Fastenzeit

Bei uns in Jerusalem bei den orthodoxen Christen geht die Fastenzeit erst am Montag los. Aber dann ist diese Themenwoche ja bereits vorbei. Darum schon mal einen Ausblick darauf, was uns oder mich oder wen auch immer die nächsten Wochen erwartet.

Vorab: Ich habe nicht vor, dieses Jahr zu Fasten. Es gehört ja auch mehr dazu, als auf bestimmte Dinge zu verzichten. Die innere Einstellung ist es, die zählt. Und ich schaffe das dieses Jahr einfach nicht. Ich habe zu viel um die Ohren, um wirklich entschleunigen und in mich gehen zu können.

Dafür aber möchte meine 7-jährige Tochter dieses Jahr fasten. Was ich toll finde. Und deshalb werde ich sie nach besten Kräften unterstützen. Und damit werden wir zu Hause um eine gewisse Ernährungsumstellung nicht herumkommen. Ich möchte es ihr schließlich nicht zu schwer machen. Denn bei den Ostkirchen heißt fasten, auf jegliche tierische Produkte (die nicht aus dem Meer kommen), zu verzichten. Also auch keine Eier, keine Milch, kein Käse. Vegan plus Fisch sozusagen. Fisch mag die Kleine nicht. Also vegan plus Shrimps 😉

So werden wir in den nächsten Wochen also viel Linsen und Hummus essen. Und für die 2-jährige ist das alles nicht so schlimm, da sie im Kindergarten ja alles bekommt. Denn der ist jüdisch-arabisch gemischt, und da wird nicht gefastet. Höchstens kosher gegessen.

Und in eigener Sache: Ein paar Rezepte zur Fastenzeit findet Ihr auf meinem Blog, und da kommen demnächst sicher noch welche hinzu: Aus Jerusalem

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Mandelbäume

Es ist eins meiner Lieblingsgedichte zum Frühling, das ich hier in Jerusalem selbst geschrieben habe. Damals stand schon Anfang Februar alles in Blüte in der Heiligen Stadt. Dieses Jahr hatten wir hingegen mal tatsächlich richtig Winter, und die meisten Bäume sind noch kahl. Aber die Mandelbäume blühen trotzdem schon.

Mandelbäume

Weiß erblühen langsam nun
meine zarten Mandelbäume
Und erwecken tief ihn mir
Sehnsuchtsvolle Frühlingsträume

Zwischen kleinen ersten Blüten
singt ein Vogel im Geäst
Zarte grüne Blätter wispern
wenn der Wind sie tanzen läßt

Und so stehe ich am Fenster
lasse meine Blicke schweifen
sehe in Gedanken schon
langsam erste Früchte reifen

Es erhebt der Vogel sich
wirft die Flügel in die Luft
und verheissungsvoll bleibt nur
sanfter erster Frühlingsduft.

(Annika Khano, 2007)

Osterdekoration

u.a. habe ich als Wochenthema die Osterdekoration vorgeschlagen und somit habe ich mich damit befasst…..

Das nächste Fest samt Schulferien und Urlaub ist in ca. 6 Wochen und bis dort hin werde ich meine Osterdekoration nach und nach aufgestellt haben.

Einer meiner liebsten Osterdekorationen ist der OSTERHASE aus Porzellan

Eigentlich steht er das ganze Jahr in meiner Vitrine und ich habe immer Freude an ihm.

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An meinem Garderobenfenster sitzt in der Osterzeit mein großer Hase und schaut zum Fenster raus.

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und damit sich meine kleinen Enkelkinder freuen dekoriere ich meine Stoffhasen in meiner Stube. Sie sind jedes Jahr sehr beliebt.

Osterhasen

 

so könnte ich noch einige Osterdekorationen erwähnen, aber heute zeige ich mal meine Vorliebe für Osterhasen.

Was ist ein Osterhase?
Hasen gelten als Fruchtbarkeitssymbol

Bild ist von mir

Aber warum suchen wir an Ostern Eier, die ein Hase gebracht haben soll?
Ist doch komisch, oder?
Niemand weiß genau, warum gerade der Hase der Eierbringer ist,
denn Hasen legen ja keine Eier.
Aber der Hase galt früher als Zeichen für Leben und Kinderkriegen.
Denn die Tiere vermehren sich schnell.
Besonders im Frühjahr vor dem Osterfest hoppeln viele Hasen über die Wiesen.

Früher war Meister Lampe nicht der einzige Eierbringer zu Ostern.
In manchen Gegenden Deutschlands brachte der Hahn, der Fuchs, der Storch oder auch der Kuckuck die Eier.
Und was hat es nun mit den Eiern auf sich?
Schon vor langer Zeit spielte bei den Christen das Ei an Ostern eine wichtige Rolle.
Denn aus einem Ei entschlüpft etwas Lebendiges.

 

 

Aber es gibt auch praktische Gründe:
Zum Beispiel, daß Hühner im Frühjahr mehr Eier als im Winter legen.

