Der Poltergeist

Als wir damals in die vorherige Wohnung zogen, spürte ich von Anfang an das gewisse Etwas, was in den Zimmern hauste. Ich fragte mich oft, wer vorher hier gewohnt hatte, was passiert war…jemand gestorben…ein Mord? – keine Ahnung. Ich erfuhr auch niemals von anderen Nachbarn etwas. Als hätte dort nie jemand gewohnt. 

Es fing damit an, dass ich dort immerzu fürchterliche und merkwürdige Alpträume hatte. Hin und wieder schepperte es in der Küche, obwohl niemand sich darin befand. Ich ging immer gucken, ob was runtergefallen war. Aber es war nichts. Im Bad fiel regelmäßig die Badewannenmatte  vom Haken. 

Und einmal, das war nun wirklich ganz komisch. Im Wohnzimmer stand noch die riesige Kiste vom neuen Fernseher und auf der Kiste noch eine kleinere Pappkiste. Ich staubsaugte gerade im Flur mit Blick zum Wohnzimmer, als die obere Kiste waagerecht wegrutschte und dann senkrecht zu Boden fiel. Als hätte die jemand runtergeschmissen. Die fiel nicht einfach runter, so wie Kisten runterkippen. Nein, als wäre die weggegekickt worden. Nun ja, ich dachte mir nichts dabei. Wird schon seine Gründe haben oder ich werde irre. 

Irgendwann kam meine eine Schwester zu Besuch, die sich damit ein wenig auskennt und räucherte meine Bude aus. Es war eine zeitlang Ruhe. Aber dann kam der nächste Hammer. 

Eines nachts, ich war wieder im Kinderzimmer zwischen meine beiden kleinen Mädchen eingeschlafen, als ich plötzlich grundlos aufwachte. Ich blickte zum Fußende und erschrak mich. Da saß mein Hund da, auf seinen Hinterpfoten wie eine Statue, still und steif und glotzte mich an. Was war denn nu los? Geh ab auf dein Platz, rief ich. Erst blieb er stocksteif sitzen und wollte zur Tür trotten, als es plötzlich einen lauten, dumpfen Schlag gab. Ich erschrak mich heftig und der Hund bellte kurz auf. Er getraute sich nicht hinaus und ich wollte wissen, was es war. Langsam schlich ich zur Tür. Der Hund wüffelte leise weiter und blieb leicht gebückt neben mir. Keiner von uns getraute sich hinaus. Ich hatte nichts, womit ich dem Einbrecher eins überbraten könnte, nur meine bloßen Hände.

Also nahm ich allen Mut zusammen, schlich ins Wohnzimmer und knipste erst mal das Licht an. Örgs! Was erblickte ich da? Überall lag die Kotze vom Hund verteilt rum. War er schön umhergelaufen und hat überall kleine Pfützen hingewürgt. – Dann ging ich langsam in die Küche, der Hund immer ein Stück hinter mir, dort schien vom Flur ein schwacher Lichtschein herein. Da hatte doch wieder jemand vergessen, das Licht im Bad auszumachen.  In der Küche war nichts. Ich ging weiter Richtung Tür ( in der Wohnung konnte man rings im Kreis laufen und die Küche von neuen Seiten begehen ) , der Hund knurrte leise und lief mit mir zum Türrahmen. Sein Blick war auf etwas Dunkles im Flur gerichtet und knurrte es an. Dann knipste ich langsam das Licht im Flur an und sah… 

….dass meine Getränkeflaschen umgefallen waren. – Einfach so??? Oder doch ein Poltergeist??? 😱

