Fasching, Fasnet, Karneval …

…oder wie es sonst noch genannt wird.

Ich fand es als Kind toll, auch wenn ich nur ein paar Mal auf einem Kinderfaschingsball war.

Später ging ich mit meinen Kindern auf Kostümfeste und nähte sogar einige Kostüme selbst; bastelte die dazugehörigen Utensilien. Nicht nur, weil es mir Spaß machte, sondern auch, weil es einfach billiger und unsere Haushaltskasse „klein“ war.

Ein paar Jahre gingen wir mit Freunden auf einen Faschingsball am Samstagabend vor Rosenmontag, wenn wir für die Kinder eine Beaufsichtigungsperson fanden. Es wurde gequatscht, getanzt und viel gelacht. Eine lustige Abwechslung zum Alltagsgeschehen.

Wir besuchten einige Umzüge, bei denen meine Kinder reichlich Bonbons und anderes Zeugs mit nach Hause trugen. Meist waren wir in Begleitung von Freunden, die auch ihre Kinder dabei hatten.

Als wir auf der Alb lebten, baute ich sogar einmal ein kleines Schiff mit meinem jüngsten Junior, das er dann stolz beim Umzug als Pirat hinter sich her zog. Dort kam man um die „Fasnet“ gar nicht ganz herum – schon gar nicht wenn man Kinder hatte.

Später war ich dann nur noch einmal so richtig dabei und ging sogar zu einer Prunksitzung – hier in der Nähe. Die damalige Freundin meines jüngsten Juniors, war seit klein auf Tanzmariechen und stand mit auf der Bühne. Von dem Besuch ist auch noch mein Krankenschwestern-Kostüm erhalten geblieben, das nun meine „Mathilda“ trägt, die mir ab und zu als „Türstopper“ dient. Frühere Leser kennen Mathilda vielleicht noch aus einem Beitrag von mir. 😀 Vielleicht mache ich mal wieder einen von ihr. 😉

Heute ist es so, dass ich nur noch wenig mit Karneval zu tun habe. Ich habe nichts dagegen, aber beschäftige mich nicht mehr so damit. Im Club, da mache ich den Teilnehmern schon mal, mit einer „kleinen Kostümierung“, eine Freude am Rosenmontag , ansonsten geht es eher an mir vorbei.

Ich denke, die meisten Menschen, schlüpfen gerne mal in eine andere Rolle und beim Fasching stört das dann niemanden. Man muss ja nicht die „Sau“ rauslassen, aber man kann sich vielleicht einmal ungeniert wie jemand anderes „bewegen“. Ich finde, wer das mag, der soll ruhig die Faschingstage genießen. Nur ein Ausnutzen, um dann so´nen richtigen Scheiß anzustellen, der nichts mehr mit fröhlicher und lustiger Ausgelassenheit zu tun hat, das finde ich abartig.

Also, in diesem Sinne: „Alaaf, Helau, Hei Jo, Rälle Hui!“ … usw. 😀

 

Fasching – ja oder nein?

Hallo ihr Lieben,

Fasching, Karneval oder wie man es noch so nennt, ist für mich immer so ne Sache.

Als Kind habe ich es geliebt, mich zu verkleiden und auf unseren Umzug zu gehen. Mittlerweile finde ich das nicht mehr so spannend.

Ich akzeptiere diesen Brauch und mache ihn auch den „echten“ Fassenachtern nicht madig. Nur ich selbst brauch ihn eben nicht.

Ich versuche auch sämtliche Veranstaltungen im Fernsehen zu meiden. Irgendwie finde ich das nicht toll. Einzige Ausnahme ist die Fastnachtssitzung in Franken aus Veichtshöchheim. Ansonsten meide ich wirklich sämtliche Veranstaltungen.

Allerdings muss ich aber auch sagen, dass wenn es so kommt und ich mit Leuten spontan auf eine Faschingsfeier gehe, dann verkleide ich mich auch (nicht ausgefallen, aber ein bisschen schon) und feier ordentlich mit. Nur suche ich halt keine Veranstaltungen aktiv heraus. Aber wie gesagt, ich überlasse den Fassenachtern gern die 5. Jahreszeit und erfreue mich auch an deren Freude, nur ich brauche es nicht.

Und so schließe ich meinen Beitrag und wünsche euch noch einen schönen Freitag.

