Freundschaften pflegen…

…ja, das sollte man, wenn sie einem wichtig sind!

Zeiten, wo es ruhiger zugeht, gibt es immer mal wieder; einschlafen lassen, das sollte man sie nie, wenn einem dran gelegen ist. Irgendwann ist es schwer, das nachzuholen.

 

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Tankstellenrituale

 

Es gibt ja nur zwei Arten von Autofahrern. Die, die tanken fahren, wenn die Nadel über der Hälfte ist. Und die, die ihr Auto kennen. „Da sind noch drei Liter drin.“

Ich habe also immer einen Ersatzkanister im Auto. Und ich summe total gerne „I´m walking.“ Fats Domino erdachte das Stück, als er die Landstraße lang ging, weil sein Auto kaputt war.  Ich finde übrigens die Version von Tom Petty schöner.

 

Die eigentlichen Tankstellenrituale beginnen meist sonntags um halb neun. „Papa,“ (oder alternativ „Ehemann,“), säuselt sie, „könntest Du eben mein Auto tanken?“ „Ja!“

Dieses „Ja“ ist völlig bescheuert. Denn erstens heißt das, ich bezahle für Benzin, was mich nirgends hin bringt. Und zweitens bedeutet das, dass ich 16 Kilometer Auto fahre um Benzin zu bezahlen, was mich nirgends hin bringt. Nur halt einmal Tankstelle und zurück. Aber da will ich ja nicht hin. Und dann beginnen die Rituale.

Als erstes fährt man grundsätzlich mit der falschen Seite an die Säule. Ist wie mit USB Steckern. Dass die Autobauer sich nicht auf eine Seite einigen können, ist irgendwie seltsam. Als zweites ärgert man sich über die Autofahrer, die von der falschen Seite reingefahren sind und alles blockieren. AUCH AUF TANKSTELLEN GILT DAS RECHTSFAHRGEBOT!

Dann muss man sich drittens immer über den Preis ärgern. Ein rein politischer Preis. Obwohl die GRÜNEN schon seit gefühlten Jahrzehnten nicht mehr regieren, gibt es immer noch die Umweltsteuer. Und die gefühlten 80% Steuern auf Benzin. Und die Mehrwertsteuer. Dazu kommen völlig irrationale Schwankungen am Weltmarkt. Wir importieren nicht einmal 7% aus Saudi Arabien. Eigentlich völlig irrelevant das Land. Und der Jemen hat nicht mal Öl.

Viertens versucht man immer, einen vollen Euro zu tanken. Klappt nie. 48,02€ Standard. Zum Glück habe ich immer Kleingeld im Auto. Blöd dann, wenn man mit einem anderen Auto an der Tankstelle steht. Nach dem Tanken habe ich also 1,92€ im Portemonaie, Portemonaeie, Portohmon, also in der Geldbörse.

Wenn da nicht noch fünftens wäre: Immer nimmt man sich vor, nur zu tanken. Tankstellen sind keine Imbissbuden, und keine Supermärkte. Also stehe ich so an der Kasse, sage meine Zapfsäulennummer nicht, weil ich die auf dem Weg zur Kasse vergessen habe, aber mit einem der kleine Schwarze, (oder optional der große Blaue) kann die nette Bedienung weiterhelfen, und eine blaue Gaulloise für 8, ein Rühreibrötchen, diese zwei Tafeln Schokolade und das Angebot: Zwei weiße Twix für 1,50. Immer.

 

So Long Chris

Frühjahrsputz

Frühjahrsputz ist ein sehr wichtiges Thema. Wenn im April die Trecker mit den Anhängern über unsere Wiesen fahren,  haben sie so graue Anhänger dran aus denen braunes Zeugs spritzt. Das sieht lustig aus. Was aber niemanden interessiert. Mal abgesehen von der schrecklichen Nitratbelastung des Trinkwassers,  die durch das braune Zeug entsteht, was aber eigentlich niemanden interessiert, muss man noch einmal klar und deutlich sagen, dass das braune Zeugs Scheiße und Pisse von Kühen ist. Wir wohnen ländlich. Sehr ländlich Und bergisch. Sehr bergisch. Und die Wiese vor dem Haus ist keine 15 Meter von unseren Fenster entfernt, befindet sich aber auf der selben Höhe. Man kann also sagen, dass die Scheiße und die Pisse direkt unter unsere Fenster gespritzt wird. Wie gesagt, das sieht lustig aus.

Das eigentlich Problem an der Sache ist auch nicht der Geruch und schon gar nicht die Nitratbelastung, die interessiert eh niemanden, sondern sind die Fliegen Da unsere Wohnung mit Nagerkäfigen, Katzenklos und Hundehaaren übersät ist, werden die Viecher magisch von unserer Wohnung angezogen. Man kann den Kalender danach stellen, drei Tage nach dem Jauchen sind sie da. Mal mehr, mal weniger, aber sie sind da. Ich glaube, Hitchcock und Spielberg könnten da was draus machen. Wenn die Scheiße eingetrocknet ist, fliegen die Fliegen etwas hoch und je nach Windrichtung und Windstärke sind es mal mehr, mal weniger.

Diesmal war es mehr. Liegt natürlich auch am Wind, der diesmal optimal von Nordwesten kam und frisch. Ja, frisch war es auch, aber er frischte auch mal mehr mal weniger, und niemand war da am Freitag und niemand war da am Samstag, um die Fenster zu schließen, die eigentlich immer offen stehen bei uns, sobald draußen mehr als 10° sind.