Das erste rotleuchtende Glühen am Horizont zeigte sich schon. Ich putzte schnell das Wohnzimmer durch und hopste nochmal schnell  für ne Stunde ins Bett. Dann hatte ich in der kurzen Zeit voll den Alptraum. – Ich träumte, dass es im Wohnzimmer plötzlich anfing zu tröpfeln. Ich saß mit den Kindern auf der Couch und hatten Besuch. Weiß aber nicht, wer es war. Aber dann tröpfelte es überall. Es regnete regelrecht durch die Wohnzimmerdecke. Ich schrie und war völlig perplex. Dann plötzlich entstanden Inschriften in feuerglühender Schrift. Die ganze Decke war voll geschrieben. Ich wollte die Schrift lesen, aber die glühte so hell, das ich derart geblendet war und die Besucherin riss mich fort, raus aus dem Wohnzimmer. Später, als alles vorbei war, saß ich auf einem Stuhl. Ich hatte zwei Palmen in Wohnzimmer (in Wirklichkeit hatte ich damals nur eine, die kleinere war mir eingegangen)  und betrachtete die zwei. Etwas war merkwürdig. Als ich dann sah, wie die Palmenblätter sich anfingen zu bewegen. Immer mehr und immer schneller drehten und wendeten sie sich. Für einen kurzen Moment dachte ich an Parapsychologie und schrie wie am Spieß. Während ich schrie, verwandelten sich die Palmenblätter in Eichenblätter, wo Eicheln dran hingen…verdorrte braune Eichenblätter. – Dann war ich endlich aufgewacht. Kids geweckt, frühstück, Schule. 

Ich muss noch dazu sagen, dass die tropfende Wohnzimmerdecke eine Vorahnung war. Denn hier in der neuen Wohnung hat es tatsächlich ins Wohnzimmer durch die Decke geregnet und später dann im Bad, Kinderzimmer und Flur. Schöne Scheisse war das, sag ich euch. 

Aber nun gut, das „Schlimmste“ kam ja noch. Auch in der alten Wohnung. Alles was passierte, geschah nur dort. 

Eines Abends, ich war wieder im Kinderzimmer. Die Kleinen waren endlich eingeschlafen und ich dämmerte beinahe fast mit weg. Da gab es einen Riesenknall. BOMM…BOMMM!!! Aber was für ein Krach! Ich saß vor Schreck senkrecht im Bett und der Hund bellte wie verrückt. Schnell stand ich auf und wollte erstmal ins Wohnzimmer schleichen. Da brannte noch Licht. Mein Großer sah noch fern und die Große saß am Pc. Beide schauten mich auch entsetzt an. Was war das? Keiner wusste es. Kam es von draußen aus dem Hausgang? Nee nee, es war hier. Hier im Flur, meinte mein Sohn. 

Zu dritt , Hund hintendran, schlichen wir langsam zur Wohnzimmertür zum Flur. Meine Tochter streckte ihre Hand zum Lichtschalter aus. Nicht, flüsterte erst mein Sohn. Aber sie war mutig und betätigte in Zeitlupe den Schalter während mein Sohn losschrie: ACHTUNG EINBRECHER! 

Licht war an. Vorsichtig lugten wir, drei Köppe, ums Eck in den Flur hinein. Und was lag da? Meine riesengroße Maske. Eine afrikanische Maske aus Bali. Die einfach so, mir nichts dir nichts, von der Wand fiel. Verwundert lief ich hin, der Schreck ließ in diesem Moment nach, aber es war trotzdem unheimlich und da sackte mein Kreislauf ab. Ich ging in die Knie und rief: Oh mein Kreislauf… – Ich fing mich aber wieder und versuchte herauszufinden, wieso diese heruntergefallen war. Es gab keinen Grund. Die war einfach so abgefallen mit einem Karacho runtergedonnert und eine Delle im Schränkchen gehauen. 

Jetzt wird es lustig. Nach dem Schrecken dann, bekam ich den totalen Lachflash. Andere sagten später, in mir sei der Lachgeist gefahren. Ich lachte und lachte , aber so komisch, nicht wie sonst. Kicherte immerzu ein hiehiiiiehiieehiii, nicht hahhahahaa, wie sonst , sondern so. Ich konnte nicht mehr aufhören. Hielt mich lachend am Küchentisch fest als plötzlich eine kleine dunkle Gestalt neben mir stand und ich laut aufschrie. Und als ich erkannte, dass es eins meiner Kleinen war, die aufgewacht ist, lachte ich umso mehr. Nahm lachend das Kind auf dem Arm. Setzte sie lachend auf die Küchentheke, öffnete lachend einen Schrank und holte lachend Schokolade raus, die wir lachend naschten und mit ihr lachend wieder ins Bett ging und dort lachte ich noch zehn Minuten weiter. 

