Frage der Woche vom 01.06. – 07.06.2019

Ich habe noch gewartet ob nicht doch noch jemand anderes Lust hätte auch mal selbst eine Frage der Woche zu stellen….nun denn.

Massentierhaltung – ein Thema mit unerschöpflichen Diskussionsmöglichkeiten.

Discounter und Supermärkte liefern sich Preisschlachten, billiges Fleisch ist angesagt. Viele erklären dass sie nur beim Schlachter ihres Vertrauens kaufen, der Fleisch aus Freilandhaltung aus der Region anbietet. Nun, das Vertrauen muss sich erst beweisen und sehr oft wird man frech belogen.

Deswegen heute die Frage: höhere Preise für Fleisch – wäret Ihr bereit diesen Weg mitzugehen und was versprecht Ihr Euch davon?

FREIWILLIGE FÜR DIE NÄCHSTE WOCHE VOR!  STELLT EINFACH EINE FRAGE DIE EUCH UNTER DEN NÄGELN BRENNT. Es ist super einfach und keiner beißt! 🙂

10 Gedanken zu “Frage der Woche vom 01.06. – 07.06.2019

  1. Vor Jahren als die Kinder noch im Haus waren, haben wir uns beim Schlachter unseres Vertrauens ein halbes Schwein oder ein Vorderviertel – oder Hinterviertel vom Rind gekauft. Da wurde dann Braten, Wurst und Hackfleisch so zubereitet bzw geschnitten wie wir es wollten. Dann wurde viel eingefroren. Doch wir zwei nun alleine zu Hause essen nicht so viel Fleisch und Wurst. Käse mögen wir gerne und da fahren wir ab und zu zu einer Meierei, die ein Ladengeschäft hat. Mir würden etwas höhere Fleischpreise nichts ausmachen wenn ich wirklich die Versicherung hätte, dass die Tiere Artgerecht gehalten und geschlachtet werden. Doch wer soll das kontrollieren? Der Verbraucher kann nur Vertrauen. Und geschummelt wird immer wieder, ich denke da an Etikettenschwindel und Gammelfleisch. Den Schlachter unseres Vertrauens gibt es immer noch , wir müssen dafür ein Stück fahren und ab und zu hole ich dort etwas, doch es lohnt sich nicht wegen ein paar Scheiben Aufschnitt oder zwei Schnitzel dort hinzufahren. Kürzlich habe ich im Fernsehen gesehen , dass Küken mit dem schärfsten bzw wirksamsten Antibiotika behandelt werden was wir noch haben, es soll dann greifen, wenn das andere nicht mehr wirksam ist bzw die Bakterien resistent dagegen sind. Was soll uns Menschen aber dann später mal helfen, wenn wir ernstlich krank sind und es jetzt schon durch unsere Nahrungskette in uns aufnehmen. Da ist auch das Handeln der Tierärzte gefragt finde ich.
    Was ich mir davon verspreche ist ein gutes Stück Fleisch, welches ich mit Genuss essen kann und welches nicht meine Gesundheit gefährdet.

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    • Da haben wir ihn wieder – den „Schlachter unseres Vertrauens“.
      Wer hat denn die Möglichkeit zu klären, ob der Schlachter unser Vertrauen verdient? Das ist sehr schwer….
      Gerade in Großstädten gibt es an jeder Ecke Metzgereien und einen Landschlachter vor den Toren der Stadt ausfindig zu machen ist nicht einfach, kann sich auch nicht jeder leisten.
      Ich zahle gerne mehr für Fleisch,Milchprodukte und Eier, wenn diese elende Massentierhaltung endlich verboten würde. Die Viecher gehören auf die Weide, in die Suhle, müssen im Staub scharren dürfen.
      Artgerechte Haltung muss zur Pflicht werden, aber unsere Politiker beugen sich wie immer vor der Wirtschaftslobby.
      Wenn ich heute „Bio“ kaufe, ist es keine Garantie dafür, dass es sich dabei tatsächlich um artgerecht gehaltenes Tier handelt.
      Große Fleischesser sind wir eh nicht, allerdings Wurst aufs Brot gibt es fast täglich, ebenso wie Käse.

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      • Richtig Rika, es ist sehr schwer dem Schlachter sein Vertrauen zu schenken. Doch dieser, den ich in meinem Kommentar erwähne, hat schon viele Jahre sein Geschäft und es ist in Familienbesitz, er schlachtet die Tiere noch selbst und bezieht seine Tiere von Bauern aus der Umgebung und da weiß man, wie der Bauer seine Tiere hält.
        Das ist aber die Ausnahme denke ich, denn diese Landschlachter werden immer seltener und nur ganz wenige schlachten ihre Tiere noch selbst, sondern beziehen ihre schon geschlachteten Tiere vom Großmarkt oder Schlachthof und da geht es schon los mit dem Vertrauen, denn man weiß nicht, wie die Tiere gehalten wurden. Wir haben das Glück ländlich zu wohnen, meine Eier bekomme ich vom Bauern, den Käse kann ich selbst von der Meierei kaufen, in der Stadt sieht das ganz anders aus. Bioprodukte kaufe ich nicht, ich glaube es einfach nicht, der gleiche Hersteller bzw Produzent, eins ist günstiger, das andere ist Bio und gleich teurer… und es soll nicht die gleiche Ware sein, ich zweifle oft daran.

