Mandelbäume

Es ist eins meiner Lieblingsgedichte zum Frühling, das ich hier in Jerusalem selbst geschrieben habe. Damals stand schon Anfang Februar alles in Blüte in der Heiligen Stadt. Dieses Jahr hatten wir hingegen mal tatsächlich richtig Winter, und die meisten Bäume sind noch kahl. Aber die Mandelbäume blühen trotzdem schon.

Mandelbäume

Weiß erblühen langsam nun
meine zarten Mandelbäume
Und erwecken tief ihn mir
Sehnsuchtsvolle Frühlingsträume

Zwischen kleinen ersten Blüten
singt ein Vogel im Geäst
Zarte grüne Blätter wispern
wenn der Wind sie tanzen läßt

Und so stehe ich am Fenster
lasse meine Blicke schweifen
sehe in Gedanken schon
langsam erste Früchte reifen

Es erhebt der Vogel sich
wirft die Flügel in die Luft
und verheissungsvoll bleibt nur
sanfter erster Frühlingsduft.

(Annika Khano, 2007)

Der Frühling

 

 

 

Der Frühling
Der Schnee ist weg, die Sonne scheint,
im Baume singt ein Star.
Der Frühling ist jetzt aufgewacht,
die schönste Zeit im Jahr.
Nach dieser langen Winterzeit
will keiner länger warten
und manchen zieht es förmlich raus
in den geliebten Garten.

Hier wird gegraben und geharkt,
die Schäden abgeschnitten,
denn mancher Zweig von Baum und Strauch
hat unterm Frost gelitten.

Nur Schneeglöckchen und Krokusse,
die können was vertragen
und stecken ihre Köpfe raus,
auch an sehr kalten Tagen.

Die Lebensgeister sind erwacht
bei Menschen und den Tieren.
Die Balz beginnt, denn das Gefühl
fängt an, uns zu regieren.
Überall in der Natur,
da finden sich die Paare
und alles wiederholt sich nun –
wie die vergangenen Jahre.

Autor: Elke Abt

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende

Da heult nun der Schmetterling

Sie war ein Blümlein hübsch und fein

Sie war ein Blümlein hübsch und fein,
Hell aufgeblüht im Sonnenschein.
Er war ein junger Schmetterling,
Der selig an der Blume hing.
Oft kam ein Bienlein mit Gebrumm
Und nascht und säuselt da herum.
Oft kroch ein Käfer kribbelkrab
Am hübschen Blümlein auf und ab.
Ach Gott, wie das dem Schmetterling
So schmerzlich durch die Seele ging.
Doch was am meisten ihn entsetzt,
Das Allerschlimmste kam zuletzt.
Ein alter Esel frass die ganze
Von ihm so heiss geliebte Pflanze.

Wilhelm Busch 1832-1908, humoristischer Dichter

Corona – selbst gezeichnet

Frühling

Frühling

Was rauschet, was rieselt, was rinnet so schnell?
Was blitzt in der Sonne? Was schimmert so hell?
Und als ich so fragte, da murmelt der Bach:
»Der Frühling, der Frühling, der Frühling ist wach!«

Was knospet, was keimet, was duftet so lind?
Was grünet so fröhlich? Was flüstert im Wind?
Und als ich so fragte, da rauscht es im Hain:
»Der Frühling, der Frühling, der Frühling zieht ein!«

Was klingelt, was klaget, was flötet so klar?
Was jauchzet, was jubelt so wunderbar?
Und als ich so fragte, die Nachtigall schlug:
»Der Frühling, der Frühling!« — da wusst‘ ich genug!

Heinrich Seidel
(1842−1906)

Sonntagsspaziergang, „an der Natur vorbei“…

Etwas Regen, etwas Wärme, viel Sonne …und die Natur „explodiert“!

Augen auf! …es gibt jede Menge zu entdecken.

GB 2

Überall wunderschöne Blüten.

GB 1GB 3GB 4

Holzauge sei wachsam, vielleicht kommt ein Vögelein geflogen!  😉

GB 5

Von völlig wild wachsend, …

GB 6GB 7.1

…bis selbst gepflanzt…

GB 7

…und der Sonne entgegen getrieben…ist alles dabei.

GB 8

Selbst der Löwenzahn erfreut das Auge.

GB 9GB 10

Dieses Bild gefällt mir besonders gut, weil „Verstorbene“ und „neu Geborene“ direkt miteinander verbunden sind. Der Frühling zeigt uns, dass Leben wieder erwachen kann.

GB 11

Aus allen Ritzen drückt sich neues Leben.

GB 12GB 13GB 14GB 15

Ich war und bin immernoch begeistert, was inzwischen schon alles wächst und gedeiht.

Das Leben ist schön und die Natur einfach genial!

Hmmm, aber was ist das?

Extra

Ich glaube, DAS hat sich  hier „eingeschlichen“! 😀