Es war wirklich merkwürdig alles. Jetzt bin ich seit drei Jahren raus da, und hier in der neuen Wohnung passieren keine unheimlichen Dinge. Komische Träume habe ich auch seltener und wenn was passiert, dann weil mein Kind im Flur im weißen Hemd mich erschreckt oder im Dunkeln mich vor einer Jacke am Haken erschrecke, weil ich dachte, da stehe jemand. 😂

Paranormal, zum Zweiten.

Mir sind noch ein paar Sachen eingefallen, eine sehr gut befreundete Familie betreffend. Bei denen ist so einiges passiert. Früher lag die Oma im Krankenbett in der Wohnung herum und redete null. Nie. Eines Morgens aber, als der älteste Sohn zur Arbeit wollte wurde sie hellwach und hysterisch: „IHR KÖNNT DEN HEUTE NICHT GEHEN LASSEN!“. Da dachte sich niemand was bei. Bis nachmittags die Nachricht kam, daß er durch einen Arbeitsunfall gestorben ist. Einige Nachbarn aus der Häuserreihe sagen übereinstimmend, sie haben ihn morgens noch gesehen, wie er in dem dichten Nebel verschwand. Außer in dieser Häuserreihe war nirgendwo Nebel.

Jahre später lag der Vatter im Krankenbett zuhause, ernährte sich fast nur von hartem Alkohol und löste sich allmählich auf, von innen. Sprechen ging nicht mehr so, er kritzelte immer was auf Zettel, was aber täglich schwieriger zu entziffern war. Eines Abends, nachdem tagelang nix von ihm kam schrieb er in einer wunderschönen verschnörkelten Schrift auf einen Zettel: ENDLICH IST HEILIGABEND. Und ein paar Minuten später war er tot.

Jetzt fällt mir noch was ein. Ich habe mal einen im Krankenhaus besucht und einen Nierenstein-Patienten kennengelernt. Er erzählte mir, seine Eltern haben sich beide totgesoffen (Russen.Vodka.) und hatten kurz vorm Ende beide kein Kurzzeitgedächtnis mehr. Die Mutter ist zuerst gestorben und alle fragten sich wie der Vater jetzt alleine klarkommen soll. Der kam aber super klar, denn: Er meinte, seine Frau hätte ihm gestern (nach ihrem Tod also) alle Haushaltsgeräte erklärt. Vorher hatte er die nie bedient und jetzt hatte er alle Waschprogramme drauf.

Ich hab auch schon Gedankenübertragung bzw. Gedankenkommunikation erlebt. Sehr überraschend für alle Beteiligten. Aber es geht.

Was ist schon (para)normal?

Ich habe nicht die geringste Ahnung. Ich habe gegrübelt und gegrübelt, aber mir fällt nichts ein, was mir bisher im Leben widerfahren ist, das ich als paranormal bezeichnen würde.
Mit einer Ausnahme vielleicht. Aber selbst hier würde ich doch eher von einem seltsamen Zufall sprechen:
Mein wirklich immer zuverlässiges Auto ließ sich an einem Morgen im Januar 2015 nicht starten, als ich mich auf den Weg zur Arbeit machen wollte. Es war die Batterie, die genau an dem Tag ihren Dienst verweigerte und mich damit zwang, daheim zu bleiben, an dem meine liebe Mutti für immer von uns gegangen ist. Dadurch habe ich die für mich bisher traurigste Nachricht meines Lebens zuhause erhalten. Dafür habe ich ein wenig Dankbarkeit empfunden.

