Wochenthemen vom 09.03. – 15.03.2019

Schon wieder eine Woche um, die Zeit läuft. Nehmen wir uns ein klein wenig von ihr,  schreiben oder lesen hier kleine Beiträge die hoffentlich folgen werden. Zum Beispiel über folgende Themen:

Sprichwörter

lustige, ernste, hilfreiche, Lieblingssprichwort, auch Bauernregeln…

Aufreger

was einen ärgert, verblüfft, nervt…

Missgeschicke

die einem selbst oder anderen passierten, Pleiten, Pech und Pannen – was das Leben eben ab und zu bereithält.

 

   Ich hoffe es ist für jeden etwas dabei. Für die nächste Themenwoche    schlage ich Brathahn vor.   Hast Du Zeit und Lust?

 

 

 

 

Alla de bästa, kära Berta! Happy B-day

Zum Geburtstag wünschen wir alles
Gute zu deinem neuen Jahr.
Es soll noch besser werden als das alte war.
Glück, Freude und Gesundheit soll’n dir beschieden sein.
Und unsere guten Wünsche
sind von jetzt an dein.
Wir haben uns versammelt an
diesem schönen Ort.
Und wenn’s jetzt nix zu essen gibt,
dann geh’n wir wieder fort.

Ein Geburtstagsständchen nur für Dich…

Prösterchen! Auf Dein Wohl!

 

Struppi-2009 / Traudl hat heut Geburtstag

Hoch lebe das Geburtstagskind
und froh in allen Jahren.
Nur Menschen, die stets fröhlich sind,
wird Gutes widerfahren!
Drum bleibe wie du heute bist,
ein froher Mensch auf Erden.
Denn jeder gute Optimist
kann mehr als 100 Jahre werden!

Liebe Traudl,

alles Gute, Glück und Gesundheit zu Deinem Geburtstag! Hab einen recht schönen Tag und genieße ihn im Kreise Deiner Lieben.

Hier sind neue Themen, vom 18.08. bis 24.08.

Sterbehilfe, aktiv und passiv. Hat jemand Erfahrung damit?

Üble Nachrede bis zum Mobbing im Internet. Hat es schon mal jemand erlebt?

Einkaufen am Wochenende. Entspannung oder Stress?

   und um beim Thema zu bleiben:

Einkaufs-Lieferservice.  Schon mal ausprobiert?

Aufgeschnappt. zum Beispiel Kindermund, Witze, lustige Geschichten, Bilder und Internet-Fundstücke..

Ich hoffe Euch fällt recht viel ein!
Für das nächste mal frage ich sigurd6. Hast Du Lust und Zeit❓

Leben,… was lässt du mich noch tun?!

Ich möchte

  • auf einer Hummel mal fliegen,
  • am Schneeblumenstrand in der Sonne liegen,
  • keine Windpocken auf der Haut mehr kriegen,
  • einem glücklichen Irrtum sicher erliegen.

Ich möchte, in diesem Leben weiter

  • die Sonne in meinem Herzen sehen,
  • auf wunderbaren Wegen gehen,
  • mit achtsamen und offenen Augen neben mir stehen,
  • mich um eine gute Lebensernte im Kreise drehen.

Was möchte ich noch tun in diesem Leben?

Ich möchte weiterhin

  • erkennen und helfend meine Hand reichen, wenn möglich – wenn nötig,
  • nichts unerledigt lassen oder auf die lange Bank schieben
  • Freude im Leben geben und entgegennehmen
  • LIEBEN, LACHEN – LEBEN eben.      Leben; …wunderbar, …ob im Traum, …ob wahr!

Und was ich unbedingt noch tun möchte ist

  • alles was mir gut dazu erscheint, niederschreiben – evtl. gebunden festhalten (auch wenn es nur für „privat“ sein sollte),
  • meinen Kinder und sonstigen liebsten Menschen Erinnerungen hinterlassen, die meinem gelebten Leben etwas unsterbliches und brauchbares „verleiht“ – etwas, das aussagt, dass es gut war, gelebt zu haben.

Das alles tue ich ja eigentlich schon. Also, es gibt nichts, was ich unbedingt noch tun muss und doch wieder möchte ich alles noch unbedingt tun,

…alles was geht, was mir Spaß macht, was mir wichtig ist.

Ihr versteht was ich meine?! 🙂

Was mich richtig nervt….

….sind Leute die sich selbst permanent in den Focus rücken.

Egal was andere erlebten – sie haben es mit Sicherheit „auch schon erlebt „.

Die Blogwelt ist ein pulsierender Organismus in dem großen Biotop des Internet’s. Viele Menschen berichten hier öffentlich, oft anonym, von Dingen über die sie sonst nur mit Freunden (oder gerade mit denen nicht) sprechen würden. Egal ob es um Beziehungsstress geht, um Erziehungsfragen, um schlimme Schicksalsschläge und/oder freudige Erlebnisse. Nichts, wirklich nichts trifft einen allein. Man findet immer den einen oder anderen, der dies auch schon erlebt, durchlebt, durchgemacht hat. Das ist gut so, denn man will sich ja austauschen, eventuell Erfahrungen anderer zu eigen machen oder einfach mal Meinungen anderer Leute in die eigenene Überlegungen mit einbeziehen. Manchmal möchte man auch einfach nur seine Freude teilen.

