Dezemberfeeling

Jedes Jahr aufs neue frage ich mich, wo bloß das Jahr geblieben ist, wenn es Dezember wird. Dezember heißt für mich: Kälte, Weihnachten, Reflektieren…

Ich blogge am Jahresende immer die drei größten Highlights, die das Jahr für mich bereit hielt, sowas wie: hab geheiratet, hab ein Kind gekriegt, hab den Job gewechselt, hatte einen tollen Urlaub… und meistens ist die Jahresbilanz ganz positiv. Damit einher geht aber auch so eine Umbuchstimmung, weil ich mich dann frage, wie ich das nächste Jahr besser gestalten kann, wie ich meine Zeit noch besser nutzen kann und führe mir auch vor Augen, was nicht so toll lief. Der Dezember ist eben das Ende eines Jahres, auch wenn der Bruch nur auf dem Papier stattfindet und erzeugt so eine Neuorientierungsstimmung: nächstes Jahr wird alles anders/besser/neu …

… und wird es am Ende ja doch nicht. Das weiß man, und trotzdem ist es, finde ich, wichtig, dass man Gelegenheit dazu hat, sich wenigstens mal Gedanken darüber zu machen, ob man schon komplett glücklich ist oder ob da noch offene Dinge sind, um die man sich kümmern oder die man erreichen oder noch erleben will. Denn das Jahr vergeht so schnell, der Alltag verschluckt einen manchmal und es kommt mir oft so vor, als sei schon wieder ein Jahr vergangen, aus dem ich einige Vorhaben einfach unerledigt ins nächste Jahr schiebe… solche Reflektierungspunkte sind manchmal einfach nötig, um sich, und sei es nur für diesen Moment, auf das wesentliche zu besinnen.

Ich mag, dass die winterliche Dunkelheit im Dezember ein bisschen durch die Weihnachtsbeleuchtungen erhellt werden und auch wenn es mir im Alltag manchmal schwer fällt, überhaupt in Weihnachtssimmung zu kommen, so setzt sie doch irgendwann ein, und wenn es erst am Abend des 24. soweit sein sollte. In diesem Jahr freue ich mich besonders darauf, meiner Tochter einen schönen Dezember zu bereiten: weniger Arbeit, weniger Kita, mehr Familienzeit und mehr Abweichung vom Alltag hat man in keinem anderen Monat des Jahres! Das ist wohl auch der Grund, warum man überhaupt erst in diese Endjahresstimmung kommt: man hat halt auch die Zeit dazu 😉

Erinnerung an eine Kindheit 

Damals als ich noch ein kleines Mädchen war, freute ich mich immer riesig auf den Dezember

Mit dem Dezember fing für mich der Winter an. Und das weihnachtliche Vorgefühl begann auch exakt mit dem 1. Dezember. Denn am Abend davor starrte ich schon freudig, vom Bett aus, auf meinen Kalender. Noch einmal schlafen und dann durfte ich mein erstes Türchen öffnen. 

Die Schokolade schmeckte am Morgen immer besonders gut. Und die Überraschung, welche Figur da drinnen sei. Manchmal Abends war ich so voller Ungeduld und lunste manchmal vorher rein, oder aß am Abend die Schokolade schon, um mich am nächsten Morgen zu ärgern, dass ich mich nicht zusammenreißen konnte. 

Mit dem Dezember kam auch oft die Kälte. Eingemummelt, mit dem weihnachtlichen Gefühl im Bauch, huschte ich jeden Morgen zur Schule. Dort wurde dann geschmückt und gebastelt. Aus Kartoffeln kleine Stempel in Form von Tannenbäumchen. Schneeflocken aus Papier. In der Werkstatt Weihnachtsgeschenke aus Holz gehobelt, geschnitten, gefeilt und lackiert. 

Weihnachten begann für mich sozusagen auch mit dem Nikolausstiefel. Voller Vorfreude sprang ich immer aus dem Bett und fand einen roten vollgefüllten Stiefel. Einmal erlaubte sich meine Mama einen Scherz. Denn an diesem Morgen stand kein roter Stiefel da. Nur eine olle Kartoffel im Schuh. Was war ich erst mal traurig. Aber als ich an der Wohnzimmertür vorbei ging, erblickte ich den roten Stiefel. „Der Nikolaus war doch noch da gewesen!“ hatte ich freudig gerufen. 

