Gilt ein Fax auch als Liebesbrief?

Ich bin ein bissle spät, aber da es noch Nacht ist nach dem Freitag, schreib ich einfach schnell mal noch… 😉

Ich glaube, ich habe zwar Briefe geschrieben, aber nicht so wirklich einen Liebesbrief, in dem Sinne, dass der davon voll war, dass ich meine Liebe bekenne und jemanden „umschmeichel“. Zumindest erinnere ich mich an keinen. Könnte sein, dass ich meinem ersten Ehemann ein paar geschrieben habe, als er bei der Marine war. Wenn ja, gibt es die sicherlich noch; müsste ich mal nachschauen. Aber Postkarten habe ich geschrieben – „Liebespostkarten“. Liebesbriefe bekommen, habe ich zumindest mal einen, an den ich mich erinnere. Aber den habe ich weggeschmissen, nachdem ich meinen ersten Ehemann kennengelernt hatte.

Bei mir gab es (und es existieren auch noch einige) eher so kleine Notizen. Kleine „Liebeszettel“, wo kurze Liebesbezeugungen drauf standen, die dann hinterlegt wurden. Solche Zettelchen schreibe ich tatsächlich heute noch manchmal (und bekomme auch welche) und leg sie auf den Laptop, bevor ich das Haus verlasse oder es klebt mal ein Post-it irgendwo. Es gibt auch eine Tafel, auf der wir mal Nachrichten hinterlassen – auch liebe Mitteilungen. Den Badezimmerspiegel habe ich auch schon als Tafel benutzt und mit Lippenstift eine Nachricht hinterlassen.

Mein Ex-Ehemann hatte solch einen Zettel, auf dem ich ihm in einem sehr emotionalen Moment ein „Ewigkeits-Liebesversprechen“ geschrieben hatte. Den hat er in seinem Geldbeutel aufbewahrt. Er wollte ihn in Sicherheit wissen. Tja, es passierte dann irgendwann, gar nicht so sehr lange, bevor ich mich von ihm getrennt habe, dass er ihn während einer langen Nacht, in der er „um die Häuser zog“, seinen Geldbeutel verloren hat. Das hatte mit der Trennung nichts zu tun, aber interessant finde ich es trotzdem, obwohl ich nicht abergläubisch bin.

Mit meinem jetzigen Ehemann habe ich mich manchmal über Faxe ausgetauscht – so aus Jux und Dollerei. Da gab es ein paar „Liebesfaxe“, die ich aufbewahrt habe. Ich muss immer lächeln, wenn sie mir mal wieder in die Hände fallen und an unsere Zeit damals denken. Was man nicht so alles macht! 😀

 

 

# Mein LIEBESBRIEF – ERLEBNIS vor 52 Jahren #

Gedicht im Bild_ Hoffnung 1965

H o f f n u n g

Niemand weiß, 
dass nach langer Wartezeit 
ein Brief 
von dir 
aus weiter Ferne
meine Einsamkeit 
für Stunden hat vertrieben.

Alle glauben,  
dass ich glücklich sei,
wenn ich
durch die Straßen gehe 
und lächle …             

 Alle glauben, 
dass ich sorglos sei, 
wenn ich 
die Gitarre nehme
und singe…                                     

Alle glauben, 
dass ich verträumt sei, 
wenn ich 
abends im Park sitze 
und sinne…
Seit wir uns gesehen, 
tritt täglich mir
dein Bild vor Augen …
Und jeder Brief, 
der mich von dir erreicht, 
erweckt erneut in mir die Hoffnung, 
dass wir uns wiederseh’n …
___
(C) PachT
Veröffentlicht im “THÜRINGER TAGEBLATT“ vom 21.03.1966
sowie 2009  in: LITERAREON Lyrik-Bibliothek Bd. X , S. 185)
*****

 

 

 

 

.

 

Liebesbriefe…

Liebesbriefe. Mit dem Thema laufe ich nun im Hinterkopf herum und mir fällt nur eine einzige Geschichte dazu ein. Diesen Liebesbrief habe ich „geschrieben“, eigentlich finde ich das schade, jede Frau sollte doch wenigstens einen in der Schublade haben.

Ich bin nicht der romantische Typ. Rote Rosen sind an mich verschwendet, solche Liebesbezeugungen irritieren mich eher, heute weniger als früher. Als junge Frau kam es mir immer völlig unsinnig vor, dass Frauen sich mit so einem billigen, beliebigen Blümchen in den 7. Himmel versetzen ließen. Wie einfach für Männer, oder?