Eure Ann

 

Karneval feiern? Wenn es sich ergeben sollte…

Der Großstadtwanderer ist kein fanatischer Karnevalsgegner, aber auch kein passionierter Karnevalist. Er fährt während der entsprechenden Jahreszeit nicht in die närrischen Hochburgern und hat auch wenig Interesse darn, sich im Fernsehen eine Prunksitzung reinzuziehen. Doch sollte dort, wo er gerade ist, eine Karnevalsfeier im Angebot sein, kann er sich eine Beteiligung an derselben durchaus vorstellen, falls er nichts besseres vorhat…

Sein bislang letzter Besuch…

…einer Karnevalsfeier fand statt in jenen Tagen, als die geheimnisvolle Besucherin zum ersten Mal auftauchte. Das ist jetzt 13 Jahre her und ward am Ende gekrönt mit dem ersten Platz für die merkwürdige Maskerade. Beteiligt an dem Auftritt waren neun Personen, die sich als Sonnensystem verkleidet hatten. Alle trugen einen grauscheckigen Overroll und der Großstadtwanderer meinte, damit sähen sie eher aus wie eine Aufräumtruppe aber nicht wie Sonne, Mond und Planete. Daher bekamen alle, quasi als i Tpfelchen, einen Ballonlampenschirm, in den sie mit dem Kopf hineinkriechen mussten. Im Augenbereich gabs einen schmalen Schlitz, durch den allerdings kaum was zu sehen war.

Als sie zum Auftritt gerufen wurden…

…verrutschte dem Großstadtwanderer der Lampenschirm, sodass er nun gar nichts mehr sehen konnte. Einigermaßen hilflos fummelte er auf der Suche nach der geheimnisvollen Besucherin in der Luft herum. Dabei erwischte er eine falsche Frau, die allerdings genau so klein und ähnlich geformt war, sodass er seinen Irrtum erst am Ende des Auftritts bemerkte. Vorher musste er als Teil des Sonnensystems noch hoch auf die Bühne ohne zu wissen, wo hin er seine Füße setzen sollte. Dabei macht er einen falschen Schritt und stützte mit der kleinen Frau an seiner Seite eng umschlungen hinab in den Elferrat, der auf der unteren Ebene der Bühne hockte. Offenbar hielten das alle für eine absichtliche Showeinlage und applaudierten wie die Verrückten während die beiden Abgestürzten von den anderen Planeten wieder nach Oben gezogen wurden.

Nein, es gab keine Blessuren…

…und auch keine Beulen oder Knochenbrüche – nur belustigtes Gelächter der anderen Planeten, als der Großstadwanderer nach Abnahme der Ballonlampenschirme seinen Irrtum bezüglich der kleinen Frau in seinem Arm bemerkte. Geschadet hat es ihm aber nicht und die geheimnisvolle Besucherin war keineswegs böse. Seither sind die Beiden nie mehr auf einer Karnevalsfeier gewesen – allerdings nicht aus Sorge vor erneuten Verwechselungen, sondern weil sich spontan keine Gelegnehit ergeben hatte. Vielleicht nächstes Jahr – mal sehen…

 

 

Karneval? Fasnet!

Bei uns gibt es keinen Karneval. Als ich Kind war, da konnte man sich am Faschingsdienstag mal als Cowboy, Indianer oder Prinzessin verkleiden. Aber eher nicht.

Der einzige Faschingsverein, den ich aus Stuttgart kannte, hieß Zigeunerinsel, benannt nach ein paar Äckern, auf denen früher die durchziehenden Völkchen bleiben durften, in Stuttgart selbst war es ihnen verboten zu übernachten.

Großen Eindruck machte das Treiben des Vereines nicht, mein Vater sah mit mir dem etwas jämmerlich daher kommenden „Umzügle“ nach und meinte verächtlich, das sei doch alberne Zeitverschwendung.

Mittlerweile ist es schon besser geworden, es gibt in Stadthallen Faschingsbälle und in kleineren Ortschaften ist das ganz beliebt.

Was jedoch immer stärker wird, ist die schwäbisch-alemannische Fasnet. Eigentlich ist dieses Brauchtum eher im Süden verbreitet und macht in der schwäbischen Alb Halt. Stuttgart blieb davon unberührt und ich komme aus dem Norden Stuttgarts, wir bleiben völlig außen vor. Zu südlich für den Karneval, zu nördlich für die Fasenet.

