Frage der Woche vom 26.01.-01.02.2019

Das Auto ist des Deutschen liebstes Kind. Die Lobby ist gigantisch, denn die größten Autobauer kommen aus unserem Land. Das Auto hat von jeher einen hohen Stellenwert, bei manchen Menschen ist es Statussymbol. Macht hat der auf der Straße, der die meisten PS unterm Blechkleid bewegt. Heute fahren dicke SUV und trotz Klimawandel und knappen Ressourcen, steht das Auto an vorderster Stelle. Dabei würde ein Tempolimet Vorteile bringen: geringerer Spritverbrauch, niedrigerer Verschleiß, weniger CO²-Ausstoß, weniger Unfalltote. Andere Länder sind uns da weit voraus, fast ganz Europa macht es vor. Und unglücklich scheinen die Autofahrer anderer Länder deswegen nicht zu sein. Hier nun meine Frage.

           Ist Tempolimit 130 sinnvoll?

Nun möchte ich Verbalkanone fragen, möchtest Du hier noch einmal Deine „Jungfräulichkeit“ verlieren und die nächste Frage der Woche stellen? Bitte ein kleines Piep.

22 Gedanken zu “Frage der Woche vom 26.01.-01.02.2019

  1. Wir persönlich sind auf der Autobahn grundsätzlich nur mit 120-140 kmh unterwegs, teilweise ist eine höhere Geschwindigkeit auch garnicht möglich. Man muß immer mit der Unachtsamkeit anderer Verkehrsteilnehmer rechnen, da wird ausgeschert ohne zu blinken,rechts überholt, zu dicht aufgefahren und vieles mehr. Bisher haben wir immer unser Ziel erreicht, wir fahren lieber etwas früher los und kommen trotzdem rechtzeitig an. Beim Spritverbrauch macht sich das deutlich bemerkbar, es macht einen Unterschied ob ich mit 190 rase oder die Geschwindigkeit reduziere.
    Und ganz ehrlich, an der nächsten Baustelle oder der nächsten roten Ampel haben wir die Raser immer wieder eingeholt.

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  2. PIIIIIIIIIEEEEEEEEEEP! War das klein genug? 😉

    Jetzt mal ernsthaft: Ich hätte nie gedacht, dass es mir (noch einmal … *Hust.*) so viel Spaß machen würde, „die Jungfräulichkeit“ zu verlieren. Ich würde sehr gern die nächste Wochenfrage stellen und habe da auch schon eine im Kopf. Soll ich diese Frage dann am Samstag, den 02. Februar 2019, morgens gegen 9:00/10:00 Uhr stellen? Jetzt bist dran mit dem „Piepen“ … äh antworten,liebe Lesenbiene. 🙂

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  3. Ich würde für Tempo 130 auf der Autobahn zustimmen. Ich kann mir vorstellen, wenn alle Autofahrer gleich schnell unterwegs sind dann gibt es weniger Staus und somit wäre eine zügige Fahrt gewährleistet. Bei uns kommen z.B. die Schweizer und die Österreicher über die Grenze und ich staune immer wieder wie schnell sie in Deutschland in „ihrer Freiheit“ über die Autobahn rasen. Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen gibt es in Deutschland nicht und somit können sie mit ihren Autos mal richtig Gas geben. Von einer Beschränkung der Geschwindigkeit auf der Autobahn wäre die gesamte deutsche Autoindustrie mit ihren PS-starken Fahrzeugen betroffen. Also wird man keine Geschwindigkeitsbegränzung einführen. Andersrum – was käme da wohl als nächste Vorschrift für die 500 PS starken Autos? aussortieren, verschrotten, PS drosseln und und ……

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    • In anderen Ländern funktioniert es ja auch und auch dort ist der Absatz von deutschen Autos hoch, obwohl man nur mit Tempolimet fahren darf. In Deutschlang können sie dann mal so richtig aufdrehen. Ich habe hier mal ein Beispiel: 2017 wurden 409 Menschen auf Deutschlands Autobahnen getötet und 5974 wurden schwer verletzt, und die Hauptursache ist zu hohe Geschwindigkeit. Quelle: Statistisches Bundesamt. Das sollte doch auch ein Argument sein.

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  4. Ich bin gegen eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 130. Es bringt wohl nix, ein paar Idioten rasen trotzdem und ich habe erst gestern wiederholt gelesen, dass wohl die Unfallzahlen hier auch nicht höher sind als in Ländern mit Geschwindigkeitsbegrenzungen.

