Frage der Woche/ 19.01. – 25.01.2019

Gaffer. Jeder kennt sie, keiner mag sie. Von ein paar „social media“-Voyeuren mal abgesehen vielleicht.

Letztens haben smartphonebewaffnete Gaffer nach einem Unfall sogar einen Rettungswagen geöffnet um den verletzten Insassen zu filmen oder zu fotografieren.

Man schüttelt den Kopf über so ein niveau- und taktloses Verhalten. Aber das wird nichts ändern….

die Frage der Woche lautet daher: sollten Strafen für Gaffer drastischer werden?

Für die nächste Frage der Woche bitte ich Lesenbiene – hast Du Zeit und Lust?

18 Gedanken zu “Frage der Woche/ 19.01. – 25.01.2019

  1. Ich glaube, es ist die einzige Möglichkeit, die Leute davon abzuhalten, Rettungsarbeiten nicht zu behindern bzw. nicht unnötige Staus zu verursachen. Von der Pietätlosigkeit mal ganz zu schweigen.
    Ich bin dafür, dass Strafen dafür extremer werden.

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  2. Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, wie hoch die Strafen bisher sind. Weiss das jemand hier? Prinzipiell bin ich der Meinung, dass das Strafmaß schon recht hoch sein sollte, mindestens Sozialstunden. Vor allem, wenn durch das Gaffen Rettungsarbeiten behindert werden.

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    • Ich denke es kommt bei der Strafbemessung darauf an in wie weit die Rettungsarbeiten behindert wurden und andere bewertbare Faktoren (ua.Verkehrsbehinderung, Verstoß gegen das Recht am eigenen Bild, wobei auch beachtet wird ob das Bild einen ehrverletzenden Charakter hat u.s.w.)

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  3. Ich bin für Strafen, denn nur wenns den Leuten ans eigene Portemonnaie geht, kommen sie vielleicht zur Besinnung. Rettungsarbeiten behindern, die Rettungskräfte und sich selbst noch in Gefahr bringen, ganz schlimm.
    Es hat schon Gaffer gegeben, die haben den Kaffee und belegte Brötchen aufgegessen, den die Anwohner für die Rettungskräfte zur Verfügung gestellt haben. Ganz dreist finde ich das.
    Wie arm muß so ein Leben sein, um sich mit Videos und Bildern vom Unfallgeschehen“wichtig“ zu machen. Spaß am Leid der anderen zu haben.
    Jeder kann in die Lage geraten in Not zu kommen und da ist es das letzte, dabei noch gefilmt oder begafft oder behindert zu werden.

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    • Aber das sind die Leute, die am lautesten nach Hilfe schreien wenn sie selbst oder einer ihrer Angehörigen betroffen sind. Habe gerade gelesen, dass ein Autofahrer einen Rettungswagen am Überholen gehindert hat – obwohl der RTW mit Blaulicht und Sirene fuhr und ein krankes Kind so schnell wie möglich ins Krankenhaus bringen musste. Solchen Autofahrern sollte man auch auf Lebenszeit den Führerschein abnehmen.

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  4. Ein 31 Jahre alter Gaffer muss 2000 Geldstrafe zahlen, weil er bei einem schweren Straßenbahnunfall
    einen verunglückten Radfahrer fotografiert und Helfer bei der Erstversorgung behindert hatte.
    Er hatte nicht nur Aufnahmen vom dem schwerstverletzten Unfallopfer gemacht, sondern auch die Aufforderung der Polizei ignoriert, dies zu unterlassen.
    Anstatt zügig an der Unfallstelle vorbeizufahren, verstopfen Gaffer die Straße und behindern so die Hilfskräfte am Unfallort.
    Vor kurzem habe ich gelesen, daß Schaulustige nach einem schweren Unfall sogar die Tür eines Krankenwagens geöffnet hatten.
    Den Gaffern ging es darum, „den Verletzten aus der Nähe zu betrachten und möglicherweise auch fotografieren zu können“. Das sind doch wirklich unschöne Szenen.

    Ich bin der Meinung, daß man Gaffer rigoros in höchstem Masse bestrafen soll.

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    • Da haben wir beide dasselbe gelesen, liebe Traudl. Unfassbar dass die Hemmschwelle soweit gesunken und kein Respekt mehr vorhanden ist.
      ich kann mir gut vorstellen, dass genau diese Leute am lautesten nach Datenschutz und dem Recht auf Intimsphäre schreien, wenn sie selbst betroffen sind.
      Ich würde auch gut finden, wenn Namen und Adresse solcher Leute der Polizei bekannt sind, diese Angaben auch den Opfern zwecks einer Zivilklage ausgehändigt werden würden. Und dass die Gerichte an die Opfer denken bei der Urteilsbemessung. So etwas ist kein Kavaliersdelikt!

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  5. Der Mensch ist neugierig. Wenn etwas drastisches passiert, neigt er dazu, vor Fassungslosigkeit stehenzubleiben und zu gucken. Das war schon immer so gewesen.
    Ich erinnere mich, als ich noch ein Kind war, vielleicht 6-7 Jahre alt, als auf einer Riesen Kreuzung eine Frau angefahren wurde. Sie lag da und weinte laut. Rings um kam alles zum Stillstand. Alle Menschen blieben stehen. Sammelten sich zu riesige Trauben, um zu glotzen. Alles guckte, und die arme Frau lag da und weinte. Ich war fassungslos über all die Menschen, die glotzten und keiner half. Da dachte ich mir, ich möchte niemals in diese Situation kommen, wenn ich verletzt da liege, während alles um mich herum glotzt.
    In der heutigen Zeit ist es noch viel schlimmer geworden, durch die Handys, die man immer griffbereit der Hand hat, wird sogar noch dreist gefilmt.
    Ja, ich bin dafür, dass die Strafen dafür hoch ausfallen sollen.
    Die Gaffer sollen mal daran denken, wenn es ihnen selbst passieren sollte, ob sie es toll finden, wenn alle gucken und filmen, wie man leidet oder womöglich mit dem Leben ringt.
    Egal wie hoch die Neugier ist, man sollte dabei seine Vernunft einschalten, oder helfen. Wenn genug Hilfe da ist, weiterfahren oder gehen.

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    • Unsere Gesetze sollten wirklich mal etwas straffer angezogen werden, ebenso wie die Strafen. Es kann nicht sein, dass Menschen als „Unterhaltungsmaterial“ für den eigenen Account mißbraucht werden können, ohne dass rigoros durchgegriffen wird.
      Diese widerliche Unart des Glotzens und Filmens (inkl. Veröffentlichung!) muss ebenso wie Behinderung der Rettungskräfte streng bestraft werden. Und auch jüngeren Leuten sollte die „Gnade der späten Geburt“ vorenthalten werden. Nach Erwachsenen-Strafrecht aburteilen, keinen Infantilen-Bonus dafür!

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