Hochseeinsel Helgoland

Ein Tagesausflug führte uns nach Helgoland, eine Nordseeinsel in der Deutschen Bucht. Von Büsum aus, waren wir 2,5 Stunden mit dem Schiff unterwegs, denn die Insel in der Nordsee ist gut 49 km vom Festland entfernt, hat eine Fläche von 4,2 km² und die steilen Klippen liegen 40 Meter über dem Meer.

Das Wahrzeichen der Insel ist die Lange Anna, ein 47 Meter hoher Brandungspfeiler im äußersten Nordwesten der deutschen Nordseeinsel Helgoland.

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Lange Anna

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Viele Seevögel brüten dort, das weiße was man auf den Felsen sieht, sind alles Vögel.

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Einen herrlichen Blick hat man oben auf den Klippen auf das Meer und das weiter unten gelegene Land, denn die Hauptinsel gliedert sich in fünf Gebiete: Oberland, Mittelland und Unterland sowie, im 20. Jahrhundert durch Aufschüttung entstanden, Nordostland und Südhafen.

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Die Insel spielte eine wichtige Rolle im 2.Weltkrieg, ab 1937 wurde die Insel in eine moderne kanonen-, panzerplatten- und betonstrotzende Seefestung verwandelt. Während des Krieges konnten Operationen gegen die britische Flotte von hier aus leicht durchgeführt werden. Schiffe und Unterseeboote wurden auf der Insel schnell repariert. Vier starke Kurzwellensender kontrollierten und lenkten die Operationen der deutschen Nordseeflotte und störten gleichzeitig die Sendungen der alliierten Rundfunkstationen. Das Heuljaulen beim Empfang des Londoner Rundfunks während des Krieges kam von Helgoland. Am 18. April 1945 griffen 1000 RAF-Bomber in drei Wellen die Insel an, nachdem der deutsche Kommandant auf sechs Kapitulations-Aufforderungen keine Antwort gegeben hatte. Häuser, die Kirche und der Leuchtturm wurden vom Oberland heruntergefegt. Die Hafenanlagen, Docks, Ufermauern und der Flugplatz wurden zerfetzt. Die Insel wurde vollkommen zerstört. Danach war die Insel unbewohnbar und die Zivilbevölkerung wurde evakuiert und in ca 150 Gemeinden Schleswig -Holsteins untergebracht. Lange Zeit war ungewiß, ob die Bevölkerung, je wieder auf ihrer Insel leben durfte

Heute zeigt noch ein Bombentrichter einer 5000 kg schweren Bombe die Ausmaße der Zerstörung.

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Die Briten  gaben am 1. März 1952 Helgoland wieder an die Bundesrepublik Deutschland zurück. Die Bevölkerung erhielt die Erlaubnis, auf ihre Insel zurückzukehren. Bis heute ist der 1. März auf Helgoland ein Feiertag. Sämtliche Gebäude die man auf der Insel sieht, sind erst nach 1952 entstanden.

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Es war ein schöner sonniger Tag auf Helgoland, die Insel lebt von den Touristen, es gibt eine Schule dort und zur Zeit besuchen 95 Kinder die Schule bis zur 10. Klasse, wollen sie die weiterführende Schule besuchen, müssen die Eltern sie im Internat unterbringen. Es war traurig schön, denn bei einer Inselführung habe ich erfahren, dass der Zahn der Zeit an der Langen Anna nagt, den Zerfall kann man nicht aufhalten, das Wetter ist zu rauh , die Wellen nagen an ihr und das Wasser holt sich vieles zurück. Man hat eine Art Mauer um die Lange Anna gesetzt, viel mehr kann man nicht tun.

Man hört so viel über Umweltverschmutzung und Plastik in den Meeren, man stumpft ab weil man es so oft hört und man selbst ja schon vieles tut um Plastik zu vermeiden. Doch dort habe ich es mit eigenen Augen gesehen, teilweise kommt man ganz nah an die Nester der Seevögel heran wie man auf den Bildern sehen kann, ich hätte nur die Hand ausstrecken brauchen und hätte die Tiere berühren können. Und da habe ich das Plastik gesehen, Plastik in den Nestern auf denen die Vögel brüten und das hat mich sehr traurig und betroffen gemacht. Der Mensch zerstört soviel an Schönheit -und Mensch und Tier müssen unter unserem Fehlverhalten leiden.

Ich wünsche schöne Ostertage, liebe Grüße Biene

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Haustiere, die Freunde der Menschen

Tiere haben in unserer Familie schon immer eine Rolle gespielt. Mein Mann kommt vom Bauernhof, da gab es Nutztiere und natürlich Katzen und Hunde. Besonders zu Hunden hatte mein Mann da schon immer eine feste Bindung, sie begleiteten ihn auf den Schulweg und nach Schulschluß warteten sie auf der Hofeinfahrt auf ihn.