Mit der Dezemberkälte kam oft auch der Schnee. Abends leuchtete der Adventskranz und duftete nach Tannenzweige. Und während draußen der Schnee rieselte, rückte Weihnachten immer näher. Der Baum wurde festlich geschmückt. Manchmal geschahen auch kleine Missgeschicke, über die wir herzlich lachten, weil einmal uns der Baum mit samt Kugeln und Lametta umgefallen war. 

An Heiligabend warteten wir Kinder draußen und erfreuten uns dann an den Geschenken. Und die bunten Teller standen ringsum unter den leuchtenden Baum. Der weihnachtliche Duft betörte uns. 

An den Weihnachtstagen ging es wundervoll weiter, wenn meine Mama uns bekochte. Und sie kochte so gut. Es gab immer Weihnachtsbraten und Rotkraut. Wir erfreuten uns lange an den Geschenken und vom bunten Teller wurde mit bedacht genascht.

Und am letzten Tag des Jahres war ich immer sehr aufgeregt. Wir Kinder durften länger aufbleiben, es wurde ausgelassen gefeiert und getanzt. Und dann, wenn um Null Uhr die Raketen flogen und den schwarzen , eiskalten Himmel in einen feuersprühenden bunten Sternenregen verwandelte, dann leuchteten meine Augen und mein Körper zitterte vor Aufregung. 

Hallo Dezember !!!

 

 

und mir bringt der Winter und vor allem der Dezember viel Freude

Der Dezember gehört zu meinem Lieblingsmonat.

Das Jahr neigt sich zu Ende und ich schaue meißtens  auf ein gutes, vergangenes Jahr zurück.

Jeder kann sich glücklich schätzen wenn ein Jahr in Gesundheit und Zufriedenheit sein Ende nimmt.

Im Monat Dezember liebe ich die Adventszeit, – bei uns sagt man die Stade Zeit –  . Advent ist eine Zeit der Lichter und der schönen Dekorationen.

Man sitzt gemütlich beisammen bei Plätzchen und Glühwein oder Punsch. Die Musik gibt ein heimeliges Gefühl, egal ob über den Radio oder durch eigene Stubenmusi.

Ganz schön wird die Stimmung des Dezember’s durch die Schneeflocken – was allerdings nicht immer klappt -, denn Frau Holle schüttelt die Betten nicht immer im Dezember.

Ich freue mich im Dezember auf die schönen Feste Nikolaustag und Weihnachten wenn man mit der Familie bei selbstgemachten Plätzchen gemütlich beisammen sitzt. Sehr gerne besuche ich im Advent die Roraten an den Adventssonntagen. Man kann dabei sehr gut vom Alltag abschalten.

Ich öffne täglich ein Türchen vom Adventskalender und das Licht vom Adventskranz, sowie meine Duftöle zaubern Romantik ins weihnachtlich geschmückte Zimmer.

Dezember ist für mich auch mein Bastelmonat. Ich bastle mit meinem Mann jedes Jahr an meinen Krippen und das ist eine sehr schöne Beschäftigung und entspannt.

Ab einem gewissen Alter sind Geschenke und der Stress im Dezember mit Einkaufen nicht mehr vorrangig und somit geht es bei mir im Dezember ganz ruhig zu.

Ich freue mich auf die Besuche meiner Kinder mit Familien und es gibt immer ein gelungenes Familienfest zum Jahresausklang.

Dann beginnt am 1. Januar  das neue Jahr mit meinem Geburtstag und jeder Monat des kommenden Jahres hat seine besonderen Schönheiten und Freuden auf die ich mich freue.

 

Ich liebe den Dezember wenn es draußen richtig schneit

und ich in der warmen Stube den Schneeflocken zuschauen kann.

 

 

 

Dezember, den man nutzen kann…

…für gemeinsame Zeit beim Kuscheln bei Kerzenlicht und evtl. einem Gläschen Wein, einer heißen Schokolade oder sonst leckerem Getränk;

…für lustige Weihnachtsbacktage, bei denen man sich gemeinsam oder auch alleine, über die fertigen, leckeren, gut oder auch weniger gut gelungenen Kekse freuen kann;

…für gemütliche Lesestunden, für die ich in den Sommermonaten weniger Ruhe finde;

…um anderen eine Freude zu bereiten, ob nun zu Weihnachten oder vorher, ist dabei vollkommen egal. Natürlich kann man das auch sonst im Jahr, aber ich finde der Dezember hat etwas, wo die Weihnachtsgeschichte einen besonders animiert, zusätzlich noch mehr „Liebe“ nach außen zu zeigen, als schon in den restlichen Monaten;

