Das sind alles alte Hüte

Das sind alles alte Hüte…. ich habe schon mal bei blog.de darüber geschrieben.

Der Kapotthut – Kapotte


Ich habe eine große Vorliebe für den Kapotthut.
Deshalb trug ich einst mit meiner Freundin beim Fasching als Strickweib (Ratschkattel) meinen Lieblingshut.

Als Kapotthut wird meist jeder kleine, hoch aufgesetzte Hut aus Stroh, mit hoch stehender Krempe, die das Gesicht einrahmt, bezeichnet.

Den Kapotthut gibt es aber eigentlich nicht, denn der Kapotthut oder Kapotte
entwickelte sich aus der Kapuze des Capote, einem Anfang des 19.Jahrhunderts üblichen Umhangs. Aus dieser Kapuze entwickelte sich die Form eines Hutes, der die Ohren bedeckt und mit einer zusätzlichen Krempe ausgestattet war. In dieser Form ist der Kapotthut auch als Schute bakannt.

Mitte des 19. Jahrhunderts war diese Kopfbedeckung sehr beliebt, handelte es sich doch um einen im Grunde einfachen Strohhut, der mit Blumen, Girlanden und anderen Accessoires sehr einfach verziert und verschönert werden konnte.

Allen Formen des Kapotthutes gemein ist also lediglich die individuelle Dekoration und die an der Krone liegende, zusätzliche Krempe. Ein besonderes Merkmal ist das lange Band zum binden.
Modell 1 meiner Sammlung ist ein hoher, mit Federn geschmückter Kapotthut

 

Mein zweites Modell ist ein liebliches Modell mit Veilchen geschmückt…

Dann habe ich noch einen ganz flachen Kapotthut. Diesen Hut habe ich einmal in einem Antiquitätengeschäft günstig gekauft.

Hier seht ihr ein Modell mit viel Schleier und Blümchen – sieht sehr edel aus.

Dieser Hut ist eine Antiquität, etwa aus dem Jahre 1810.

Und dann zeige ich Euch einmal das Innenleben eines Kapotthutes.
Es ist alles in Handarbeit hergestellt. Innen wird der Hut mit einem Drahtgestell verstärkt.
Interessante Hutherstellung…..

Und noch ein Foto von der guten alten Zeit….

Hüte sind zur Zeit wieder modern.

Im Urlaub habe ich eine Schar feiner Damen mit Hüte entdeckt 🙂

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Ein Deutsches Sprichwort sagt:

Besser der Hut ist verrückt als der Kopf

 

 

6 Gedanken zu “Das sind alles alte Hüte

  1. Nun sehe ich sie noch mal, liebe Traudl, Deine wunderschönen Schätze. Früher gab es noch den Beruf der Putzmacherin und da wurden richtige Schönheiten hergestellt. Vor vielen Jahren ging eine Frau ohne Kopfbedeckung nicht aus dem Haus. Heute sieht man ausgefallene Hutkompositionen, wenn man den Blick auf die Königshäuser richtet, manche haben die Größe von Wagenrädern unf nicht jeder ist hübsch. Aber zum Glück sind die Geschmäcker verschieden.

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    • Es gibt Personen, so z.B. meine Freundin, die können jegliche Art von Hut aufsetzen und passen immer.
      Es gibt wirklich „Hutköpfe“ für alle Hutvarianten. Die Tochter meiner Freundin z.B. trägt täglich ganz ausgefallene Hüte, bzw. Hütchen und sie fällt natürlich damit besonders auf. Die Wagenräder der Königshäuser oder beim Pferderennen sind außerordentliche Spezialitäten 🙂

      Über Geschmack läßt sich bekanntlich streiten.

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  2. Ich bin in der Zeit auf gewachsen da trugen DAMEN Hütte aber dann kam die Zeit da trugen Frauen Kopftücher. Wenigstens in unser Gegend und Kreisen..

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    • Oh ja, die Kopftücher wurden sehr gerne nach dem Krieg getragen. Eigentlich eine gute Sache – die Ohren waren immer sehr warm verpackt. Bei uns sieht man alle Trachtler und Trachtlerinnen mit den trationellen Trachtenhüte die immer schön anzusehen sind.

      Ein netter Spruch von Peter Rosegger lautet:
      Bei Männern spricht man vom Kopf,
      bei Frauen vom Hut.

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    • Ich staune immer über die Fingerfertigkeit der Hutmacher und was dabei heraus kommt ist wirklich bewundernswert. Die alten Kapotthüte stammen etwa Ende 19./Anfang 20.Jahrhundert und wurden mit viel Federn und Blümchen verziert. In der heutigen Zeit tragen die jungen Mädels auch wieder Hüte mit Federn. Irgendwie kommt die alte Mode immer wieder zum Vorschein, allerdings mit modernen Materialien.
      Ich bewunderte früher auch eine „Hutspange“ von meiner Schwägerin. Sie war Rot mit roten Federn und das war in den 50er/60er Jahre. Hüte bei Damen auf der Kurpromenade zu beobachten macht mir Spaß. 🙂

      Liebe Grüße
      Traudl

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