weil man sich daran sattgespielt hatte. Aber irgendwann kam es wieder auf den Tisch und los ging es wieder. Auch mit meiner eigenen Familie sp├Ąter habe ich es noch einige Zeit gespielt. Inzwischen existiert es zwar noch, aber gespielt wird es nicht mehr.

    Gef├Ąllt 1 Person

    • Als Kind h├Ątte mir das eventuell auch Spa├č gemacht. Obwohl: Ich bin ja ein Kind des Ostens. Keine Ahnung, ob ich damals wirklich was damit anzufangen gewu├čt h├Ątte. ­čśÇ

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    • Naja, bei mir ist es dahingehend etwas anders, dass ICH diejenige bin, die nicht mehr mit IHM spielen will. ­čśÇ
      Risiko habe ich noch nie gespielt. Ähneln sich diese beiden Spiele irgendwie?

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