Frage der Woche vom 21.7. bis 27.7. 2018

Man stelle sich vor: man ist unterwegs und der eigene Kühlschrank meldet via App, dass er jetzt wieder aufgefüllt ist, nachdem er automatisch eine Bestellung beim Händler abgab, dieser dann die Waren per Drohne  lieferte, der Hausroboter die Lebensmittel in Empfang nahm und im Kühlschrank verstaute.

Oder man kommt nach Hause, via Freisprecheinrichtung mit Stimmenerkennung  weist man das Garagentor an sich zu öffnen. Sobald man in der Garage ist, geht im Haus das Licht an, via App fragt der Wasserhahn ob Badewasser eingelassen werden soll. Betritt man das Wohnzimmer öffnet sich automatisch die Tür der Hausbar und in der Küche piept die Maschine,  weist darauf hin, dass auf Zuruf ein Espresso gebrüht wird.

Alte und pflegebedürftige Leute bräuchten nicht mehr ins Heim oder von Angehörigen gepflegt werden, weil ein Pflegeroboter sich um die Senioren kümmert.

Würde Euch das gefallen ?    

Die Frage der Woche lautet: was haltet Ihr von der sogenannten intelligenten Technologie?

 

Für die nächste Woche benenne ich Corona.  Hast Du Zeit und Lust?

Zeit wird dann für einen wichtig, …

… wenn man anfängt, über sie nachzudenken. Und ich glaube, das man dies meist mit zunehmendem Alter tut. Ich zumindest. Seit gut zwei Monaten bin ich jetzt ein halbes Jahrhundert alt, ein sogernannter Best Ager, – aha – komischerweise geht für mich damit einher, dass die Zeit gefühlsmäßig für mich immer schneller vergeht. Oder ich kann sie einfach schlechter festhalten als früher. Die Zeit rinnt mir durch die Finger und das ist leider – für mich – nicht immer ein schönes Gefühl.

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Quelle: http://www.medium.com

Manchmal ertappe ich mich dann bei teils wehmütigen, teils amüsierten Gedanken an früher, an vergangene Zeiten. Zum Beispiel dann, wenn ich darüber nachdenke, dass …

– ich mit Mamas Essen gross geworden bin …
– ich Fahrrad und Mofa ohne Helm gefahren bin …
– ich Ohrfeigen kassiert habe, wenn ich frech war … (Und das war – ich gestehe – nicht so selten …)
– ich einen Fernseher mit nur drei Kanälen hatte (,okay, ab und zu habe ich als „vierten Kanal“ auch DDR I geguckt,) und ich musste zum Umschalten noch aufstehen!!! Unfassbar für heutige Fernbedienungs-Verhältnisse …
– ich Kassetten mit dem Bleistift aufgespult habe – Stichwort: „Bandsalat!“ (Wer kennt heute überhaupt noch Musikkassetten?!)
– die Geschäfte an Werktagen ab 18:00 Uhr und sonntags geschlossen hatten … Undenkbar, ich weiß.
– ich am Festnetztelefon gefragt wurde: “Wo bist du?“ – weil es keine Handys gab …

Und trotz allem habe ich überlebt! Ich glaube, ich bin so etwas wie eine Heldin. Und schon muss ich grinsen.

Verrinnende Zeit ist gar nichts Schlimmes. Selbst dann nicht, wenn sie manchmal wehtut. Man sollte die Zeit annehmen und versuchen, das Beste aus und mit ihr zu machen. Gestern, heute und vor allem JETZT.