Mein Mann hat einmal etwas richtig Romantisches für mich getan. Wir waren in Italien zum Zelten und auf dem Rückweg fuhren wir an einer Straße am Meer entlang. Wortlos bog mein Mann auf einen Parkplatz, packte Tisch und Stühle aus, holte unser Vesper und wir saßen am Strand, mit sandigen Füßen und aßen unsere Brote. Wein gab es nicht, wir mussten ja noch fahren. Ihr seht, wir passen zueinander 🙂

Nun, bevor ich meinen Mann kannte, war ich Stammgast in einer Disko. Ich war da knapp 20 Jahre alt, sehr spröde und aus heutiger Sicht muss ich immer mal wieder die Augen über mich verdrehen. Ich hätte es mir schon leichter machen können, wenn ich mich mehr an weiblichen Verhaltensweisen orientiert hätte.

In dieser Disko gab es den etablissementeigenen, selbsternannten Casanova. Er war gar nicht wirklich gutaussehend, ich weiß nicht mal mehr seinen Namen. Aber er wusste sehr gut, wie man mit Frauen umgeht.

Er flirtete mit mir, schlug ein Rad wie ein Pfau, wusste auch so ein sprödes Ding wie mich zu nehmen. Ein toller Kerl, wirklich, lustig und charmant. Nach einem sehr netten Abend, bat er mich ihm einen Liebesbrief zu schreiben. Spontan sagte ich zu, bekam seine Anschrift, und dann saß ich daheim und brütete.

Mir war schon klar, dass er diese Briefe sammelte, da war ich sicher. Und ich verdächtigte ihn, diese Briefe im Kreise seiner Kumpels herumzureichen.

Aber ich hatte eine blendende Idee für meinen ersten, und wie sich herausstellen sollte, einzigen Liebesbrief:
Ich ging zu unserem lokalen Metzger, der verkaufte in hübschen Tonkrüglein Schweineschmalz. Ich machte daraus ein Paket, brachte es zur Post und verschickte es mit einer kleinen Notiz:
„Lieber XXX,
Du hast mich um einen Liebesbrief gebeten. Gerne komme ich Deiner Bitte nach.
Leider bin ich unter Zeitdruck und habe es deshalb ein wenig kurz gemacht.“

 

Liebesbriefe…

Liebesbeweis…sind Briefe, die mit Liebe geschrieben werden.

Es ist nicht viel, was ich zu diesem Thema beizusteuern habe.

Mit zehn Jahren habe ich an Frank, meine wohl erste Liebe und ebenfalls zehn, ein paar kurze Liebesbriefe geschrieben – und auch einige zurück erhalten. Wenn man diese Zettelchen denn so nennen kann, die wir an einem „geheimen Ort“ für den jeweils anderen zurück ließen. Frank war mein Freizeit-Spiel-Freund-Gefährte. Wir haben damals noch Mutti, Vati und Kinder gespielt. Das allerdings auch aus der Not heraus, dass wir beide fast ständig unsere jüngeren Geschwister an der Backe hatten… 😀

Später habe ich nur noch einmal für ein paar Wochen Liebesbriefe geschrieben. An meinen Mann, mit dem ich damals noch nicht verheiratet war. Allerdings lebten wir bereits zusammen. In dieser Zeit war ich anfangs hochschwanger, später dann Mama eines Babys – unseres Babys. Mein Mann war zu dieser Zeit wieder einmal einberufen worden. Das zweite Mal zum Reservistendienst. Und da wir noch nicht verheiratet waren, durfte er nicht einmal für einen einzigen Tag nach Hause kommen und seinen neu geborenen Sohn in die Arme nehmen. Deshalb ist er dann vor Ort auch ganz schön ausgetickt und durfte infolge dessen erst nach Hause, als die Dienstzeit abgelaufen war. Da war unser Sohn bereits vier Wochen alt.

Aber ich schweife ab. Wir schrieben uns also in dieser Zeit Liebesbriefe, die es auch noch gibt. Sie sind mit uns nach Schweden umgezogen. Ungefähr alle zehn Jahre einmal krame ich sie hervor und dann erfreuen wir uns daran. Einen dieser Briefe habe ich vor meinem geistigen Auge. Es ist einer von mir an meinen Mann. Ich, die ich wirklich lausig male, habe ihm mit Kugelschreiber ein Bildchen in den Brief gemalt: Unser Hund, unser Kind und ich sitzen am Tisch und warten auf Papa. 😆

 

Liebesbriefe

Meinen ersten Liebesbrief bekam ich in der zweiten Klasse von Ronny. Ja, der hieß wirklich so. Ich war so optimistisch, dass das mit den Liebesbriefen so weiter geht, dass ich gleich ein Fach in meinem Bücherregal frei räumte. Das erwies sich leider als unnötig.

Das peinlichste Erlebnis rund um einen Liebesbrief hatte ich in der fünften Klasse. Ich schrieb ihn an Flo, den Klassenschwarm. Flo warf den Brief kurzerhand aus dem Fenster des Kunstsaals und später wurde er von ein paar anderen Jungs gefunden. Boah, was habe ich mich geschämt, aber wenigstens wusste ich dann auch, dass Flo ein Arsch ist.

