Frage der Woche vom 8. September 2019

Sicher hat jeder von uns schon einmal darüber nachgedacht, wie es wäre, wenn er/sie noch einmal jung wäre. Wenn es denn die Möglichkeit gäbe…
Ich habe eine Vermutung, wofür sich die meisten entscheiden würden, wenn sie die Wahl hätten. Mal schauen, ob sie sich bestätigt. Kurz und gut, meine Frage lautet:

Wärst du heute gern noch einmal 17 Jahre alt? Warum (nicht)?

Ich wünsche euch allen gute Laune und einen schönen Sonntag.
😊🌤️🌳☕🚲📸📺📖🧘🏻🍫🍷

26 Gedanken zu “Frage der Woche vom 8. September 2019

  1. Nun, ich bin so gut wie 70 und hab wenig Lust, noch mal 17 zu sein. Okay, es war für mich damals eine tolle Zeit. Wir hatten kurz vor meinem 17. Geburtstag die Band Black Angel gegründet, die ganz gut lief. Wir tourten durch die Lande, hatten sogar einen Auftritt in der damals populären Fernsehsendung Studio B und kamen uns im jugendlichen Überschwng fast schon wie Weltstars vor. Doch heute mit fast 70 kann ich auf ein reiches und teilweise abenteuerliches Leben zurückblicken. Ich habe neben zahllosen Zeitungsartikeln eine Handvoll Bücher geschrieben und eine Unmenge Wissen gebunkert. Ich bin gesund und fit und noch immer unterwegs. Doch das wichtigste ist, dass ich heute mit meiner lieben vera zusammen bin. Das aber war mit 17 noch nicht der Fall. Daher ist mein aktuelles Alter genau das richtige – und wir haben gemeinsam noch so viel vor…

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  2. Da kann ich @peter bachstein aus vollem Herzen zustimmen. Denn auch ich gehe stramm auf dieses Alter zu und möchte um nichts auf der Welt nochmals 17 sein. Auch für mich war das eine wunderbare und aufregende Zeit. Und ich behaupte mal ganz frech, wer die 1960er Jahre nicht erlebte, der hat sehr viel versäumt. Doch fühle ich mich sehr wohl in meiner Haut, auch wenn es mal irgendwo zwickt. Meine bessere Hälfte und ich genießen unser Rentnerleben und machen ganz Brandenburg unsicher. Als ehemalige Westberliner haben wir in der ehemaligen DDR so viel zu erkunden. Es gibt so viele herrliche Landschaften, da gibt es noch viel aufzuarbeiten.

    Aber mein Alter denke ich schon deshalb nicht nach, weil es mir gut geht. Aber 17 möchte ich nun wirklich nicht mehr sein.

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    • hallo sigurd, finde ich sehr interessant, was du da schreibst. ich bin ja auch so ein westberliner gewächs und später hier im fernen sachsen gelandet. grund dafür war vera, die wundervolle gefährtin meiner zweiten lebenshälfte. was hätte mir besseres passieren können? nochmal jünger zu sein, aber ohne sie? nee, niemals.

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          • Da hast Du gewohnt? Die Gegend kenne ich ganz gut. Wir hatten im verruchten Kreuzberg gewohnt. Das war eine verrückte Zeit dort damals. Aber heute würden wir nicht mehr zurückziehen.

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            • trotz meiner weltläufigkeit klebe ich da noch immer ein bisschen fest. hab immer noch meine anteile an der wohnungsgenossenschaft (die übrigens trpttower park heist, aber hauptsächlich in neukölln ist). für unsere berlinaufenthalte versuchen wir immer die genossenschaftseigene gästewohnung in der bouchéstraße zu bekommen. klappt aber nicht immer und dann landen wir oft im feren hohenschönhausen.um dort hinzukommen, musste ich allerdings erst aus berlin wegziehen.