…um sich an den glänzenden Kinderaugen zu erfreuen, wenn sie den leuchtenden Weihnachtsbaum das erste Mal fertig geschmückt erblicken;

…um seinen Ideen freien Lauf zu lassen, in Bezug auf Geschenke, ob sie nun gekauft oder selbst gebastelt wurden; ob es sich dabei um einen schönen erstellten Weihnachtsbrief als Geschenk oder eine selbst erdachte Geschichte, ein Festtagsessen oder einen mit Liebe ausgesuchten Stein vom Waldspaziergang handelt. Es sollten in jedem Fall nur Geschenke sein, die von Herzen kommen. Auch ein besonders inniger „Weihnachtskuss“ zählt zu solch Geschenken, wenn er einfach nur glücklich macht;

…um in der etwas ruhigeren Jahreszeit (ruhiger, weil die Außenaktivitäten abgenommen haben – keine Grillfeiern, keine Sommerfeste usw.) auch das Briefpapier wieder rauszukramen. Ich schreibe gerne – auch Karten und Briefe, noch so richtig per Post 😉 – und dafür bietet der Dezember sich ja prächtig an. Persönliche Weihnachtspost, finde ich einfach super schön. Ganz individuell für jeden Adressaten;

…um die toll beleuchteten Fenster und Gärten zu betrachten;

…um sich bei Bratwurst und Glühwein auf den Weihnachtsmarkt zu stellen und dort all die tollen Weihnachtsdüfte aufzunehmen. Zimt, Anis, heiße Waffeln und auch die Gerüche der Gewürzstände…

Dezember, den ich nutzen kann, um unseren „Jahresurlaub“ anzutreten. Da die Weihnachtszeit die ruhigste Zeit in unserer Firma (ab dem 22.12.) ist, fahren wir meistens für ca. zwei Wochen fort. Große Weihnachtsfeiern brauche ich nicht mehr, dafür Gemütlichkeit und Entspannung. Ich genieße unsere ruhigen Weihnachtstage sehr. Wobei wir selbst dann meist am Heiligen Abend in die Kirche gehen. Ich mag die Stimmung, die dabei entsteht.

Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Immer mal wieder bleiben wir auch mal zuhause, um mit Kindern und Enkeltochter zu „feiern“. Wenn wir aber doch wegfahren, dann legen wir unsere „interne“ Familienfeier irgendwann in den Dezember (vor dem 22.12.). Auch darauf freue ich mich immer wieder.

Was ich in den kalten Wintermonaten allerdings überhaupt nicht mag, ist diese „Anplünnerei“ und die ewig rote oder triefende Nase wegen der Kälte und dass die schöne Sommerbräune immer weniger wird. 😉 Aber das liegt ja nun nicht an dem Dezember, sondern das ist ja allgemein die Jahreszeit.

Eigentlich finde ich, dass jeder Monat seine guten Seiten hat! 🙂

 

 

Dezember ist doof

Ich meine, ehrlich, was ist da schön?

Bei der Arbeit drehen alle am Rad, als wäre es das Ende der Welt. Jedes Jahr. Es ist schlicht lächerlich, aber jedes Jahr die gleiche Hysterie. Ich reagiere da schon nicht mehr drauf, rechne lediglich stoisch die Überstunden in Urlaubstage um und stehe ergeben im abendlichen Stau, mit all den anderen, die auch nicht früher raus kamen. Wegen nichts.

Marc und ich sind Atheisten, vielleicht noch Agnostiker, mehr wird es nicht. Weihnachten ist ein schreckliches Fest geworden. Vielleicht war es das früher auch schon, aber in meiner Jugend habe ich das so nicht wahrgenommen.

Ich fühle mich versucht, meiner Umwelt zu erklären, was genau Weihnachten bedeuten sollte. Da scheinen Unklarheiten zu bestehen. Es geht da nämlich nicht darum, wer dem Enkelkind die meisten, besten und teuersten Geschenke macht. Und es ist auch keine kreditwürdige Freizeitbeschäftigung. Auch der Kampf, wer wen an welchem der Feiertage besucht, läßt mich kalt.