Ich als Stadtkind in der Etagenwohnung hatte keinen Hund oder Katze, dafür hatten wir Hamster, Tanzmäuse und Wellensittiche, Bubi, ein gelb grüner Wellensittich konnte sogar seinen Namen sprechen und war ganz verrückt nach gekochtem Ei. Da kam er sofort angeflogen. Wir als Kinder haben Verantwortung für unsere Tiere übernommen, sie gut gepflegt und stets getrauert, wenn ein Tier verstarb, Goldhamster und Mäuse werden halt nicht so alt. Dann kam bei mir und auch bei meinem Mann eine lange Zeit ohne Tiere, der Bauernhof wurde nicht mehr bewirtschaftet, man war in Ausbildung und Beruf und die Zeit reichte nicht für Tiere. Erst seit gut 24 Jahren haben Tiere wieder einen festen Platz in unserem Haushalt.

Erst war es Biscaja, eine Berner Sennen Hündin, die uns gut 12 Jahre begleitete und ihren letzten Platz in ihrem geliebten Garten gefunden hat. Nun ist es Nelly, die auch schon 11 Jahre bei uns ist.

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Die Kinder sind aus dem Haus und nun ist der Hund etwas Kindersatz. Man hängt an seinem Tier und es ist wie ein Familienmitglied. Kommt man nach Hause, ist meistens der Hund der erste, der einen freudig begrüßt, egal ob man gute Laune hat oder nicht, der Hund freut sich immer,“seine Leute“ zu sehen. Wenn man sich ein Haustier anschafft, übernimmt man Verantwortung, bei Hunden und Katzen sind das viele Jahre und zeitweise ist man mit den Tieren etwas eingeschränkt, das sollte sich jeder vor Augen führen, der sich ein Tier anschafft. Die Realität sieht anders aus, überfüllte Tierheime sprechen ihre eigene Sprache, leider.

Dann gab es auch noch Lisa, eine Katze, sie war uns zugelaufen.

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14 Jahre hatte sie ein schönes Leben bei uns, Hund und Katze vertrugen sich gut und manchmal war es recht lustig, mein Mann ging mit dem Hund an der Leine spazieren und die Katze lief nebenher. Lisa gibt es seit 4 Jahren nicht mehr, der Tierarzt hat sie gnädig erlöst und auch sie hat ihren letzten Platz in unserem Garten gefunden.

Haustiere sind die besten Freunde des Menschen, sie bereichern das Leben, für ältere Leute ist es oftmals die einzige Bezugsperson und ich wünsche mir noch viele schöne Jahre mit meiner Nelly.

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Frage der Woche am 13.04.2019

Als mein Mann Ende Januar einen Unfall hatte, lagen die Nerven blank. In meiner Aufregung  mußte ich sogar beim Geburtsdatum meines Mannes überlegen und als der Notarzt nach den Medikamenten fragte die mein Mann einnimmt, mußte ich erst mal im Medikamentenschrank nachschauen. Man ist so aufgeregt und die einfachsten Dinge fallen einem nicht ein.

Nun werden bei uns in den Verbänden  Notfalldosen verteilt und ich habe uns zwei besorgt. Diese Dosen sind im Kühlschrank aufzubewahren, ein Aufkleber für die Notfalldose kommt innen an die Haustür, der andere Aufkleber kommt an den Kühlschrank. Im Notfall weiß so der Notarzt oder der Sanitäter wo Angaben für den Patienten zu finden sind. Auf dem beigefügten Schreiben, dass ausgefüllt in der Notfalldose liegt, sind Angaben zur Person, der einzunehmenden Medikamente, der Erkrankungen, der zu benachrichtigenen Personen und ob z.B. Haustiere zu versorgen sind. Siehe Bild zwei. Ich halte das für sinnvoll, denn es kann schnell etwas passieren und nicht jeder hat einen Partner der Informationen geben kann.

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Hier nun meine Frage:

Wie seit Ihr für den Notfall gerüstet?

Ich würde Eulencamperin fragen, Rika, würdest Du die nächste Frage stellen?

