Freundschaft und Liebe ist….

 

Freundschaft und Liebe ist……
wenn Menschen einander verzeihen – und dies immer wieder tun,
wenn Menschen einander nicht verraten,
wenn Menschen einander vertrauen,
wenn Menschen einander ernst nehmen,
wenn Menschen einander zulächeln,
wenn man einen Freund wissen läßt: Es ist gut, daß es dich gibt,
wenn man Gestolperten wieder auf die Beine hilft,
wenn man andere erträgt und ihnen nichts nachträgt,

wenn man nicht immer „wissen läßt“, daß man „etwas weiß“,
wenn man „trotzdem“ liebt und nicht zurückschlägt,
wenn man den anderen als angenehm empfindet und es ihm sagt,
und, und, und…….
Wenn sich jemand bei mir aus dem Staub macht, dann denke ich an
die Fallschirmchen einer Pusteblume….
fliege dahin und werde glücklich, aber verteile niemals einen „Unkrautsamen“

 

Ich wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche

 

Die unsichtbare Dritte…

… hat sich zwischen uns gedrängt. Sie hat unsere Freundschaft schleichend zerstört.
Meine beste Freundin habe ich kennen gelernt, als ich 18 war. Auf der Arbeit. Wir haben uns sehr schnell ohne Worte verstanden, uns gegenseitig blind vertraut und waren im nu ein perfekt eingespieltes Team. Ich denke, dass so etwas nicht sehr häufig vorkommt. Privat wuchs unsere Freundschaft schnell und stetig und wurde immer tiefer und fester. Gäbe es die unsichtbare Dritte nicht, dann wären wir noch heute allerbeste Freundinnen. Besser denn je, denke ich. Aber es kam anders…
Meine Freundin war der tolleranteste, großherzigste, klügste, loyalste Mensch, den ich kannte. Humorvoll, unglaublich kinder- und tierlieb, gerecht und intelligent. Sie hatte immer eine eigene Meinung, sie konnte göttlich kochen, wir konnten uns stets voll vertrauen, Spaß haben oder miteinander weinen. Pilze sammeln, wandern, radeln, ins Kino oder Theater gehen. Gemeinsam in den Urlaub fahren, über Gott und die Welt reden, kochen, Plätzchen backen, mit Freunden feiern, lachen, Musik hören, werkeln, Bücher tauschen. Ich konnte ihr jederzeit unseren Lieblingssohn anvertrauen. Nichts hat zwischen uns gepaßt. Schon garnicht ein Mann. Wir hatten sowieso völlig verschiedene Geschmäcker, was Männer anging. 😉
Weit mehr als 20 Jahre war meine beste Freundin meine beste Freundin. Doch irgendwann konnte ich die Augen nicht länger davor verschließen, dass die Unsichtbare da war. Sie hatte sich schon unverdrängbar breit gemacht. Meine Freundin hatte sich über Jahre mehr und mehr verändert. Schleichend erst, aber doch unabwendbar. Sie war nicht mehr tollerant, sie wurde streitsüchtig, immer eigener, unzugänglich, nachlässig und stand immer mehr unter dem Einfluß der Dritten.
Ich lebte schon in Schweden, als ich das Ende unserer Freundschaft nicht länger vor mir her schieben konnte. Ich habe lange mit mir gekämpft und mußte doch einsehen, dass ich der Dritten nicht gewachsen war. Ich war stark, aber sie war stärker. Viel stärker. Sie ist es noch und sie wird es vermutlich auch bleiben.
In meinem Herzen wird meine Freundin immer einen ganz besonderen Platz haben. Ich trauere um unsere Freundschaft, sehe aber nur eine winzig kleine Chance für ihre Wiederbelebung. Irgendwann vielleicht. Wenn meine Freundin die Kraft aufbringt, der Dritten einen derartigen Tritt in den Arsch zu verpassen, dass diese auf Nimmerwiedersehen aus ihrem und vielleicht unserem Leben verschwindet. Mein Herz bleibt immer offen.

Freundschaften und Bekanntschaften, wo ist da der Unterschied?

Freunde oder Bekannte? Manchmal, finde ich, liegt das ganz schön nah beieinander, so dass die Grenzen sich teilweise verwischen.

Ich könnte ganz klar, ein paar echte feste Freundschaften aufzählen und auch viele lockere Bekanntschaften und natürlich die sehr wenigen besten Freundschaften. Aber es gibt auch ein paar Leute, wo ich nicht genau sagen könnte, ob ich schon über Freundschaft oder doch nur gute Bekanntschaft reden würde. Freundschaften können auf jeden Fall unterschiedlich intensiv sein.