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    • Wenn man auf ein glückliches und erfülltes Leben zurück schaut und noch viele Pläne hat, dann ist ja alles gut, so wie es ist. Warum dann noch einmal jung sein wollen? Noch dazu heute?
      Ich denke, ihr machtet und macht alles richtig – auch die Fehler des Lebens. 😀
      Viel Spaß wünsche ich euch auch weiterhin in und um Berlin/Brandenburg.

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  3. Wenn ich morgen aufwachen würde und wäre 17, würde ich einiges anders machen – sofern ich natürlich die Erinnerung an meinen ersten Versuch noch hätte. 🙂 Als erstes würde ich aufhören zu glauben, dass ich nur Geisteswissenschaften raffe und mich auf die Naturwissenschaften stürzen, damit ich bis zum Abi gut genug bin, um Biochemie oder Mikrobiologie zu studieren. Und dann würde ich entweder gar nicht nach Großbritannien ziehen oder sichergehen, dass ich bis 2018 spätestens weg bin. Generell wäre es gar nicht übel, 17 zu sein mit der Lebenserfahrung einer 52jährigen.

    Wenn Erinnerung an das 1. Leben im Deal nicht mit drin ist … Nee, dann würde ich lieber verzichten. Ich hätte keine Lust, den ganzen Scheiß nochmal mitzumachen, die gleichen Fehler – obwohl die sicher im Endeffekt nicht alle nur schlecht waren, denn sie formen ja schließlich die Persönlichkeit.

    Und ist es 17 heute oder als ich 17 war (1984)? Heute möchte ich wirklich nicht 17 sein.

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    • ehrlich gesagt, solche gedanken mach ich mir eher nicht. ich würde alles ungefähr wieder so machen. ich würde wieder meine gitarre schnappen, in diversen kleineren bands spielen und etappenbweise um die halbe welt ziehen. ich würde wieder in verschiedenen städten leben, aber auch immer wieder nach berlin zurückkehren. ich würde nich auch sicher an diversen politischen bewegungen beteiligen wie beispielsweise antiatom oder frieden. ich würde bestimmt wieder als journalist arbeiten und bücher schreiben und auch mit 70 noch nicht in den ruhestandsmodus wechseln. eine solche tätigkeit übst du aus bis ans ende. das ist echt gut und hält fit. daher ist das leben gerade jetzt am schönsten und das wird auch weiterhin so sein…

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    • Nein, meine Frage zielte definitiv auf heute (im Sinne von jetzt) ab. Und ohne das Wissen und die Erfahrungen, die wir alle bis hierhin gemacht haben. Du würdest also auch lieber verzichten.
      Voraussehen zu können, was sich in dem Land (und der Welt), in dem man lebt, alles abspielen wird, wäre allerdings ein riesiger Vorteil. Oder?

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  4. Ich glaube nicht, dass ich noch mal 17 sein möchte heute. Ich hatte noch eine unbeschwerte Kindheit, unabhängig von irgendwelchem technischen Spielzeug, da wurde noch draußen gespielt, denn dort fand man immer Kinder zum spielen, den Schulweg bewältigte ich früh alleine und wurde nicht von meinen Eltern überbehütet, im Gegenteil, ich mußte schon früh Verantwortung für meinen jüngeren Bruder übernehmen und das hat zur Selbstständigkeit erzogen. Meine Jahre waren nicht geprägt vor der Angst des Klimawandels, damals wurde noch ganz anders eingekauft und man lebte nicht in der heutigen „Wegwerfgesellschaft“. Das war wohl auch geprägt vom Elternhaus, beides Kriegskinder, die haben noch Hunger erlebt und da wurde überlegt, ob etwas weggeworfen wird.
    Auch bin ich froh, in vielleicht 8 Jahren meine Berufstätigkeit beenden zu können, dann habe ich 45 Arbeitsjahre hinter mir und ich hoffe, dann bei guter Gesundheit noch ein paar Jahre mein Rentnerleben genießen zu können.
    Die Fehler die man bis jetzt im Leben gemacht hat, gehören dazu, man hat daraus gelernt und das ist gut so.