Somit habe ich also den heutigen Samstag mit einem Frühjahrsputz verbracht. Fliegen lieben es auf leicht warmen Gegenständen mit Essensresten zu sitzen. Kaffeekanne, Laptopakkus (bitte keine Frage, wie da Essensreste dran kommen), Teekannen, Aquarien, frisch gespülte Teller und so. Die werden alle ans offene Fenster gestellt und dann wartet man, bis eine ansehnliche Gruppe beisammen hockt. Mit wild wedelnden Bewegungen Richtung draußen verscheucht man dann den kleinsten Teil der ansehnlichen Gruppe tatsächlich nach draußen. Natürlich fliegt der größte Teil der kleinen nach draußen verscheuchten Gruppe direkt wieder rein. Aber ein oder zwei Fliegen treibt der Wind in die freie Natur. Auch Pferdeäpfel wollen verdaut werden.

Fliegen lieben es auf dem Boden zu sitzen, wo gerade vier Raubtiere ihre Nahrung zu sich genommen haben. Jedes der vier Raubtiere hat einen eigenen Trog, allerdings ist es nur dann ein Festmahl, wenn wirklich jeder mindestens die Hälfte erst mal auf den Boden schmeißt und es dann von dort auffrisst. Scheiß was auf Sheba Werbung. Unsere Kater schleichen nicht freundlich lächelnd und entspannt zum Fressen, um es dann genüsslich zu verspeisen. Unsere Kater springen zwei Meter hoch und schlagen die Tröge aus der Hand. Vielleicht sollten wir sie sie doch mehr als einmal die Woche füttern. (Scherz, niemand braucht den Tierschutz anzurufen. Die würden Dir eh nicht glauben, weil wir unseren Hund da her haben und wer einen Hund aus dem Tierheim holt, ist ein guter Mensch. So!) Ich schweife ab, jedenfalls wurde der gesamte Boden der 125qm Wohnung mit einer Zentimeter dicken Wasserschicht und fröhlichem Frühlingsduft des lächelnden Meister Proppers versehen. Auf das die Fliegen ertrinken. Was sie natürlich nicht tun. Da kann man schon mal böse werden. Böse und aggressiv. Schlägt man halt mit dem Geschirrtrockentuch um sich. Inzwischen bin ich ziemlich gut darin. Eine treffe ich immer. Zwei manchmal. Sieben nur, wenn irgendwo Katzenkotze liegt. Meine Ehetrine sagt, ich solle nicht mit dem Geschirrtrockentuch auf Katzenkotze einschlagen. Aber manchmal (hihi) mache ich etwas, obwohl sie sagt, ich soll das nicht tun. Aber jedenfalls, ich töte Fliegen. So, jetzt ist es raus. Das wäre ja so ganz gut, wenn nicht:

Fliegen lieben es auf dem Boden zu sitzen, wo eine tote Fliege liegt. Da hat man einen blitzeblanken Boden, frei von Essensresten, Haare, Katzenkotze und sogar frei jeglichen Bakteriums, liegen da tote Fliegen rum. Und so kann der ganze Frühjahrsputz von vorne beginnen.

Nun, normalerweise sind wir vorbereitet und sprühen einfach Gift einmal rum und hängen die Fänger auf und dann ist das Problem nach ein zwei Tagen ohne blogeintrag im Griff. Aber heute war Sonntag. Da machen selbst die Raiffeisen Märkte nicht auf.

Warum ich das alles erzähle? Keine Ahnung. Leider war unter den Themen nichts von

Fortuna Düsseldorf

Schade eigentlich, da hätte ich was Schönes und garantiert Insektenfreies anzubieten gehabt.

 

Danke für die Aufnahme in diese Gruppe, freut mich, so viele alte Bekannte wieder zu sehen.

 

So long Chris

 

 

Spargel -Möhren-Auflauf

Hier möchte ich Euch ein locker leichtes Rezept vorstellen. Die Spargelsaison hat begonnen und bis in den Juni hinein, kann man dieses leckere Gemüse genießen.

Zutaten für 4 Personen

1 kg weißer Spargel

300 g Möhren

500 g Kartoffeln

300 ml Gemüsebrühe

250 g Creme fraiche

200 g Doppelrahm Frischkäse

1Ei

50 g Stärkemehl

Salz, Pfeffer, 2 Eßl gehackte Petersilie

Spargel, Möhren, Kartoffeln schälen und in Stücke schneiden. Gemüsebrühe in einem Topf zum Kochen bringen, das Gemüse dazugeben und mit geschlossenem Deckel gut 8 Min. kochen lassen. Dann das Gemüse mit einem Schaumlöffel aus dem Sud nehmen und in eine gefettete Auflaufform  legen. Gemüsebrühe mit Creme fraich, Frischkäse, dem Ei und dem Stärkemehl verrühren mit Salz und Pfeffer abschmecken und die Petersilie dazugeben. Diese Sauce über das Gemüse geben. Wer möchte noch ca 100g geriebenen würzigen Käse  10 min vor Ende der Backzeit über den Auflauf verteilen und überbacken.

Backofen Ober/Unterhitze 160 °C ca 40 min  garen

Ein leckeres Gericht mal ganz ohne Fleisch