Für mich gehört zu einer Freundschaft: Ehrlichkeit; dass ich mich in der Gegenwart richtig wohl fühle und das auch, wenn man sich länger nicht gesehen, gehört oder gelesen hat; Interesse an dem Anderen, an dessen Leben, an dessen Probleme, an dessen Freuden (auch wenn man nicht immer alles mitbekommt und auch nicht alles wissen muss); dass ich, wenn ich wollte, über alles mit der Person reden könnte; gegenseitig zuhören können; ein Geben und Nehmen (ohne Erwartungshaltung, was bekomme ich dafür und trotzdem nicht einseitig) – eine Art Balance sozusagen und wenn es nur so ist, dass ich weiß, dass ich im Falle eines Falles Hilfe bekommen würde, also Verlässlichkeit, wenns drauf ankommt; Fehler verzeihen können.

Wie auch immer: Freundschaften bereichern das Leben und doch muss man keine auf „Teufel-komm-raus“ schließen und versuchen aufrecht zu erhalten. Macht auch keinen Sinn – Freundschaften kann man nicht erzwingen.

Bei besten Freunden passt es einfach, da gibt es kein Für oder Wieder, das ist dann einfach so. Das ist so ähnlich, wie mit der bedingungslosen Liebe zu den eigenen Kindern, die ist auch einfach da ohne dass man etwas dafür tun muss.

Freundschaften, ein flüchtig Gut?

Bevor wir unsere Ausreise nach Thailand antraten, machte ich ein großes Fest für alle Freunde.

Schon da fiel mir auf, dass es so viele gar nicht sind. Bekannte habe ich eine Menge, aber Freunde?

Es kommt vielleicht darauf an, wie man den Begriff „Freund“ für sich definiert. Kulturell sehen Deutsche in einem Freund viel mehr als z.B. ein Amerikaner, Deutsche möchten gerne eine gewisse Tiefe in Beziehungen. Das trifft auf mich ganz bestimmt zu.

Viele Menschen haben Freunde aus der Jugendzeit, mein momentaner Freundeskreis ist erst ein paar Jahre vor der Ausreise entstanden. Ich habe da nicht viel erwartet und sorgte mich, dass bei unserer Rückkehr alle Verbindungen verloren seien.

Tatsächlich aber sind es diese Freunde, die bei jeder Heimreise freudige Mails schicken und Treffen arrangieren. Die sich interessieren und auch mal Fragen stellen, neugierig sind und zuhören möchten.

Ich habe eine kleine Schar wunderbarer, früherer Kolleginnen, die längst Freundinnen wurden. Mit ihnen habe ich weiterhin Konkakt und auch bei ihnen bin ich mir sicher, dass ich wieder in ihrer Mitte ankommen werde.

Mittlerweile sind 3,5 Jahre vergangen und ich spüre die Zeit wie ein gefräßiges Monster, das langsam aber unaufhaltsam die alten Bande zersetzt. Die Mails werden weniger, man hat sich nichts mehr zu erzählen, die Gemeinsamkeiten sind auf Geschichten aus der Vergangenheit geschrumpft.

Die Bekannten sind längst schon fort. Das ist auch in Ordnung so. Niemand legt sein Leben auf eine Wartehalde, nur weil wir diese Entscheidung getroffen haben. Vielleicht läßt sich die eine oder andere Bekanntschaft wiederbeleben, bei ein paar Leuten würde ich mich freuen.

Allerdings gibt es eine Familie, die wirkliche Freunde sind. Da weiß ich, dass es hält. Wir hatten uns in China kennengelernt und wohnen auch 2 Stunden Autofahrt voneinander. Diese Menschen sind richtige Freunde, da kann ich Taschentücher vollheulen und mich lautstark über Ärgernisse auslassen. Dort finde ich Ruhe und tiefe Einsichten, kluge Gespräche und guten Wein. Bei ihnen habe ich keine Sorge, dass ich sie verlieren könnte. Und das macht mein Leben wirklich reicher. Ich hoffe, dass ich auch so eine gute Freundin für sie bin!

