Frage der Woche vom 09.03.-15.03.2018

Die 16-jährige schwedische Schülerin Greta Thunberg ist am Weltfrauentag zur Frau des Jahres ausgerufen worden. Ihr Engagement für den Klimaschutz machte sie weit über die Grenzen von Schweden hinaus bekannt.

Mittlerweile werden auch in der Bundesrepublik an jedem Freitag Demonstrationen gegen den Klimawandel und für eine bessere Klimapolitik von Schülerinnen und Schülern abgehalten. Und darauf bezieht sich meine Frage.

Findet ihr es in Ordnung, dass Schülerinnen und Schüler den Unterricht für die Demos gegen den Klimawandel schwänzen um sich so für einen besseren Klimaschutz einsetzen?

Nun bin ich auf eure Meinungen gespannt. Und so frage ich hiermit @Corona, würdest Du die nächste Frage der Woche übernehmen? So antworte mit ja.

23 Gedanken zu “Frage der Woche vom 09.03.-15.03.2018

  1. Engagement für den Klimaschutz – alles schön und gut. Und auch wichtig und bitter nötig.
    Aber muss es denn während der Schulzeit sein – und das über Wochen? Mag sein, dass die Schule das in einem überschaubaren Maß toleriert. Das wird sie aber nicht, wenn es überhand nimmt.
    Die Schulschwänzer nehmen Fehlstunden in kauf, und deren Eltern riskieren erhebliche Bußgelder bis hin zum Schulverweis ihrer Sprösslinge. Man kann sich auch außerhalb der Schulzeit für den Klimaschutz einsetzen.

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    • Ich kenne die Stundenpläne der Schülerinnen und Schüler nicht. Doch jeweils am Freitag wird demonstriert. Das kommt von der Schwedin, die wohl immer am Freitag für den Klimaschutz demonstriert. Ob Schulen das so locker hinnehmen, bezweifele ich.

      Andererseits wirft gerade der jungen Generation vor, dass sie besonders unpolitisch sei. Hier zeigt sie, dass das eben nicht so ist.

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  2. So antworte ich hiermit mit: JA 😃

    Tja, was soll ich dazu sagen? 🤔 Man kann das auch nach der Schulzeit machen, aber anderseits, gerade weil sie es so machen, rüttelt es noch mehr auf. Wie man ja liest. Man kann das ja mal machen, aber dann sollten sie sich danach aber nach der Schule weiter einsetzen, denn das Lernen sollte trotzdem nicht zu kurz kommen. Zumal es sicherlich Schüler gibt, die sich das zunutze machen: juchuu keine Schule. 😂
    Es gibt viele andere Möglichkeiten, wie man die Welt aufrütteln könnte. Schülerkette bilden, Hand in Hand durch alle Dörfer, Städte, Wälder, Felder, Straßen (am Rand natürlich) , durch alle Länder, alle Nationen 😅, na da wären die Medien in Aufruhr. 😄

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    • Schön, dass Du die nächste Frage der Woche übernimmst. 😀

      Ich hoffe, dass Schülerinnen und Schüler sich dahingehend absprechen, nicht alle gleichzeitig aus einer Klasse zu demonstrieren. Aber ein Risiko für Schüleri und Eltern bleibt es.

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  3. Für eine bessere Klimapolitik gingen Schüler und Schülerinnen freitags auf die Straße und schwänzten dafür die Schule. Das bot Angriffsfläche. Sie würden dies nur tun, weil sie so nicht in die Schule gehen müssten, kritisierten die einen. Sie würden sich in ihrer Freizeit sicherlich keinesfalls für das Thema engagieren, mutmaßten die anderen. Wissen freilich konnten sie es nicht.

    Es ist gut, dass zum Beispiel die Augsburger Schüler für ihre nächsten Demonstrationen nun einen Termin außerhalb der Schulzeit gewählt haben. DAS finde ich in Ordnung.

    So können sie beweisen, dass ihnen an ihrer Protestbewegung mehr liegt als drei geschwänzte Schulstunden.