Und was ist gruselig? Synonyme für Gruseln sind unter anderem sich fürchten, sich ängstigen, das kalte Grausen bekommen.
Dazu habe ich seit bald 30 Jahren eine Geschichte in petto, die ich höchst selbst erleben mußte. Nichts Paranormales, aber etwas für mich wirklich Grauenvolles.
Drei Tage, bevor mein lieber Mann dreißig Jahre alt wurde, brach er sich (übrigens an einem Freitag, dem 13.) ein Bein. Er mußte ins Krankenhaus, wurde operiert und mußte für etwa zehn Tage da bleiben.
Am selben Abend bekam ich einen seltsamen Anruf von einem Mann, der mich fragte, ob ich *Berta* bin. Arglos, wie ich war, bejate ich seine Frage. Von da an weiß ich nicht mehr viel. Nur, daß ich erst einmal noch keine Angst empfand. Als dieser Mann mich allerdings in den folgenden zwei Wochen jeden Abend mehrmals bis zig mal anrief, behauptete zu wissen, wo ich wohne und mich auf eine ganz subtile Art manipulierte, verlebte ich die ängstlichsten Nächte meines Lebens. Ich war nicht mehr ich, völlig von der Rolle und nur noch erfüllt von irrationaler Angst. Wenn man so etwas nicht selbst erlebt hat, dann hat man nicht die geringste Vorstellung, was Telefonterror mit einem machen kann. Und sicher könnte man jetzt fragen, warum ich denn nicht einfach den Telefonstecker gezogen habe. Dumme Frage, nächste Frage. Rationalität ist in dieser Situation ein Fremdwort. Ich wollte wissen, oder dieser Mensch tatsächlich weiß, wo ich wohne. Und wenn er mich anrief, dann konnte er wenigstens nicht gleichzeitig vor unseren Fenstern oder der Tür stehen, denn Handys waren damals noch nicht erfunden. Die Polizei hatte ich informiert. Man konnte mir allerdings nicht helfen. Unsere hübschen Rollos waren relativ durchsichtig. Ich saß also abends regelrecht auf dem Präsentierteller. Mein Mann konnte mir ebenfalls aus seinem Krankenhausbett heraus nicht helfen. Meine beste Freundin verbrachte später ein paar Nächte bei mir, weil ich schon ein nervliches Wrack war. Der Terror hörte erst auf – dann allerdings abrupt – als mein Mann wieder daheim war und diesem Psychopathen beim ersten Anruf klar machte, wo der Hammer hängt. Ich habe nie heraus gefunden, wer der Anrufer war.
Ich bin kein zart besaiteter Angsthase, aber diese Zeit hat mich sehr geprägt. Noch heute melde ich mich in den seltensten Fällen mit dem Namen am Telefon. Ich sage immer nur „Hallo“, außer natürlich auf der Arbeit. Unsere Telefonnummer hat seitdem nie wieder in irgend einem Telefonbuch gestanden. Und jetzt hier in Schweden steht auch unser Name nicht am Briefkasten, sondern nur unsere Adresse. Der Briefkasten befindet sich gut fünfzig Meter die Straße runter, zusammen mit ein paar anderen, und die Hausnummer steht auch nicht an unserem Haus.
Aber ansonsten bin ich normal… 🙂

Paranormal… in der Stadt

Ich komme aus einer Kleinstadt im Schwäbischen. Da passiert nix, da ist Paranormal, wenn einer die Kehrwoche nicht pünklich macht. Ein Idyll der Rationalität und Rechtschaffenheit. Geister haben da keinen Platz.

Dennoch.

Meine Schwester und ich waren in meinem Auto, einem alten VW Käfer, unterwegs. Ich saß am Steuer, es war schon recht spät und wir fuhren von Stuttgart aus durch die Innenstadt von Ludwigsburg in Richtung Heimat. Die große Kreuzung in Ludwigsburg wird von einem Kunstwerk verziert, einer riesigen Schlange, die über die ordnungsgemäße Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung und den ganzen Rest der StVZO wacht. Die ist immer wach.

Also hielten wir genervt an der roten Ampel an, die natürlich endlos brannte. Wir unterhielten uns über den Ablauf des Abends und als es endlich grün wurde, fuhr ich in die Wilhelmstraße ein.

