Hinterm Haus – Nachtrag

Durch den anhaltenden Regen in den letzten Tagen werden es immer mehr Pilze auf der Wiese hinter dem Haus.

Wiesenpilze 01.jpg

Einige der Pilze haben schon ein bisschen gelitten, wie man bei genauerem Hinschauen erkennen kann.

Wiesenpilze 02.jpg

Am liebsten stehen diese Pilzgesellen anscheinend dicht an dicht beieinander. Ich sage nur: „Pilzzusammenrottung“. 😉

Wiesenpilze 03.jpg
Wiesenpilze 04.jpg

Ich glaube der große Pilz, der etwas abseits von den kleineren steht, ist der Anführer … 🤔

Pilz-Anführer.jpg

Oh oh, das sollte ich im Auge behalten …

Die Gaben der Natur-Pilze

Ein Mädchen ging zum Pilze pflücken
und musst‘ im Wald dafür sich bücken.
Da kam ein fescher Jägersmann
und machte sich von hinten ran …

… jetzt stillt se …
… scheiß Pilze …

Nein , ich sage nicht scheiß Pilze, sondern gehe mit Begeisterung Pilze sammeln. Schon als Kind sind mein Bruder und ich mit unseren Eltern in die Wälder gegangen, Heidelbeeren wurden gesammelt und natürlich Pilze. Wir haben immer nur die Pilze gesammelt, die meine Eltern kannten und sind nie ein Risiko eingegangen. Auch schon  damals gab es Zecken, meine Eltern nannten die Holzböcke, die wurden einfach aus der Haut gezogen und gut war es, da hat sich keiner Gedanken wegen Borreliose gemacht, oder vor 50 Jahren waren die vielleicht noch nicht so gefährlich, keine Ahnung, rausgezogen und gut war es.

Aber zurück zu den Pilzen, diese Tradition des Pilze sammelns habe ich mein Leben lang beibehalten und auch unsere Tochter und ihr Freund haben Spaß daran. Gestern waren wir drei wieder im Wald und wir nehmen nur wirklich die Pilze, die wir kennen, Maronen, Ziegenlippe, Birkenpilze, Steinpilze, Hallimasche.  Wir nehmen zum sammeln einen großen Holzkorb, denn Pilze brauchen Luft und jeder von uns nimmt ein kleines Messer mit, denn wir schneiden die Pilze ab, damit die Wurzeln in der Erde bleiben und dort auch im nächsten Jahr welche wachsen.

Hier sind Maronen

Zu Hause geht es dann erst mal Klamotten wechseln und alles ab in die Waschmaschine, vor 12 Jahren hatte ich beim Pilze sammeln zwei Zecken an mir und daraus wurde dann die sogenannte Wanderröte  (Vorstadium der Borreliose) rund um einen Biss und ich mußte 3 Wochen ein Antibiotika einnehmen, von daher achte ich genaustens auf meine Haut und nach Zecken und die Kinder machen es genauso.

Dann geht es ans putzen der Pilze, schauen ob Maden darin sind. Gestern reichte unser Fund für eine große Mahlzeit und der Rest wurde eingefroren und wird später zubereitet. Die Zubereitung gestaltet sich ganz einfach, Fett in einer Pfanne erhitzen, Zwiebeln darin anbraten, geputzte und kleingeschnittene Pilze dazu und schmoren lassen. Pilze haben viel Wasser und so reduziere ich die Flüssigkeit die  beim schmoren entsteht ein, dann Pfeffer, Salz und Petersilie dazu und einen kleinen Schuß Sahne.

Lecker und dazu gibt es knuspriges Baguette.

Das war das Ergebnis von  gestern, 2 Stunden Pilze sammeln

PS: Mein Mann ißt von unseren selbst gepflückten Pilzen keine, er sagt einer muß ja die Übersicht behalten wenn  euch schlecht wird, na ja, selbst schuld, er weiß nicht was richtig gut schmeckt. Aber das entmutigt uns nicht.