Wenn Eifersucht auftaucht…

…gib ihr keine Chance!

Ich habe lange überlegt, was ich genau zu diesem Thema schreiben möchte und erst heute habe ich durch einen Beitrag von einem Freund, genau das gefunden, was hier wunderbar her passt.

Er schrieb von zwei Freundinnen von denen die eine heiratete, und beim Lesen fiel mir  wieder eine Begebenheit aus meinem Leben ein.

Es ist schon über 20 Jahre her. Bei einer Feier lernte eine Freundin einen unserer damaligen Freunde bei uns kennen und trotz deren räumlichen Entfernung, verguckten sie sich ersteinmal ineinander (die Liebe fragt ja nicht danach, wie weit man voneinander weg wohnt). Er wollte sie ganz für sich allein und nicht teilen. Er wollte die Nummer Eins sein. So lud er sie zu sich ein und obwohl sie darum bat, mich gemeinsam mit ihm zu besuchen, zögerte er es immer wieder hinaus und konnte ihren Aufenthalt bei ihm auch geheim halten, weil es für mich ja eine Überraschung sein sollte (ich wusste bis dahin auch nicht, dass da überhaupt etwas entstanden war zwischen den beiden. Durch einen Zufall, weil jemand bei mir anrief, um zu fragen, ob meine Freundin bei mir zu Besuch wäre, erfuhr ich, nach einem Anruf bei ihm (ich ahnte dann etwas), dass sie ganz in der Nähe war. Ich war natürlich ersteinmal „platt“, …wer rechnet denn mit sowas (ich damals zumindest nicht). Mit Mühe fand sich dann noch ein Termin, dass sie bei uns vorbeikamen, bevor sie wieder heim fuhr, aber auch nur, weil sie darauf drängte. Und er versuchte, den Besuch bei uns auch möglichst kurz zu halten.

Schnell wurde mir klar, dass mich der Freund als Rivalin einstufte, weil sie und ich ein gutes „Team“ waren und er begann auch weiter mich „auszustechen“. Ich überlegte, was ich tun sollte, denn ich wollte sie ja nicht „verlieren“. Ehrlich, das fühlte sich an, wie ein Keim Eifersucht, der da aufflammte.

Jetzt seid ihr sicher gespannt, was ich getan habe?! Nichts! Ich machte mir klar, dass das, was ich plötzlich durch seine Aktionen zu empfinden schien, alberne Eifersucht und total unnötig war. Um meinen Gefühlen freien Lauf zu lassen, schrieb ich mir alles von der Seele – auf Papier. Irgendwo gibt es dieses Geschreibsel sogar noch. Danach ging es mir wesentlich besser. Ich versuchte meinem Kopf klar zu machen, dass das Eine, das Andere nicht ersetzt und dass alles gut ist und verhielt mich wie immer ihr gegenüber.

Manchmal fiel mir das nicht ganz leicht, weil ich ihr am liebsten gesagt hätte, was er da treibt, aber ich wollte sie auch nicht beeinflussen und vertraute auf unsere Freundschaft. Sie hielt – diese Freundschaft. Deren ging kurze Zeit später wieder auseinander. Sein Klammern erdrückte sie, dazu brauchte sie keine Worte von mir. Ich war froh, dass ich mich rausgehalten hatte. Er blieb in unserem Bekanntenkreis und heute haben wir nur  noch sehr sehr sehr selten Kontakt. Mir tat er hinterher sogar etwas leid.

Eifersucht ist schlimm, aber kann auch sehr lehrreich sein, wenn man ihr nicht die Oberhand lässt.