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    • stimmt, die fehler gehöreb dazu. ein leben ohne fehler ist wahrscheinlich gar nicht möglich und da ich alle meine fehler gut überlebt habe, kann ich auch auf dieser mit einer gesunden priese ironie zurückblicken…

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    • Die Fehler die man bis jetzt im Leben gemacht hat, gehören dazu, man hat daraus gelernt und das ist gut so.

      So ist es, nur aus Fehlern kann man lernen. Hatte mal mein Ausbilder in der Lehre zu mir gesagt. Und recht hatte er.

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    • Die Kindheit würde dir ja erhalten bleiben, wenn du heute nochmal auf 17 zurück gebeamt werden würdest. 😅
      Wobei ich dir Recht gebe. Ich denke, verglichen mit der heutigen Zeit war unsere Kindheit noch recht unbeschwert. Die Gesundheit ist, unabhängig vom Alter, unser höchstes Gut. Wer wüßte das besser, als du, Biene. Wenn man gesund ist, dann muß man heutzutage wahrlich nicht noch einmal 17 sein.
      Ich wünsche dir noch viele wunderbare Jahre, die du in Gesundheit und Glück mit deinen Lieben verbringen kannst.

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  5. Also ich möchte, gerade in der heutigen Zeit, keine 17 mehr sein. Als ich damals in dem Alter war konnten wir in die Disco gehen ohne dass uns jemand irgendetwas an Pillen oder ähnlichem andrehen wollte. Die Schuppen in denen gehascht wurde waren bekannt und man konnte sie meiden, 🙂
    Das sogenannte „soziale Netzwerk“ von heute gefällt mir überhaupt nicht und wenn ich mir vorstelle dass das mein Umfeld sein sollte…nein danke. Es wird soviel rationalisiert und technisiert dass ich Angst haben müßte keine Arbeit zu bekommen oder zumindest keinen sicheren Arbeitsplatz.
    Ich hatte eine unbeschwerte Kindheit und eine schöne Jugendzeit. Kann ich mir in der heutigen Zeit nicht mehr vorstellen. Früher hat man sich bei Streitigkeiten gekloppt und wieder vertragen, heute wird man schon als Kind gemobbt wenn man keine Markenklamotten trägt und / oder das neueste Smartphone nicht sein eigen nennt.
    Und wenn ich mir anschaue, wie weit die Hemmschwelle auch in der Schule teilweise gesunken ist, dass Schüler sogar Waffen aller Art mitbringen – ein klares Nein!
    Ich bin zufrieden mit meinem bisheriges Leben, möchte nichts missen- weder die Höhen noch die Tiefen, und genieße einfach nur mein Rentnerdasein (selbst wenn die Gesundheit nicht so richtig mitmacht.)

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    • Liebe Frau Eulencamperin, du vergleichst deine real erlebte Kindheit mit der, die du in der heutigen Zeit hättest. Ich finde, das ist der falsche Ansatz, denn wenn ich Bertas Frage richtig verstanden habe, dann wärst du – schwuppdiwupp – plötzlich 17 und hättest all dein Wissen von heute ja nicht mehr. Verstehst du? 😉

      Ich glaube fest daran, dass man auch in der heutigen digitalisierten Welt eine schöne Kindheit und Jugend erleben kann. Letztendlich liegt es doch viel an einem selbst, was man aus sich und seinem Leben macht. Und es ist ja nun auch nicht alles am Internet und den sogenannten sozialen Netzwerken schlecht. Es kommt eben auch darauf an, wie man die digitalen Möglichkeiten nutzt.

      Ich bin in den Siebziger und Achtziger Jahren zur Schule gegangen, Markenklamotten und Mobbing gab es damals auch schon. Wobei der Begriff „Mobbing“ damals – glaube ich – noch nicht existierte.

