Sprichwort: „Mit jemandem ist nicht gut Kirschen essen“

 

Ein altes Sprichwort sagt:

„Mit jemandem ist nicht gut Kirschen essen“

(jemand ist sehr unfreundlich)

 

 

 

Es gibt verschiedene Arten, einen Mitmenschen seine Verachtung spüren zu lassen.

Als noch viel geraucht wurde, konnte es passieren, dass ein Raucher seinem Gegenüber arrogant den Rauch einer Zigarette ins Gesicht blies.

Vor Jahrhunderten gab es andere Genussmittel, meist gesündere. Die Süßkirsche zum Beispiel wurde in Kloster- und Schlossgärten angebaut und war ein begehrtes Naschwerk, das – von einem möglicherweise lebendigen Inhalt einmal abgesehen – nur einen Nachteil hatte: den Kern. Dessen entledigte man sich normalerweise dezent in die Hand oder in den Straßengraben.

Es soll aber Obrigkeiten gegeben haben, die kein Hehl daraus machten, dass der einfache Mann weit unter ihnen stand: sie ignorierten ihn einfach, mit für diesen ärgerlichen Folgen.

Die ausführliche Version dieser Redensart lautet nämlich:

„Mit hohen Herren ist nicht gut Kirschen essen, die spuckten einem die Kerne ins Gesicht.“

Ich kenne allerdings das Spiel vom Kirschen-Weitspucken in meinem jugendlichen Alter das immer sehr viel Freude bereitet hat. 

Ich wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche

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Geld regiert die Welt!

Dieses Sprichwort passt nahezu perfekt als Aufmacher für meinen persönlichen Aufreger. Zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen… 😀


Vor wenigen Wochen haben mein Mann und ich recht spontan eine kleine Rundreise durch die alte Heimat Deutschland unternommen.
Ich hatte „einen Plan ausgearbeitet“, wie wir uns innerhalb von vier Tagen vier von mir ausgewählte Bibliotheken in unterschiedlichen Städten ansehen könnten. Die Reise war wunderbar, denn nicht nur die Bibliotheken, sondern auch die Städte, in denen sie sich befanden, haben uns sehr gefallen. Und das Wetter war der absolute Hammer. Wir hatten also nicht den geringsten Grund, uns zu ärgern.
Bei meinen Vorbereitungen ist mir allerdings ein kleiner Fehler unterlaufen. Ich hatte in einem Kalender Reiseverlauf, Fähren, Entfernungen, Öffnungszeiten der Bibliotheken und Hotels gespeichert. Mit einer allgemein bekannten „Reise-Suchseite“ fand ich die Hotels, und wenn ich mit allen Konditionen zufrieden war, dann ließ ich mich zur Buchungsseite weiterleiten und buchte jeweils unseren geplanten Hotelaufenthalt. Die Bezahlung sollte immer vor Ort erfolgen, lediglich die Daten meiner Kreditkarte musste ich vorab (natürlich verschlüsselt) angeben.
Wie es dann beim Suchen und Buchen leider immer so ist, tauchte hier plötzlich eine Mitteilung mit einem Superangebot auf, da war ein Link zur ultimativen Traumresidenz und dort wurde ein nicht zu verpassender Rabatt beworben. So kam es, dass ich – keine Ahnung, wie! – in einer Stadt die Übernachtung völlig unbemerkt für ein falsches Datum buchte. Als etwa eine Stunde später vom Hotel die Bestätigungsmail kam und ich die Daten noch einmal überprüfte, fiel es mir beim Anblick des Übernachtungsdatums plötzlich wie Schuppen von den Augen: Im März? Sch***!
Ausgerechnet dieses Hotel war bei meinen Buchungen das einzige, in dem man nicht bis zum Anreisetag gratis stornieren konnte! Und nicht nur das: Es wurden beim Stornieren sofort 100 Prozent des Buchungspreises fällig. Da das kostenlose Stornieren hier bei der Buchung der Übernachtung 10 Euro extra gekostet hätte, ich mir aber sicher war, dass wir nicht stornieren würden, hatte ich mir diese Extrakosten gespart. Dachte ich…
Ich schickte sofort eine Mail an das Hotel, verwies auf meinen Fehler und bat darum, das Datum für die Übernachtung zu ändern. Das Hotel antwortete mir, dass man das nicht zu entscheiden hätte und ich die Buchungsseite kontaktieren müsse, da ich ja über diese gebucht hatte. Das tat ich umgehend, und erhielt die Antwort, dass ich das Hotel kontakten müsse, in dem wir übernachten wollten. Ich erklärte den Sachverhalt genau und wies darauf hin, dass ich ja nicht im eigentlichen Sinne stornieren, sondern lediglich das Datum ändern wolle. Man schrieb mir, man tue, was man kann und nehme Kontakt zum Hotel auf.
Es ging noch zwei-, dreimal hin und her. Ohne Erfolg. Eine Umbuchung im Hotel wäre problemlos möglich gewesen, die 100 Prozent des Preises für das ursprüngliche Buchungsdatum allerdings dennoch zahlbar. Also eine Nacht zum Preis von zwei Nächten! Die Buchungskosten für das falsche Datum hat das Hotel im übrigen sehr schnell von meiner Kreditkarte abgebucht.

Was habe ich nun daraus gelernt?
Erstens und am wichtigsten: Ich muss immer ganz genau und zweimal hinsehen, denn nichts ist unmöglich bei diesem ganzen Buchungswirrwar.
Zweitens: Ich sollte nicht die geringste Hoffnung auf etwaiges Entgegenkommen oder Kulanz hegen. Das ist schlichtweg naiv. Schließlich geht es hier ums Geld. Und nur ums Geld.
Drittens: Nie wieder buche ich ein Hotel über eine dieser Seiten. Die können mich zukünftig umwerben, bis sie grün werden: Mit mir nicht mehr! Ich nehme nur noch ihren Service der kostenlosen, bequemen Suche wahr. Das können sie mir ja glücklicherweise nicht verbieten und unrechtmäßig ist es auch nicht. Den direkten Kontakt zu den Hotels finde ich dann selbst im Netz…
Und dieses Hotel? Nie werde ich einen Fuß hinein setzen. Wer das Geld sozusagen im Schlaf „verdienen“ will und seinen potentiellen Gästen gegenüber so unflexibel und unkulant auftritt, der hat meinen Besuch nicht verdient.

Klatschtorte

Dieses Ereignis liegt nun schon eine Zeit zurück, aber trotzdem ist es noch in Erinnerung.

Mein Mann und ich waren zum Geburtstag bei meinem Schwager und Schwägerin eingeladen. Einen schönen Abend mit leckerem Essen in geselliger Runde hatten wir verlebt. Da noch viel vom Kuchen und den Torten übrig war, machte uns meine Schwägerin einen Kuchenteller für den nächsten Tag fertig. Ich fuhr nach Hause und mein Mann hatte den Kuchenteller auf dem Schoß, damit  dem Kuchen nichts passierte. Zu Hause angekommen,  stieg mein Mann aus dem Auto, ich fuhr das Auto in die Garage, mein Mann kam mit dem Kuchenteller ins straucheln, konnte sich selbst noch abfangen, doch der Kuchenteller flog in hohem Bogen durch die Luft und klatschte an die Hauswand. Nichts mit Kuchen am nächsten Tag, nachts haben wir die Reste von der Hauswand gekratzt. Klatschtorte war es.

Seit dieser Zeit trage ich den Kuchen lieber ins Haus.

Wochenthemen vom 09.03. – 15.03.2019

Schon wieder eine Woche um, die Zeit läuft. Nehmen wir uns ein klein wenig von ihr,  schreiben oder lesen hier kleine Beiträge die hoffentlich folgen werden. Zum Beispiel über folgende Themen:

Sprichwörter

lustige, ernste, hilfreiche, Lieblingssprichwort, auch Bauernregeln…

Aufreger

was einen ärgert, verblüfft, nervt…

Missgeschicke

die einem selbst oder anderen passierten, Pleiten, Pech und Pannen – was das Leben eben ab und zu bereithält.

 

   Ich hoffe es ist für jeden etwas dabei. Für die nächste Themenwoche    schlage ich Brathahn vor.   Hast Du Zeit und Lust?