Die glühendsten Briefe habe ich in der neunten Klasse an Rainer geschrieben. Vielmehr waren es Gedichte und als ich sie neulich wieder fand, war ich sehr dankbar, dass ich die Gedichte “Pour Rainer“ nie abgeschickt habe.

Danach war es mit den Briefen irgendwie vorbei und es folgte das Zeitalter der Liebessms. Leider sind davon keine mehr erhalten, aber ich fürchte sie wären auch nicht besonders interessant.

Mit meinem Mann habe ich anfangs auch via E-Mail kommuniziert. Die Mails habe ich immer noch. Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie aufgeregt ich beim Schreiben war und wie ich immer grinsen musste, wenn wieder eine Nachricht kam.

Liebesbriefe …

… habe ich viele bekommen und in sämtlichen Formen, die man sich denken kann:

Briefe

SMS

WhatsApp

Mails

Jaja, auch das sind „Briefe“ für mich, zwar nicht auf Papier geschrieben, aber dennoch geschrieben und sie kamen von Männern, die offen, aber manchmal auch heimlich in mich verliebt waren, jedoch die meisten und schönsten sind die von 007, der, als wir ein 3/4 Jahr zusammen waren, für 6 Monate beruflich in die USA musste und da hatte er große Angst, dass ich nicht auf ihn warten würde. Ich aber war komplett und bis über beide Ohren in diesen Mann verliebt und für mich war klar, dass wir zusammen bleiben würden. Und so flog er von dannen mit Bauchweh und Angst mich zu verlieren und schrieb mir wunderschöne Briefe aus dem fernen Minnesota (und später noch aus Zypern, Sri Lanka und anderen Teilen dieser Welt), aber auch viele SMS, die ich leider nicht mehr habe und schau, das ist der Unterschied: Briefe aus Papier halten fast eine Ewigkeit, alles andere leider nicht und ich bin froh, dass ich all die schönen Briefe aus Papier noch habe und am Wochenende hol ich sie aus dem Keller und les sie noch einmal. Hach. ❤

Liebesbriefe

Au weia, was hab ich mir mit dem Thema da eingebrockt? *seufz*

Liebesbriefe – ich hab sie geschrieben – aber nur für einen Mann, für meinen Mann.

In der Grundschule hab ich welche bekommen und meinem Gegenüber immer den Vogel gezeigt. Ich mochte diesen Jungen nicht und hab auf die Briefe nicht reagiert.

So kleine Zettelchen, von wegen: Willst du mit mir gehen? Ja, Nein, Vielleicht (zum Ankreuzen) bekam ich auch, aber irgendwie waren mir die Jungs zu jung. *lach*

Meinen Mann lernte ich kennen – NE, quatsch…als ich geboren wurde, war mein heutiger Mann schon 21 Jahre alt. Wir wohnten im Nachbarhaus. Seine Eltern hatten einen Bauernhof.

Als Kind trieb ich mich oft dort rum. Es war spannend mit dem Trecker mitzufahren und beim Kühe melken zu helfen. Ich hatte aber auch furchtbare Angst vorm Jungbauern. Der konnte es nämlich nicht lassen und hat uns Kinder immer geärgert.

Später, als junge Jugendliche fand ich den Jungbauern dann doch nicht so schlecht, aber wir zogen weg und nix war mehr mit heimlich anhimmeln. Irgendwann zogen wir zurück und ich konnte wieder zu ihm.

Seine Vater starb im Februar 1989. Ich war öfters beim Jungbauern und seiner Mutter und irgendwie bahnte sich da was an. Heimlich, vorsichtig und doch bekam meine Mutter es irgendwann raus und dann war „Polen offen“. 😦 Oh man, was ging da zuhause die Luzie ab.

So ein alter Kerl, was willst du denn mit dem? Du bist nicht zurechnungsfähig. Das kommt überhaupt nicht in Frage. Ich war da schon fast 18, aber meine Mutter hat mir die Hölle heiß gemacht. Mein Vater fand das gar nicht so schlimm – trennten meine Eltern doch auch 14 Jahre.

Nun, ich durfte nicht mehr auf den Hof und so schrieb ich einen verzweifelten Brief. Er strotzt nur so vor Kitsch, aber hey, ich war noch nicht ganz 18 Jahre alt. 😀 Aber, lest selbst:

DSC_2096
(ich hab keine Ahnung, warum da „freie Dichtung“ drunter steht.)

