Fortsetzungsgeschichte – Teil 3

Oh Mann, das war ein hartes Stück Arbeit. Das hätte ich vorher gar nicht gedacht. Aber  ich habe das beste mir Mögliche daraus gemacht. Und aus Spaß an der Freude habe ich ein Titelbild samt Titel erstellt. Natürlich völlig unverbindlich! Wem´s nicht gefällt – einfach ignorieren! Der Titel ist sowieso verhandelbar… 😉

Buchtitel

Und Felicitas Träumer hat soeben den vierten Teil der Geschichte gewonnen! 😀 Viel Spaß Felicitas. Ich freue mich schon auf deine Fortsetzung. 🙂

Aber hier kommt erst einmal mein Part:

Neben der nur angelehnten Wohnungstür stand, an die Wand gelehnt, ein Baseballschläger. Das Dielentischchen war umgekippt, und auf dem völlig verschobenen Läufer lag verstreut der Inhalt aus Beas Handtasche. Aber, oh Gott, wo war die Tasche? Sofort suchten ihre Augen angestrengt nach ihrem Handy, aber auch das war nirgends zu sehen.

Ihr Kopf arbeitete auf Hochtouren. Gleichzeitig machte sich eine kalte Angst in ihr breit. Irgend etwas mußte hier passiert sein. Nur was? Mit zitternder Hand tastete sie links neben der Arbeitszimmertür nach dem Lichtschalter. Auf ihr Drücken hin geschah jedoch nichts. Es blieb dunkel in der Wohnung. In ein paar Minuten würde man ohne Licht nichts mehr sehen können.

Trotz ihrer Angst ging Bea auf Zehenspitzen die wenigen Schritte zum Stromkasten am anderen Ende der Diele. Glücklicherweise konnte man hier, so nah am Fenster, noch deutlich mehr erkennen, als im Inneren des Raumes. Der Hauptsicherungsschalter war nach unten gekippt. Das also war der Grund für den plötzlichen Stromausfall gewesen. Aber warum hatte Thorsten die Sicherung abgeschaltet? Oder war es garnicht Thorsten gewesen? Noch ehe Bea diesen Gedanken zu Ende denken konnte, hatte sie bereits mit der linken Hand den Sicherungschalter wieder eingeschaltet.

Es wurde unmittelbar hell im Raum, und aus der Küche hörte Bea leise das Radio. Es lief nahezu immer, wenn Thorsten dort zugange war. Mist. Sie hätte diesen Schalter vielleicht nicht ohne irgend einen Schutz betätigen sollen. Was, wenn sie nun irgend welche Spuren mit ihren blutverschmierten Fingern verwischt hatte? Zu spät. Sie konnte jetzt nicht darüber nachdenken.

Obwohl ihr Gefühl ihr sagte, dass Thorsten nicht hier war, wollte Bea dennoch in allen Räumen nach ihm suchen. Sie wagte jedoch nicht, nach ihm zu rufen.

Zuerst schlich sie zur angelehnten Küchentür, schob sie ganz langsam und geräuschlos auf und lugte dann um das Türblatt herum in den Raum. Nichts. Kein Thorsten. Bea schlich zur Küchentheke und zog wahllos eines der grossen Messer aus dem Messerblock. Das Messer in der linken Hand – rechts wäre sinnlos, denn mit rechts konnte Bea nicht einmal mit einer Schere einen geraden Schnitt machen – bewegte Bea sich nun zurück in die Diele und von dort in Richtung Schlafzimmer.

Als sie ganz nah an der Tür war, vernahm sie ein seltsames, brummendes Geräusch aus dem Raum. Ihre Angst verstärkte sich nun enorm, und Beas Körper fühlte sich plötzlich an, wie gelähmt. Sie nahm all ihren Mut zusammen, hob das Messer in Brusthöhe und schob mit der anderen Hand die Tür langsam auf. Als sie sie endlich weit genug geöffnet hatte, sah sie, dass der Brummton von Thorstens vibrierendem Handy kam, das mit erleuchtetem Bildschirm vor dem Bett auf dem Boden lag. Bea sah sich in gebeugter Haltung vorsichtig im dämmrigen Zimmer um, legte das Messer leise neben sich auf den Boden und steckte schliesslich die rechte Hand nach dem Handy aus. Als sie es aufgehoben hatte, sah sie, dass Thorsten eine SMS bekommen hatte. Aber, wie konnte das sein, die Nummer, von der diese SMS kam, war ihre eigene. Sie fing an, unkontrolliert zu zittern. Irgendwie schaffte sie es dennoch, das Handy zu entriegeln und auf das SMS-Symbol zu drücken. Als Bea den Text las, fiel ihr ein Stein vom Herzen. Die Angst und ihr Zittern verschwanden mit einem Schlag und auf ihren Lippen machte sich ein Lächeln breit. Auf dem Display stand: