Freundschaft und Liebe ist….

 

Freundschaft und Liebe ist……
wenn Menschen einander verzeihen – und dies immer wieder tun,
wenn Menschen einander nicht verraten,
wenn Menschen einander vertrauen,
wenn Menschen einander ernst nehmen,
wenn Menschen einander zulächeln,
wenn man einen Freund wissen läßt: Es ist gut, daß es dich gibt,
wenn man Gestolperten wieder auf die Beine hilft,
wenn man andere erträgt und ihnen nichts nachträgt,

wenn man nicht immer „wissen läßt“, daß man „etwas weiß“,
wenn man „trotzdem“ liebt und nicht zurückschlägt,
wenn man den anderen als angenehm empfindet und es ihm sagt,
und, und, und…….
Wenn sich jemand bei mir aus dem Staub macht, dann denke ich an
die Fallschirmchen einer Pusteblume….
fliege dahin und werde glücklich, aber verteile niemals einen „Unkrautsamen“

 

Ich wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche

 

Apfelschwestern

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Bildquelle: http://www.depositphotos.com

Meine beste Freundin Anna und ich aßen für unser Leben gern Äpfel. Sie liebte Boskop und ich Cox Orange. Ab Ende August verbrachten wir unsere Freizeit nach der Schule auf und in den Apfelbäumen.
Die hellen Klaräpfel kamen zuerst, sie schmeckten nach Zitrone, und wenn sie erst einmal angebissen waren, konnten sie gar nicht so schnell gegessen werden, wie sie innen schon wieder braun wurden. Klaräpfel wurden nicht verkocht, ihr Aroma verflog wie der Augustwind, unter dem sie gereift waren. Dann kamen langsam die Cox-Orange Bäume, zuerst der große, der so nahe am Haus stand und von den roten Klinkersteinen, die tagsüber die Hitze gespeichert hatten, bestrahlt wurde, sodass seine Früchte immer größer, süßer und früher reif waren, als die der anderen Apfelbäume. Ab Oktober waren dann alle Apfelbäume so weit.

Im Herbst duftete unser Haar nach Äpfeln, unsere Kleider und Hände sowieso. Anna und ich kochten zusammen Apfelmus und Apfelgelee und meistens hatten wir Äpfel in den Taschen und angebissene Äpfel in der Hand. Anna hatte die Angewohnheit, erst einen breiten Ring um den Bauch des Apfels zu essen, dann vorsichtig unten um die Blüte, dann oben um den Stiel, das Kerngehäuse warf sie im hohen Bogen fort. Meine Freundin aß langsam und genussvoll, von unten nach oben – alles. Auf den Kernen kaute sie noch stundenlang herum. Als ich ihr einmal vorhielt, dass die Apfelkerne innen giftig seien, erwiderte Anna, das könne nicht sein, denn sie schmeckten doch nach Marzipan. Und außerdem aßen doch die meisten Menschen so ihre Äpfel.

Ich vermisse Anna, ihre bestechende Apfellogik und den Apfelgeruch, der immer von ihr ausging.