Episode 14

Ich bin gespannt, ob es die Beamten bis in den Keller schaffen. 😀

Für die Episode 15 nominiere ich „Uli“. Du warst ja erst einmal dran. Bitte melde dich, ob du die Nominierung annimmst.

Der Beamte namens Jochen, der gerade telefonisch die Tierrettung angefordert hatte, um die verletzte Katze zu versorgen, sowie einen Notarzt für Bea und Thorsten, zog die Augenbrauen hoch.

„Was ist hier eigentlich wirklich los? Was ist mit der Katze geschehen? Die wird sich ja wohl nicht auch gaaanz zufällig an ihrem Messer geschnitten haben, Frau Piepenbrink, oder!?“ Trotz der Ironie in seiner Stimme, klang seine Frage an Bea sehr ernst und auffordernd. Die schien jedoch an ihr abzuprallen. Bea zeigte keine Regung! Sie wirkte wie versteinert und völlig abwesend. Schweißperlen bildeten sich auf ihrer Stirn. Sie sah aus, als wäre sie einer Ohnmacht nahe.

Ohne auf Beas Antwort zu warten, verfolgte er die Spuren der Katze, die zum offenen Wohnzimmerfenster führten. „Klaus, die Katze scheint hier durch´s Fenster gekommen zu sein. Die Blutspuren führen am Haus entlang und so wie es aussieht, enden sie an einem Kellerfenster. Komm, lass uns das mal genauer in Augenschein nehmen!“, rief er seinem Kollegen zu.

„Und SIE!“, forderte er mit energischem Tonfall Bea und Thorsten auf, „SIE, rühren sich, bis wir wieder zurück sind, nicht von der Stelle!“ Kaum ausgesprochen, verschwanden die beiden Polizisten schnellen Schrittes ins Treppenhaus.

„Ahhh!“, ein Aufschrei ertönte. Der schrille Schrei von Frau Schrödinger, fuhr selbst den abgeklärten Beamten durch Mark und Bein. Frau Schrödinger, wie sollte es anders sein, hatte das Polizeiauto vor dem Haus entdeckt. War auch nicht schwierig für sie, denn sie beobachtete nur zu gerne hinter ihrer Gardine, was sich so alles vor dem Haus bewegte. Wollte jemand wissen, wann, wer und warum das Gebäude betreten oder verlassen hatte, musste er nur Frau Schrödinger fragen, die wusste es meistens. Was sie nicht selbst mitbekam, ließ sie sich von anderen Hausbewohnern berichten.

Frau Schrödinger stieß fast mit den, aus der Wohnung eilenden, Beamten zusammen. Bevor die auch nur irgendein Wort von sich geben konnten, schnatterte Frau Schrödinger schon los: „Gut, dass Sie hier sind! Sie glauben ja nicht, was hier alles los ist. Das geht ja auf keine Kuhhaut!“ Frau Schrödinger wurde gebeten, sich einen Moment zu gedulden, sie würden sich gleich um sie kümmern.

Die Polizisten liefen draußen ums Haus,  um das Kellerfenster zu untersuchen, an dem die Blutspuren endeten.

 

 

Beas Geheimnis – Episode 11

Ich muss die Fortsetzung einen Tag vorher einstellen, weil ich nicht weiß, ob ich am Samstag dazu komme. Wir sind schon Donnerstag ins Pfingstwochenende zu einer Offroad-Veranstaltung gefahren. Ich hatte schon befürchtet, dass mir evtl. so schnell zwischen den Vorbereitungen nichts brauchbares einfallen würde, aber eine Idee hatte ich und zwischen Aufräumen, Waschen und Packen der Koffer, entstand meine Fortsetzung schon mal langsam im Kopf. Gestern morgen kritzelte ich sie aufs Papier. Das Internet hier im Hotel funktioniert zum Glück prima.

Ich nominiere für die Episode 12 „thaitonien“. Bitte melde dich kurz, ob du Lust hast.