Orkan Christian

Mit Schrecken denke ich an den 28.10.2013 zurück, denn da zog Orkan Christian mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 190 Kilometern pro Stunde über uns hinweg.  Es ging so am frühen Nachmittag los keiner ahnte etwas,  dann kam Wind auf und wurde zum Sturm, in der Schule in der ich arbeite gab es Durchsagen, die Autos von den Parkplätzen zu entfernen. Die Schüler von außerhalb blieben in der Schule, die Schulbusse hatten den Verkehr eingestellt, teilweise waren die Straßen blockiert. Wir im Norden sind ja sturmerprobt, aber so was hatte ich noch nicht erlebt. Der Straßen, Bahn und Flugverkehr kam zum erliegen und die Schäden die entstanden waren enorm. Mein Mann rief mich an, er war mit unserer Nachbarin draußen und hat unseren Zaun von der Straße entfernt, der Grundstückszaun lag auf der Straße, ebenso Teile des Zauns an unserer Einfahrt, der Baum an unserer Terrasse war abgeknickt, durchbrach  den Holzsichtschutz und dicke Äste lagen auf dem Hausdach, einige Dachpfannen gingen dabei kaputt.  Am Knick der Gemeinde waren Bäume entwurzelt und aufs Grundstück gefallen, es war ein Bild der Verwüstung. Dabei waren wir noch glimpflich davon gekommen, bei vielen anderen Häusern fehlten ganze Dächer oder Dachpfannen,  ganze Wälder waren dem Erdboden gleich gemacht und durften in den nächsten Wochen nicht betreten werden, zu groß war die Gefahr. Als ich später mit dem Hund dort lang ging, konnte ich meinen Augen nicht trauen, der Orkan hatte Schneisen in den Wald geschlagen, ein schlimmes Bild, denn es gab den Wald nicht mehr, dort wo ich immer lief. Es war damals wie ein Spuk, nach knapp zwei Stunden war alles vorbei, doch die Schäden besonders in den Wäldern, sind noch heute zu sehen.

Wir haben damals einen Teil unserer Reparaturkosten von der Versicherung ersetzt bekommen, ich glaube der Dachdecker kam erst im Frühjahr um die Pfannen bei uns auszuwechseln, zu viele und wichtigere Reparaturen waren vorher noch zu erledigen.

 

Klatschtorte

Dieses Ereignis liegt nun schon eine Zeit zurück, aber trotzdem ist es noch in Erinnerung.

Mein Mann und ich waren zum Geburtstag bei meinem Schwager und Schwägerin eingeladen. Einen schönen Abend mit leckerem Essen in geselliger Runde hatten wir verlebt. Da noch viel vom Kuchen und den Torten übrig war, machte uns meine Schwägerin einen Kuchenteller für den nächsten Tag fertig. Ich fuhr nach Hause und mein Mann hatte den Kuchenteller auf dem Schoß, damit  dem Kuchen nichts passierte. Zu Hause angekommen,  stieg mein Mann aus dem Auto, ich fuhr das Auto in die Garage, mein Mann kam mit dem Kuchenteller ins straucheln, konnte sich selbst noch abfangen, doch der Kuchenteller flog in hohem Bogen durch die Luft und klatschte an die Hauswand. Nichts mit Kuchen am nächsten Tag, nachts haben wir die Reste von der Hauswand gekratzt. Klatschtorte war es.

Seit dieser Zeit trage ich den Kuchen lieber ins Haus.

Oma und Opa

Meine Großeltern mütterlicherseits habe ich nie kennengelernt. Kurz nach meiner Geburt kam es zu Streitigkeiten und es folgte ein Kontaktabbruch.

Ich habe meine Eltern später immer mal gefragt was da vorgefallen ist, doch so eine richtige schlüssige Antwort habe ich nie erhalten. Diese Großeltern lebten sogar in der selben Stadt wie meine anderen Großeltern, die gute Oma und Opa waren. Als Jugendliche, wir waren mittlerweile in eine andere Stadt gezogen und waren in den Ferien bei Oma und Opa, habe ich immer mal mit dem Gedanken gespielt, diese“unbekannten Großeltern“ zu besuchen, habe mich aber nie getraut, ich denke zu groß war meine Angst vor Zurückweisung, oder auch die Angst meinen Eltern und meinen lieben Großeltern damit weh zu tun.

Was muß da so schwerwiegendes passiert sein, das Eltern nie wieder Kontakt zu ihrer Tochter aufnehmen, nie ihre Enkelkinder kennenlernen wollen….. Diese Großeltern sind nun schon lange tot, ich habe einmal an ihrem Grab gestanden, Jahre nach ihrem Tod, doch Antworten werde ich keine mehr bekommen, denn auch meine Eltern sind tot. Heute bereue ich etwas, nicht doch den Mut gehabt zu haben, diese Großeltern wenigstens einmal kennenzulernen. Doch es ist zu spät und ich kann damit leben.