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  2. Wenn ich die Fernsehsendungen sehe wie die Tiere gehalten, abtransportiert und behandelt werden, dann vergeht mir das Essen von Fleisch.

    Ich gehe aber auch sehr gern für ein gutes Stück Fleisch zu „meinem“ Metzger. Ich hab ja das Glück, dass er nicht nur ausgezeichnete Qualität hat und er tatsächlich nur Tiere aus der Umgebung selber schlachtet. Die Lieferanten werden in der Metzgerei namentlich aufgeführt und ich kann nachvollziehen woher das Fleisch kommt. Wegen der vielen Auflagen für die Metzgereien ist sowas natürlich ein Glückstreffer. Auch der Metzgernachwuchs fehlt – wer möchte noch Metzger erlernen? Mir fällt auch auf, daß Metzgereifachverkäufer immer weniger werden. Ich finde es furchtbar wenn man z.B. als Schnitzelfleisch nur fetzige Lappen bekommt. NEIN sowas kaufe ich nicht.

    Fleisch von gestressten Tieren schmeckt mir nicht und wenn ich daran denke wie sie behandelt werden dann erst recht nicht. Ein Fleisch von einem gut behandelten, stresslosen Schwein schmeckt mir am besten. Und so könnte ich auch von anderen Tiersorten sprechen. Sogar bei Hähnchen und Hühner merkt man den Unterschied wie sie gefüttert werden. Beim kochen eines Suppenhuhn’s aus Maisfütterung bekommt man eine trübe, gelbe Brühe und der Geschmack ist dementsrechend schlecht – nein Danke!

    Mir ist es auch sehr wichtig, dass das Vertrauen zu meinem Fleischer da ist. Ich zahle für mein Fleisch gerne etwas mehr dafür, weiß wo es her ist und daß es ein gutes Leben hatte.

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    • Glück für den, der tatsächlich nachvollziehen kann woher das Fleisch bei seinem Metzger stammt.
      Den meisten Menschen bleibt nichts anderes übrig als sich von Metzger zu Metzger „durchzufressen“.
      Wenn das Stück Fleisch nach dem braten noch so groß ist wie vorher, wenn der Geschmack anders ist als der von Discounter-Fleisch ist man auf dem richtigen Weg.
      Der Beruf des Schlachters ist leider nicht gerade mit gutem Ruf behaftet, was auch an der tierquälerischen Massentierhaltung und -schlachtung liegt.
      Die Politik unternimmt nichts gegen diese profitgierigen Typen mit ihren Folter-Produktions-Firmen.
      Höchstens dass sie einen „Veggi-Tag“ in Mensen einführen möchten oder am besten alle Bundesbürger zu Veganern „erziehen“ wollen.
      Es fehlt die Demut vor dem Leben – auch vor dem Leben der Tiere. Tiere sind keine Fabrikware, es sind Lebewesen, artgerechte Haltung muss wieder selbstverständlich werden!.
      „Weh dem Menschen, wenn nur ein einziges Tier im Weltgericht sitzt.“ – Christian Morgenstern hat so recht….

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      • Wenn ich bei uns im Allgäu unterwegs bin sehe ich sehr oft die grasenden Kühe auf der Weide oder Schweine und Ziegen bewegen sich auf eingezäuntem Boden im Freien. Auch die Hühner haben freien Auslauf.
        Da schlägt mir das Herz höher und ich freue mich über diesen Anblick.

        Kuhglocken läuten, wobei ich nicht verstehen kann, daß sich manche Menschen darüber aufregen.
        Auf alle Fälle sind es glückliche Kühe.

        Die Überschrift, wie z.B. „der 1000-Kühe-Rekordstall“ kann mich zur „Weißglut“ bringen.

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  3. In einer großen Stadt wie Berlin ist es nicht ganz einfach zum Fleischer seines Vertrauens zu gehen. Als ich vor über 50 Jahren nach Berlin kam, gab es noch viele Fleischereien. Doch sie werden, leider, immer weniger.

    Jedoch sollte man unbedingt das eingeschweißte Fleisch der Discounter meiden. Wie glücklich die Tiere hier waren, bis sie geschlachtet wurden, kann man schon anhand der Preise sehen. Doch muss man auch klar sehen, dass es eben auch viele Menschen in diesem Land gibt, die jeden Cent dreimal umdrehen, bevor sie ihn einmal ausgeben. Und diese freuen sich über Preise, die sie sich dann auch mal leisten können. Irgendwie ist es ein Teufelskreis.

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  4. Da stimme ich Dir voll und ganz zu.
    Aber mal ehrlich, als ich Kind war hatten wir es auch nicht so dicke. Meine Mutter versorgte uns 8 Kinder, mein Vater ging arbeiten. Fleisch gab es einmal die Woche, nämlich Sonntags.
    Damals war Fleisch auch teuer, Aufschnitt ebenso. Es wurde eine ganze Mettwurst gekauft, die meine Mutter selbst in hauchdünne Scheiben schnitt. Wenn beim Schlachter Schweinskopf, Schnuten und Pfoten im Angebot waren wurde das gekauft und selbst Sülze hergestellt. Suppenknochen gab es für wenig Pfennige – heute zahlt man sehr viel mehr dafür obwohl auch nicht mehr Fleisch daran ist..
    Auch wer heute über wenig Geld verfügt, muss nicht unbedingt jeden Tag Fleisch essen.
    Wir müssen alle unser Kauf- und Ess-Verhalten überdenken.

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