Ich bin gut im…

…Freundschaften machen und halten. Mein Problem ist nur, dass die anderen das irgendwie nicht sind oder oftmals eine andere Auffassung von „Freundschaft“ haben. Ein richtiger, wahrer Freund ist für mich jemand, auf den ich mich in allen Lebenslagen verlassen kann, egal was kommt und was gerade ansteht und für den auch ich jederzeit alles fallen lassen würde. Ich habe noch nicht einmal eine Hand voll Menschen in meinem Leben, auf die das so zutrifft. Mit einigen davon bin ich fast täglich in Kontakt, mit einer speziellen Freundin dafür manchmal wochenlang nicht. Ich weiß aber immer, was sie gerade tut, ob das ein Hauskauf, eine Prüfung, ihre Hochzeit oder ein Streit mit dem Partner ist: die Basics werden ausgetauscht und wenn man mal ein offenes Ohr braucht, dann sind wir füreinander da. Wenn wir länger nichts voneinander hören dann wissen wir, dass alles ok ist und der Alltag halt so seinen Weg geht. Vergeht zu viel Zeit, dann fragen wir uns schon mal, was so los ist… und das ist genau das Ding: dass man einander kontaktiert. Die Häufigkeit ist dabei nicht entscheidend für mich, sondern die Tatsache, dass das Interesse auf Gegenseitigkeit beruht. Wie oft passierte es mir schon, dass ich enttäuscht von einer Beziehung zu einem anderen Menschen war, weil er mir nicht das selbe Maß an Interesse entgegen brachte wie ich ihm. Ich bin eher der harmoniebedürftige Typ, der Ungereimtheiten gerne klärt und wenn ich das Gefühl habe, dass da irgendwie ein Ungleichgewicht herrscht im Sich-Melden oder Sich-Interessieren, dann will ich dem auf den Grund gehen. In der Vergangenheit musste ich des Öfteren feststellen, dass die Leute über sowas nicht sprechen wollen. Wenn sie keinen Bock haben, kein Interesse haben, wichtigeres zutun haben, dann wollen sie das nicht bis ins Detail diskutieren. Ich habe lernen müssen, auf schmerzvolle Weise, dass man nichts erzwingen oder begründen kann in diesem Punkt. Entweder, das gegenseitige Interesse ist da, entweder das Gleichgewicht ist ganz von allein vorhanden, oder eben nicht. Und wenn nicht, dann ist die Freundschaft eben unausgeglichen und folglich keine echte Freundschaft. Vielleicht eine Bekanntschaft, vielleicht eine Beziehung die nur in bestimmten Situationen oder zu bestimmten Anlässen funktioniert, nicht aber auf ganzer Linie und da musste ich in der nahen Vergangenheit echt rigoros in meinem Freundeskreis aufräumen und Kontakte abbrechen, die mir eben wegen dieser Unausgeglichenheit nicht gut getan haben, obwohl sie mir wichtig waren. Umso wertvoller sind für mich heute die Menschen in meinem Leben, die mir das Gefühl geben, ich sei ihnen ebenso wichtig wie sie mir. Ich versuche diesen Menschen immer ein gutes Gefühl zu geben, präsent und interessiert zu sein, immer ehrlich zu sein und bin froh zu wissen, dass sie sich mir gegenüber genauso verhalten, ohne, dass das schwierig ist oder extra zum Thema gemacht werden muss. Eine ausgeglichene Freundschaft funktioniert ganz von alleine, weil beide Seiten es gerne wollen. Vielleicht klingt das doof, aber bis zu dieser Erkenntnis musste ich einen recht steinigen Weg gehen und ziemlich viel einstecken, denn es ist gar nicht so einfach, sich einzugestehen, dass man im leben einer für einen sehr wichtigen Person im Grunde eine austauschbare Rolle spielt. Die guten Freundschaften, die bis heute bestehen, bestehen schon seit Jahren uneingeschränkt und ich bin dankbar dafür, dass es sie alle gibt 🙂

Abstimmung zur Themenwoche vom 03.11.-10.11.17

Ihr Lieben,

diesmal ist es mir erstaunlich schwer gefallen, ich hatte nur seltsame Themen im Kopf. Jetzt habe ich alles nochmal überdacht und hoffe, diese Themen sind interessant!

  • Süchte
  • Eine neue Entdeckung (egal was, Hauptsache neu in Deinem Leben)
  • Mein liebster Besitz
  • Mein größter Fehlkauf
  • Freundschaften

 

Abstimmen könnt ihr bis Freitag, 03.11.2017, 18:00 Uhr.
Und natürlich zähle ich die Stimmen so schnell wie möglich aus. Bin ja selbst gespannt!

Die nächste Themenwoche darf ganz alleine mianoe gestalten!

Kap khun ka! 🙂

Thaitonien