Wenn ich richtig liege, müsstest du die nächste Fortsetzung dann, am Samstag, den 10. Juni einstellen.

Und nun zu meinem Teil:

 

Beas Gedanken überschlugen sich. In ihrem Kopf spiegelten sich die Geschehnisse ihres anscheinenden Alptraums wieder. Sie konnte keinen klaren Satz zusammenbringen, stammelte vor sich hin und brachte nur ein paar Wortfetzen bzw. halbe Sätze heraus.

„Ich,… ich wollte schreiben, …Laptop, …mein Erlebnis.

Du warst weg, …Licht tot, …Katze tot, …irgendwas tot.

Die Nachbarn, …ein absolutes Irrenhaus.

Du voller Blut, …voller Pillen und diese Todesdrohungen.

Plötzlich brach sie in Tränen aus. Thorsten nahm sie in den Arm, wollte sie trösten und beruhigen.

Ihr Schluchzen wurde immer heftiger, als würde ihre ganze Angst über die Aufregungen, über diese traumatischen Erlebnisse, auf einmal aus ihr herausbrechen.

Sie löste sich wieder aus seinen Armen und ließ sich auf´s Bett fallen. Kauterte sich zusammen, die Beine angezogen, die Hände vor dem Gesicht.

Thorsten stand auf, zog ein Taschentuch aus der Box, die auf dem Nachtisch stand, nahm sanft ihre Hände von ihrem Gesicht, um ihr zärtlich die Tränen abzutupfen.

Bea öffnete die Augen, schaute ihn an. Langsam wich das Entsetzen aus ihren Gesichtszügen. Sie fing an zu lächeln, um schließlich laut zu lachen. Sie musste über sich selbst lachen. Darüber, dass ein Traum, eine solche Heulsuse aus ihr machte.

Trotzdem war sie froh, dass alles nur ein Traum und vorbei war. Thorsten sah auch erleichtert aus. Sie blickte liebevoll in seine Augen, setzte sich wieder auf, um ihn zu umarmen und zu küssen. „Ich bin so froh, dass du da bist!“, flüsterte sie mit strahlendem Gesicht.

Doch im nächsten Moment, wurde sie kreidebleich. Thorsten schaute in Beas plötzlich aufgerissene Augen. Ihre Pupillen schienen immer größer und größer zu werden. Sie wurden zu Spiegeln. Die Spiegelbilder zeigten jemanden, der mit erhobenen Baseballschläger gerade zum Schlag ausholte, mit einem hämischen Grinsen im Gesicht.

Wie in Zeitlupe bewegte sich der Schläger. Er bewegte sich genau in Richtung Thorstens Kopf.

Thorstens Blick war nun ebenso entsetzt, wie der von Bea. Sein Gesicht verzerrte sich vor Panik. Ein schriller Schrei: „Jochen, neiiiiiiiiiin!“

Bea schreckte hoch. So heftig, dass sie fast mit dem Bürostuhl umkippte. Sie konnte sich gerade noch am Schreibtisch festhalten. Sie wusste gar nicht, wie ihr geschah. Voller Angst sah sie sich um. Ihr Blick spiegelte das blanke Grauen wieder. Sie hatte nicht geträumt. Doch sie hatte geträumt, nämlich dass alles nur ein Traum war, aber genau das stimmte nicht. Sie musste vor Erschöpfung, aufgrund der schlimmen Ereignisse, eingeschlafen sein. Oder vielleicht war sie auch kurz ohnmächtig gewesen?

„Die Drohungen auf dem PC, waren die jetzt echt oder waren die schon Teil meines Traumes?“, fragte sich Bea. Ihr Blick fiel auf das Sofa, auf dem Thorsten noch immer schlafend lag und auf die blutverschmierten Wände. Alles war wohl doch geschehen.

„RingRingRingRing“, die Klingel ertönte.