Aber über Orte wie Tübingen, Sindelfingen oder Leonberg kroch die Fasnet langsam aber sicher in Richtung Norden.

Hier sind sie also, die Narren, die Hästräger, Hexen und Hansel. Bedrohlich sehen sie aus, mit ihren lauten Schellen, den Prügeln in der Hand, den grinsenden Hexengesichtern. Dem Winter wollen sie Angst und Beine machen. So laufen sie durch die Straßen und Gassen, jeder Schritt lässt rhythmisch die Schellen klirren. Auf manchen Kostümen werden Nussschalenhälften zu tausenden aufgenäht, Holzmasken schauen wütend in die Menge, aus Stroh gefertigte Gewänder rascheln geheimnisvoll.

Ich mag die jungen Burschen, die geschwind beim Umzug die Regenrinne hinaufklettern, um den Mädchen auf den Balkonen einen Kuss zu rauben oder Kinder zu entführen. Laut sind sie und wild und wunderbar! Und der Winter, der bekommt richtig Angst!

Einmal wollte einer der Wilden Leute ein Kind entführen, das dann aber jämmerlich zu weinen anfing. Da nahm der Hästräger die Maske ab und tröstete das Kleine, bis es ganz beruhigt wieder der Mutter übergeben werden konnte. Ein toller Kerl war das!

Ich mag die Fasnet sehr. Dieses alte Brauchtum, aus den Wurzeln von Aberglaube, Trotz gegen die Natur und ein wenig Kampfgeist geboren, hat die Jahrhunderte ganz gut überstanden. Und es zeigt auch, wie harte Lebensbedingungen im kälteren Süden mit seinem oft schlechten Ackerland eine ganz andere Kultur hat entstehen lassen, als das im Rheinland der Fall war.

Mein Schwiegervater stammt aus Köln. Immer, wenn wir im Februar zu Besuch sind, gucke ich ganz amüsiert das Wochenblatt durch. Jede Straße hat dort scheinbar einen eigenen Karnevalsverein, das Blättlein ist voll von Geschichten und Berichten über die närrische Zeit.

Ich machte einmal eine Bemerkung darüber, dass Karneval in meiner Region keine große Rolle spielt. Da erzählte mein Schwiegervater mir, dass seine Mutter jedes Jahr die gute Aussteuerwäsche in die Pfandleihe brachte, damit man Karneval feiern konnte. Anschließend musste man dann sparen, um die Wäsche wieder holen zu können.

Im Schwäbischen ein undenkbares Sakrileg, ich kann es mir immer noch nicht richtig vorstellen. Bei uns waren früher die Menschen bettelarm und verkauften ihre Kinder in die Schweiz, um den Winter überleben zu können. Wer hätte da Wäsche abgegeben, um Karneval zu feiern?

Also bleiben wir Schwaben bei unserer schwermütigen Fasnet und überlassen es den leichtlebigen Rheinländern Funkenmariechen tanzen zu lassen. 🙂

Karneval – lang ist es her

Zum Karneval bin ich durch meinen Mann gekommen. Der hat, für einen Verein, 1968 angefangen den Motivwagen mit dem Trecker zu ziehen. Irgendwann wurde er dann zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt.

1989 sind wir zusammen gekommen und von da an war ich eigentlich mit dem Virus Karneval infiziert. Wir traten dem Verein „richtig“ bei. So mit Mitgliedsbeitrag, Uniform und so.

Wer glaubt, das Karneval nur „Spaß und hoch die Gläser“ ist, hat eine ganz falsche Vorstellung. Karneval ist für die Vereinsmitglieder Arbeit – vor allem dann, wenn eigene Sitzungen gemacht werden und eben ein eigener Wagen, oder zwei, gebaut werden.

Zum Feiern und sich besaufen kommt man da kaum.

Unser Verein hatte drei eigene Sitzungen. Kinder- Damen- und Herrensitzung. An einem Wochenende. All diese Sitzungen müssen organisiert werden. Die Halle muss gemietet werden, die Tische und Stühle müssen aufgestellt werden, das Program will organisiert sein etc. pp.. 3 Tage harte Arbeit und nach diesem Sitzungswochenende brauchte man 1 Woche Urlaub um wieder „normal“ zu werden.

