Blumenpracht

Vor ein paar Jahren stand meine Hortensie in voller Blütenpracht, so viele Blüten hatte und hat sie noch nicht wieder gehabt, es war einfach nur schön.

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Ich mache manchmal die Tür hinter mir zu

Unser Haus hat keine offene Küche und ehrlich gesagt bin ich recht froh darüber. Diese Küche ist gemütlich, hat eine große Eckbank, einen Tisch den ich durch ausziehbare Platten noch verlängern kann und die meisten Mahlzeiten werden hier eingenommen. Meinen Küchentisch ziert immer der Jahreszeit entsprechend, ein Dekoartikel oder ein Blumenstrauß. Und wenn ich koche, bin ich manchmal froh auch mal die Tür hinter mir zumachen zu können, denn ich mag es nicht so, wenn der Essensgeruch durchs ganz Haus zieht, manche Sachen riechen halt recht intensiv, ich denke da an Kohlsorten, da hat man doch hinterher den Eindruck, es riecht etwas nach Pups.

Viele neue Häuser die gebaut werden haben eine offene Küche, mein Geschmack ist das nicht, vielleicht bin ich da auch etwas altmodisch, ich denke da so an den Fettfilm der auf Polstern liegt, auf Lampen und Schränken, an die Geräuschkulisse, wenn mein Mann vielleicht einen Krimi schaut und ich gerade den elektrischen Mixer betätige oder der Geschirrspüler läuft und seine Töne von sich gibt. Zum Glück sind die Geschmäcker verschieden, ich bin froh keine offene Küche zu haben und ein Reich mein nennen zu können, wo ich hinter mir die Tür zumachen kann um das Radio laut zu stellen, wenn mir gerade danach ist.

Nummern die Leben retten

Die bundesweiten Notfallnummern 110 und 112 gelten für uns als Selbstverständlichkeit, doch ihre Einführung hat einen traurigen Hintergrund. Am 3.Mai 1969, also heute vor 50 Jahren verunglückte der achtjährige Björn Steiger, er kam von einem Schwimmbadbesuch, wollte die Straße überqueren und wurde dabei von einem Auto erfasst. Das tragische daran, der kleine Junge verstarb nicht an seinen Verletzungen, sondern an einem Schock, weil der Krankenwagen zu spät kam.

Die Eltern des Jungen, Siegfried und Ute Steiger, gründeten in Gedenken an ihren Sohn, die Björn-Steiger-Stiftung, diese Stiftung machte es sich zur Aufgabe, das Rettungswesen zu verbessern. Viel hat diese Stiftung in den vergangenen Jahren erreicht, so zählt die Einführung der Notfallnummern 110/112 (1973), der erste Baby-Notarztwagen (1974), die Einführung der Defibrillation durch Laien (2001) und die Handy -Ortung durch Rettungsleitstellen (2006) zu ihren Errungenschaften und es hilft, tausenden von Menschen täglich das Leben zu retten. Ein kleiner Junge wurde leider nur 8 Jahre alt, doch die Eltern haben viel Leid der Menschen mit ihrer Stiftung gelindert.

Heute enthüllt die Björn-Steiger-Stiftung in Winnenden einen Gedenkstein mit dem Porträt von Björn zu seinem 50. Todestag. Hut ab vor soviel Mitmenschlichkeit.



Tag des deutschen Bieres

Traditionell steht der 23. April in jedem Jahr ganz im Zeichen des Bieres. Am 23.April 1516 wurde das Reinheitsgebot für Bier verkündet und seitdem gehört in unser Bier nur Wasser, Malz, Hopfen und Hefe.

Vor über 500 Jahren forderte der bayrische Herzog Wilhelm IV. in Ingolstadt, dass nur wenige natürliche Zutaten zum Brauen verwendet werden dürfen. Waren doch die Menschen im Laufe der Zeit auf abenteuerliche Zutaten gekommen um ihrem Bier den besonderen Geschmack zu geben und es haltbar zu machen. Ruß, um des dunkler zu machen, Kreidemehl, um sauer gewordenes Bier wieder trinkbar zu machen und vieles mehr. Damals gab es die Hefe aber noch nicht, bzw man kannte die Wirkungsweise nicht. Die sich im Verlauf der Gärung entwickelnde Hefe, wurde damals als Produkt der Bierbereitung gesehen und noch nicht als Zutat.

Eine Prüfung, ob der Reinheit des Bieres im 15.und 16. Jahrundert sah so aus. Eine Holzbank wurde mit Bier begossen, die Prüfer setzten sich mit ihren Lederhosen auf die Bank und blieben dort 3 Stunden still sitzen. Nach einem Kommando sprangen sie gleichzeitig auf und blieb die Bank an ihrer Hose kleben, entsprach das Bier dem Reinheitsgebot.