Mir war schlagartig mulmig zumute. Von einem Moment auf den anderen. Die Straße war leer. Kein Mensch, kein Fahrzeug. Aber mir war total unwohl. Jeder Nerv war angespannt, ohne dass es einen Grund gegeben hätte. Ich fuhr ganz vorsichtig und starrte aus dem Käferfenster. Es war wirklich nichts zu sehen, nur das Gefühl von Bedrohung wollte nicht verschwinden. Es war Sommer, aber ich fuhr so angespannt und aufmerksam, als wären wir auf Glatteis unterwegs.

Als ich eine Nebenstraße passierte, fuhr da, quasi aus dem Nichts, in abenteuerlicher Geschwindigkeit ein Fahrzeug heraus, unbeleuchtet und auch noch in einer dunklen Lackierung. Ich konnte nur durch das gleichzeitige Betätigen der Fuß- und Handbremse mein Auto noch vor dem Zusammenprall zum Halten bringen. Das andere Auto fuhr einfach weiter, in einem Affenzahn die Hauptstraße herunter und dann um die Ecke.

Meine Schwester guckte mich entsetzt an und fragte: „Gell, Du hast das auch gespürt?“ Und das, ganz ehrlich, fand ich am Gruseligsten.

Ich denke da heute noch voller Erstaunen daran. Dass wir Beide wussten, dass da etwas nicht stimmt. Was auch immer das war.

Meine paranormalen Erlebnisse. Creepy.

Hi there. Obwohl ich eigentlich sehr Realist bin, weiß ich das da noch was ist. Denn ich hab Sachen erlebt die echt komisch waren. Als ich so 14, 15 war, kam Black Metal auf, also so Metal mit satanischen Texten. Das fanden wir Blagen alle toll, vor allem weil die Erwachsenen sich drüber aufregten. Schnell besorgten wir uns so okkulte Bücher und trafen uns nachts auf dem Friedhof um so Sachen zu zelebrieren. Das war eine tolle Zeit, bis wirklich was passierte.

Es ging los mit unserer Mutprobe, man musste alleine über den ganzen Friedhof bis zum großen Kreuz und zurück. Während die Kirchturmuhr Mitternacht ankündigte. Das war nur für Anfänger schwierig, eigentlich passierte ja nix. Eines Nachts aber kam einer nicht zurück, wir haben ihn gesucht und komplett verängstigt (und vollgepisst) im Gebüsch gefunden. Er meinte, ein sehr großer weißer Mann hätte ihn gefragt ob er mitkommen möchte.

Trotzdem haben wir weitergemacht, mit Beschwörungsformeln aus Büchern wollten wir mit Dämonen Kontakt aufnehmen. Wir zündeten also in einem Keller eine Kerze an und jemand las das Zeug aus dem Buch vor. Schlagartig war das Licht aus, und als wir mit Feuerzeug und so guckten, sahen wir: Die Kerze war geviertelt, wie ein Kuchen.

An diesem Punkt haben wir aufgehört. Auch, wenn kaum jemand an Dämonen glaubt: Ich leg mich mit denen nicht an.

 

Meine gruseligen paranormalen Erlebnisse

Ich habe auch für dieses Thema gestimmt, weil ich so einiges an solchen Erlebnissen hatte.

ACHTUNG ES WIRD LANG.

Ich fange damit an, dass mir eine Tote erschienen ist…also ihr Geist.

Nach der Hochzeit mit meinem Göttergatten wünschten wir uns sehnlichst ein Kind. Es klappte knapp ein Jahr nach der Hochzeit mit dem Schwanger werden, doch leider kam dieses Kind, auf Grund unglücklicher Umstände, nicht auf die Welt.

In der Nacht, als ich es verlor, sah ich meine tote, gehässig grinsende Schwiegermutter zum ersten Mal. Sie stand vor meinem Bett und lachte mich aus. Ich dachte, dass ich das geträumt hatte und machte mir keine weiteren Gedanken.

In der nachfolgenden Zeit klappte es mit dem Schwanger werden aber leider nicht mehr. Ich hatte die Eltern-Zeitschrift aboniert und immer wenn ich diese aus dem Briefkasten holte, also einmal im Monat, sah ich meine tote Schwiegermutter oben an der Treppe der ersten Etage unseres Hauses stehen. Sie lachte mich aus, sah kalt auf mich herab und sprach sogar mit mir. Sie sagte, dass ich zu blöd zum Kinder kriegen wäre, dass hätte man ja schon bei der ersten Schwangerschaft gesehen und das ihr Sohn viel zu schade für mich wäre.

