Dieser eine große Sommer …

Geschwister, die aufeinander aufpassen.

Freunde, die sich wortlos verstehen

und die kein Streit auseinandertreibt.

Und die erste große Liebe,

die nicht ewig halten muss,

um dauerhaft im Herzen zu bleiben.

Dieser eine große Sommer,

der nach Freiheit, Freundschaft und Liebe schmeckt,

der einem für immer in Erinnerung bleibt,

den hat jede Generation.

Sommer

Still steht die Hitze und bittet mich zu bleiben. Licht in unseren Herzen. Die Vögel zirpen. Der Tag wartet ab. Und wir? Warten mit. Auf nichts. Bienenleicht sind die Gedanken. Barfuß fühlt sich der Tag am besten an. Heißer Asphalt, Pommes Frites, Brausepulver … Der Duft der Kindheit in der Luft. Nie ist sie so nah. Wiesen sind jetzt nur zum Liegen da. Grashalme am Ohr … neigen sich zu uns vor … und flüstern: Jetzt oder nie? Gestern oder Morgen? hin oder her? Uns doch egal! wir wollen MEHR-MEER! So viel Sommer in uns. Das Leben leuchtet.

Alles grün …

… im Gemeinschaftsgarten hinterm Haus. Jetzt fehlen nur noch die sommerlichen Temperaturen. 16 Grad können jawohl noch nicht alles gewesen sein. Nun streng dich mal an, Herr Sommer 2020. 🙂

Die Sierichstraße in Hamburg ist besonders, …

… weil sie eine der wenigen Straßen in Europa ist, auf der tageszeitabhängig die Fahrtrichtung gewechselt wird.

SierichstraßeQuelle: http://www.neubaucompass.com

In den 1950er Jahren stießen Pläne, die vielbefahrene Sierichstraße, die östlich entlang der Alster durch die Hamburger Stadtteile Winterhude und Uhlenhorst verläuft, zu verbreitern, nicht nur bei den Anwohnern auf Widerstand; ihr hätten auch die Eichen geopfert werden müssen, die den Straßenzug auf der gesamten Länge säumen. Der spätere Leitende Baudirektor Werner Hoffmann schlug als Alternative „eine in amerikanischen Großstädten geübte Praxis“ vor. „Hier machte man bei wesentlich dichterem Verkehr gute Erfahrungen mit einer wechselnden Verkehrsführung – morgens hin und abends her – im gleichen Straßenzug jeweils als Einbahnstraße entsprechend dem Verkehrserfordernis.“

Nach einem halbjährigen Probelauf wechselte die Fahrtrichtung auf der Sierichstraße als einer der wenigen Straßen in Europa seither tageszeitabhängig, was zweimal täglich erfolgt. Die Straße wird täglich von 4 Uhr morgens bis 12 Uhr mittags zur unechten Einbahnstraße stadteinwärts. Von 12 Uhr mittags bis 4 Uhr morgens darf auf ihr nur stadtauswärts gefahren werden.

SierchstraßenschildQuelle: http://www.hamburg.vagamundo361.com

Die Verkehrsregelung passt sich damit den Kfz-Verkehrsströmen und der Lastrichtung des Berufsverkehrs an. Aufgrund dieser Einzigartigkeit gilt die Sierichstraße als „Hamburgs bekannteste Einbahnstraße“. Die Regelungen der Einbahnstraße werden jedoch nicht vollständig angewandt, so dürfen ausparkende Fahrzeuge bis zu nächsten Kreuzung fahren und müssen dann die Sierichstraße verlassen. Es handelt sich also um eine Straße mit Einfahrtbeschränkung und nicht um eine Einbahnstraße. Auch besteht auf dieser Straße ein Rechtsfahrgebot, so dass die Unfallgefahr durch entgegenkommende Fahrzeuge gemindert ist.

Quelle: http://www.wikipedia.de

Wetterwechsel

Heute Morgen dachte ich noch, es würde ein richtig schöner sonniger Tag werden. Leider bezog sich der Hamburger Himmel im Lauf des Tages und wenn ich jetzt nach draußen schaue, befürchte ich, es könnte heute Abend noch regnen …

Sagt mal, wann kommen denn eure unzähligen Straßenfotos? 🤔

Nur nicht drängeln …

Was für eine schöne grüne Hamburger Straße!