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  4. Ich finde es gut, dass sich Schüler für den Klimaschutz einsetzen und sich Gedanken über die Zukunft machen. Doch Freitags wird gestreikt und Montags fährt Mama sie mit dem SUV wieder zur Schule, die unzähligen Fernseher, Computer, Handys und Spielkonsolen werden wieder genutzt, die Klamotten müssen der neusten Mode entsprechen, doch zu teuer dürfen sie nicht sein, darum werden sie in Indien oder Bangladesch hergestellt, genauso die Sportschuhe der angesagtesten Marke.
    In meinem Augen wären nicht Demos sinnvoll, sondern viele kleine Taten und da sollte man bei sich selbst anfangen.

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    • Dein Kommentar erinnert mich an eine Karikatur aus den 60er Jahren, als es den Spruch, „Kampf dem Konsumterror“ gab. Da hatte ein Karikaturist einen Studenten mit genau diesem Spruch gezeichnet. Und unter dem Arm hatte er ca. 15-20 LPs. 😀

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  5. „Der Ordnung halber“ will ich hier ergänzen, dass Greta Thunberg von zwei schwedischen Zeitungen zur Frau des Jahres gewählt wurde. Ich frage mich aber: Haben die, die das beschlossen haben, eigentlich den letzten Schuß nicht gehört? Es geht hier um eine 16-jährige Schulschwänzerin. Sie ist weder eine Frau, noch eine Heldin. Ihre Initiative in allen Ehren. Aber was ist das für eine Botschaft, die mit dieser Ehrung in die Welt (und zu allen anderen Jugendlichen/Schülern) hinaus gesendet wird?!
    Als Tochter prominenter Eltern sind die Möglichkeiten, gehört und gesehen zu werden, natürlich auch viel größer, als für Kinder von „Ottonormalverbrauchern“.
    Wie gesagt: Ich habe prinzipiell nicht das Geringste gegen ihre Initiative, aber Schuleschwänzen kann aus meiner Sicht nicht der richtige Weg sein.
    Gemeinsam ist man stark. Es wäre jetzt an der Zeit für die Kinder und Jugendlichen, ihrer Stimme Nachdruck zu verleihen, indem sie diese Angriffsfläche nicht länger liefern und zeigen, wie ernst es ihnen wirkich ist. Schule und Streik/Demo sind auch parallel zueinander möglich. Die Spreu wird sich sicher sehr schnell vom Weizen trennen…

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    • Ach so von zwei Zeitungen wurde sie gewählt, das kam in den Meldungen hier etwas anders herüber.

      Aber ob es nun eine Tochter prominenter Eltern ist oder eine von „Ottonormalverbraucher“, ihr Engagement ist schon erstaunlich. Sie verschaffte sich auf zwei großen Konferenzen gehör. Und das in ihrem Alter.

      Schulschwänzen ist jedoch auf die Dauer genau der Pferdefuß von ihr und den Jugendlichen die auch für den Klimaschutz demonstrieren. Denn genau damit liefern sie Argumente gegen sich. Was in der Bundesrepublik von einigen Politikern schon getan wurde. Natürlich genau von denen die eine Politik für den Klimaschutz ohnehin für Quatsch halten.

      Mich erinnert das etwas an die Anfänge der APO. Und da wurde damals auch einiges bewirkt. Obwohl große Teile der Bevölkerung ihr durchaus, ja man kann schon schreiben, feindlich gesinnt waren.

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      • Du glaubst doch aber nicht ernsthaft, dass „Sven(ja) Svensson“ – das Kind von Ottonormalbverbrauchern – jemals so weit gekommen wäre? Egal, mit wieviel Eigeninitiative. Da hätten die Eltern aber einz, fix, drei mit Disziplinarmaßnahmen wegen Schuleschwänzens rechnen müssen. Es ist mit Sicherheit in hohem Maße der Popularität ihrer Eltern und damit der „Vermarktung“ ihrer Initiative zu verdanken, dass sie die Gelegenheit bekam, vor diesen Konferenzen zu sprechen.
        Nochmal: Ich habe nichts gegen die Initiative selbst. Aber Doppelmoral kann ich nicht ab.
        Ich habe versucht, herauszufinden, wer oder was APO war oder ist. Das ist mir leider nicht gelungen.

