Freundschaften und Bekanntschaften, wo ist da der Unterschied?

Freunde oder Bekannte? Manchmal, finde ich, liegt das ganz schön nah beieinander, so dass die Grenzen sich teilweise verwischen.

Ich könnte ganz klar, ein paar echte feste Freundschaften aufzählen und auch viele lockere Bekanntschaften und natürlich die sehr wenigen besten Freundschaften. Aber es gibt auch ein paar Leute, wo ich nicht genau sagen könnte, ob ich schon über Freundschaft oder doch nur gute Bekanntschaft reden würde. Freundschaften können auf jeden Fall unterschiedlich intensiv sein.

Für mich gehört zu einer Freundschaft: Ehrlichkeit; dass ich mich in der Gegenwart richtig wohl fühle und das auch, wenn man sich länger nicht gesehen, gehört oder gelesen hat; Interesse an dem Anderen, an dessen Leben, an dessen Probleme, an dessen Freuden (auch wenn man nicht immer alles mitbekommt und auch nicht alles wissen muss); dass ich, wenn ich wollte, über alles mit der Person reden könnte; gegenseitig zuhören können; ein Geben und Nehmen (ohne Erwartungshaltung, was bekomme ich dafür und trotzdem nicht einseitig) – eine Art Balance sozusagen und wenn es nur so ist, dass ich weiß, dass ich im Falle eines Falles Hilfe bekommen würde, also Verlässlichkeit, wenns drauf ankommt; Fehler verzeihen können.

Wie auch immer: Freundschaften bereichern das Leben und doch muss man keine auf „Teufel-komm-raus“ schließen und versuchen aufrecht zu erhalten. Macht auch keinen Sinn – Freundschaften kann man nicht erzwingen.

Bei besten Freunden passt es einfach, da gibt es kein Für oder Wieder, das ist dann einfach so. Das ist so ähnlich, wie mit der bedingungslosen Liebe zu den eigenen Kindern, die ist auch einfach da ohne dass man etwas dafür tun muss.