Frage der Woche, 20.04. – 26.04.2019

Großbrand in der Kathredrale Notre Dame.

Gerade bei Renovierungs- unf Restaurierungsarbeiten ging „das Herz von Paris“  in Flammen auf. Ein gotischer Bau, geliebt und bewundert.

Sie soll wieder aufgebaut werden – Spenden werden gesammelt. Manche fragt sich warum die katholische Kirche sich finanziell nicht am Wiederaufbau beteiligen wird. Der Präsident des Päpstlichen Kulturrats, Kardinal Gianfranco Ravasi sagt dazu: „die Kathedrale sei französisches Staatseigentum. Das Land sei in der Lage, die Kosten alleine zu tragen. Zudem sei Notre-Dame eine Kathedrale für Gläubige und Nichtglaubende“

Nun auch hier die Frage: ist es gerechtfertigt, Millionen von Spendengeldern in den Wiederaufbau Notre Dames zu stecken?

 

Für die nächste Frage der Woche bitte ich Traudl um ihr Engagement.

 

Frohe Ostertage an alle Leser & Schreiber 

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21 Gedanken zu “Frage der Woche, 20.04. – 26.04.2019

  1. Es könnte sich generell die Frage stellen, ob es nicht andere Dinge gibt, die eher spendenwürdig wären (humanitäre Projekte).
    Aber wenn jemand explizit dafür spendet, muss es natürlich auch dafür verwendet werden.
    Ich kann es verstehen, mir selbst hat auch das ❤️ geblutet und ich finde es schön, dass Frankreich – ja, eigentlich die ganze Welt, so zusammensteht.

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  2. Ich meine, wenn Menschen bereit sind dafür zu spenden, dann ist es auch gerechtfertigt, dass diese Spenden dann dafür ausgegeben werden.
    Somit liegt die Entscheidung ja beim Einzelnen, würde ich meinen.

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  3. Die Kirche konnte schon immer auf hohem Nivau jammern und stellt sich als bettelarm hin. Man muß für ein Ticket 10 Euro zahlen um die Türme von Notre Dame besuchen zu können, wo bleibt das Geld? Zwar ist Notre-Dame in Staatsbesitz, doch wenigstens eine symbolische Spende hätte der Kirche ganz gut zu Gesicht gestanden finde ich und das regt mich noch mehr auf. Ich habe gelesen, allein das Bistum Paderborn hat mehr als 5 Milliarden Euro in Aktien und Fonds angelegt. Es ist in höchstem Maße unverschämt, dass Bundespräsident Steinmeier die Bevölkerung zu Spenden aufgerufen hat. Auch muß so ein Gebäude doch auch versichert sein, auch da müßte Geld fließen.
    Solange Menschen verhungern, ist ist diese Spendenbereitschaft ein Schlag ins Gesicht der Menschen. Natürlich sollte ein solches Kulturgut so schnell wie möglich wieder aufgebaut werden, doch es ist schon interessant, wieviel Milliardäre und grosse Unternehmen plötzlich Gelder zur Verfügung stellen können, während Lohnerhöhungen aus angeblichen Kostengründen nicht möglich sind bzw. schwer erkämpft werden müssen. Da sollten sie lieber ihre Arbeiter in der sogenannten dritten Welt besser bezahlen, damit sie ihre Familien besser versorgen können.

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    • Biene, wissen wir wofür sich die „Milliadäre und großen Unternehmen“ noch einsetzen? Was sie sonst noch finanzieren aber nicht unbedingt an die große Glocke hängen?
      Wissen wir ob genau die Spender auch in Billiglohnländern die Menschen ausnutzen?

      Ein Schlag ins Gesicht der Menschen, Spendern wie auch Bedürftigen, ist die Tatsache, dass viele Spendengelder nicht dort ankommen,wo sie eigentlich hin sollten. Zu groß oftmals der Verwaltungsapparat, zu groß die Gier vieler Menschen….