Jahrelang hatte ich dieses Erlebnis und mein GöGa dachte schon ich hätte einen an der Klatsche, bis er sie selber einmal gesehen hat.

Dennoch waren diese Erlebnisse so sureal, dass ich mit niemandem darüber sprach.

Als ich dann mit meinem Sohn schwanger war, hörten diese „Besuche“ auf und seither hab ich sie auch nicht mehr gesehen.

Ich mache weiter damit, dass ich oft Vorahnungen habe.

Meist betreffen sie meinen Mann.

So kam es, dass wir an einem Tag im Februar 2009 ins Bett gingen und ich so ein komisches Gefühl im Bauch hatte. Irgendwie sah ich so einen komischen dunklen Kranz um den Kopf meines Mannes und sagte ihm das auch. Wir taten, was Eheleute so im Bett tun und auf einmal sah ich, wie ein Blitz über seinem Kopf explodierte. Ich fragte was los sei und er sagte, dass er auf einmal sehr starke Kopfschmerzen hätte. Seine Augen wurden ganz schwer und seinen linken Arm konnte er nicht mehr richtig bewegen. Ich wollte den Notarzt rufen, doch er lehnte wehement ab. Ich schwatze ihm zwei Asprintabletten auf und rette ihm damit wohl das Leben. Aber dazu komme ich später.

Im Oktober 2009 war mir wieder so komisch zumute. Schon Mittags machte sich wieder dieses mulmige Gefühl in mir breit und ich fragte meinen Mann tausend Mal, ob es ihm gut ging. Ja, alles okay. Am Abend dann, er las in einer Zeitung, meinte er auf einmal, dass ihm die Buchstaben vor den Augen verschwimmen würden. Ich war total alamiert.

Ich dachte sofort an einen Schlaganfall und tat, was man dann tut. Ich machte Tests mit ihm. Ich ließ ihn die Zunge rausstrecken, er sollte einen bestimmten Satz nachsprechen, er sollte auf einer Linie laufen etc..

All dies ging entsetzlich schief und so rief ich den Krankenwagen. Er kam ins Krankenhaus und direkt auf die Stroke Unit. Es war tatsächlich ein Schlaganfall und man konnte im CT Bild sehen, dass er wohl schon mal einen hatte. Jetzt komme ich wieder zum Februar, wo die Asprin Tablette ihm, weil blutverdünnend, tatsächlich das Leben gerettet hatte.

Es ging glimpflich ab, er behielt keine Schäden zurück. Es stellte sich raus, dass er ein Herzproblem hat und deshalb die Schlaganfälle hatte.

Nun am 1.1.2010 brachte ich ihn wieder ins KH. Wieder war da vorher dieses komische Gefühl und wieder täuschte ich mich nicht. Dieses Mal war es kein Schlaganfall sondern ein epileptischer Anfall, der sich aber genau wie ein Schlaganfall äußerte. Somit wurde festgestellt, dass die Epilepsie durch die Schlaganfälle ausgelöst wurden und er nun dagengen Medikamente einnehmen musste. Wir erlebten solche Situationen noch häufiger und ich wußte immer vorher, dass wieder etwas kommt.

Bei der Sache war am gruseligsten, dass wir einmal Urlaub in Holland gemacht habe und ich irgendwann da saß und im Wörterbuch nachgeguckt habe, was Schlaganfall und Epileptiker heißt. Am nächsten Abend knallte es dann wieder.

So und ich höre auf damit, dass ich einen Engel gesehen habe.

Im Oktober 2010 bekam mein Mann in Holland wieder einen epil. Anfall. Nachdem ich ihn im KH gut versorgt wußte, bin ich zuhause ziemlich schnell ins Bett gegangen.

Die Nacht war sehr stürmisch, es regnete und gewitterte.