Der Wagenbau beginnt im Oktober. In einer kalten Halle ohne Heizung. Stunde um Stunde wird da investiert für 3 kilometerlange Karnevalsümzüge, die nach ein paar Stunden wieder vorbei sind.

Sitzungen der Gastvereine wollen auch besucht werden. Orden und Bützchen werden verteilt und durchaus ernste Gespräche geführt.

Ich war im Verein erst Schriftführerin und dann Geschäftsführerin. Der ganze Papierkram will auch erledigt werden und eigentlich gab es nichts anderes mehr, als Verein, Verein, Verein.

Nach einigen Unstimmigkeiten und Querelen wurde es uns dann, nach vielen Jahren, zu viel. Man tut und macht, opfert seine Freizeit und kriegt dann doch nur einen Tritt in den Arsch. 2006 haben wir dem Verein dann den Rücken gekehrt und seit dem nichts mehr mit Karneval am Hut. Selbst im Fernsehen schauen wir keine Karnevalssendungen mehr an. Zur Karnevalszeit selbst sind wir jetzt meist in unserem kleinen Haus am Meer. Da ist es ruhig und nicht überall ertönt Helau und Alaaf.

Karneval …

Jetzt ziehe ich sicherlich drei Viertel des Hasses auf mich, aber ich finde Karneval so richtig doof. Ich glaube, dass das nicht schlimm ist, weil „doof“ ja genau der Anspruch ist, der erfüllt werden soll.

Im Allgemeinen begrüße ich jeden Grund zum Feiern – sollen sie doch alle machen, denn wir haben in unseren Alltagen so wenig Raum dafür. Aber warum muss man sich denn dazu verkleiden?

Ich verstehe das Verkleiden einfach nicht. Es ist durchaus lustig anzuschauen, doch ich für mich selbst empfinde dabei kein Vergnügen. Was ist denn so toll daran, sich in ein sexy Kätzchen, eine Hexe, Prinzessin, einen Clown oder eine fette Hummel zu verwandeln und in eine andere Rolle zu schlüpfen? Also… mir will nicht in den Sinn, warum man sich buchstäblich freiwillig zum Affen macht. Dahinter steckt weder Sinn noch Tradition, das ist einfach nur unnütz 😉

Zu meiner Verteidigung habe ich zu sagen, dass ich dem Verkleiden grundsätzlich nichts abgewinnen kann. Das mag daran liegen, dass ich mich schon genug im Job und in bestimmten Alltagssituationen verkleiden muss und die meiste Zeit meines Tages nicht ich selbst sein kann. Das beginnt beim Kostüm für die Arbeit (Büro), dem Abendkleid zu festlichen Anlässen oder dem seriösen Outfit zu Vorstellungsgesprächen und gipfelt im mich nicht mehr betreffenden Bereich „Uniform“ – was für eine dekadente, elitäre und sinnlose Sache sind denn Uniformen, egal ob für die Schule oder fürs Militär? Funktionskleidung, etwa für Pflegepersonal, sehe ich ja noch ein, das muss halt effizient und billig sein, aber dennoch ist es eine Form von Verkleidung. Und überhaupt! 😀 Ist schon einmal jemandem aufgefallen, dass alle diese Business-Pinguine mit schwarzer Hose und weißem Hemd wie Kellner aussehen? Warum ist ein und das selbe Outfit auf zwei so unterschiedliche Arten interpretiert und verfehlt es damit nicht komplett seinen Zweck? Jetzt schlummert zwar kein Punker an mir (das wäre ja auch wieder nur verkleidet), aber es ist einfach nicht mit meiner Persönlichkeit und meinem Freigeist vereinbar, dass bestimmte Situationen einen Dresscode erfordern. Natürlich – gäbe es keinen, würden ein paar Leute vielleicht nackig zur Arbeit gehen ;), aber wem schadet es denn, wenn morgen alle Stars in Jogginghose auf den roten Teppich gehen? Wem schadet es, wenn die Frau hinter der Kasse keinen firmeninternen Kittel, sondern ihren Lieblingspulli trägt? Jeder sollte sich wohlfühlen dürfen, jeder sollte sich selbst ausdrücken dürfen – und jemand, der an einem Tag im Jahr als Cowboy, Indianer oder Teddybär auftritt, der drückt sich halt nicht aus, sondern er verkleidet sich wieder so, wie er es im Alltag (für die Arbeit etc) auch tut.