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  6. Es wird immer wieder lautstark lamentiert dass es immensen Unterrichtsausfall gibt (ohne dass von den Schülern gestreikt wird) – da muss nicht noch „wild“ der Unterricht „geschwänzt“ werden.
    Auf der anderen Seite finde ich es sehr gut wenn junge Leute Interesse an der Umwelt, dem Klimawandel und dem Umweltschutz zeigen. Noch besser, wenn sie sich dafür aktiv engagieren.
    Die Schulen sollten dort einhaken, Projekte starten, Umwelt- und Naturschutz in den Lehrplan aufnehmen. Streiken und demonstrieren bringt da nicht so viel, denke ich, sondern das Bewusstsein dafür schärfen. Es müssen auch keine Klassenreisen ins Ausland stattfinden, lieber in der Zeit ins Landschulheim und dort aktiv Naturkundeunterricht abhalten, den Kindern und Jugendlichen die Sinne für Umweltverschmutzung und -schutz stärken. Das ist sonst die nächste Generation die den Dreck in der Natur ablädt. So kann man zwei Fliegen mit einer Klatsche fangen,

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  7. Eltern haften für ihre Kinder. Aber was ist, wenn die Eltern den Haftungsverpflichtungen gegenüber ihren Kindern nicht nachkommen wollen und es – im Sinne eines Christian Lindners, der schon früher erklärt hatte, dass er nur in der Schule war, um seine Zeit dort abzusitzen, weil sie ihn beim Geschäfteln störte (soweit zum Thema „Vorbildfunktion“ von mündigen Erwachsenen) – sogenannten „Experten“ und „Profis“ überlassen? Warum machen die ihre Demos nicht Sonntags zwischen 8:00 und 9:00 morgens? Warum macht überhaupt eine Gruppierung Demos nicht zu den Zeiten, wenn sich keiner dran stören muss? Denn es stört, dass sich Schülerinnen und Schüler eine Freiheit rausnehmen (sic!), welche Menschen in Frieden und Freiheit zugestanden wird. Statt sich über das Kernthema zu unterhalten.
    Einerseits sind diese Menschen alle U18 und Schülerinnen und Schüler, aber andererseits macht es kaum etwas aus, einen Teenager (16-jährige) als heldenhafte „Frau“ zu deklarieren und das großflächig zu verbreitern. Wie seltsam ist das denn? Und das am Weltfrauentag? Fühlen sich dabei nicht alle Frauen über 20 (Twens) oder die restlichen Frauen über 30 düpiert? Warum muss ein Teenager für die Mehrheit in einer Bevölkerung als Heroin hingestellt werden und im nächsten Nachrichtenabschnitt deren Gleichaltrige als „Schwänzer und Schwänzerinnen“ herabgewürdigt werden? Hört sich nach „Teile und herrsche!“ an …
    So und jetzt genug gelabert. „Profis“ sollten ab jetzt die Meinungsführerschaft wieder übernehmen und ich schweige …

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    • Wenn sie am Sonntag zwischen 8:00 und 9:00 Uhr streiken wird es in der Öffentlichkeit wohl kaum wahrgenommen. Und Medien würde es schon gar nicht interessieren.

      Nur weshalb sich nun 20- oder 30-jährige Frauen wegen einer, wie @Berta ja geschrieben hat, 16-jährigen die von 2 schwedischen Zeitungen zur Frau des Jahres gekürt wurde, düpiert fühlen sollen, das eröffnet sich mir nicht.

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      • Natürlich wird es dann von der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen. Und was glaubst du, wie wohlwollend bestimmte Politiker das dann wieder als Steilvorlage nehmen werden. Erst wenn die Öffentlichkeit es sieht, fühlen sich die Politiker so brüskiert, dass sie nicht über das Thema reden, sondern Kriege auf Nebenschauspielplätze eröffnen, auf dessen Bühnen sie sich dann als „Law-&Order-Experten“ generieren.

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    • „So und jetzt genug gelabert. „Profis“ sollten ab jetzt die Meinungsführerschaft wieder übernehmen und ich schweige …“
      Hattest du bei diesem Satz bestimmte Personen im Kopf? 🤔

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