Irgendwann in der Nacht wurde ich durch einen lauten Donnerknall wach. Ich schlug die Augen auf. Draußen war es noch dunkel. Ich wuselte mich aus meine Bettdecke und erstarrte mitten in der Bewegung.

Vor meinem Fußende stand jemand und sah mich an. Ich dachte an einen Einbrecher, hielt die Luft an und schloß die Augen. Ich betete und hoffte, dass die Gestalt wieder weg war, wenn ich die Augen öffnete. Doch als ich die Augen öffnete stand die Gestalt immer noch da. Sie leuchtete in einem strahlendem Weiß und ich musste die Augen zusammen kneifen, weil das Licht so blendete.

Ich starrte dieses Gebilde an, als es plötzlich Richtung Schrank lief. Dort blieb es stehen, breitete seine Flügel aus und flog mit schneller Geschwindigkeit am Bett vorbei durch die Wand.

Ich saß noch lange im Bett und fragte mich, ob ich mir das eingebildet hatte? Aber, ich war wach und dieses Gesalt absolut real…das war mir auch deshalb klar, weil mein Hund ebenfalls sehr angespannt diese Gestalt angeschaut und zwischendurch auch kurz angeknurrt hat.

Seit April 2011 ist mein Mann übrigens anfallsfrei und ich habe auch keine bösen Vorahnungen mehr.

Naja, wenn man davon absieht, dass ich es gespürt habe, als meine Mutter am 5.3. am frühen Morgen gestorben ist. Ich habe mich, im Traum, in ihrem Zimmer stehen sehen, als die Ärztin sie für tot erklärt hat. Kurz darauf bin ich aufgewacht und keine 30 Sekunden später ging mein Handy und die Ärztin sagte mir, dass meine Mutter gestorben sei. Ich meinte nur: Ich weiß.

Ja, dass waren meine Erlebnisse. Ich hoffe, ich hab euch nicht zu sehr gelangweilt. 😉

Das schwebende Gesicht

Es war 2008 im Sommer, ich wohnte zu der Zeit alleine. Eines Nachts hatte ich einen krassen Traum. Da war plötzlich nur weißes Licht und dann tauchte da ein kleiner Punkt auf. Beim Näherkommen entpuppte sich dieser Punkt als Kopf. Und irgendwann konnte ich erkennen, dass es sich dabei um die Freundin meines Cousins handelte. Ihr Kopf kam immer näher, so ähnlich wie ein Luftballon, der auf einen zuschwebt. Es war ziemlich gruselig und als das Gesicht da war, wachte ich auf. Ich hatte Herzrasen, mir war echt komisch und so stand ich auf und trank erst mal ein Glas Wasser. Ich sah auf die Uhr – kurz nach vier Uhr.

Der Traum, obwohl nichts Schlimmes geschehen war, hing mir den ganzen Tag nach. Ich wurde den Gedanken daran nicht los, denn ich hatte schon mal einen ähnlichen Traum gehabt.

Aber eigentlich war alles ganz normal – gegen Abend klingelte das Telefon. Es war meine Mama und sie erzählte mir, dass die Freundin meines Cousins zusammen mit drei anderen jungen Menschen bei einem Autounfall ums Leben gekommen war. Ich war natürlich schockiert und ziemlich traurig, aber nicht wirklich überrascht. Als meine Oma 1996 gestorben ist, hatte ich nämlich exakt den gleichen Traum – allerdings war es damals das Gesicht meiner Oma gewesen, dass mir entgegen geschwebt ist.

Das Spukhaus …

Das Haus im Jahre 2005

Lange habe ich überlegt, über welche Geschichte ich schreiben soll. Nun, es war keine leichte Entscheidung und ich habe mich entschieden über meine erste „Begegnung“ mit einem spukenden Geist einer Frau, zu schreiben.