Ich dachte, ich versuche mal etwas Neues: Was haltet ihr davon einfach mal nach draußen zu gehen und eine Straße aus eurer Stadt zu fotografieren? Ich fange mit dieser schönen grünen Hamburger Straße aus dem flächenmäßig kleinstem Hamburger Stadtteil, dem Dulsberg, an. Guckt mal …

Hübsch, oder? Noch hat diese Straße Kopfsteinpflaster, aber demnächst soll die komplette Straße für den Durchgangsverkehr gesperrt werden. Dann wird das Kopfsteinpflaster entfernt und die Straße neu geteert. Die Anwohner beschweren sich dort seit Jahren über die Lärmbelästigung, die vor allem durch die LKW’s verursacht wird. Nun wurden sie von der Stadt Hamburg endlich erhört, die notwendigen Gelder stehen bereit und es kann losgehen.

Ich finde das irgendwie schade, denn wenn das Kopfsteinpflaster weg ist, verliert diese Straße für mich auch ein bisschen an Charme, aber wenn ich dort Anwohner wäre, befürchte ich, dass ich ebenso genervt vom Krach der durchfahrenden Autos wäre.

Na, Frau Eulencamperin, du müsstest diese Straße erkennen. 😉

So, nun darf der nächste von euch ein Straßenfoto – gern mit einer kleinen zusätzlichen Geschichte drumherum – einstellen. Ich freue mich darauf und bin gespannt. Ich hoffe, ihr habt Lust dazu und macht mit.

Die Kerze im Fenster

In den letzten Herbstwochen war es in Hamburg sehr windig draußen. Die große Fichte, die hinterm Haus steht, und die ich vor meinem Wohnzimmerfenster aus so gern beobachte, wogte in den Windböen hin und her.

Und als ich so aus dem Fenster blickte und meine Gedanken sich verselbständigten, erinnerte ich mich an meine Oma Spatzi (Ich nannte sie so, weil sie lange einen dunkelblauen, sehr zutraulichen Wellensittich hatte, der fast 17 Jahre alt wurde. Diesen Vogel wurde von meiner Oma liebevoll Spatzi genannt.), zu der ich ein inniges Verhältnis hatte. Ich muss sieben, acht Jahre alt gewesen sein, es stürmte draußen und wir hatten es uns im Wohnzimmer mit einer Tasse heißem Tee gemütlich gemacht, als meine Oma aufstand und mit einer brennenden Kerze in einem altmodischen Halter wieder zurückkam. Sie stellte die Kerze auf die Fensterbank, wo sie vor sich hinflackerte.


Quelle: http://www.photocase.de

„Wenn es draußen so stürmt wie heute, dann stellen die Menschen in den Küstenregionen eine brennende Kerze ins Fenster, damit die Seeleute wieder heil nach Hause zurückfinden“, erzählte Oma Spatzi mir und ich machte große Augen. Zu der Zeit wollte ich noch Seeräuberin werden und stellte mir das Leben auf einem Schiff wie ein großes, reizvolles Abenteuer vor. „Das Leben auf einem Schiff ist harte Arbeit“, erzählte meine Oma weiter und dachte sich spannende Geschichten über kleine Mädchen aus, die zur See fuhren, aber nie den Kontakt zur Heimat und ihrer Familie verloren. In unserer Fantasie segelten wir zusammen durch die Weltmeere und erlebten zahlreiche Abenteuer, die immer damit begannen, dass meine Oma eine Kerze ins Fenster stellte.

Ich vermisse diese gemeinsamen Stunden, denn meine Oma Spatzi ist schon seit mehr als dreißig Jahren verstorben. Und wenn ich dann manchmal dazu neige, melancholisch zu werden, sage ich mir, dass glückliche Momente nie vergehen, wenn man sie im Herzen behält.

Kalte Füße bekommen …

Wisst ihr, warum man das eigentlich so sagt? Nein?

kalte Füße.jpg
Quelle: http://www.stern.de

Ganz einfach: Weil das Kartenspielen um Geld früher verboten war, traf man sich dazu in düsteren, kalten Kellern. Hatte ein Spieler schlechte karten, nutzte er die Kälte gern als Ausrede: „Ich hab so kalte Füße, ich gehe jetzt lieber.“