Du – Sie – du – Sie – dudu – Sie …

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Nach wie vor bin ich – Jg. 1957 – doch eher zurückhaltend mit dem schnellen oder sofortigen DU.

Nach wie vor verständige ich mich gerne lieber vorher darüber, wie wir es beide denn nun am liebsten hätten.

Nach wie vor bin ich irritiert, wenn ich zunehmend einfach so geduzt werde – sei es im Krankenhaus, sei es von der Kassiererin im Supermarkt, sei es von der Kneipenbedienung etc. pp. usw. …

Nach wie vor ist es mir sehr wichtig, vor allem Älteren mit dem Respekt des „Sie“ zu begegnen.

Nach wie vor erlebe ich es so, dass das „Sie“ zunächst eine gesunde Distanz verschafft.

Nach wie vor finde ich es total wichtig, „meine“ Patientinnen im Krankenhaus, denen ich als Seelsorgerin begegne, und ihren Zugehörigen mit Würde und dem SIE in Kontakt zu treten.

Nach wie vor freue ich mich, wenn Menschen mir das „Du“ anbieten, und empfinde es als liebevolle Zuwendung zu mir.

Nach wie vor respektiere ich gerne, wenn andere lieber mir gegenüber im „Sie“ bleiben möchten, weil es ihnen damit viel besser geht.

Nach wie vor ärgert es mich, wenn professionelle AnruferInnen mich so einfach duzen.

Nach wie vor bin ich sehr froh, eine Muttersprache zu haben, die beides hat: das nahe „Du“ und das fernere „Sie“ 🙂

Nach wie vor …