Es gibt tatsächlich schöne Dinge im Dezember. Weihnachtskonzerte, ich liebe dieses einfache, wunderschöne „Stille Nacht“. Der Don Kosakenchor ist absolut hörenswert. Obwohl ich Bach wundervoll finde, sein Weihnachtsoratorium ist zu beladen, ich finde es deprimierend, sollte das nicht viel fröhlicher und lebensbejahend sein? Weihnachten hinterlässt mich völlig irritiert und verwirrt. Tatsächlich ist es ein trauriges Fest. So verloren, sinnentleert, so ein aufgeblasenes Konsumereignis. Das liegt sicher auch daran, dass wir keine Kinder haben und keine Traditionen weitergeben können/dürfen/müssen.

Ich finde Weihnachten vermeidungswürdig. Marc zum Glück auch. Wir gehen dann. Gerne in ein muslimisches Land, dort ist es ruhig. Früher auch nach Asien, aber klar, da bringen mich die nächsten Jahre keine 10 Pferde mehr hin, es reicht jetzt erst einmal.

Sollten wir wirklich einmal festsitzen und Weihnachten in Deutschland sein, dafür habe ich mir schon vor Jahren einen Notfallplan einfallen lassen: am 24.12. einfach einen Tag lang bei der Tafel arbeiten und Weihnachten so verbringen, wie es für mich Sinn macht. Ich habe einmal einen Bericht gesehen, wie dort für Obdachlose Weihnachtsessen organisiert werden und das hat mich sehr beeindruckt. Das ist jetzt keine leere Gutmenschenworthülse, ich möchte das wirklich machen, einfach mal nicht für mich etwas tun, sondern da sein, wo man anderen etwas geben kann. Also irgendwie voll christlich 🙂

Dezember -i love it

Für mich gehört der Dezember mit zu den schönsten Monaten. Es beginnt schon im November mit dem Einkauf von Backzutaten. Zusammen mit meiner Tochter vereinbaren wir dann ein Wochenende und es werden Weihnachtsplätzchen gebacken, man knetet den Teig, formt Kekse, hat sich was zu erzählen, man verbringt Zeit zusammen, wie schön das ist. Und dann der Duft der durchs Haus zieht, ich mag das sehr. „Verunglückte“ Plätzchen werden gleich vernascht bis einem richtig leicht übel ist von dem ganzen Zuckerzeug.https://i1.wp.com/img20.dreamies.de/img/446/b/63q12251fbk.jpg

Im letzten Jahr habe ich auch das erste Mal zusammen mit einer Freundin Plätzchen gebacken, auch dieser Tag hat mir wunderbar gefallen. Unsere Nordmanntanne im Garten beschneide ich und aus den Zweigen binde ich mir einen Adventskranz mit schönen dicken roten Kerzen.

Gerade in dem doch dunklen und grauen November beginne ich nach Totensonntag das Haus und die Fenster weihnachtlich zu dekorieren, in fast jedem Fenster brennt ein Licht und die Tanne im Garten bekommt auch eine Lichterkette. Abends wenn es dunkel wird gehen die Lichter an und alles strahlt in goldenem und doch dezentem Glanz. Gerne gehe ich dann abends auch noch mal spazieren, viele Häuser sind geschmückt, für mich ist das einfach nur schön.

Statt süßen Sachen zum Advent verschenke ich schon ein paar Jahre einen Adventskalender, der einer guten Sache zu Gute kommt. Der Adventskalender ist ein Kooperationsprojekt vom Förderverein Hospiz und RD-Marketing e. V. Die Überschüsse aus dem Verkauf der Adventskalender kommt der Hospizarbeit sowie sozialen und kulturellen Projekten zugute. Unter dem Slogan auf Plattdeutsch: de lütte Wiehnacht-die kleine Weihnacht, ist auch der Weihnachtsmarkt dazu aufgebaut.

Firmen und Geschäfte spenden Gutscheine, Sachpreise, Kurzreisen, Restaurantbesuche und vieles mehr und der Erlös der Kalender, bekommt unter anderem auch das Hospiz. Für 5 Euro kann man so einen Kalender käuflich erwerben, auf jedem Kalender ist eine Losnummer vermerkt und diese Losnummern werden täglich in der Tageszeitung veröffentlicht und wenn man zu den Gewinnern zählt, kann man unter Vorlage des Kalenders seinen Gewinn einlösen.

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Diese Kalender sind ruck zuck verkauft und auch ich habe meine Kalender vorbestellt, damit ich nicht leer ausgehe. Für meine Tochter fange ich rechtzeitig an nützliche Kleinigkeiten einzukaufen und so bekommt sie einen selbst gemachten Adventskalender.