Meine Familie und ich lebten damals in Ostpreußen, in einer alten Garnisonsstadt. Dort stand auch die Villa, mein Geburtshaus. Diese wurde ca. 1910 von dem Bruder meines Großvaters, der königlich preußischer Baumeister war, erbaut. Die Villa überstand zwei Weltkriege und war Eigentum meiner Familie. In den 50er und bis Ende der 60er Jahre war es unser Zuhause. Im Hochparterre wohnte eine polnische 5-köpfigeFamilie aus Warschau, und wir, Mutter, Vater, Großmutter, ich und meine beiden Brüder wohnten im 1. Stock des Hauses. Der Keller war ebenfalls zum Wohnraum umgebaut worden und dort wohnte ein Cousin meiner Mutter, mit seiner Familie. Wohnraum war damals knapp, weil die meisten Häuser durch den Krieg zerstört worden sind und so lebte man recht beengt aber froh, ein Dach über dem Kopf zu haben.

Wir hatten damals zwei große Zimmer, die eine Verbindungstür hatten. So konnte man vom Flur aus beide Zimmer betreten und rund laufen, von einem Zimmer ins andere und wieder auf den Flur. Die Zimmer hatten sehr schöne Erker und jedes der Zimmer hatte einen Kachelofen. Das eine ging zur Straße, das andere zum Garten hinaus. Dann war da eine Küche (früher war es ein großes Badezimmer, das zur Küche umgebaut wurde), und eine große Diele mit einem Flur. Vom Flur aus ging eine lange Treppe runter, dort befand sich ein WC und ein Stockwerk höher, war der Dachboden mit 3 Kammern. Eine von den Kammern, mit Blick auf die Straße, wurde später mein Mädchenzimmer. Meine Eltern und mein jüngster Bruder, der gerade geboren wurde, schliefen im Zimmer zur Straße und die Oma, mein Bruder und ich, schliefen im Zimmer zum Garten.

Ich war damals ungefähr 4 ½ Jahre alt, als ich die unheimliche Frau gesehen hatte, die im Haus umging.

Eines Nachts wurde ich wach. Es war dunkel und das Licht des Mondes schien ins Zimmer. Ich sah eine schwarze Gestalt, die wie eine Nonne aussah und sich langsam, fast schwebend, oder als wenn Sie sich auf Rollen bewegen würde, am Kachelofen vorbei, zum Fenster hin bewegte. Sie verharrte am ersten Fenster und schaute hinaus in den Garten. Dann bewegte sie sich zum zweiten Fenster, verharrte dort und schaute in den Garten hinaus. Ich dachte, es wäre meine Oma und habe Sie laut gerufen. Mein Bruder wurde wach und schrie. Da ging die Verbindungstür auf und meine Oma und Mutter betraten das Zimmer. Sie hatten uns Kinder beruhigt und mir eingeredet, ich hätte „nur“ geträumt.

Ich hatte noch mehrmals die „Erscheinung“ in meinem späteren Mädchenzimmer gesehen, und jedes Mal schaute Sie zum Fenster hinaus. Beunruhigt war ich nicht, denn immer dachte ich, dass meine Mutter, bzw. meine Oma es gewesen wären, die nach mir geschaut hätten. Dem war nicht so, denn mein Zimmer hatte ich immer von innen verriegelt. Erst einige Jahre später, als wir schon in Deutschland lebten, erfuhr ich von meiner Mutter, dass es wirklich bei uns im Haus gespukt hatte.

Nur meine Mutter, ich und die Polen Oma von Unten, hatten die Erscheinung gesehen. Ich erinnere mich, dass oft Priester bei uns im Haus waren und mit Weihwasser die Räume besprengten und beteten. Unsere Hunde hatten manchmal Angst im Flur zu schlafen. Es gab Nächte, in denen die Hunde sehr unruhig waren, heulten, winselten und wenn man sie ins Zimmer ließ, dann standen ihnen die Rückenhaare hoch und sie zitterten am ganzen Leib.

Von meiner Mutter weiß ich, dass diese Erscheinung im ganzen Haus umging. Von Raum zu Raum, von Fenster zu Fenster und immer hinaus schaute, als ob Sie auf irgendwas warten würde. Mutti erzählte mir, das in den Kriegsjahren dort eine junge Frau unter mysteriösen Umständen ermordet wurde. Aufgeklärt wurde der Mord nie.