Nun, dies ist der einzige Brief, den ich noch aus dieser Zeit habe. Der Jungbauer, der heute mein Mann ist, hat mir nie Liebesbriefe geschrieben. Ich ihm dafür umso mehr. 😀

Anfang April 1989 starb auch noch seine Mutter. Von da an war ich regelmäßig jeden Samstag da, um seinen Haushalt zu führen…so hieß es offiziell. 😉 Im Juni wurde ich 18. Im November fiel die Mauer und im Dezember bekamen meine Eltern Besuch aus der Ostzone. Mein Bett wurde gebraucht. Es gab viel Theater und auf einmal hieß es, ich könnte ja zum Bauern zum Schlafen. Jo – wenn ich jetzt gehen soll, dann geh ich für immer. Ja ne, is klar. Ein Anruf genügte und mein Jungbauer holte mich ab…fortan brauchte ich keine Liebesbriefe mehr zu schreiben – ich konnte ihm ja alles selber sagen. 😀

Liebesbriefe und Liebeskarten

Liebesbriefe und Liebeskarten sind mir in guter Erinnerung.

Doch lang, lang ist’s her.  Diese Zeit möchte ich nicht missen.

 

In meiner Jugendzeit gab es noch die Romantik und Geheimnisse um die Liebe.

Ein Liebesbrief oder eine Liebeskarte eines Verehrers war das Höchste aller Gefühle.

Es gab noch kein Smartphone oder PC für E-Mails – nein der Schriftverkehr war die

einzige Möglichkeit  für liebliche Kontaktpflege.

Zum Beispiel genügte schon eine Karte mit dem schönen Spruch….

„Weil ich dich nicht vergessen kann sende ich dir dieses Kärtchen.“  Und schon schwebte

man wie im 7. Himmel

Um noch mehr Ausdruck einer Liebeserklärung zu geben klebte man die Briefmarke mit

Der „Geheimsprache“ auf den Brief oder die Karte.

 

Sehr gerne wurden die fröhlichen Karten verschickt und bei uns war und ist noch das Fensterln ein „Markenzeichen des Allgäus“.

 

 

Für die Karten mit den Motiven von Carl Spitzweg habe ich eine große Vorliebe. So gehört auch der Postbote mit seinen Liebesbriefen zu meinen Favoriten.

Für wen ist wohl der Liebesbrief, den der Postbote in der Hand hält – und für wen die kunstvoll verpackten Geschenke?   Solche Karten wurden mir oft geschickt und ich habe sie alle gesammelt.

 

 

Ich denke an meine schöne Zeit der Liebesbriefe und Karten sehr gerne zurück. Der intensivste Liebes-Briefwechsel war in der damaligen (60er Jahre)  18 monatigen Wehrpflicht meines Mannes.

 

 

Tja, was schreibe ich zu Liebesbriefen….

Ich habe keine mehr, doch bekommen habe ich auch welche, wo sie geblieben sind….keine Ahnung, bestimmt entsorgt, so wie sich die Liebe damals vielleicht als Strohfeuer entpuppt hat. Genau kann ich mich aber noch an ein Briefpapier erinnern, feine Bögen, darauf war ganz zart das Motiv eines Liebespaares gedruckt. Damals fand ich das cool, heute ist das bestimmt kitschig.

An die Schulzeit kann ich mich erinnern, da wurden kleine Zettelchen geschrieben, dem Angebeteten  wurde eine Frage gestellt und er konnte ankreuzen: Ja, Nein, Vielleicht.

Ob es heute überhaupt noch Liebesbriefe gibt, werden die noch geschrieben? Ich weiß es nicht, im Zeitalter von Telefon, Handy, E-Mail und WhatsApp werden doch kaum noch Briefe geschrieben, zeitweise habe ich den Eindruck es wird kaum noch gesprochen, weil jeder auf sein Handy schaut.

Gefunden habe ich diese Liebeserklärung von Country-Legende Johnny Cash. Diesen Brief schrieb er 1994 seiner Frau June zum 65. Geburtstag:

„Liebe Geburtstags-Prinzessin,

wir werden alt und wir gewöhnen uns aneinander. Wir denken das gleiche. Wir lesen die Gedanken des anderen. Wir wissen, was der andere will, ohne fragen zu müssen. Manchmal nerven wir uns ein bisschen. Vielleicht nehmen wir den anderen manchmal als selbstverständlich hin.

Aber hin und wieder, so wie heute, denke ich darüber nach und mir wird klar, wie glücklich ich bin, mein Leben mit der tollsten Frau, die ich je kennengelernt habe, zu teilen. Du faszinierst und inspirierst mich immer noch. Du änderst mich zum Besseren. Du bist das Objekt meiner Begierde, der Grund für meine Existenz. Ich liebe Dich sehr.

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Prinzessin

John“

Quelle: http://www.welt.de

Dieser Brief zeigt ungefähr wie es mir geht, man weiß, was der andere denkt und fühlt und versteht sich manchmal ohne Worte und dieses Schweigen ist dann nicht negativ.