 

Quarkstollen backe ich selbst mit verschiedenen Füllungen und gute Freunde und Familie bekommen ein Päckchen mit Stollen und Keksen, Geschenke müssen nicht teuer sein, es kommt von Herzen und ich habe meine Zeit „geopfert“ und für sie gebacken. An den Adventstagen brennen dann die Kerzen im Adventskranz, selbstgebackene Kekse und Stollen werden gegessen, man sitzt gemütlich beisammen. Das alles gehört für mich zum Dezember und darum mag ich ihn.  Ich weiß das ganze Jahr wann Weihnachten ist, höre schon mal genau hin wenn jemand einen Wunsch äußert und kann rechtzeitig anfangen mit den Geschenken, wobei das bei uns alles im Rahmen bleibt. Zu Essen gibt es Heilig Abend meistens Fondue oder Raclette, an den Weihnachtstagen Ente, auch das kann ich alles rechtzeitig einkaufen.

Silvester ist nicht so unser Ding, der Hund hat Angst vor der Knallerei, wir bleiben zu Hause, essen Berliner, abends koch ich was leckeres und dann lassen wir uns vom Fernsehprogramm berieseln.

 

 

 

Mir gefällt am Dezember …

… dass der bei mir weniger beliebte November vorüber ist.
… dass wir am Ende des Monats für gewöhnlich mindestens eine Woche frei haben, was nach dem Irrsinn, der in den Wochen vorher auf Arbeit abläuft, mehr als gerechtfertigt ist.
… dass in Fenstern und Vorgärten viele Lichter leuchten und in der dunklen Umgebung ein behagliches Gefühl vermitteln.
… dass ab dem 21. – dem Tag der Wintersonnenwende – die Tage endlich wieder länger werden, auch wenn der Winter dann gerade erst anfängt. Es geht für mich wieder „in die richtige Richtung“.
… dass Dominosteine und Dresdner Christstollen offiziell Hochsaison haben.
… das die Weihnachtsfeiertage tatsächlich etwas Besinnliches an sich haben. Die Zeit hat gefühlt ein anderes Tempo. Sie vergeht langsamer, was ich durchaus als angenehm empfinde. Wir machen, was wir wollen und wann wir es wollen. Dem Weihnachtsprogramm setzen wir uns schon lange nicht mehr so aus, wie früher. Unser Sohn ist erwachsen und Enkel haben wir (noch) keine. Alles gut so, wie es ist.
… dass man in den Geschäften „zwischen den Jahren“ das eine oder andere Schnäppchen machen kann, denn dann wird teilweise verscherbelt, was vor dem großen Konsumfest nicht an den Kunden gebracht wurde. Wenn man sich bis dahin gedulden kann, dann kann sich das mitunter tatsächlich lohnen.
… daß am Letzten des Monats nicht nur Ultimo für den Dezember, sondern auch für das hinter uns liegende Jahr ist. Etwas Neues beginnt. Das sehe ich positiv. In Gedanken schreibe ich dann immer schon die neue Jahreszahl.

Moritzburg

Dezember des Grauens 

Der Dezember ist für mich der absolute Horrormonat. Ich sehe ihn schon mit Bangen entgegen. Dieser Monat zieht mir auch alles Geld aus den Taschen und die ständige Feierei und Kuchen gebacke und alles. Das große Fressen und ich kullere als fette Kugel in den Januar. 

Es fängt schon damit an, dass meine Mutter gleich Geburtstag hat. Och, kann ja so schlimm nicht sein, denkt ihr. Nö, ist es ja auch nicht. Wir feiern ja dann fröhlich zusammen. Nur hat dann einen Tag später meine eine Tochter Geburtstag. Meist feiert sie das mit Freunden und wird dann separat gefeiert. Einen Tag später ist Nikolaus, also die Stiefel müssen gefüllt werden für 4 Kinder. Eine Woche später hat meine ältere Tochter Geburtstag. Das Feiern geht weiter. Und nicht zu vergessen, dass dann noch Adventsfeiern in den Schulen sind, und das bei jedem Kind. Früher war’s noch der Kindergarten . Und dann kommt Weihnachten, Geschenke für 4 Kinder und Family. Da hat man kaum alles überwunden, wird direkt weiter gefeiert, und zwar Silvester. 

Da wird der Januar zum Erholmonat. Was war ich damals froh, dass das letzte Kind in den Januar geboren wurde. Eine Woche vor meinem Geburtstag. Also ist der Januar mein Monat! 😃

Dezember?