    Natürlich kann man das nun wieder aus verschiedenen Blickwinkeln sehen, aber wenn ich auf einer recht leeren Autobahn fahre, dann rolle ich schon gern entspannt mit 150 -160 da entlang. Klar kommt das auch ein wenig aufs Auto an, im Kleinwagen wirkt die höhere Geschwindigkeit ja schon etwas anders als in irgendwelchen Autos, die „zum Reisen“ gebaut sind, aber die zwingt ja auch keiner, so schnell zu fahren.

    Ich bin dann eher dafür, die Schleicherei auf der linken Spur (zumindestens ab 3 Fahrspuren pro Richtung) ebenso wie Nötigung durch agressives Drängeln mehr zu ahnden, danach geht m.E. nach eine größere Unfallgefahr aus als von den „normalen“ Schnellfahrern.

    Aber nicht falsch verstehen, damit befürworte ich deswegen noch lange keine extreme Raserei.

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    • Ich kann nun nichts zu den Unfallzahlen der anderen Länder sagen, ich kenne nur unsere Statistik: 2017 wurden 409 Menschen auf Deutschlands Autobahnen getötet und 5974 wurden schwer verletzt, und die Hauptursache ist zu hohe Geschwindigkeit. Quelle: Statistisches Bundesamt
      Natürlich verstehe ich Deine Aussage nicht falsch, dafür ist es ja eine Diskussion, und ich stimme Dir zu, es gibt immer Idioten, die denken, die Straße gehört ihnen.

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    • Wenn ich Deine Meinung lese, dann kann ich mir denken „Freie Fahrt für freie Bürger“. Wir bekommen immer mehr Einschränkungen und Vorschriften – so gesehen. Der Nächste jammert dann wieder „es muß mehr zum Schutz der Umwelt getan werden.“ Oh je – da sollte man dann bei der Schifffahrt und dem Flugverkehr anfangen – das sind „Dreckschleudern“.

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  5. Schnell fahren erfordert höchste Konzentration. Ein Fehler und zack das war’s.
    Ich trau mich eh nicht schnell zu fahren. Von daher…furchtbar ist es, wenn Raser an einem mit volle Karacho an einem vorbeisausen, so dass das Auto wackelt. Und dann sehe ich, das vorne noch welche nicht von der linken Spur abweichen, da stehen mir dann die Haare zu Berge. Wenn da was passiert!
    Genauso wie mit Motorradfahrern. Einmal fuhr jemand auch wie die gesenkte Sau an uns vorbei, schlängelte sich durch den Verkehr auf der Autobahn. Ich dachte noch, wenn der nicht einen Unfall macht. Paar Kilometer weiter lag er da mit abgerissenen Bein.
    Mir macht die Raserei Angst und die Ungeduld der Menschen hinter dem Steuer. Eben so auch bei den Lkwfahrern, die gerne mal auch schneller fahren oder im Schneckentempo sich gegenseitig überholen und man „gezwungen“ ist, auf die linke Spur auszuweichen oder eben ewig hinterher tuckern. Ich trau mich dann ohnehin nicht auf die linke Spur, weil ich sehe, wie von hinten welche angerauscht kommen, da müsste ich ja dann auch voll auf die Tube drücken, um an den Lkw vorbei zu kommen. Es sei denn, es ist leer auf der Autobahn.
    Aber egal wie wenig Autos dann unterwegs sind, ich trau mich höchstens mal bei 140 km/h Gas zu geben.
    Wenn ich dann am Rastplatz stehe und die vorbei donnernden Autos beobachte, wird mir so richtig bewusst, welch enorme Geschwindigkeit man auf sich nimmt und dann mir ausmale, wenn bei diesem Tempo zwei Auto ineinander krachen, da bleibt nix mehr übrig.
    Limit oder nicht Limit, ich weiß es nicht…lieber wäre es mir schon, dann gibt es keine Raser mehr oder zumindest weniger vielleicht.
    Blöd nur, wenn man es mal anders betrachtet, da hat man ein Auto, mit dem man bis zu 200 oder mehr fahren könnte, gäbe es keine Möglichkeit mehr, es auszuschöpfen. Es sollte so Schnellraserspielstrassen geben, wo die Raser sich austoben können. 😂
    Und für Lkws sollte es extra Straßen geben, so dass wir Autofahrer die Autobahn für uns alleine habe, allein da würden es schon weniger Unfälle geben.