Mehr als 6000 verschiedene Biere werden in Deutschland gebraut, sie alle haben einen anderen Geschmack und das liegt am Brauwasser, der Art wie das Getreide verarbeitet wird, an den verschiedenen Aromen des Hopfens.

Ich selbst bin nicht so der große Biertrinker, doch ein kaltes Alsterwasser(Radler), mag ich ganz gerne. Na dann Prost!

Hochseeinsel Helgoland

Ein Tagesausflug führte uns nach Helgoland, eine Nordseeinsel in der Deutschen Bucht. Von Büsum aus, waren wir 2,5 Stunden mit dem Schiff unterwegs, denn die Insel in der Nordsee ist gut 49 km vom Festland entfernt, hat eine Fläche von 4,2 km² und die steilen Klippen liegen 40 Meter über dem Meer.

Das Wahrzeichen der Insel ist die Lange Anna, ein 47 Meter hoher Brandungspfeiler im äußersten Nordwesten der deutschen Nordseeinsel Helgoland.

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Lange Anna

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Viele Seevögel brüten dort, das weiße was man auf den Felsen sieht, sind alles Vögel.

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Einen herrlichen Blick hat man oben auf den Klippen auf das Meer und das weiter unten gelegene Land, denn die Hauptinsel gliedert sich in fünf Gebiete: Oberland, Mittelland und Unterland sowie, im 20. Jahrhundert durch Aufschüttung entstanden, Nordostland und Südhafen.

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Die Insel spielte eine wichtige Rolle im 2.Weltkrieg, ab 1937 wurde die Insel in eine moderne kanonen-, panzerplatten- und betonstrotzende Seefestung verwandelt. Während des Krieges konnten Operationen gegen die britische Flotte von hier aus leicht durchgeführt werden. Schiffe und Unterseeboote wurden auf der Insel schnell repariert. Vier starke Kurzwellensender kontrollierten und lenkten die Operationen der deutschen Nordseeflotte und störten gleichzeitig die Sendungen der alliierten Rundfunkstationen. Das Heuljaulen beim Empfang des Londoner Rundfunks während des Krieges kam von Helgoland. Am 18. April 1945 griffen 1000 RAF-Bomber in drei Wellen die Insel an, nachdem der deutsche Kommandant auf sechs Kapitulations-Aufforderungen keine Antwort gegeben hatte. Häuser, die Kirche und der Leuchtturm wurden vom Oberland heruntergefegt. Die Hafenanlagen, Docks, Ufermauern und der Flugplatz wurden zerfetzt. Die Insel wurde vollkommen zerstört. Danach war die Insel unbewohnbar und die Zivilbevölkerung wurde evakuiert und in ca 150 Gemeinden Schleswig -Holsteins untergebracht. Lange Zeit war ungewiß, ob die Bevölkerung, je wieder auf ihrer Insel leben durfte

Heute zeigt noch ein Bombentrichter einer 5000 kg schweren Bombe die Ausmaße der Zerstörung.

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Die Briten  gaben am 1. März 1952 Helgoland wieder an die Bundesrepublik Deutschland zurück. Die Bevölkerung erhielt die Erlaubnis, auf ihre Insel zurückzukehren. Bis heute ist der 1. März auf Helgoland ein Feiertag. Sämtliche Gebäude die man auf der Insel sieht, sind erst nach 1952 entstanden.

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Es war ein schöner sonniger Tag auf Helgoland, die Insel lebt von den Touristen, es gibt eine Schule dort und zur Zeit besuchen 95 Kinder die Schule bis zur 10. Klasse, wollen sie die weiterführende Schule besuchen, müssen die Eltern sie im Internat unterbringen. Es war traurig schön, denn bei einer Inselführung habe ich erfahren, dass der Zahn der Zeit an der Langen Anna nagt, den Zerfall kann man nicht aufhalten, das Wetter ist zu rauh , die Wellen nagen an ihr und das Wasser holt sich vieles zurück. Man hat eine Art Mauer um die Lange Anna gesetzt, viel mehr kann man nicht tun.

Man hört so viel über Umweltverschmutzung und Plastik in den Meeren, man stumpft ab weil man es so oft hört und man selbst ja schon vieles tut um Plastik zu vermeiden. Doch dort habe ich es mit eigenen Augen gesehen, teilweise kommt man ganz nah an die Nester der Seevögel heran wie man auf den Bildern sehen kann, ich hätte nur die Hand ausstrecken brauchen und hätte die Tiere berühren können. Und da habe ich das Plastik gesehen, Plastik in den Nestern auf denen die Vögel brüten und das hat mich sehr traurig und betroffen gemacht. Der Mensch zerstört soviel an Schönheit -und Mensch und Tier müssen unter unserem Fehlverhalten leiden.