Das ist der Monat im Jahr der mich am meisten nervt. Ich kann den Dezember nicht ab. Diese gespielte feierliche Stimmung überall. Das ständige Weihnachtsgedudel, die Hektiker denen 1 Tag vor Heilig Abend einfällt, dass der auch in diesem Jahr kommt. Das Geknalle vom 31. Dezember auf den 1. Januar und natürlich schon Wochen vorher. Denn einige Hirnis können es ja nie erwarten.

Kurzum ich bin immer froh, wenn der Monat, der im Jahr am meisten nervt, vorbei ist.

Dezember, my love

Also. Der Dezember ist schon immer mein Lieblingsmonat gewesen, weil ich völlig auf den Advent und Weihnachten stehe. Außerdem hab ich im Dezember auch noch Geburtstag, was für ein Glück! 😀

Mein Mann hingegen blickt jedes Jahr mit angstvollen Augen dem Dezember entgegen. Das Thema „Geschenke“ treibt ihm nämlich den Schweiß auf die Stirn, denn ganz im Gegensatz zu mir (Ich liebe liebe liebe es, zu schenken!) ist er wirklich nicht besonders kreativ und liebevoll, was das Schenken angeht. Er ist eigentlich ein sehr ungestresster Mensch, aber der Kalender macht ihn zum Ende des Jahres wahnsinnig:

1.12. Hochzeitstag! (Haha, ja, meine Dezemberliebe geht so weit!)
3.12. Mein Geburtstag.
6.12. Nikolaus. (Nein, dafür ist man nie zu alt.)
24.12. Weihnachten.

Es versteht sich von selbst, dass wir auch jeder einen Adventskalender haben. Oder, nee, ER hat immer einen und der Kleine nun natürlich auch. Ich krieg jedes Jahr einen, der entweder auf den letzten Drücker gekauft wurde, oder sogar zu spät (am 1.12. abends gibt’s dann nur noch den Scheiß, den keiner wollte, einen ultrahässlichen Adventskalender von Hello Kitty zum Beispiel, fragt nicht…). Letztes Jahr wollte er vorbildlich sein und hat mir endlich, nach JAHREN, den Weihnachtskalender von IKEA besorgt. Das war allerdings auch ein Schuss in den Ofen, denn nachdem ich Jahr für Jahr darum gebettelt hatte, so einen zu kriegen, hab ich letztes Jahr mein Niemand-sollte-sich-selbst-einen-Adventskalender-kaufen-müssen-Prinzip an den Nagel gehängt und mir das Scheißteil alleine gekauft. Und dann bekam ich auch noch zusätzlich einen von meiner Cousine, der ich nach Hello Kitty & Co. wohl sehr leid tat. 😀 Und da mein Prinzip nun einmal am Nagel hängt, hab ich diese Woche auch wieder den IKEA-Kalender für mich besorgt (und für ihn natürlich auch, aber pssst!), aber nicht, ohne ihm diesmal Bescheid zu sagen. Er schien erleichtert, dass er das Thema nun endlich abhaken kann. 😉

Wie ihr seht, kann mir keiner den Dezember madig machen, auch keine Adventskalender- oder Geschenkenttäuschung (ja, davon gab es auch genug, aber ich lieb den Mann trotzdem wirklich sehr ;)). Ihr könnt euch vorstellen, dass ich fast im Dreieck gesprungen bin, als sich herausstellte, dass die Möglichkeit eines Dezemberwunschkindes besteht. Mein Mann war einfach nur noch verzweifelt, hihi, aber ich fand es toll. Der Geburtstermin war der 1.1., also so unwahrscheinlich war ein Dezemberkind wirklich nicht. Ich wünschte mir sehr, dass der kleine MTE nicht nur im Dezember kommt, sondern auch noch ein Schütze wird (letzter Termin 21.12.). Das Sternzeichen Steinbock empfinde ich schon immer als schwierig, dieses Empfinden hat mich das Leben gelehrt, wirklich. Nun gut, mein Mann konnte aufatmen und ich liebe mein Kind natürlich auch als Steinbock unendlich, trotz der fiesen Hörner. 😉 Er kam erst am 7.1. und dass das eigentlich sogar noch schlimmer ist (2 Wochen nach Weihnachten), als mein Geburtstag (3 Wochen vor Weihnachten), juckt ja meinen Mann nicht. Um die Geschenke kümmere ja sowieso ich mich. 🙂