Staunende Stauden und wilde Bienen in Sachsen und England auf youtube

Schon wieder Wochenthemen und diesmal direkt zum Start, denn am Ende der Woche sind da noch so viele Themen und so wenig Tage. Und so viele Themen. Das bedeutet einen völlig sinnlosen blog Eintragtitel. Passend zum Eintrag.
Also, dem Stauden Thema möchte ich eine pragmatische Lösung hinzufügen, die weit über die Kommentare hinausgehen: Kaufe einfach 18 irgendwelche, aber verschiedene Stauden, pflanze sie in die Dunkelheit und die überlebende Staude ist der Lieblingsfrage richtige Antwort.
Alternativ kaufe Dir keine Stauden, sondern lege einen Komposthaufen an. Der sieht zwar nicht so schön aus wie eine Staude, macht aber mehr Arbeit. Und wenn dann in drei Jahren aus dem verdichteten Baulehmboden eine lebende Erde geworden ist, stelle die Frage noch mal, nur lass den Lehmboden weg.
Wirklich erstaunlich, erst dieses Jahr das erste Mal zu erfahren, dass unsere Wildbienen und andere Insekten kaum noch Lebensraum finden. Den finden sie übrigens nicht in Stauden, sondern in Wildwiesen. Die Wildwiesen brauchen auch nur ganz wenig Kompost. Und man spart das Benzin für den Rasenmäher, schont die Nerven der Nachbarn und sorgen grundsätzlich dafür, dass genau diese Nachbarn dann naserümpfend Deinen Garten betrachten, der ja ausschließlich aus Unkraut besteht. Und Wildbienen.

Der deppert aussehende Typ aus Chemnitz kam aus Dresden. Er hat seinen Job verloren. Aber niemand denkt mehr an den Nazi, der sich vor laufender Kamera eingenässt hatte, als er 1992 in Lichtenhagen lautstark für ein starkes Deutschland, in dem Nazis gerne leben, demonstrierte und jahrelang das Gesicht, bzw. die Jogginghose, des dumpfen Nazisostens war. Harald Ewert. Hätte es damals schon twitter gegeben… Insofern eine gute Tat vom Hutbürger.
Sachsen mit Panzern überrollen ist gar nicht so einfach, das ist an manchen Stellen schon ganz schön hoch da. Dresden ist eine schöne Stadt und jemand möchte da noch mal hin, bevor sie stirbt. Und ich muss die nächste Woche ins Erzgebirge. Beruflich. Wenn Panzer, also bitte erst in ein paar Monaten. Die Sachen sind schon ganz nett eigentlich. Wir saßen so beim Abendessen (Teambuildung ist sooo wichtig) und sprachen belangloses Zeugs, wir Privatsphäre bei facebook (das V in facebook steht für Vertrauen) und dass man ja auf keinen Fall Bilder der eigenen Kinder weil es laufen ja immer mehr Verrückte durch die Straßen und man weiß ja nie. Und die Flüchtlinge!!!11!1! Ich habe gegoogled und nichts stand da von einem höherem Prozentsatz pädophiler Neigungen bei Arabern. Nee, ich habe nicht gegoogled, ich wusste das schon vorher. Ein bis zwei verlorene Generationen dort oben im Erzgebirge. Das ist bitter, aber man kann das nicht schön reden. Wer denken kann geht weg. Das ist so. Im Schnitt. Selbst Leipzig ist ja schon eine ganz andere Welt. Aber landschaftlich ist das Erzgebirge kaum zu toppen.

Ich mag Youtube. Da kann man so lustige Videos gucken. https://www.youtube.com/watch?v=9X896-t6JvY

Der Nazi war nämlich gar nicht von seinem Bierurin aus der Harnröhre eingenässt, sondern hatte das gleich unverdaut auf die Hose geschüttet. Macht ihn nicht klüger.
Ansonsten nutze ich youtube als Hintergrudmusik. Die Auswahl des „nächsten Videos“ ist ziemlich gelungen. So kann man z.B. drei Stunden Pink Floyd hören ohne einmal eingreifen zu müssen. Und Another Brick in the Wall kam auch nicht.
Die alten Konzertmitschnitte sind meine Lieblingsvideos. Wer einmal Grindel live mit Fish gesehen hat und immer noch kein Marillion Fan ist, dem kann ich auch nicht helfen.
Ich habe aber kaum Kanäle abonniert, komme ich ja eh nie zu, das alles nach zu sehen. Aber mein Kleiner hat locker 99 Benachrichtigungen am Tag. Er hat minecraft Spielen auf youtube gelernt. Niemand solle mehr sagen, die Jugend von heute könne sich vor lauter Reizüberflutung nicht mehr konzentrieren. Er kann locker drei Stunden konzentriert minecraft tutorials auf youtube verfolgen und danach das Gelernte die Nacht über anwenden. youtube ist toll.

Das Brexit Thema ist natürlich eine eigene blog Serie wert. Im Prinzip ging es darum, dass so viele Polen und Bulgaren ins Land kamen und niemand auf der Insel das verhindern konnte, weil die bösen Europäer in Brüssel!!!11!1! Dazu ein paar grausame Geschichten über Bürokratie in Brüssel, Gerüchte über Millionen von Rumänen auf gepackten Koffern, ein paar alte empire stories und eine schwache Wahlbeteiligung, weil das ja niemand wirklich glauben wollte. Dass der Brexit ein Fehler ist, weiß inzwischen jeder, aber wie ein kleines Kind, dem eine Fahrt auf dem größten Karussell auf der Kirmes versprochen wurde, steigt man jetzt trotzig ein und wird kotzen. Und die Kartoffeln selber aus der schmutzigen Erde ziehen müssen. Aber wie der Brexitminister erst kürzlich bekannt gab, plant die Regierung nicht, einen Nahrungsmittelvorrat anzulegen. Was wie eine Beruhigung klingen sollte, zeigt eigentlich umso brutaler, wie groß der Einschnitt werden wird, denn zumindest hat man darüber nachgedacht. In Westeuropa. mi 21. Jahrhundert. Ohne Krieg.

Alles wird gut.

So long Chris