Da heult nun der Schmetterling

Sie war ein Blümlein hübsch und fein

Sie war ein Blümlein hübsch und fein,
Hell aufgeblüht im Sonnenschein.
Er war ein junger Schmetterling,
Der selig an der Blume hing.
Oft kam ein Bienlein mit Gebrumm
Und nascht und säuselt da herum.
Oft kroch ein Käfer kribbelkrab
Am hübschen Blümlein auf und ab.
Ach Gott, wie das dem Schmetterling
So schmerzlich durch die Seele ging.
Doch was am meisten ihn entsetzt,
Das Allerschlimmste kam zuletzt.
Ein alter Esel frass die ganze
Von ihm so heiss geliebte Pflanze.

Wilhelm Busch 1832-1908, humoristischer Dichter

Corona – selbst gezeichnet

19 Gedanken zu “Da heult nun der Schmetterling

  1. Mir gafällt auch alles: die Zeichnung ist allerliebst, das Gedicht macht gute Laune und Wilhelm Busch verstand es sehr gut, der Gesellschaft den Spiegel vorzuhalten ohne dass sich jemand angegriffen fühlen musste.
    Ja, Dein Beitrag gefällt und ist sehr stimmig.

    Gefällt 2 Personen

    • Ich mochte Wilhelm Busch schon seit meiner Kindheit. Ich mag seine Werke.
      Was mich immer am meisten fasziniert hatte, war der Virtuose. 😂 In diesen Bildern bin ich immer eingetaucht, wie er immer schneller und schneller wird.
      Aber es freut mich, dass dir meine kleine Zeichnung gefällt. 😃

      Gefällt 1 Person

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