      Bei der zunehmenden Gewaltbereitschaft gerade unter jungen Menschen stimme ich dir in der Tendenz zu. Nach meinem Empfinden ist das heutzutage auch deutlich schlimmer als in meiner Kindheit und Jugend. Das hat aber auch mit fehlendem Respekt anderen Menschen gegenüber zu tun und sicher auch damit, dass Jugendliche in der heutigen Zeit mehr sich selbst überlassen werden. Viele Eltern scheinen mir mit ihren Kindern auch schlichtweg überfordert zu sein.

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      • Nun ja, sagen wir mal so…. in jeder Zeit gibt es gute und schlechte Dinge. Alles gefiel mir in meiner Jugend auch nicht,
        Ich habe mich bemüht eben nicht zu vergleichen, sondern habe mich auf meine heutigen Beobachtungen konzentriert.
        Und ich sehe Jugendliche die nur mit gesektem Kopf durch die Gegend laufen weil sie ihr Smartphone zu wichtig nehmen.
        Ich sehe, dass TV-Sendungen laufen in denen junge Mädchen einem Schönheitsideal nacheifern, welcher nicht gesund sein kann (zB: GNT)
        Dann sehe ich, wie nur solche getunten Giries in die Disco kommen, „häßliche Entlein“ müssen draußen bleiben.
        Ich höre meinen Enkeln zu, die von Dingen aus der Schule erzählen, die ich mit Sicherheit nicht erleben möchte.
        Ich habe mir vor meinem ersten Kommentar eine Liste gemacht: was ich für Jugendliche heute gut finde und was mir eben nicht gefällt. Die „schlechten“ Dinge haben überwiegt.
        In den 70ern befand ich mich bereits in der Ausbildung, Ganz ehrlich gesagt dass ich bis dahin an der Schule zwar Lästereien mitbekommen habe (selbst auch mal gelästert, selbst auch mal Lästerobjekt gewesen). Aber deswegen hat sich keiner aufgegeben, weil es halt jeden mal traf. Das nur mal angemerkt. Mobbing, so richtig gezielt, habe ich damals nicht erleben brauchen obwohl es einem auch schon mal sauer aufstieß, wenn über einen selbst hergezogen wurde.
        Sicherlich hat auch das jetzige digitale, hochtechnische Zeitalter seine Vorteile – aber dachten wir damals nicht auch, dass wir technisch voll drauf waren weil wir einen Walkman, eine Stereoanlage und einen Videorekorder hatten?
        Allesund jede Zeit hat seine Vor-und Nachteile.
        Ich möchte heute keine 17 Jahre mehr sein. Zumal hier irgendwie keiner aus seiner Haut kommt und ohne persönliche Vergleiche seinen Kommentar abgab.

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  6. Nee also 17 wollte ich bestimmt nicht noch mal sein und schon gar nicht in der heutigen Zeit. Damals war’s eine schöne Zeit, freier, ohne Ängste, viel Mist gemacht. Mit 17 habe ich im Internat gelebt, war fast die schönste Zeit meines Lebens, aber… Einmal ist genug.
    Könnte ich noch mal die Zeit zurückdrehen, dann vielleicht eher so zu 35-40, man ist gereifter, hat schon was geschafft… Aber eben nicht so in die Welt von heute.

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  7. In der heutigen Zeit möchte ich nicht mehr 17 Jahre alt sein.

    Bei mir war es mit 17 eine romantische Zeit an die ich gerne zurück denke. Kinobesuche in der Loge waren immer etwas besonderes. Meine Lehrzeit mit Berufsschule war mit viel Freude und Spaß verbunden.
    Den Tanzkurs hatte ich schon hinter mir und ich durfte das Tanzbein schwingen, was ich besonders gerne tat.
    Und so gab es noch viele schöne Erinnerungen der Tenager-Zeit.

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