Aber: muss es immer ein und dieselbe Person sein die angibt, sich in sämtlichen Lebenslagen, Situationen, Erlebnissen und Ereignissen am besten auszukennen? Die die Einstellung besitzt, nichts und niemand könne ihr das Wasser reichen? Die überzeugt ist, in allem die allwissende Erfahrung in menschlicher Form zu sein?

Jemand schreibt zum Thema Handarbeit – batsch! Meldet sich der „Spezi“ zu Wort: „hab ich auch gemacht“.

Thema Haustier – platsch! „Bei meinem war es ebenso“ oder eben „nein, meines hat so etwas nie gemacht“.

Thema Nachbarschaftshilfe – peng! „also meine Nachbarschaft ist einmalig, alle kennen und lieben sich“

Es ist zum Kopfschütteln, es gibt nichts(!) was diese Person nicht schon erledigt, erlebt, getan, kreiert, hergestellt und angestellt hat.

Immer in den Vordergrund schieben, oftmals alle anderen für unfähig halten und durch neunmalkluge Kommentare auch noch als Dummhansens darstellen.

Solche Personen halten sich für einzigartig auf ALLEN Gebieten. Doch wenn man nur mal ein klein wenig recherchiert, etwas tiefer gräbt, stellt man fest, dass fast alles ausgedacht, oberflächlich und oft einfach gelogen ist.

Solche destruktiven, rücksichtslosen egoistischen „Geschichtenerzähler“ mag ich nicht. Ich sortiere sie aus. Aber in einem kann man sich nach so einem „Hausputz“ sicher sein: Einsicht ist nicht! Solche Leute haben niemals den Bogen überspannt, niemals eine Grenze überschritten, niemals andere als dumm hingestellt. Schuld haben immer „die anderen“.

Sie verstehen nicht,  dass nicht der Tropfen der das Fass zum überlaufen brachte, der eigentliche Grund für’s „aussortieren“ ist – sondern die unzähligen Tropfen vorher…

 

 

Heimaten

Jepp, das ist der Plural des Wortes Heimat. Denn laut Duden ist Heimat

Land, Landesteil oder Ort, in dem man [geboren und] aufgewachsen ist oder sich durch ständigen Aufenthalt zu Hause fühlt

Und schon in meinem „alten“ Blog bei blog.de habe ich den Begriff für mich so definiert:

Heimat…neue und alte Heimat. Die Heimat, in der ich geboren wurde, aufgewachsen bin und 40 Jahre gelebt habe. Dresden. Sachsen. Deutschland. Und die zweite (neue) Heimat Schweden, in der ich seit mehr als 13 Jahren lebe und in der ich bis ans Ende meiner Tage bleiben will, wenn nichts dazwischen kommt.

Ich mag jetzt keine ellenlange Geschichte über die Vergangenheit erzählen. Es gab bei mir, wie bei allen, gute Zeiten und schlechte Zeiten in allen Lebensbereichen. In der alten Heimat genau so, wie in der neuen. This is live. Jede Heimat hat ihre Vor- und Nachteile. Keine meiner Heimaten ist besser, als die andere. Sie sind nur sehr verschieden. Und ich lebe in unterschiedlichen Phasen meines Lebens in ihnen.

Ich mag jetzt auch keine ellenlange Erklärung abgeben, was mich (uns) bewogen hat, unsere alte Heimat gegen unsere neue Heimat einzutauschen. Nur so viel (und das ist sehr wenig): Irgendwann, nicht allzu lang, bevor wir nach Schweden ausgewandert (welch blödes Wort) sind, habe ich mir die Frage gestellt: ‚Kann und soll das schon alles sein? Was kommt noch?‘ Sehr abstrakt – ich weiß. Aber genau so war es. Etwas später hatte ich in Schweden (damals im Urlaub) so etwas wie eine Eingebung. Das klingt vermutlich auch ziemlich doof, aber sorry, ich weiß nicht, wie ich es anders formulieren soll: ‚Hier will ich leben. Hier gehöre ich hin.‘ Ein ganz tiefes, bestimmtes Gefühl war das damals. Und obwohl ich Veränderungen eigentlich nicht sonderlich mag, und freiwillig nicht einmal Möbel umstelle, war diese ganze Umzugsgeschichte in ein neues Land, dessen Sprache ich noch nicht einmal konnte, für mich fast ein Kinderspiel.