 

Mein Schwiegermutter hat sehr oft das Osterhasen-Gedicht aufsagen müssen:

schokohase

(Bild von Pixabay)

Beim Zuckerbäcker hinterm Glas
da sitzt ein großer Osterhas‘.
Sein Rock ist braun wie der Kaffee,
die Ohren streckt er in die Höh‘.
Mit seinen Augen schaut er dann
die Kinder vor dem Fenster an.
Und die da brav und artig sind,
merkt sich der Osterhas‘ geschwind.
Im Wald hat er ein Nestelein,
drin liegen viele Eierlein.
Sie sind versteckt im grünen Moos,
es findet sie der Hase bloß.
Und wenn die Kinder schlafen schon,
dann springt der Osterhas‘ davon.
Er hüpft dann rasch von Haus zu Haus
und teilt die bunten Eier aus.
Verfasser unbekannt

Ab jetzt wird gefastet

 

Morgen ist Aschermittwoch und die Fastenkur beginnt

Fastenkur
Macht Ihr auch regelmäßig eine Fastenkur?
Das Regelmäßige ist dabei ausschlaggebend. Denn nur, wer immer wieder abnimmt, kann auch immer wieder zunehmen.

Ich kann mir gut vorstellen wie ein bisher wohlernährter Körper vor einer Mahlzeit mit drei Salatblättern und einem halben Ei dasteht. Bei der nächsten Miniportion gerät der Körper bereits in Panik und sieht sich dem Hungertod ausgeliefert. Sofort alarmiert er sein Hilfssystem. „Fettzellen entleeren – Nahrungsaufwertung steigern!“
Mir kommt es so vor, daß sich der Körper aus jedem Bröserl die letzte Kalorie holt.
Für die nächste Zeit steht viel Obst, Gemüse und Portionen eines Seniorentellers auf dem Speiseplan
Guten Appetit!!!!

Er ist’s

Frühling lässt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte

Als Kind fand ich den Gedanken, dass unser Hausarzt (dessen Name „Frühling“ war) nur mit einem blauen Band bewaffnet durch die Gegend tanzt. Ich stellte ihn mir ein bisschen vor wie eine rhythmische Sportgymnastin – oder wie Loriots Knollennasenmännchen. In diesem Fall aber nackt und mit der blauen Schleife an einer strategisch günstigen Stelle.

Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land

Süße Düfte? Naja, Oma lebte auf dem Lande, und immer wenn es so richtig nach Gülle von den frisch gedüngten Feldern roch, sagte sie: „Atmet tief ein, Kinder, das ist die gute Landluft!“ Und wir atmeten pflichtschuldigst ein und vermissten Hamburgs Benzinduft ein wenig.

Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen

Hier im Straßengraben blühen immer jede Menge Veilchen. Ich liebe das Blau.

Horch, von fern ein leiser Harfenton!

Wieso eigentlich immer Harfen? Meine Kinder hören zu jeder Jahreszeit was ganz anderes. Zwei von ihnen hatten mal ein ulkiges Hobby: „Horch, ein lauter Battlerap“ würde da viel besser passen.

Frühling, ja du bist’s!
Dich hab ich vernommen!

Er ist es wirklich. Vorgestern haben wir den ersten Frosch auf der Straße gesehen. Leider tot. Beim spätabendlichen Gassigehen dann auch noch platt und tot. Traurig.
Ach, und gestern wanderte die erste Nacktschnecke über unser Grundstück. Ein Riesenvieh. Ich hatte ja immer noch auf ein bisschen Schnee gehofft, aber gut, dann war es das wohl.

Wir haben Frühling.

Der Frühling

 

 

 

Der Frühling
Der Schnee ist weg, die Sonne scheint,
im Baume singt ein Star.
Der Frühling ist jetzt aufgewacht,
die schönste Zeit im Jahr.
Nach dieser langen Winterzeit
will keiner länger warten
und manchen zieht es förmlich raus
in den geliebten Garten.

Hier wird gegraben und geharkt,
die Schäden abgeschnitten,
denn mancher Zweig von Baum und Strauch
hat unterm Frost gelitten.

Nur Schneeglöckchen und Krokusse,
die können was vertragen
und stecken ihre Köpfe raus,
auch an sehr kalten Tagen.

Die Lebensgeister sind erwacht
bei Menschen und den Tieren.
Die Balz beginnt, denn das Gefühl
fängt an, uns zu regieren.
Überall in der Natur,
da finden sich die Paare
und alles wiederholt sich nun –
wie die vergangenen Jahre.

Autor: Elke Abt

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende

Frühling

Frühling

Was rauschet, was rieselt, was rinnet so schnell?
Was blitzt in der Sonne? Was schimmert so hell?
Und als ich so fragte, da murmelt der Bach:
»Der Frühling, der Frühling, der Frühling ist wach!«

Was knospet, was keimet, was duftet so lind?
Was grünet so fröhlich? Was flüstert im Wind?
Und als ich so fragte, da rauscht es im Hain:
»Der Frühling, der Frühling, der Frühling zieht ein!«

Was klingelt, was klaget, was flötet so klar?
Was jauchzet, was jubelt so wunderbar?
Und als ich so fragte, die Nachtigall schlug:
»Der Frühling, der Frühling!« — da wusst‘ ich genug!

Heinrich Seidel
(1842−1906)