Ich wünsche schöne Ostertage, liebe Grüße Biene

Haustiere, die Freunde der Menschen

Tiere haben in unserer Familie schon immer eine Rolle gespielt. Mein Mann kommt vom Bauernhof, da gab es Nutztiere und natürlich Katzen und Hunde. Besonders zu Hunden hatte mein Mann da schon immer eine feste Bindung, sie begleiteten ihn auf den Schulweg und nach Schulschluß warteten sie auf der Hofeinfahrt auf ihn.

Ich als Stadtkind in der Etagenwohnung hatte keinen Hund oder Katze, dafür hatten wir Hamster, Tanzmäuse und Wellensittiche, Bubi, ein gelb grüner Wellensittich konnte sogar seinen Namen sprechen und war ganz verrückt nach gekochtem Ei. Da kam er sofort angeflogen. Wir als Kinder haben Verantwortung für unsere Tiere übernommen, sie gut gepflegt und stets getrauert, wenn ein Tier verstarb, Goldhamster und Mäuse werden halt nicht so alt. Dann kam bei mir und auch bei meinem Mann eine lange Zeit ohne Tiere, der Bauernhof wurde nicht mehr bewirtschaftet, man war in Ausbildung und Beruf und die Zeit reichte nicht für Tiere. Erst seit gut 24 Jahren haben Tiere wieder einen festen Platz in unserem Haushalt.

Erst war es Biscaja, eine Berner Sennen Hündin, die uns gut 12 Jahre begleitete und ihren letzten Platz in ihrem geliebten Garten gefunden hat. Nun ist es Nelly, die auch schon 11 Jahre bei uns ist.

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Die Kinder sind aus dem Haus und nun ist der Hund etwas Kindersatz. Man hängt an seinem Tier und es ist wie ein Familienmitglied. Kommt man nach Hause, ist meistens der Hund der erste, der einen freudig begrüßt, egal ob man gute Laune hat oder nicht, der Hund freut sich immer,“seine Leute“ zu sehen. Wenn man sich ein Haustier anschafft, übernimmt man Verantwortung, bei Hunden und Katzen sind das viele Jahre und zeitweise ist man mit den Tieren etwas eingeschränkt, das sollte sich jeder vor Augen führen, der sich ein Tier anschafft. Die Realität sieht anders aus, überfüllte Tierheime sprechen ihre eigene Sprache, leider.

Dann gab es auch noch Lisa, eine Katze, sie war uns zugelaufen.

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14 Jahre hatte sie ein schönes Leben bei uns, Hund und Katze vertrugen sich gut und manchmal war es recht lustig, mein Mann ging mit dem Hund an der Leine spazieren und die Katze lief nebenher. Lisa gibt es seit 4 Jahren nicht mehr, der Tierarzt hat sie gnädig erlöst und auch sie hat ihren letzten Platz in unserem Garten gefunden.

Haustiere sind die besten Freunde des Menschen, sie bereichern das Leben, für ältere Leute ist es oftmals die einzige Bezugsperson und ich wünsche mir noch viele schöne Jahre mit meiner Nelly.

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Frage der Woche am 13.04.2019

Als mein Mann Ende Januar einen Unfall hatte, lagen die Nerven blank. In meiner Aufregung  mußte ich sogar beim Geburtsdatum meines Mannes überlegen und als der Notarzt nach den Medikamenten fragte die mein Mann einnimmt, mußte ich erst mal im Medikamentenschrank nachschauen. Man ist so aufgeregt und die einfachsten Dinge fallen einem nicht ein.

Nun werden bei uns in den Verbänden  Notfalldosen verteilt und ich habe uns zwei besorgt. Diese Dosen sind im Kühlschrank aufzubewahren, ein Aufkleber für die Notfalldose kommt innen an die Haustür, der andere Aufkleber kommt an den Kühlschrank. Im Notfall weiß so der Notarzt oder der Sanitäter wo Angaben für den Patienten zu finden sind. Auf dem beigefügten Schreiben, dass ausgefüllt in der Notfalldose liegt, sind Angaben zur Person, der einzunehmenden Medikamente, der Erkrankungen, der zu benachrichtigenen Personen und ob z.B. Haustiere zu versorgen sind. Siehe Bild zwei. Ich halte das für sinnvoll, denn es kann schnell etwas passieren und nicht jeder hat einen Partner der Informationen geben kann.

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Hier nun meine Frage:

Wie seit Ihr für den Notfall gerüstet?

Ich würde Eulencamperin fragen, Rika, würdest Du die nächste Frage stellen?