Trotz allem

Trotz allem
Ist Sommer geworden

Am blauen Himmel ziehen
Schönwetterwolken
Während im Schatten
Der Wind in den Bäumen spielt

In blühenden Kräutern
Summen Bienen und Wespen
Und erinnern
An andere Zeiten

Vogelstimmen singen Ihre Lieder
Voll Schönheit
Und Sehnsucht streicht
Durch die warme Luft

In den zarten Duft des Jasmins
Mischt sich das Glück

Als hätte ein Engel seine Flügel
Ausgebreitet und wispert
Im Spiel der leuchtenden Schatten:
„Alles wird gut“

Sommerhitze – Themenwoche vom 27.07.-02.08.2019

Also, eigentlich wollte ich nur ein „Share“ machen und einen Beitrag aus meinen Blog hier wiederbloggen. Aber irgendwie geht das nur umgekehrt. Oder zumindest klappt es mit meinem Wissen nicht.

Also Copy Paste stattdessen, weil es so gut zur Themenwoche passt:

Sommer

Sommer ist es lang geworden
Und das Thermometer steigt
Tag für Tag an allen Orten
Macht sich drückend Hitze breit

Träge schaut so mancher Blicke
Unter müden Lidern her
Selbst der Vögel muntre Flügel
Werden in der Hitze schwer

Blumen senken ihre Köpfe
Durstig nach dem kühlen Nass
Duftend liegen reife Früchte
Klebrig in verdorrtem Gras

Wolkenlos indes der Himmel
Über allem lachend thront:
Auf die Kühlung noch zu warten
Wird im Winter erst entlohnt

(Juni 2016)

Donnerwetter – Themenwoche 11.05.-18.05.2019

Gewitter

Finster thronen am Himmel
Die dunklen Wolken
Berge grauer Gestalten
An lichtlosem Firmament

Windstill steht die Luft
– Unheilverkündend –
Zwischen den Bäumen im Garten
Kein Ast, kein Blättlein regt sich

Doch da, weit oben
Erscheint das Licht
Grell zuckt der erste Blitz
Über den schwarzen Himmel

Und im Bruchteil einer Sekunde
Entlädt sich die Masse
Stürmend prasselt der Regen
Und mit einem Knall öffnet sich die Hölle

Morgenstunde – Themenwoche 11.05.-18.05.2019

Zwischen Tag und Nacht

Wenn der Mond noch am Himmel steht mit seiner silbrigen Sichel, langsam verblassend im nahenden Tag

Wenn die Sonne am heller werdenen Himmel schon zu erahnen ist und ihre ersten Strahlen – zaghaft noch – über den Horizont schickt

Wenn in den Betten die Kinder noch schlafen, tief verstrickt in süssen, unschuldigen Träumen

Wenn die Vögel in den Bäumen langsam erwachen und tausende Melodien gleichzeitig in die kühle Luft schicken

Dann stehe ich manchmal dort, am Fenster, und schaue hinaus in unsere Welt, die jeden Morgen so wunderschön und neu ist.

 

Morgenstunde

Morgenstunde

Die Morgenstund‘ trompetet
rotmalerisch durch Dorf und Stadt;
die schönste Andacht betet,
wer eine Hand zum Schaffen hat.

Wohin du magst dich wenden,
die Sonne ist der Erde hold,
mag grau der Abend enden,
jetzt steht die Welt noch ganz in Gold.

Fabrik und Lerchenkehle
sind eins im hymnenden Gedicht
und jede Arbeitsseele
nimmt sich ein Fünkchen Morgenlicht.

Und trägt es in den Schatten
und Lärm von Rad und Riemenschlag,
dort leuchtet’s ohn‘ Ermatten
hindurch den schweren, langen Tag.

Alfons Petzold

Da heult nun der Schmetterling

Sie war ein Blümlein hübsch und fein

Sie war ein Blümlein hübsch und fein,
Hell aufgeblüht im Sonnenschein.
Er war ein junger Schmetterling,
Der selig an der Blume hing.
Oft kam ein Bienlein mit Gebrumm
Und nascht und säuselt da herum.
Oft kroch ein Käfer kribbelkrab
Am hübschen Blümlein auf und ab.
Ach Gott, wie das dem Schmetterling
So schmerzlich durch die Seele ging.
Doch was am meisten ihn entsetzt,
Das Allerschlimmste kam zuletzt.
Ein alter Esel frass die ganze
Von ihm so heiss geliebte Pflanze.

Wilhelm Busch 1832-1908, humoristischer Dichter

Corona – selbst gezeichnet

Frühling

Frühling

Was rauschet, was rieselt, was rinnet so schnell?
Was blitzt in der Sonne? Was schimmert so hell?
Und als ich so fragte, da murmelt der Bach:
»Der Frühling, der Frühling, der Frühling ist wach!«

Was knospet, was keimet, was duftet so lind?
Was grünet so fröhlich? Was flüstert im Wind?
Und als ich so fragte, da rauscht es im Hain:
»Der Frühling, der Frühling, der Frühling zieht ein!«

Was klingelt, was klaget, was flötet so klar?
Was jauchzet, was jubelt so wunderbar?
Und als ich so fragte, die Nachtigall schlug:
»Der Frühling, der Frühling!« — da wusst‘ ich genug!

Heinrich Seidel
(1842−1906)

Themenwoche 17.11.2018 – Kaminfeuer

Wenn Kälte im Wohnzimmer will nimmer sein,

kriecht sie in so manche Kleidung rein.

Und ist der Träger davon nicht erpicht,

er dann zum Holz holen nach draußen aufbricht.

„Sie an, es ist noch etwas vor Ort!

Das nehm ich schnell, bevor es ist fort“

 

Holz

Ab damit, in den Korb neben dem Kamin, dem kalten;

schnell soll sich das ändern und mit gutem Verwalten,

Holz für den Kamin

flackert bald das Feuer hinter dem Glas, dem klaren,

und wird auch lang die Wärme im Herzen bewahren.

Kamin 1

Und bin ich jetzt besonders achtsam und behüte sie gut,

wird sie niemals vergehen, die Herzensglut.

Ob die Glut im Kamin oder aber die im Herzen ist gemeint,

beide mit dem Wohlfühlgefühl der Menschen sind vereint.

Drum lass sie nie erlöschen, wenn sie dir ist wichtig,

ansonsten findet sich wieder die Kälte ein und macht dein Leben „gefühlt“ nichtig.

 

Ein für euch hoffentlich Herz erwärmendes Gedicht, das mir gerade eben, beim Anblick meiner Bilder oben, so einfiel.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen ein schönes Wochenende.

Was macht euer Feuer oder eure Glut?

 

Strandspaziergang

Wir gehen am Meer im tiefen Sand

Wir gehen am Meer im tiefen Sand,
Die Schritte schwer und Hand in Hand.
Das Meer geht ungeheuer mit,
Wir werden kleiner mit jedem Schritt.
Wir werden endlich winzig klein
Und treten in eine Muschel ein.
Hier wollen wir tief wie Perlen ruhn,
Und werden stets schöner, wie die Perlen tun.

Max Dauthendey (1867 – 1918)