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    • Mein Mann ist gelernter Kfz Mechaniker und hat als er noch berufstätig war täglich erlebt, was da für Gewalten herrschen wenn es zum Unfall kommt. Von daher sind wir immer angemessen unterwegs. Wenn wir die Autobahn nutzen , dann muss ich nicht rasen, wir stehen nicht unter Zeitdruck, müssen nicht auf der Strasse unser Geld verdienen wie manche Lkw Fahrer.
      Oftmals sind die Strassen sowieso so voll , dass man sein Auto nicht ausfahren kann. Manche rasen an einem vorbei, da hat man das Gefühl, dass eigene Auto steht. Immer schneller, immer mehr PS, immer größere Autos , doch täglich fährt die Gefahr mit.

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  6. Weshalb sollte das, was in fast allen europäischen Ländern funktioniert, in Deutschland nicht funktionieren? Auch wir reisen meist mit einer Geschwindigkeit von 130-140 km/h und das reicht auch. Klar kann man mal kurz aufdrehen, wenn die Autobahn leer ist. Doch wann ist sie das? Im Großraum Berlin kann ich mich daran nicht mehr erinnern. 😀

    Es käme einfach mal auf einen Versuch an. Man kann ein Tempolimit ja auf 2 Jahre befristen und sich danach das Ergebnis anschauen. Nur bin ich wahrscheinlich auch ein schlechtes Beispiel. Ein Auto hat für mich nur einen Zweck, es soll mich von A nach B bringen und ist für mich kein Statussymbol.

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    • Das erst mal zeitlich begrenzen halte ich für eine gute Idee und dann sieht man auch, was die Zahlen sagen. Und jeder persönlich merkt es sicher am Geldbeutel. Unser Auto sehen wir auch nicht als Statussymbol, es ist ein Fortbewegungsmittel und erleichtert vieles. Doch jeder der sich auf die Straße begibt, muß immer mit dem Leichtsinn der anderen rechnen.
      Doch ich habe das Gefühl, dass die gegenseitige Rücksichtnahme immer mehr in den Hintergrund rückt, der aggressive Drängler, der uns mit Lichthupe nötigt und viel zu dicht auffährt, ist ein gutes Beispiel einer gehetzten Gesellschaft, wo kaum Rücksichtnahme, Mitgefühl und ein freundliches Miteinander stattfinden und das ist nicht nur im Straßenverkehr feststellbar.

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  7. Mir persönlich ist es eigentlich egal, ich fahre selten schneller – es ist auf meinen Strecken auch gar nicht möglich. Umwelttechnisch soll es wohl auch nicht wirklich was bringen… Insofern..

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    • Stellenweise ist mehr Geschwindigkeit nicht möglich das stimmt. Doch da wo es geht, wird ordentlich aufgedreht. Und je schneller man unterwegs ist, desto größer die Gefahr. Wie ich gerade gehört habe , wird es nicht durchkommen, denn der Vorschlag würde abgelehnt.

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  8. Ja, freie Fahrt für freie Bürger. Solange sie leben! Und wenn sie dann an der Leitplanke kleben ist das Geschrei wieder groß.
    Wir fahren selten schneller als 130km/h und kommen auch ans Ziel. Nervig sind die Raser, die dazu noch dicht auffahren weil sie eben den Fuß nicht vom Gaspedal bekommen. Aus meiner Kindheit kenne ich noch den Spruch: „Vorsicht ist keine Feigheit. Leichtsinn ist kein Mut“. Feinstaub hin- oder her – Sicherheit sollte groß geschrieben werden und nicht das „Recht des (PS-)Stärkeren“.

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    • Das ist nun kein Thema mehr, denn der Vorschlag würde von der Bundesregierung abgelehnt. Alles bleibt wie es ist. Der Staat verdient nicht schlecht am Benzin und mit der Autolobby will man es sich auch nicht verderben. So kann so mancher weiter über die Autobahn Rasen.

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  9. Mir hat es immer schon Spaß gemacht schnelle Autos zu fahren. Heute fahre ich einen Kleinwagen mit 80 PS und nein, ich fahre nicht nur 130-140 km/h. Wenn es die Strecke zulässt, dann fahre ich ihn auch aus. Von einem grundsätzlichen Tempolimit halte ich nichts. Es wird schon sehr viel durch Gesetze reguliert. Irgendwann wird der Einzelne nur noch reguliert und keine (Selbst)Verantwortung tragen.

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    • Der Vorschlag wurde von der Bundesregierung abgelehnt und alles bleibt so wie es ist. Natürlich sollte jeder Eigenverantwortung tragen doch gerade auf den Straßen herrscht das Gesetz des Stärkeren. Die Unfall Statistik spricht ihre eigene Sprache.

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