„Die Nachbarn“, kam es Bea in den Sinn. Völlig erschlagen erhob sie sich und taumelte Richtung Eingangstür. Sie schaute ins „Auge“, in der Annahme, das Gesicht von einen der Schrödingers zu erblicken. Stattdessen sah sie Uniformen, mit Mützen – die Polizei. Bea´s Herz fing zu rasen an. In Sekundenschnelle gingen ihr tausend Sachen durch den Kopf. Sie dachte an ihr außergewöhnliches Erlebnis und den damit verbundenen Drohungen. Sie hoffte inständig, dass sie der Polizei darüber nichts berichten musste. Mit zitternden Händen öffnete sie die Tür.

Beas Geheimnis

…. Bea stand im Flur in der offenen Wohnungstür, bleich, hilflos rief sie um Hilfe,
konnte noch gar nicht fassen, was sie gerade eben in den letzten Minuten erlebt hatte.

Torsten so kopflos und völlig verwirrt hatte sie nun wirklich so noch nie erlebt, obwohl er ja manchmal schon ein echter Vollpfosten und Idiot zu sein schien.

Aber das jetzt war doch einfach viel zu viel für sie und machte nun auch sie rat- und hilflos, die doch sonst immer und für alles einen pragmatische Lösung fand.

Es rührte sich nichts, niemand hörte ihren Hilferuf, sie rief nochmal, lauter, ängstlicher und hörte dann wie oben eine Tür sich öffnete und der alte Mann aus der kleinen Wohnung oben links langsam runtergeschlurft kam.

Was ist denn los ? Was haben sie denn fragte er Bea freundlich aber unsicher.

Bea schaute ihn hilflos an, ihn den sie kaum kannte und der im Haus als komischer Kauz verschrien war. Dann deutete sie in die Wohnung, bewegte ihre Lippen, konnte aber nur stammeln: Da, daaa  ….

Soweit für heute und für diesen Teil, der etwas spät kommt, weil ich es nicht so rasch begriffen hatte, wie das läuft und auch im Urlaub war.

Für den nächsten Teil möchte ich dann Corona nominieren und hoffe, daß ich alles richtig gemacht habe und die Geschichte nicht versaut habe.

Fortsetzungsgeschichte – Teil 2

Lilith hat den Anfang gemacht, ich durfte als Nächste dran. Von Samstag bis Samstag hat man Zeit, die Geschichte fortzusetzen. Banal fängt diese an, wie Lilith selbst sagt, aber die Geschichte wird in einem Crescendo enden, wir werden bibbern, zittern, staunen, lachen, heulen, kreischen…

Ich wähle als nächstes BERTA!!! Ab Samstag bis nächsten Samstag kannst du hier ranklotzen. 😅 Und dein Rost bisschen abklopfen.

Okay, also es geht weiter, wollte mich so kurz wie möglich fassen, hat aber nicht ganz so geklappt… 😬

Sie tippte wie eine Wahnsinnige drauf los. Ihre Finger huschten nur so über die Tastatur. Klackklackklack, hämmerte es immerzu. „Oh man! Das ist der Wahnsinn!“ sprach sie zu sich selbst. „Das muss jeder wissen. Jeder! Am Besten die ganze Welt!“   Thorsten steckte seinen Kopf zur Tür herein und fragte nochmal vorsichtig, ob sie Kaffee wolle.  „Nicht jetzt!“ rief sie aufgebracht. „Ich muss das aufschreiben, bevor ich die Hälfte vergesse!“  Nun war er etwas verwundert, so hatte er Bea noch nicht erlebt. Während sie wie eine Irre weiter auf ihren Tasten hämmerte, als existiere er nicht, ging er wieder in die Küche und setzte trotzdem Kaffee auf. Das Klackern folgte ihn hinterher.