In der Ultrakurzfassung war es so: Von der Entscheidung bis zum Umzugstermin verging etwa ein halbes Jahr. Wir haben hier in Schweden ein Haus gemietet (das wir ein paar Jahre später dann auch gekauft haben). Mein Mann ist schon ein paar Wochen vor uns (unserem Sohn und mir) hierher gezogen, hat Haus und Grundstück etwas auf Vordermann gebracht und sich eine Arbeit gesucht. Dann ist er ein paar Tage vor dem Umzugstermin heim gekommen, wir haben all unser Hab und Gut entweder verscherbelt, verschenkt, entsorgt, oder in einen Lkw und zwei Pkws verladen, und sind damit am 3. Oktober 2003 in Rostock auf die Fähre drauf und in Trelleborg wieder runter. Dann noch etwa drei Stunden Autofahrt, und da waren wir. In der neuen Heimat. Mit Hilfe von Freunden haben wir innerhalb von ein paar Stunden die Autos aus- und das Haus eingeräumt und fertig. Etwa vier Wochen später habe ich meinen Schwedisch-für-Einwanderer-Kurs begonnen und ca. zwei Wochen darauf hatte ich plötzlich auch schon eine Arbeit.

Daß wir hier sehr schnell neue Bekanntschaften geschlossen und Anschluß gefunden haben, das schreibe ich vor allem der Kontaktfreudigkeit meines Mannes zu. Er kann ungehemmt auf andere Menschen zugehen und  ein unverfängliches Gespräch beginnen. Das ist etwas, das ich nicht kann. Wir sind diesbezüglich sehr verschieden. Aber ich kann mich leicht hinzu gesellen. Wir waren binnen kurzer Zeit Teil einer Gemeinschaft. Wir haben aktiv am Vereinsleben unseres Freizeitklubs teil genommen, uns engagiert, und Kontakte mit unseren Nachbarn gepflegt. Es hat nicht lange gedauert und wir haben uns heimisch gefühlt. Dieses Gefühl ist seitdem ungebrochen. Schon nach sehr kurzer Zeit haben wir mit Gewißheit gesagt, daß es für uns kein Zurück gibt.

Heimat ist einzig und allein da, wo das Herz ist.

Natürlich habe ich in den vergangenen Jahren auch darüber nachgedacht, was wäre, wenn. Wenn mein Mann plötzlich nicht mehr da wäre. Ich habe in mich hinein gehorcht, ob da das Gefühl von Heimweh nach Deutschland schlummert, aber es kam nichts. Ich empfinde schon lange kein Heimatgefühl mehr, wenn ich an Deutschland denke. Ich habe ein Leben hier in Schweden, und ich habe die zwei für mich wichtigsten Menschen hier. Das ist alles, was für mich zählt.

Deutschland mag ich heute viel mehr, als früher. Heute denke ich an die wunderschönen Landschaften, an unsere Freunde, an das tolle Essen, wunderbare Restaurants, an netten Menschen, an unsere Muttersprache, an den heimischen Dialekt, an deutschsprachige Lieder, an deutsche Weihnachtsmärkte und so vieles mehr. Wenn wir heute nach Deutschland kommen (was nicht mehr oft vorkommt), dann fühlen wir uns wie Touristen, die immer wieder gern in das selbe Land reisen. Die Heimat Deutschland ist Vergangenheit, aber die Erinnerung daran bleibt.

Blau

Blau war schon immer meine Lieblingsfarbe. Am liebsten Königsblau, aber ich mag fast alle Nuancen mittlerweile.

So entstand dann irgendwann der Spruch in meiner Clique „Feli is immer blau.“ Also, jetz… blau angezogen. Aber mit nem Zwinkern zu verstehen. Was ham wir gern getrunken und da waren wir auch immer blau… 😀 Was mich zur Bedeutung von Blau in verschiedenen Sprachen bringt. Allein im Deutschen gibt es ja schon zwei Bedeutungen (also die mir jetzt so spontan einfallen): Blau = betrunken und blau machen = nicht zur Schule/Arbeit gehen. Kennen wir sicher alle. Wenn man dahingegen auf Englisch „blau“ ist, ist man traurig… Ich als Deutsche raff das ja nicht so richtig. Ich kann auch trinken, wenn ich glücklich bin! *hust*

Mein blaues Thema der vergangenen Woche war allerdings etwas Anderes. Hier im Vereinigten (ha!) Königreich wurde ja diese Woche der Brexit endgültig beschlossen, was mich als Europäerin sehr traurig macht. Ebenso traurig hat es mich gemacht, dass unser „March for Europe“ letzten Samstag zwar Schlagzeilen gemacht hat, aber wohl kaum Auswirkungen hatte. 100.000 Menschen sind losgezogen und haben Europa und die EU gefeiert, friedlich demonstriert. Es waren zu meinem Erstaunen auch sehr viele Briten dabei. Besonders am Parliament Square (wie im Bild eingefangen) war eine tolle Stimmung. Alles blau: Der Himmel, die Flaggen, sogar der Union Jack… Nur die Tante Theresa, die hat das alles wenig beeindruckt. Unsere Zukunft ist ungewiss. Hm.

Jetzt bin ich wieder deprimiert, wenn ich so über das Ganze nachdenke. Ist wohl wieder Zeit, das Wochenende blau einzuläuten…