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  4. Für den Wiederaufbau der schwer beschädigten Pariser Kathedrale Notre-Dame ist sicher schon eine Milliarde Euro an Spenden zusammengekommen.
    Nach dem Feuer hatten französische Milliardärsfamilien immense Summen versprochen. „Was „Notre Dame“ betrifft, so ist es gut, dass die Milliardäre 1 Milliarde Euro finden konnten, aber 140.000 Obdachlose, das interessiert niemanden!“, heißt es in dem Facebook-Aufruf weiter.
    Jährlich besuchen rund 13 Millionen Menschen die Pariser Kathedrale Notre Dame.
    Ich frage mich, wohin verschwinden die eingenommenen Gelder? 13 Millionen Menschen sind ganz sicher nicht kostenlos bei Notre-Dame unterwegs. Ein solches Kulturerbe muß auch gegen Verwüstungen durch Brand abgesichert sein. Es gibt Fragen über Fragen und wie es zu diesem kolosalen Brand gekommen ist weiß man sicher bis heute noch nicht ganz genau.

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    • Liebe Traudl, viele Millionäre und Milliadäre unterstützen karitative Einrichtungen, haben selbst Stiftungen ins Leben gerufen und spenden bei Katastrofenfällen sowie Hungersnöten. Nur das ist meist nicht bekannt.
      Der Unterhalt solche eines monumentalen Baus ist teuer. Er muss instand gehalten werden, Personal möchte Gehalt bekommen u.s.w. Solche Bauten zu versichern wäre enorm teuer, die meisten staatlichen Gebäude in dieser Art sind daher nur teilversichert. Man vermutet einen Kurzschluss – in dem Bereich der gerade instant gesetzt werden sollte, bzw. wurde. Die Maßnahmen hatten ja schon begonnen als das Feuer ausbrach.
      Dass der Brand sich so kolossal ausbreiten konnte ist zum großen Teil auch dem „alten“ Baumaterial geschuldet: Holz.
      140000 Obdachlose interessieren niemanden? Nun, wenigstens den Schreiber dieser Aussage scheinen sie zu interessieren. Und wenn wir ehrlich sind, woher bekommen denn die Suppenküchen und Tafeln ihr Geld? Von Spendern…..

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  5. Nun auf Deine eigentliche Frage wurde bisher nicht geantwortet. Ob es gerechtfertigt ist, muss man in Frankreich entscheiden. Das ist Sache unseres Nachbarn.

    Die Diskussion die hier aus Deiner Frage entstanden ist, handelt ja meist um Millionäre und Milliardäre. Und genau das finde ich ohnehin merkwürdig, dass man darüber die vielen tausend Spender vergisst, denen eine Spende weitaus schwerer fällt als Millionären oder Milliardären die sich ein paar Millionen locker aus dem Ärmel schütteln. Diese noch von der Steuer absetzen und eventuell sogar ein vielfaches durch Aufträge für den Wiederaufbau von Notre Dame herausholen. Da ihnen eventuell Firmen gehören, die Chancen für eine Wiederaufbaubeteiligung haben.

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    • Ich denke auch dass die Franzosen ganz allein entscheiden müssen, was aus „dem Herz von Paris“ werden soll.
      Auch mit den Spendern muss ich Dir recht geben, viele haben das Geld nicht so üppig in ihrer Haushaltskasse, dennoch ist ihnen der Aufbau etwas wert. Was nicht ausschließt dass sie nicht auch für Menschen in Not etwas spenden.
      Es wird nun medial die Frage gestellt was wichtiger wäre – Kathredrale oder Menschenleben. Ich bedaure nur, dass diese Frage nicht gestellt wird, wenn es um sogenannte „Parteispenden“ geht…..

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  6. Ganz allgemein sollte sich niemand, der spendet, dafür auch noch rechtfertigen müssen. Jeder spendet dafür, wo es ihm wichtig erscheint.
    Und es ist toll, daß so schnell so viele Spenden für Notre- Dame zusammengekommen sind. Es braucht halt auch diese Dimensionen für den Wiederaufbau. Desto besser, daß sich Leute daran beteiligen, die dieses Geld aufbringen können.

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  7. Ich kann mich nur wiederholen, wenn jemand für den Aufbau spendet, heißt es nicht dass er nicht auch für humanitäre Hilfen Geld gibt. Dass „Millionäre und Milliadäre“ nicht alles preis geben, wofür sie spenden passiert nur um potentielle Bittsteller sozusagen abzuwehren. Jeder sollte selbst Prioritäten setzen, wofür er wieviel spendet. Es geht meiner Meinung nach keinen anderen etwas an.

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