Vielleicht kommt es mir nur so vor…

…aber ich habe das Gefühl, dass die Krimis und Psychothriller heutzutage immer komplexer und immer brutaler und entarteter geschrieben werden.  Vermutlich trifft das nicht auf ausnahmslos alle Krimis zu, aber die, die sich in letzter Zeit in den Bestsellerlisten tummeln, scheinen durch die Bank weg von diesem Virus befallen zu sein. Auch meine Lieblingsautoren dieses Genres machen hier keine Ausnahme…
Ich mag die kribbelnde, nervöse Spannung und ich mag es, dass mich ein Buch so fesselt, dass es für mich schwer ist, es aus der Hand zu legen. Aber die Abartigkeit, die in den Krimis von heute Einzug gehalten hat und schon zur Normalität zu gehören scheint, die schockiert mich dann doch. Reicht „ein durchschnittlicher (Raub-)Mord“ heute nicht mehr, um ein Buch gut verkaufen und eventuell auch in die Bestsellerliste katapultieren zu können?
Was ist eigentlich mit uns Menschen los? Sind wir mittlerweile von all den Medien derart beeinflußt, dass uns das, was früher als entartet, unaussprechlich brutal und menschenverachtend galt, heute allenfalls noch als Randnotiz durchgeht, oder im Falle von Krimis und Thrillern nur noch für ein gelangweiltes Gähnen reicht?

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