… ich hab den Schreibfaden verloren. Also: verkleiden ist doof, weil man es, offenkundig ohne es zu bemerken, im Alltag die meiste Zeit über tun muss. Sich in Rock und Bluse / Hemd und Krawatte / Arztkittel / whatever zu hüllen ist nichts anderes als sich für einen Nachmittag in ein Clownskostüm zu stecken.

Ansonsten möge man mich bitte mal aufklären, was dabei den Reiz ausmacht.

Vielleicht gehe ich ja morgen als Einhorn zur Arbeit. Im Dresscode steht ja nur: „keine blaue Jeans“. Darin fühle ich mich sicherlich woher als in einer Schickimickibluse.

Ich mag Einhörner.

Karneval: Ja! Verkleiden: Nein!

Fasenacht die 5. Jahreszeit

 

Ich bin ein Kind der Fasenacht
Fasching, Fasnacht oder Karneval – die 5. Jahreszeit, das ist für viele Menschen eine willkommene Gelegenheit, einmal ganz anders zu sein: Da wird aus einem Studenten ein Fasnachtsbutz, aus einer Hausfrau ein Jeck und aus einem Bankangestellten gar ein schräger Indianer, Clown oder Hippie.
Die Aktiven freuen sich darüber, dass sie wieder einmal Gelegenheit haben, zu tanzen und zu feiern, sich mit Gleichgesinnten zu treffen und dem Alltag entfliehen zu können.

Dabei sind sich in diesen Momenten wohl die Wenigsten bewusst, dass sie jahrhundertealtes, überliefertes Brauchtum ausüben! Die ersten gesicherten Hinweise auf ein Narrentreiben tauchten im Hochmittelalter auf.

Das Verkleiden, Vermummen einschließlich des Maskierens ist wohl ein dem Menschen tief verwurzeltes Bedürfnis. Sich unerkannt ausleben zu können, in eine andere Rolle zu schlüpfen, sich überhöhen zu wollen, sich einmal losreisen von den Zwängen des Alltags, des Standes und der Religion ist über alle Kulturen und Zeitalter nachweisbar.

Fasching findet überall statt und macht auch vor den eigenen vier Wänden nicht Halt! Egal, ob groß, ob klein, gefeiert wird auch Zuhause. Dabei ist natürlich die gute Stimmung und gemeinsame Spiele sehr wichtig.

Sofern man kein Faschingsmuffel ist, freut man sich immer wieder auf die „Fünfte Jahreszeit“, welche eigentlich bereits am 11.11. beginnt. Der endgültige Startschuss fällt aber doch mit dem jeweiligen Krönungsball und der Höhepunkt der Fasnacht ist bei uns
der Gumpige Donnerstag mit dem Faschingsumzug.

In meinem Elternhaus war und ist die Fasenacht daheim und somit bin ich in der närrischen Zeit immer bei dem Trubel dabei.
Ich erinnere mich an schöne Umzugswagen welche mein Papa mit seinen Gehilfen herstellte und ich durfte immer auf einem Wagen mitfahren.

Auf der Bühne fühlte ich mich bis vor ein paar Jahren zuhause und ich erinnere mich an schöne Stunden umwogen mit ein bisschen Lampenfieber. Viele Jahre war ich mit meiner Nachbarin als „Ratschweib“ auf der Bühne

 

Verkleiden war für mich immer lustig und mit meinen Freundinnen war dies sogar zu jeder Jahreszeit ein unvergessliches Erlebnis. Der Dachboden mit seiner Kleiderkiste war immer wieder unser fröhliches Erlebnis.


Das Faschingsjahr 1961 , als mein Bruder Faschingsprinz war, geht sogar in meine Geschichte ein – ich lernte damals meinen heutigen Mann kennen.

Ganz besonders gefallen mir die Umzüge der schwäbisch-alemannische Fasnet“, mit ihren tollen Masken

Für mich ist Fasenacht ein Brauchtum der besonderen Art.

In der Fasenacht gibt es auch immer die Küchle und die Krapfen hmmmm… lecker !!!

Lustig ist die Fasenacht,
wenn mei Mutter Küchle bacht,
wenn sie aber keine bacht,
pfeif i auf die Fasenacht.

Ich grüße Euch alle mit meinem närrischen Gruß  „Eviva Mindelonia“