Mit der fertigen Kaffeetasse schlich er ins Arbeitszimmer und stellte sich leise hinter Bea. Sie saß im Schneidersitz, vornübergebeugt, die Haare wirr im Gesicht und tippte immer noch wie wild. „Was schreibst du da?“ fragte Thorsten entsetzt. „Geh weg!“ herrschte sie ihn plötzlich im ungewohnten Ton an. „Nicht gucken! Du kannst es später lesen, aber lenk‘ mich nicht ab. Sonst vergesse ich das alles.“ „Was ist denn passiert?“ wollte er trotzdem wissen. Er ahnte nun nichts Gutes. Bea reagierte nicht mehr auf ihn und ließ ihre Finger weiter in die Tasten hauen. Sie bemerkte nicht, dass Thorsten den Kaffee neben ihrer Tastatur abgestellt hatte.

Er ging wieder in die Küche und räumte weiter auf. Später aß er eine Scheibe Brot und grübelte. Zwanzig Minuten später siegte wieder seine Neugier und lief vorsichtig ins Arbeitszimmer. Bea saß immer noch vornüber wie von Sinnen und tippte immer noch rasend schnell. Er kam langsam näher und rief entsetzt: „Deine Finger bluten!“

Bea schaute kurz auf und bemerkte, dass ihre schönen, lackierten Fingernägel abgesprungen waren. Aber das war ihr in diesem Moment völlig egal. „Geh raus!“ rief sie, und schob ihn mit ihrer blutigen Hand weg. Thorsten war nun ganz und gar irritiert. Und sah dann den rotverschmierten Fleck auf seinem weißen T-Shirt. „Oh, Mist,“ rief er selber. „Das geht nie wieder raus.“ Er verließ das Arbeitszimmer und schloss leise die Tür. Im Bad ließ er kaltes Wasser ins Waschbecken laufen und wusch das Blut vom Shirt ab. Er hörte Bea auf ihre Tastatur hämmern. Wrang das Shirt aus und hing es über den Wannenrand. Grübelnd lief Thorsten aus dem Bad, über den Flur und wollte gerade ins Schlafzimmer sich ein neues Shirt holen, als er plötzlich ein leises Geräusch hinter sich hörte. Er erstarrte und blickte sich langsam um. Sein Blick fiel auf die Wohnungstür und seine Augen weiteten sich vor Schrecken…

Bea tippte endlich dem Ende zu,ungeachtet ihrer verlorenen Fingernägel und der blutverschmierten Tastatur. ‚Nur noch abspeichern, bevor was schief geht‘, dachte sie bei sich, drückte auf „speichern“, als plötzlich der Pc schwarz wurde und gleichzeitig die Lichter ausgingen. „Oh nein!“ schrie sie. Nun wusste Bea nicht, ob sie ihr Geschriebenes rechtzeitig abspeichern konnte oder nicht. War es nun in den virtuellen Weiten verschwunden? Erschrocken saß sie da im Dunkeln, presste ihre blutigen Finger gegen ihren Brustkorb, die nun schmerzten. Ihr wurde die Stille plötzlich bewusst und blickte zur Tür. ‚Wieso ist die zu‘, wunderte sich Bea. Sie hatte nicht bemerkt, dass Thorsten sie geschlossen hatte. Langsam stand sie auf und stieß mit ihrem Ellenbogen gegen den längst erkalteten Kaffee. Die schwarze Flüssigkeit ergoss sich über die ganze Tastatur. „So ein Mist! Jetzt ist alles hinüber,“ flüsterte sie. Und wunderte sich selbst, weshalb sie nun leise zu sich sprach. Irgendetwas stimmte nicht. Im Dämmerlicht tapste Bea auf leisen Sohlen zur Tür, öffnete diese vorsichtig und lugte in den Flur hinaus. Sie wollte gerade nach Thorsten rufen, aber was sie dann erblickte, ließ ihr Blut in den Adern gefrieren. Beas Mund formte sich zu einem lautlosen Schrei…