Frage der Woche vom 22.09 bis 28.09.2018

 

Der Wald im Herbst, es duftet nach Harz und morschem Holz. Laub fällt und dazwischen Pilze in leuchtenden Farben.  Lebensraum für unendlich viele Tiere, Erholungsort für gestresste Leute und ein Eldorado für Naturliebhaber.  Der Wald ist grüne Lunge für uns alle, er schafft Ausgleich zwischen unseren Umweltgiften und unserer Atemluft, er sorgt für ein erträgliches Klima und er macht keinen Dreck.

Was haltet Ihr davon, wenn Wälder allein aus Gewinnsucht gerodet werden, um Platz zu schaffen für landwirtschaftliche Monokulturen oder aber auch Produktionsanlagen, Einkaufszentren u.a.m.?

Die Frage der Woche lautet:  haben die „Besetzer“ vom Hambacher Forst mit ihren Aktionen übertrieben oder richtig gehandelt?

Für die nächste Frage der Woche wende ich mich an die immer einfallsreiche und quirlige Corona und bitte Sie darum. Magst Du?

 

 

 

 

Aktivitäten im Freien…

… fallen mir viele ein. Es gibt für jede Jahreszeit welche und auch für jeden Geschmack.

Wir lieben das Rumwandern an der Küste, die nur eine halbe Autostunde von uns entfernt ist. Da mein Mann Angler mit Leib und Seele ist, sind wir ohnehin sehr oft in Wassernähe unterwegs, was uns nicht schwer fällt, da es allein in unserer Kommune 331 Seen gibt.

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Noch viel kürzer, als der Weg zur Küste, ist für uns aber der Weg in den Wald, denn den haben wir praktisch vor (und hinter ) der Haustür. Das beste Mittel, um den Kopf frei zu bekommen, ist ein Spaziergang im Wald. Am allerschönsten finde ich es jedoch im Wald, wenn Pilzsaison ist. Pilzesammeln ist, wenn ich so darüber nachdenke, meine liebste Aktivität im Freien. Ich sammle sie nicht nur gern, sondern „meine Models in Rot-Weiß“ fotografiere ich auch unglaublich gern. Das Exemplar auf dem Bild blieb im Wald, denn selbstverständlich nehmen wir immer nur die Pilze mit nach Hause, die essbar sind und die wir genauestens kennen.

Pilze sammeln

Mutter Natur mitten im Großstadtgewühl

Natürlich ist der Großstadtwanderer ein Naturliebhaber, der gern viel Zeit am Busen der Natur verbringt. Selbigen muss er nicht unbedingt in ländlichen Räumen suchen, wo zwischen pestizidverseuchten Monokulturen und gigantischen Gewächshäusern manchmal gar keine Platz mehr ist für die bunte Lebensfülle von Mutter Natur. Zum Glück hat sie eine neue Heimat gefunden in urbanen Großräumen wie Berlin…

Naturtrip

Dort lädt der Großstadtwanderer die geheimnisvolle Besucherin gern zu einem Naturtrip ein. Ihre ursprüngliche Befürchtung, er werde sie auf eine Endlosschleife durch Naturkostläden und Naturheilerpraxen zerren hat sich übrigens nie bestätigt. Stattdessen stiefelt er mit ihr durch Naturräume, bei deren Anblick sie nicht mehr glaubt, in Berlin zu sein. Bestimmt hat er sie veräppelt und hinausgelockt in die Weiten Brandenburgs. Aber nein, es ist wirklich nur der Plänterwald, eine Naturoase umgeben vom Big-City-Gewühl und doch so weit davon entfernt.

Natürliche Verjüngung

Natürlich fängt der Großstadtwanderer in seiner üblichen Manier an, ihr einen kleinen naturkundlichen Vortrag über den Plänterwald zu halten, der kein Natur- sondern ein Kulturwald sei. Er hätte inzwischen ein Alter von gut 250 Jahren und sein Name basiere auf der Methode des Plenterns, die hier einst Anwendung gefunden hätte. Dabei wären einzelne Stämme entnommen worden, um den Buchen Platz zur natürlichen Verjüngung zu schaffen. Ein früher Versuch der naturnahen Waldbewirtschaftung sei das gewesen und hätte – wahrscheinlich ungewollt – dazu geführt, dass der Plänterwald heute fast wie ein Naturwunder mitten im Häusermeer wirke.

Nach so viel Vortrag ist es ihr höchst willkommen, dass er eine kurze Rast am Busen der Natur vorschlägt…

Unterwegs im Plänterwald - Kopie

Hier schiebt der Großstadtwanderer seine natürliche Verjüngung durch den Plänterwald – allerdings schon die zweite Generation…